Triathlon Convention Europe 2017 – Rückblick

Im Februar war es mal wieder soweit. Nun schon zum dritten Mal öffnete die Triathlon Convention Europe in Langen für Triathlon- aber auch Lauf- und Radsport-Fans ihre Türen. Mit einer Vielzahl von Ausstellern und einem bunten Programm aus Seminaren, Workshops und Wettkämpfen lud die Messe zum Mitmachen und Entdecken ein. Mehr über meine Erlebnisse und darüber, wen ich alles traf, gibt es im folgenden Beitrag. 

Während ich Freitag zunächst ganz gemütlich die ersten Eindrücke auf der TCE sammeln konnte, begann für 60 Freiwillige der erste Messetag mit dem 100 x 100 Meter Schwimmen. Das wäre mit Sicherheit auch für mich eine gute Möglichkeit gewesen, um ordentlich Substanz in mein Schwimmtraining zu bringen. Aber sowohl die Abgangszeiten als auch die folgenden zwei Tage mit Wettkämpfen gespickt, ließen diese Chance ungenutzt an mir vorüberziehen. Mehr über den Indoor-Tri, meinem kleinem Erfolg dabei und dem 10km Lauf am Sonntag gibt es in einem gesonderten Beitrag. Es hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich darüber ein, zwei, drei Worte mehr verlieren möchte.

Alle Fotos könnt ihr zur Vergrößerung anklicken. 

Die Messe an sich war aber allein schon einen Besuch wert. Auf zwei Etagen und einem Ausstellungszelt mit insgesamt fast 1.600 m2 Ausstellungsfläche war ausreichend Platz für großes und kleines Zubehör rund um den Triathlonsport. Alles wirkt aber recht kompakt und ist schnell zu erreichen. Von den schnellsten Zeitmaschinen der neuen Saison über Einzelkomponenten, Sportbekleidung und -ernährung bis hin zu Nahrungsergänzungsmittel, Körperpflege, Trainingsgeräte und Accessoires zeigten Aussteller alles, was Triathleten interessieren könnte.

Karbon reihte sich an Karbon, egal ob bei den Rahmen der Zeitmaschinen oder ihrer Laufräder, Sättel, Aerolenker. Wer auf der Suche nach einem neuen Outfit für das Rad-, Schwimm- und Lauftraining war, wurde ganz sicher auch fündig. Haero Carbon hatte meine volle Aufmerksamkeit nicht dank des Damen-TT mit viel Pink sondern mit dem schlichten matt-schwarzen Flitzer, der mich von seinem Podest anstrahlte.

Bei Garmin schaute ich mir direkt die neue Fenix an, die immer noch ganz oben auf meiner Accessoire Wunschliste steht. Allerdings nicht als Outdoor-Uhr (wobei ich sie mir beim Surfen auch sehr gut vorstellen könnte), sondern als Fashion Accessoire. In jedem Fall versuchte ich aus dem Team etwas Neues herauszubekommen. Mehr oder weniger ohne Erfolg.

Aber es gab auch für mich neues und interessantes Zubehör, wie die „Restube“. Eine sich selbst aufblasende Rettungsboje, die es für Schwimmer, Surfer und alle Wasserratten gibt. Die in Deutschland entwickelte und gefertigte Boje aus festem Nylon kann nach dem Benutzen problemlos zusammengefaltet und immer wieder verwendet werden. Nur die Patronen müssen nach der Nutzung ausgetauscht werden. Meiner Meinung nach ein wirklich idealer Begleiter fürs Schwimmtraining und Surfen.

Fast zum Glück muss ich sagen, hat mich Anne von „Ringana“ direkt am ersten Messenachmittag abgefangen. Denn mit ihren „bunten Pillen“, die Zitat von Anne „einen aus dem Sessel kicken“ und dem Isogetränk „Sport boost“ habe ich auch fröhlich die längere Wartezeit zwischen meinen einzelnen Disziplinen beim Indoor Tri überstanden. Das Getränk schmeckt so neutral, wie ich es mir von vielen Herstellern wünschen würde und ist nicht klebrig. Wenn einem also mal die Hälfte vor Erschöpfung aus dem Mund läuft oder man wieder die Flasche nicht richtig zum Mund führen kann, klebt man nicht sofort am ganzen Körper. Vor allem aber Dank der „Sport push“ Kapseln konnte ich auch zum Abschluss auf dem Laufband ordentlich Gas geben und bin sogar am nächsten Tag noch einigermaßen vernünftig aus dem Bett auf die 10km Laufstrecke gesprungen. Die Produkte kenne ich schon etwas länger, habe aber bis jetzt nur wenig Erfahrung mit ihrer Kosmetik sammeln können, was eine andere Geschichte ist. In jedem Fall sind alle Produkte einschließlich der Nahrungsergänzungsmittel vegan, frei von Konservierungsstoffen und gentechnisch veränderte Zusatzstoffe sowie reich an Antioxidantien. Der Proteinshake sorgte nicht nur nach der Erschöpfung für ein schnelles Wohlbefinden, sondern schmeckte auch mit seinem Erdbeeraroma eher wie Kompott als ein Erbsenproteinshake. Selbst nur mit Wasser angerührt. Möchte nicht wissen, wie lecker das wird, wenn man Kokos-Reismilch als Basis verwendet.

Endlich konnte ich auch mal wieder einige Blogger treffen. Es ist ja doch immer wieder etwas anderes, sich mal wirklich gegenüber zu stehen. Mit Ann-Kathrin von Triathlove tauschte ich mich über das Bloggen allgemein, aber zudem natürlich über unser liebstes Hobby Triathlon aus. Letzteres war natürlich auch Thema mit dem Blogger-Duo Lotta und Schorsch von Tri it fit und Julia von Triathlongeflüster. Ich hoffe, euch sehe ich im Sommer in FFM beim Ironman! Aber auch unsere Saisonpläne waren ein echt spannendes Thema. Ich freue mich schon auf all die Berichte von Erlebnissen und dem Training bis hin zu ihren Jahreshöhepunkten.

Mit Radsportlerin Maria Wilke konnte ich direkt etwas über Indoor-Training sprechen. Sie strampelte für ihren Partner zwei Tage fleißig Kilometer um Kilometer ab. Mit Shida von PulsYoga nutzte ich etwas freie Zeit dazu, mich mit ihr über Yoga und die Vorteile für Athleten auszutauschen. Gleiches hätte ich super gern mit Bee von Beeathletica gemacht, der ich leider nur ganz kurz in die Arme lief. Bee, es würde mich freuen, wenn wir uns in Frankfurt sehen! Florian Neuschwander zeigte mir direkt mal seinen Stand. Er war voller Vorfreude auf sein Mallorca Trainingscamp. Das könnte ich jetzt auch echt gut vertragen!

Wenn man genau hinschaute, konnte man auch an einigen Ständen Pros entdecken. So wie Andi Böcherer bei Kiwami, der dort locker plaudernd stand und wie du und auf der Messe unterwegs war.

Patrick Lange traf ich bei Sailfish, bei dem ich die Gunst der Stunde direkt nutzte, um mich mit ihm kurz über die Neoprenanzüge und seine Saison auszutauschen. Leider stehen für ihn noch nicht definitiv die Starts für dieses Jahr fest. Ich bin gespannt, an welchem Ironman er neben der World Championship teilnehmen wird.

Leider reichte die Zeit am Wochenende nicht aus, um wirklich überall dabei zu sein. Ich hatte mir deutlich mehr Seminare und Workshops eingeplant, als letztlich möglich waren. Auch die 40km-Runde mit einem Cube Crosser rund um den Frankfurter Stadtwald und Flughafen musste ich ausfallen lassen. Dafür hatte ich aber die Möglichkeit einige Seminare zu besuchen, die sich mit den Themen Ernährung, Aerodynamik, Leistungsmessung, Koordination und viel mehr befassten. Anders als es auf den Fotos aussieht, waren die Seminare teilweise so voll, dass man keinen Fuß mehr in die Tür bekam.

Schneller Schwimmen ist dein Ziel für diese Saison? Du hast einen Triathlon geplant und suchst den passenden Trainer? Mentale Stärke ist deine Schwäche? Mit der Koordination stehst du auf Kriegsfuß? Die TCE vermittelte sehr kurzweilig umfangreiches Wissen dank einer Vielzahl von Referenten. Ein großer Trend ging Richtung Mentaltraining. Dazu wurden gleich mehrere Workshops und Seminare angeboten. Ebenso wie das Thema Ernährung. Alle waren wirklich sehr informativ und spannend, wenngleich Dr. Felix Prost, Chefarzt Innere Medizin/Kardiologie Katholisches Klinikum Koblenz, mit Abstand am unterhaltsamsten war. Er nahm sich dem wichtigen Thema rund um das Herz-Kreislaufsystem von Triathleten an, das sie durch ihren Sport stärken aber auch stark belasten können. Gern schießen wir mal über das Ziel hinaus und passen nicht ausreichend auf uns auf. Fun Fact als Randnotiz für das ansonsten eigentlich spaßfreie Thema, das mich wieder einmal mit mehr Achtsamkeit sich selbst gegenüber konfrontiert hat: es ist noch nie ein verkleideter Marathonläufer auf der Strecke im Wettkampf verstorben.

Nachhaltig beeindruckt hat mich das Thema Aerodynamik, mit dem sich unter anderem auch Bioracer sehr genau auseinandergesetzt hat. Designer & Head of Product Development Valerie Pennemans teilte Daten, die Bioracer im Windkanal sammelte und zeigte, was für einen Unterschied die richtige Sportbekleidung während Trainings und vor allem Wettkämpfe ausmachen kann.

Da ich den Vortrag von Jean Paul Ballard, dem CEO und Technical Director von Swiss Side nicht auch noch besuchen konnte, schnappe ich ihn mir schon am Vortag und ließ mich in das Geheimnis des neuen Cube Rades von Andreas Realert einführen. Die ehemaligen Formel-1-Techniker von Swiss Side stellten für dieses Rad ihr gesamtes Wissen und Material zur Verfügung. Statt im Windkanal zu fahren, kann der Athlet draußen in seiner natürlichen Umgebung trainieren. Zwei Hände voll Sensoren und eine Kamera, die am Rad montiert ist, zeichnen jede Bewegung des Fahrers und alle äußeren Bedingungen auf. Um es kurz zu machen, nach reichlich Entwicklungszeit mit unendlich vielen Daten kam das schnellste Rad der Welt heraus.

Neben dem theoretischen Wissen, das man sammeln oder einfach nur auffrischen lassen konnte, wurde es mit den praktischen Workshops und der Möglichkeit Neoprenanzüge zu testen, noch abwechslungsreicher. Du möchtest wissen, wie man einen Neo reparieren kann? Du suchst nach Übungen, für eine schnellere Regeneration, mehr Flexibilität und Mobilität? Du wolltest schon immer die Technik für eine Rollwende erlernen? Du möchtest ökonomischer und kraftvoller deine Bahnen ziehen? Du möchtest deine Sitzposition auf dem Rad optimieren? Auf all diese Fragen und so viele mehr liefert die TCE die passenden Antworten mit Workshops. Was ich am Rande so mitbekam, klang wirklich gut und wäre ich nicht so mit meinen beiden Wettkämpfen eingespannt gewesen, hätte mich auch davon noch einiges interessiert. Selbst mit dem umfangreichen Wissen, das ich über die vergangenen Jahre erworben habe, spricht doch nie etwas gegen eine kleine Auffrischung und neue Inspiration. Die bekam ich aber letztlich auch durch einiges, was ich auf der Messe sah und ausprobierte.

Ein absoluter Underdog für mich ist immer noch EMS-Training im Triathlon. Ich glaube, dass wir Athleten und unsere Leistungsfähigkeit enorm davon profitieren können und es gleichzeitig eine wunderbare Möglichkeit für eine verbesserte Regeneration ist. Neben Yoga und Pilates lassen sich auch durch EMS unsere tiefer liegenden Muskelpartien gezielt ansprechen, die sonst so schwer erreichbar sind. Zudem kann man die Trainingsintensität bei Lauf- und Radeinheiten steigern. Anders als viele andere EMS-Trainingsgeräte kann man mit den Antelope Anzügen ganz praktisch das normale Training absolvieren. Die neuen Komplettanzüge sind sogar ohne Kabel erhältlich. Patrick Thumm, Mitgründer und sportlicher Leiter von Antelope, ging mit seinem Vortrag ins Detail. So erfuhr ich auch, dass man seine Sauerstoffaufnahmefähigkeit verbessern kann. Der Laktatwert kann bis um das Dreifache und die Herzfrequenz um ca. 20 Schläge pro Minute ansteigen. Einen weiteren Aspekt fand ich schon in der Vergangenheit spanndend. Mit EMS-Training kann man seinen Stoffwechsel ökonomisieren. Für uns Ausdauerathleten kein unwesentlicher Punkt.

Am Stand von Antelope hatte ich die Möglichkeit das EMS-System, das dank einer Crowdfunding-Kampagne umgesetzt werden konnte, auszuprobieren. Überraschender Weise gab es für mich keinen spürbaren Unterschied zu anderen EMS-Systemen, mit denen ich in entsprechenden Studios bereits trainieren konnte. Ganz im Gegenteil. Die Elektroden fand ich sogar noch viel angenehmer zu tragen und sie erinnern nur noch sehr entfernt an das, was ich sonst über die letzten Jahre alles nutzte. Vor allem die Ausdauerfunktion für den Rumpf hat es mir angetan! Dabei werden zeitlich die Rücken- und Bauchmuskulatur aktiviert, was sich anfühlt, als hätte man ein angenehm zu tragendes Korsett an, das einen in einer absolut aufrechten Position hält.

Das Wochenende war genau das richtige, um die Liebe zum Triathlon noch mehr aufleben zu lassen und in die Saison zu starten. Mehr zum Indoor-Tri und dem 10km Lauf habe ich in einem zweiten Beitrag zusammengestellt, den es noch in dieser Woche hier geben wird.

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit der TCE. Vielen lieben Dank an das gesamte Team.

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Alle hier gezeigten Bilder wurden von meinem Fotografen Olli erstellt. Die Rechte an diesen Bildern liegen bei ihm und mir. Eine weitere Nutzung dieser Bilder ist nur in Absprache mit uns möglich.

..‚Din‘ ist Gründerin von Eiswuerfel Im Schuh

20121111-082354.jpgAls Triathletin & Autorin von Eiswuerfel Im Schuh bin ich zusammen mit meinem Sportfotografen immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung und neuen Bildmotiven. Als Julimädchen liebe ich die Sonne, das Meer und den Sand zwischen den Zehen, genieße aber auch die Ruhe auf meiner Yogamatte oder auf einem Surfbrett. Ich freue mich, mit dir auf FacebookTwitterPinterestInstagram und Google+ in Kontakt zu bleiben.

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..‚Olli‘ ist Fotograf & Grafiker von Eiswuerfel Im Schuh

20121111-082354.jpgAls Fotograf & Grafiker von Eiswuerfel Im Schuh bin ich zusammen mit der Athletin ‚Din‘ immer auf der Suche nach der nächsten sportlichen Herausforderung und den interessantesten Bildmotiven. Außerdem kümmere ich mich darum, die hier vorgestellten und getesteten Produkte und Sportbekleidung interessant abzulichten. Neben meiner Fotografie bin ich oft selbst sportlich unterwegs. Ich sitze sehr gern im Rennradsattel oder schnüre als Alternativtraining auch schon mal hin und wieder die Laufschuhe. Schaut gern auch auf meiner Facebook-Seite vorbei, auf der ich immer wieder neue Eindrücke mit euch teile.

Als Triathletin & Autorin von Eiswuerfel Im Schuh bin ich zusammen mit meinem Sportfotografen immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung und neuen Bildmotiven. Als Julimädchen liebe ich die Sonne, das Meer und den Sand zwischen den Zehen, genieße aber auch die Ruhe auf meiner Yogamatte oder auf einem Surfbrett.

6 Gedanken zu “Triathlon Convention Europe 2017 – Rückblick

  1. Soooo viel Text, soooo viel Infos und sooooo viel tolle Bilder 🙂 Jetzt ist es nicht mehr ganz so schlimm, dass ich kurzfristig verhindert war und nicht zur Messe kommen konnte.
    Danke dafür 🙂

    • Hallo Ralph, während ich beim Indoor-Tri schwitzte, habe ich immer Ausschau nach dir gehalten. Sehr schade, dass du es nicht geschafft hast. Aber es freut uns sehr, dass wir dich ein Stück weit mit zurück zur Messe nehmen konnten! Vielleicht klappt es dann ja nächstes Jahr.

  2. Obwohl es nicht 100% mein Thema ist, ich liiiiebe Messeberichte und der hier ist toll. (Ja, ich steh auf Messen. Ja, ich weiß selbst, dass das krank ist. Nein, ich lasse mich nicht behandeln!) Uuuund ich bin an der gelben Boje und an den Ringana-Kapseln interessiert! 😀 Muss ich Dich morgen ausfragen.

    • Also du warst die Erste, an die ich denken musste, als ich die Restube sah! Was mich direkt an deinen Segelbeitrag erinnert. Nun und die Ladies von Ringana waren natürlich sehr reizend und zum Glück haben sie mir die „bunten“ Pillen und Getränke überlassen. So eine Messe ist ja nicht ganz unanstrengend und nebenher noch einigermaßen manierlich zwei Wettkämpfe zu absolvieren, war so ganz anständig möglich.

  3. Hallo Nadin,

    Interessant wieviel du auf der Messe ausprobiert und getestet hast – danke für den Bericht!

    Wir waren gerade am gehen als ich dich auf der Treppe gesehen habe… aber dann haben zwei andere Personen angefangen mit dir zu quatschen und es sah aus als würde es länger dauern und ich wollte meine Begleiter nicht warten lassen.

    Liebe Grüße Ruben

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