Schwimmgeschichten: bis in die Unendlichkeit und noch viel weiter schwimmen mit Endless Pools

Als waschechtes Julimädchen und Krebsfrau stehe ich wann immer Wasser in der Nähe ist mit Schwimmsachen und einem Fuß im kühlen Nass. Natürlich war das bei meinem Hawaii-Abenteuer vergangenes Jahr nicht anders. Schon das Aquatic Center in Kona zog mich direkt nach Ankunft in dieser idyllischen kleinen Stadt magisch an. Eine weitere Schwimmgeschichte zu meinen Trainings dort, ist bereits in Arbeit. Dazu also später mehr. Viel aufregender war aber das Treffen mit dem sympathischen Team von Endless Pools.  

Natürlich schlägt nichts das Erlebnis eines Trainings im Freiwasser. Schon gar nicht, wenn man einen Ozean vor der Wohnungstür hat. Dennoch konnte ich es mir nicht nehmen lassen, der Einladung des Teams zu folgen, um ein Testschwimmen in ihrem kleinen Strömungskanal wahrzunehmen.

Alle Bilder könnt ihr zur Vergrößerung anklicken. 

EISWUERFELIMSCHUH - Endless Pools IRONMAN CHAMPIONSHIP HAWAII KONA (1)

Nun werde ich wohl sicher nicht dieses Objekt der Begierde bei mir in den Keller stellen oder im Garten auf der Wiese einbauen können, aber von diesem unglaublichen Spaß muss ich euch dennoch berichten. Denn natürlich stand da mit seinen 23.000$ nicht nur ein Träumchen mitten in Kona herum (der Strömungskanal allein kostet übrigens „nur“ knapp 8000$), sondern auch ein äußerst praktisches, mit Sicherheit effektives Trainingsgerät. Ein recht kleines Becken mit seinen gut vier mal zwei Metern. Zur Not kann man auch super darin stehen, wenn das Tempo mal deutlich zu schnell für das eigene Können ist. Die Rückwand ist auch nahe genug. Bevor man also untergeht, landet man eher dort dran. Wir tauschen erst einmal die wichtigsten Fakten aus und ja, so mancher hat so einen Pool im Keller. Ich komme aus dem Staunen nicht mehr raus.

Ich habe kurz überlegt, womit ich hier beginnen soll. Aber das eigene, nicht vorhandene Können, ist vielleicht gar nicht so schlecht. Nachdem mich das Team in alles eingeweiht hatte, worauf es zu achten gilt, ging es direkt in den Pool. Bei dem Wetter dort einfach perfekt zumal überdacht. Mir wurde eine Geschwindigkeit genannt. Ja. Klar. Das wird schon hinkommen. Das packe ich. Zwei winzig kleine Details, vielleicht auch drei habe ich allerdings verkannt! Mir war nicht klar, dass es so viel zu bestaunen gab. Dumm, wenn man so erfreut ist, dass man irgendwie ignoriert, dass von Meilen und nicht von Kilometern gesprochen wird (wenn es um die Geschwindigkeit geht, die man gern schwimmen möchte oder meint zu können). Dann steht da dieses Team am Beckenrand und schaut, was man da so veranstaltet.

Also los! Ich rudere erst einmal ordentlich vor mich hin, bis ich irgendwie ein Taktgefühl dafür bekomme, wie intensiv und schnell mich das Wasser von der optimalen Schwimmposition in diesem Pool verdrängt. Gleichzeitig bestaunte ich mein Tun im Spiegel unter mir. Ich tastete mich langsam nach vorn und kam ordentlich in Atemnot. Irgendwie fiel es mir zu Beginn doch ziemlich schwer nur ansatzweise eine Gleitphase hinzubekommen. Aber ich war unfassbar begeistert von dem Spiegel unter mir. Dennoch half es nichts. Also folgte nach wenigen Minuten Hetzerei eine Verschnaufpause.

EISWUERFELIMSCHUH - Endless Pools IRONMAN CHAMPIONSHIP HAWAII KONA (25)

Beim zweiten Versuch ließ ich es ruhiger angehen. Wir stellten die Strömung etwas geringer ein und schon ging es erneut los. Ziehen, gleiten, lockerer Beinschlag, ordentlich abdrücken und zuschauen, ob man das irgendwie richtig hinbekommt. Dabei volle Konzentration auf alles, was man falsch macht. Faszinierend. Ich hatte mich ja zuvor nie so gesehen. Selbst Videoaufnahmen sind nicht wirklich so hilfreich, wie das was ich da im Spiegel unter mir gesehen habe.

Wenn ich jetzt recht drüber nachdenke!?! Vielleicht sollte ich doch den Keller ausräumen oder im Garten ein Loch buddeln…  Was machte mein rechter Arm da? Was denn jetzt der linke? Das Team war äußert freundlich und versicherte mir, dass es gar nicht so schlecht aussah. Ja. Die sahen ja nicht, was unter Wasser los war. Ich tauchte auf und wieder ab. Ich wollte gar nicht mehr raus. Das ist mein Pool. Na gut. Also zumindest vielleicht nur meine Trainingssession. Ich kraulte, was die Gegenstromanlage hergab. Also im Prinzip bis in die Unendlichkeit und dann noch ein Stückchen weiter…

EISWUERFELIMSCHUH - Endless Pools IRONMAN CHAMPIONSHIP HAWAII KONA (30)

Das Team erklärte mir zwischendrin alles bis ins kleinste Detail. Man könne sich das ganze Set hinstellen – Gegenstromanlage, Pool, egal in welcher Form, ob drinnen oder draußen, überdacht. Ob ich einen Pool hätte und wie ich so trainiere, wollten sie wissen. Na immer gern im Freiwasser und nicht im eigenen Pool. Also wenn ich einen hätte, bräuchte ich ja nur die zweiteilige Anlage, die das Wasser per Propeller in Bewegung versetzt. Was wäre ein Naturpool mit so einem Schwimmströmungsgerät für ein Traum?!? Schließlich kann es in so ziemlich jeden bereits bestehenden oder auch neuen Pool eingebaut werden. Das Team schwärmte mir etwas über die Möglichkeiten vor. Sie hätten wohl auch am liebsten eine Runde gedreht an diesem heißen Tag.

Fun Fact: das System besteht aus zwei Geräten, die per Hydraulikschläuche außerhalb des Beckens miteinander verbunden werden. Diese Hydraulik wird mit fast 20 Liter biologisch abbaubarem Pflanzenöl geliefert. Das übrigens nicht zum Verzehr geeignet ist!

Das Wasser bewegte sich gleichmäßig an mir vorbei. Die Strömung war deutlich breiter als ich. Ich konnte also sorglos hin und her eiern. Zumindest musste ich mir darüber keine Sorgen machen. Egal wie tief ich griff, auch wie weit nach unten – überall war die Strömung zu spüren. Als ich ein, zwei Bilder machen wollte, drückte mich das Wasser an die Wand. Wenn ich mich während des Schwimmens zu schnell bewegte, konnte ich mich bequem am Griff vorn festhalten oder auch abstoßen. Das Team veränderte immer mal wieder die Geschwindigkeit. So konnte ich einige ausprobieren. Es brauchte jedes Mal eine Weile, bis ich mich an die unterschiedlichen Bedingungen gewöhnte.

EISWUERFELIMSCHUH - Endless Pools IRONMAN CHAMPIONSHIP HAWAII KONA (45)

Es war faszinierend und bereitete zugleich unglaublich Freude! Die Geschwindigkeit kann ganz praktisch mit einer Fernbedienung stufenlos reguliert werden. Anfänger, Fortgeschrittene – ich denke, jeder kann damit effektiv trainieren. Der Spaßfaktor ist dabei ebenfalls extrem hoch. Sicher auch dann, wenn man nicht so ein sympathisches Team an seiner Seite hat.

Ihr habt Lust auf weitere interessante Themen? Dann schaut doch mal bei meinen schönsten Geschichten vorbei.

P.S. Wieder mit am Start war mein Zoot Schwimm-Zweiteiler, die verspiegelte Arena Cobra und der FR920xt. Der war letztlich zu verwirrt, um mir meine Schwimmdistanz anzuzeigen. Aber dafür war ja auch das Endless Pools Team zur Stelle. Die Unterwasseraufnahmen sind übrigens mit der TomTom Bandit Action Cam entstanden.

 

EISWUERFELIMSCHUH - Endless Pools IRONMAN CHAMPIONSHIP HAWAII KONA (50)

 

Alle hier gezeigten Bilder wurden von meinem Fotografen erstellt. Die Rechte an diesen Bildern liegen bei ihm und mir. Eine weitere Nutzung dieser Bilder ist nur in Absprache mit uns möglich.

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..‚Din‘ ist Gründerin von Eiswuerfel Im Schuh

20121111-082354.jpgAls Triathletin & Autorin von Eiswuerfel Im Schuh bin ich zusammen mit meinem Sportfotografen immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung und neuen Bildmotiven. Als Julimädchen liebe ich die Sonne, das Meer und den Sand zwischen den Zehen, genieße aber auch die Ruhe auf meiner Yogamatte oder auf einem Surfbrett. Ich freue mich, mit dir auf Facebook, Twitter, Pinterest, Instagram und Google+ in Kontakt zu bleiben.

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..‚Olli‘ ist Fotograf & Grafiker von Eiswuerfel Im Schuh

20121111-082354.jpgAls Fotograf & Grafiker von Eiswuerfel Im Schuh bin ich zusammen mit der Athletin ‚Din‘ immer auf der Suche nach der nächsten sportlichen Herausforderung und den interessantesten Bildmotiven. Außerdem kümmere ich mich darum, die hier vorgestellten und getesteten Produkte und Sportbekleidung interessant abzulichten. Neben meiner Fotografie bin ich oft selbst sportlich unterwegs. Ich sitze sehr gern im Rennradsattel oder schnüre als Alternativtraining auch schon mal hin und wieder die Laufschuhe. Schaut gern auch auf meiner Facebook-Seite vorbei, auf der ich immer wieder neue Eindrücke mit euch teile.

Als Triathletin & Autorin von Eiswuerfel Im Schuh bin ich zusammen mit meinem Sportfotografen immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung und neuen Bildmotiven. Als Julimädchen liebe ich die Sonne, das Meer und den Sand zwischen den Zehen, genieße aber auch die Ruhe auf meiner Yogamatte oder auf einem Surfbrett. Ich freue mich, mit dir auf FacebookTwitterPinterestInstagram und Google+ in Kontakt zu bleiben.

12 Gedanken zu “Schwimmgeschichten: bis in die Unendlichkeit und noch viel weiter schwimmen mit Endless Pools

  1. Na toll, jetzt will ich ein Rennrad UND so einen Pool…. Platz im Garten wäre vorhanden. Allein… ach ja.
    nee, im Ernst, irre, was es so gibt. Das hat bestimmt wahnsinnig Spaß gemacht. 🙂

    • Es war wirklich ein klasse Erlebnis und ich könnte mir vorstellen, darin täglich zu trainieren. Das sind definitiv Dinge, die man natürlich auf gar keinen Fall haben muss, aber so unfassbar dringend braucht. Vielleicht sollte ich darüber mal schreiben! Da gäbe es einiges, was auf meiner Most-Wanted und gleichzeitigen Hassliste auftauchen würde…

  2. Was soll man dazu noch sagen. Die Bilder sagen alles und wie immer toll beschrieben. Habe auch das erste Mal von so einer Anlage gehört. Wer dafür Platz und das nötige Kleingeld hat… 🙂 Aber wie du schon sagtest; dringend für den Privatgebrauch ist es sicher nicht nötig. Jedoch eine solche Anlage in der Nähe würde schon Spaß machen.

    • Hi Robert,

      danke für das Kompliment!

      Es steht auf meiner Haben-Wollen Liste, obwohl ich gleichzeitig weiß, dass es nicht in Frage kommt. Manche Trainingszentren haben solche Anlagen, wobei ich nicht weißt, ob es gleiche Modelle sind oder ein anderes Prinzip dahinter steckt. In jedem Fall, eine sehr interessante Erfahrung.

  3. Das hört sich richtig interessant an und hat sicher auch viel Spaß gemacht. Würde ich gern auch einmal ausprobieren.
    Vielleicht solltest du wirklich mal über deine Most-Wanted und Hassliste schreiben.
    LG Frank
    P.S:: Das dir der Zweiteiler sehr gut steht, hatte ich damals schon erwähnt 😉

  4. Stimmt, der Preise ist nicht gerade erschwinglich. Da würde ich mir dann wohl doch lieber eine Sauna in den Keller stellen und die Schwimmeinheiten weiterhin im Studio erledigen. Aber dennoch ist das natürlich eine sehr interessante Sache. Danke für den Test und die tollen Bilder.

    Vielleicht noch technisches Feedback: Die Einzelbilder würde ich auch in einer „Multibox“ öffnen lassen, denn sonst muss man bei jedem Klick wieder im Browser zurück springen. Wenn man das nicht sieht, hat man schnell den Tab geschlossen und den Blog verlassen. Bei den Galeriebildern ist das besser gelöst 🙂

    • Eine Sauna? Das ist schön für’s Alter,… Kleiner Scherz. Gehört auf meine Liste von haben müssen, aber nicht können!

      Auwei, liest du am Laptop oder Tablet? Leider ist mein Template etwas limitiert und auf WordPress.com. Da geht vieles nicht. Oder doch. Ich schaue mir das mal an. Danke für dein Feedback. Natürlich soll jeder schön hier bleiben!

      • Vielleicht bin ich schon in dem entsprechenden Alter 😉 Zur Regeneration nach dem Training ist es für mich immer toll in der Sauna, aus medizinischer Sicht kann ich das natürlich nicht sagen.

        Lese am Laptop. Es gibt dort sicherlich eine Option wie „in einem neuen Fenster / Tap öffnen“ oder „in einer Multibox öffnen“. Sowas ist bei Bildern immer wichtig und sollte genutzt werden. Solltest Du Hilfe benötigen, einfach melden 😉

  5. Die Geschichte mit dem Spiegel finde ich super. Sollte man den Bäderbetrieben mal vorschlagen! 🙂 Sowas mal zu testen, hätte ich auch richtig Bock. Kann mir richtig vorstellen, das man da aus dem Grinsen nicht mehr rauskommt

    • Absolut, da bin ich bei dir. Momentan sehe ich immer meinen Schatten, weil die Sonne so tief steht. Das ist auch schon nicht so schlecht, um hin und wieder die Wasserlage zu kontrollieren.

      Ich meine, dass viele Triathlon-Camps die Option anbieten. Auf einer Kanareninsel gibt es sowas. Weiß aber nicht mehr wo und wer das anbietet.

  6. Tja, dann musst Du wohl eine eigene Halle in Berlin bauen! Mit dem Pool unten und einer Yoga-Terrasse auf dem Dach und allem gesunden Pipapo. Ich seh da keine andere Möglichkeit. Echt jezz :p

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