Training Februar 2014: Kurz aber es kommt wieder Schwung rein

Das Wetter ist so unglaublich gnädig in diesem so kurzen Monat zu uns gewesen, dass er für mich gefühlt doppelt so schnell vergangen ist. Vor allem viele schöne Laufeinheiten liegen hinter mir. Es ist aber auch der erste Monat gewesen, um mich bis zum schnell nahenden Frühjahr richtig fit zu bekommen. Denn meine Wettkampfplanung steht, Ziele sind definiert und möchten nun nach Möglichkeit erreicht werden. Natürlich habe ich gute Grundlagen im Januar legen können, aber jetzt ging es mit schnelleren und intensiveren Einheiten, recht sportlich zu. 

Hin und wieder habe ich schon diese Tage, an denen ich mich gut erholt und ziemlich gut fühle. Trotz intensiver werdendem Training. Mittlerweile mache ich mir auch wieder mehr Gedanken über meine Ernährung, einfach weil ich merke, dass mein Körper nach mehr verlangt. Nicht nur was die Energiedichte anbelangt, sondern auch bezüglich der Qualität. Nach härten Stunden ist mein Bedarf an frischem Obst fast unermesslich – frische Gemüsesäfte und Smoothies gönne ich mir deshalb auch zum Essen oder zusätzlich zwischendurch. 

Was das Training angeht, bin ich mit etwa 38 Stunden insgesamt und besonders mit meinen Radeinheiten ziemlich zufrieden. Die Qualität dieser Trainings hat sich deutlich verbessert. Es wird nicht mehr zu Haus auf der Rolle so umhergeeiert, wie ich es es gerade ertragen kann. In der Öffentlichkeit, sprich in der Höhenkammer, albere ich nicht herum. Aber es sind auch ziemlich spezifische Einheiten in meinem Plan notiert, die ich natürlich auch einhalten möchte. Auch wenn sich gut 300 Kilometer nicht sonderlich viel anhören, so waren sie doch deutlich anstrengender als erwartet. Den Sauerstoffentzug muss man erst einmal verkraften. Nach drei Wochen mit je zwei Einheiten hat eine spürbare Verbesserung eingesetzt. Ich muss sehen, wie sich das entwickelt. Es könnte auch auf die ziemlich entspannten Wochenenden zurückzuführen sein, an denen nicht so viel anlag.

Sportarten_Distanz_Feb14

Was sich aber überraschender Weise innerhalb von drei Wochen sehr gut angefühlt hat, war das Lauftraining nach der Radeinheit ein Mal die Woche. Jedes mal habe ich mich gefreut, dass es wieder soweit ist. Jedes Mal habe ich mich aber auch auf’s Neue durch die Stadt gequält und die 16 bis 18 Kilometer zogen sich mit den zahlreichen Ecken und Kanten, Kreuzungen und Ampeln endlos hin. Eine wahre Herausforderung für das Gemüt! Aber auch für den Körper so ungewohnt mit Rucksack und den vielen Stopps.

Natürlich habe ich zusätzlich zu dieser lockeren, längeren Einheit noch etwas auf’s Tempo gedrückt und am Wochenende ein Intervalltraining absolviert. Mal kürzere, mal längere Intervalle. Langsam aber sicher komme ich auch dabei wieder etwas in Schwung. Aber es heißt Geduld beweisen. Denn das Höhentraining sorgt dafür, dass meine Muskeln immer erschöpfter scheinen als normal.

Die kurzen Distanzen zur Schwimmhalle hin und nach dem Schwimmen wieder zurück ein bis zwei Mal pro Woche habe ich je nach Zustand morgens um sechs ganz locker oder mit einem zügigen Tempo überbrückt. Insgesamt sind so mehr als 160 Kilometer in diesem knapp bemessenen Monat zusammengekommen.

Terminlich bedingt konnte ich nicht wie gewollt zwei Mal pro Woche Schwimmen gehen. Dennoch war ich nach fast jeder Einheit so richtig geschafft. Vor allem meinem linken Arm musste ich ordentlich gut zureden. Das Schwimmseminar am Anfang des Monats hat mir sehr gute Impulse gegeben, wie ich effektiver schwimmen kann. Da mein linker Arm scheinbar über Jahre ein ganz ruhiges Eigenleben geführt hat, war das konzentrierte Arbeiten mit ihm entsprechend fordernd. Ich habe jetzt immer brav den Plan eingehalten, habe nicht noch einfach einen Kilometer angehängt. Stattdessen habe ich pedantisch mein Techniktraining absolviert. Die 10 km konnte ich zum größten Teil auch sehr gut beim Yoga spüren. Ich war zwar wach bei der Sache, aber die Kraft im Körper und vor allem in den Armen zu mobilisieren, war hin und wieder schon eine Herausforderung. Ich gönnte mir dann und wann zusätzlich zu dem, was im Plan vermerkt war, eine Stunde. Diese verlangte aber mein Körper auch, der richtig durchgedehnt werden wollte. Kraft war dabei selten im Einsatz. Die versuchte ich eher bei meinen Mini-Klimmzügen mit knallrotem Kopf herauszufordern.

Sportarten_Zeit_Feb14

Ich hoffe, dass es so positiv im März weiter geht und sich das Wetter ebenfalls so traumhaft hält. Dann werde ich bestimmt die ein oder andere Radausfahrt wagen und etwas länger im Sattel sitzen. Irgendwoher müssen ja die Kilometer kommen. Mittlerweile ist es zum Glück am Abend schon etwas länger hell und vielleicht lässt es sich dann ja einrichten.

Aber der Februar verschaffte mir nicht nur wunderbare sportliche Erlebnisse, sondern sorgte auch für schöne Momente rund um mein Blog. So hat die Berliner PR Agentur Mashup Communications beispielsweise mit mir ein Interview geführt und mein Moving Comfort Video, das im Herbst letzten Jahres entstand, ist nun auch auf meiner Seite zu finden, um die neue Saison einzuläuten. Ach und ganz nebenbei ergab sich die Möglichkeit, einige Meter mit Sprintlegende Carl Lewis zu laufen und Leichtathletikstar Allyson Felix zu interviewen.

Bild: Trainings-Grafiken erstellt mit Sportics.

Als Triathletin & Autorin von Eiswuerfel Im Schuh bin ich zusammen mit meinem Sportfotografen immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung und neuen Bildmotiven. Als Julimädchen liebe ich die Sonne, das Meer und den Sand zwischen den Zehen, genieße aber auch die Ruhe auf meiner Yogamatte oder auf einem Surfbrett. Ich freue mich, mit dir auf FacebookTwitterPinterestInstagram und Google+ in Kontakt zu bleiben.

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