Garmin Forerunner 955 Test

Werbung | Der Forerunner 955 ist die neue GPS-Sportuhr von Garmin für Triathleten und Multisportler. Sie ist sogar mit Solarladefunktion erhältlich und unterstützt Dich so noch mehr auf sehr langen Distanzen. Der Forerunner 955 ist definitiv nicht nur etwas für Statistikfans. Die Fülle an erweiterten Daten spricht definitiv eher Sportenthusiasten als nur gesundheitsbewusste Datennerds an. Wobei auch sie sicher mit Informationen zur Herzfrequenzvariabilität während des Schlafs und dem neuen Morning Report angesprochen werden. Darüber hinaus wurden existierende Statistiken optimiert und teilweise erweitert.

Der Trainingszustand wurde durch den “Ermüden”-Zustand ergänzt. Trainingsempfehlungen sind präziser geworden und werden von eingetragenen Wettkämpfen beeinflusst. Running Power Details stehen nun ohne IQ App zur Verfügung. Während Intervalltrainings werden Gehen und Laufen automatisch erkannt. Training, vor allem ambitioniert, ist immer noch eine Kooperation mit dem eigenen Körper. Wie passend ist da die neu verfügbare Information zur Trainingsbereitschaft?! Genauso spannend das Stamina-Widget! Durch den neuen Multi-Frequenz Empfang globaler Satellitensysteme wird die Positionsbestimmung hochpräzise. Das war aber noch nicht alles an Funktionen, die diese Sportuhr mitbringt! Denn das Touchdisplay ist unter anderem zurück und erweitert damit die Tastenbedienung.

Multisportler bekommen ein gebündeltes Datenpaket an Tagesstatistiken und Trainingsanalysen präsentiert, mit denen man sich, sein Leben, natürlich vor allem sein Training aber Dank Wettkampf Widget auch die nächste Challenge in die Spur bringen kann. Dabei können Trainings- und Tagesempfehlungen wertvollen Input liefern, wie man sich in bestimmten Situationen verhalten könnte.

In diesem Beitrag werden Basis-Informationen neben den neuen Highlights des Garmin Forerunner 955 genauso Platz finden, wie ein genauer Blick auf einige Trainingsbeispiele und wie ich unterschiedliche Features nutze. 

Beim neuen Garmin Forerunner 955 geht es natürlich ums Training. Mittlerweile jedoch auch um Erholung und beispielsweise mit Details zum Schlaf und zur Herzratenvariabilität auch um die Gesundheit. Alles wird getoppt durch eine Bandbreite von (Kurz)Analysen direkt auf der Sportuhr, die auch Tipps zum Training und Alltag einschließen. Fast, als würde man seinen eigenen Coach an der Seite, ähm, am Handgelenk tragen.

Das kommt dir bekannt vor? Ja und nein. Ja, all das ähnelt dem nun schon in die Jahre gekommenen Forerunner 945 und der gerade erst erschienen fēnix 7 Serie. Nein, das ist nicht eine Wiederholung des Mini-Updates der LTE Version mit wenig Neuerungen. Also Geduld, ich steige gleich in die neuen Funktionen und Updates ein!

Alle Fotos kannst du zur Vergrößerung anklicken um noch mehr Details auf deinem Gerät zu erkennen.

Triathletin und Autorin Nadin von eiswuerfelimschuh.de testet bei Lauftraining Garmin Forerunner 955 Multisportuhr. Tri-Suit in blau von ALE . Sie läuft dynamisch Brücke bei Sonnenschein. Blonder Pferdeschwanz von Triathletin wackelt im Wind.

Als ich den Forerunner 955 das erste Mal in den Händen hielt, gab es keine großen Überraschungen am Äußeren. Rund, wahlweise schwarz oder weiß. 3 Tasten links, 2 rechts. Unaufgeregt kommt der FR955 daher – alles wie immer. Gewünscht hatte ich mir ein flacheres, noch leichteres Design. Tatsächlich sind es die Kleinigkeiten und neuen Features in Kombination mit den Updates, die mir wirklich viel Freude mit der FR 900er Serie bereiten. Wie das Touchdisplay. Es ist zurück! Für mich war das mit großer Freude verbunden. Genauso wie der Forerunner 955 als Solar-Modell. Das ist dann doch schon einiges, das nach dem Launch der fēnix 7 jedoch, wenn nicht absehbar, doch sehr wünschenswert war. Und sonst? 

Denn es ist ja so. Kommt ein FR neu auf den Markt ist eigentlich sofort die erste Frage klar! Was kann der Neue alles?

Es hat sich einiges bei der Software und den Widgets sowie Metriken getan. Es gibt brandneue Erweiterungen und Optimierungen, die den Garmin Forerunner 955 zu einem spannenden Multisport- und Outdoor-Begleiter machen. 

Mit einem Preis von 549,99€ für die “einfache” Ausführung und  649,99€ für das Solar-Modell, ist dieser Begleiter definitiv nicht zum Schnäppchenpreis zu bekommen. Jedoch ist er um einiges günstiger als beispielsweise die fēnix 7. Aber mit dem Funktionsumfang erhält man eine Sport-Smartwatch, die definitiv einiges zum Alltag, zur Trainingsvorbereitung und -analyse sowie zu Wettkämpfen beitragen kann. Und damit starte ich direkt mit den neuen Funktionen durch!

Garmin Forerunner 955 Multisportuhr GPS detaillierte Nahaufnahme Solarladefunktion TEST

 

DIE NEUEN FUNKTIONEN DES GARMIN FORERUNNER 955

Lasse uns direkt mit den spannenden Details in diesen Beitrag einsteigen. Denn davon gibt es, wie in der Einleitung bereits erwähnt, einige. Egal ob es um das körperliche Empfinden geht, über das man durch das Feature der Trainingsbereitschaft mehr erfährt. Oder darum, warum man sich morgens wie gegen die Wand gefahren fühlen. Der Morning Report weiß mit seinen Key Facts vielleicht Rat! 

Aber von Anfang an!

Als Multisportlerin in unmittelbarer Wettkampfvorbereitung klebe ich gern mit der Nasenspitze an meinem Trainingsplan. Auch wenn dieser individuell auf meine persönlichen Bedürfnisse und meinen Alltag hin angepasst ist und Ermüdung berücksichtig, steht oft in den Sternen, ob ich tatsächlich für die nächste Einheit bereit bin. In einem massiv vollgepackten Alltag ist es schließlich nicht immer möglich, mit Vernunft auf den sich meist lautstark äußernden Körper zu hören. 

Die Frage die sich auch mir oft stellt:

Welchen Mehrwert kann mir das anstehende Training bieten? Anders ausgedrückt, ist mein Körper dazu bereit und bringt es mir etwas nach einem Tag mit dem Rad zur Arbeit, Stress bis unters Kinn und Aufgaben, die mich noch die nächste Woche begleiten werden?

Aus genau diesem Grund bin ich keine Freundin des Feierabendsports. Mal davon abgesehen, dass ich mich nach einem intensiven Tag nur schwer vom Weg Richtung Sofa abbringen lassen. Anders der Weg morgens aus dem Bett zum Trainingsequipment. Aber auch da? Macht es Sinn, wenn die Nacht schlaflos und viel zu kurz war? Bevor der Körper einen Warnschuss abgibt, warum nicht den Garmin Forerunner 955 genau dafür Antworten mit der Trainingsbereitschaft finden lassen?! Zu welcher Zeit ist mein Körper bereit, ein qualitativ hochwertiges Training zu absolvieren? 

Laut Garmin spielten bei der Entwicklung des Features Trainingsbereitschaft eine Reihe von Untersuchungen über den richtigen Zeitpunkt für ein Training eine Rolle. Der Trainingsbereitschafts-Score wird in 5 Kategorien angegeben. Ich würde dazu Level sagen. Diese Level bilden eine Skala von 1 bis 100 ab. Auf dem Display wird das als Zahl im Zentrum des Widgets dargestellt. Optisch auch ersichtlich am grafischen Strahl, der über 2/3 des FR verläuft. Im Wortlaut wird das Level präzisiert – beispielsweise moderat, mäßig, schlecht, gut,… – gefolgt vom Feedback und entsprechenden Empfehlungen. 

Der Forerunner 955 bezieht in diesen Score Details über den Schlaf, Erholungszeiten, Status der Herzfrequenzvariabilität (Der nun 24/7 gemessen werden kann. Mehr dazu folgt gleich.), Belastungstrend, Stressverlauf und Schlafhistorie mit ein. Mit Hilfe eines extra Widgets werden die Informationen mit Feedback-Notizen und dem Morning Report präsentiert. Zudem stehen weitere Details und Übersichten innerhalb der mobilen App Garmin Connect zur Verfügung. Es empfiehlt sich, die Sportuhr 24/7 zu tragen, um diese Informationen zu erhalten. Denn Voraussetzung für die Ermittlung der Details sind Werte wie Sleep Score, Sleep Score Verlauf/History, Erholungszeit, HRV über Nacht, Trainingsbelastung und Stress.

In die Trainingsbereitschaft fließt die ebenfalls neue Messung der Herzfrequenzvariabilität während des Schlafs mit ein. Alle 5 Minuten wird während des Schlafs die HRV ermittelt und daraus ein Tages- und Wochenmittelwert dargestellt. Um das Level anzeigen zu lassen, muss der Forerunner 955 mindestens 3 Wochen auch über Nacht getragen werden. In der Übersicht sind alle notwendigen Informationen direkt auf einem Blick verfügbar. Der 7 Tage Durchschnitt wird zusammen mit dem Durchschnittswert der vergangenen Nacht abgebildet.

Dieser 7 Tage Wert – der HRV Status – wird wie die Trainingsbereitschaft in 5 Level unterschieden. Schlecht, niedrig, unbalanciert unterhalb des Durchschnitts, ausbalanciert und unbalanciert oberhalb des Durchschnitts. Von dieser Hauptübersicht kann man weiter zu Empfehlungen klicken oder sich den Verlauf der letzten Nacht sowie 7 Tage anzeigen lassen. Kurz ausgedrückt, zeigt eine hohe HRV eine gute Fitness, Gesundheit und Leistungsbereitschaft an, wohingegen eine niedrige HRV auf Stress und keine gute Gesundheit und Fitness hindeuten kann. Von der Leistungsbereitschaft mal abgesehen. Aber man kann auch über das Ziel hinaus schießen, wie man an der unbalancierten HRV oberhalb des Durchschnitts sehen kann. 

Der oben kurz erwähnte Morgenbericht ist eine sehr schöne Idee für mich. Etwas personalisiert, ein paar Tipps und das Wichtigste: eine Übersicht mit Daten und Informationen, die bei der Trainingsplanung für den jeweiligen Tag unterstützen können. 

Garmin Forerunner 955 Multisportuhr GPS Test detaillierte Nahaufnahme Display darstellung Funktion Morgenbericht

Jeden Morgen kurz nach dem Aufwachen, grüßt der Forerunner 955 mit einer netten Anrede. Die Übersicht kann weggeklickt oder näher betrachtet werden. Die Informationen, die gebündelt dargestellt werden, können den eigenen Bedürfnissen oder Vorlieben entsprechend angepasst werden. Es stehen die Trainingsbereitschaft, Informationen zu Trainings, Schlaf, HRV, Body Battery, Intensitätsminuten, Schritte, Wetter und Kalender zur Verfügung. So ziemlich alles, um den Tag zu planen. Oder um zu wissen, wie erholt man sich laut FR fühlen könnte oder auch nicht. Wie bereit man fürs Training ist und welche nervigen Termine der Kalender hergibt. 

Bei längeren, intensiveren Läufen habe ich gern das Stamina Widget als angezeigten Screen. Ich muss jedes Mal wieder beim Anschauen an Glucose-Level danken. Wie cool wäre es, wenn diese auf dem nächsten Screen zu sehen wären, mhm? Ich setze mich damit im Zusammenhang mit den Möglichkeiten von Supersapiens gesondert auseinander. 

Stamina – also Durchhaltevermögen – ist ein Leistungswert, der grafisch sehr schön ausgearbeitet, die Leistungsentwicklung beim Lauf- und Radtraining anzeigt. Im Prinzip zeigt diese Übersicht an, wie viel noch im Tank übrig ist. Wie viel verfügbare Energie steht während einer körperlichen Aktivität noch zur Verfügung? Frage der Fragen hier:

Sportgang oder Eco-Fahrmodus? 

Triathletin mit Garmin Forerunner 955 Multisportuhr im Test und Fuji Zeitfahrrad TT Bike fährt schnell auf Straße. Berliner Fernsehturm im Hintergrund bei sommerlicher Stimmung. Blauer Tri-Suit von ALE Zeitfahrhelm RHplus in Schwarz

Du kannst dann wie beim Autofahren entscheiden, ob du weiterhin das Gaspedal durchdrückst und die Restenergie nutzt. Oder ob du in den Eco-Spargang zurückschaltest und damit dein restliches Potential ausschöpft und ordentlich Strecke machen kannst. Du managst damit sozusagen Deine Energiereserven während einer Aktivität. Zudem kannst du sie optimieren, um die Erschöpfung hinauszuzögern. 

Das Race/Wettkampf Widget nutzt Informationen über vorab eingerichtete Wettkämpfe in Garmin Connect, um eine Prognose für die Endzeit abzubilden. Es ist für mich deshalb besonders spannend, weil nicht nur persönliche Trainingsdaten in die Berechnung einfließen. Unteranderem werden Streckeninfos und das zu erwartende Wetter, neben den Fitnessdaten herangezogen. Der FR verfolgt zudem die Trainingsbelastung und gibt entsprechende Tipps die Wochen vor dem Wettkampf. 

Das allerdings wird aktuell nur für Lauf- und Radsportwettkämpfe angezeigt! Meine Triathlonplanung wurde nicht berücksichtigt. Deshalb habe ich nun erst einmal die Triathlons im System über Garmin Connect als Radsport-Veranstaltung angelegt. Sobald der FR das mitbekommen hat, wurde direkt dazu Input geliefert! Denn der FR berechnet die Trainingsvorschläge entsprechend dem Wettkampfvorhaben sofort neu.

Health Snapshots sind keine Neuerung in der Garmin Welt, aber für den Forerunner 955 schon.  Ich kenne sie von der Venu 2. Diese Funktion ist unter Aktivitäten zu finden und kann wie eine Sportart hinzugefügt werden. In der Garmin Connect App ist es allerdings nicht unter Aktivitäten sondern Gesundheitsstatistiken zu finden. Innerhalb von zwei Minuten erhält man eine Übersicht von Gesundheitsdaten. Darunter fallen Herz- und Atemfrequenz, Stress- und Pulsoximeterwerte sowie die Herzratenvariabilität. Letztere stellt RMSSD (Marker für Erholung) und SDRR Werte (Anpassungsfähigkeit des Herz-Kreislauf-Systems) dar. Die große Frage ist an dieser Stelle, was ich mit den Informationen zur Herzratenvariabilität mache. Denn eine Tabelle mit optimalen Werten gibt es nicht. 

Anders ist es, wenn man sich die Übersicht zur Herzratenvariabilität innerhalb der Auswertung des Schlafverhaltens anschaut. Dort werden Werte kategorisiert und geben zumindest dem Endverbraucher einen kleinen Einblick, wie es gerade um diese Werte steht. 

Auch für das Lauftraining gibt es eine interessante Neuerung mit der automatischen Geh- und Lauferkennung. Also wann befinde ich mich in einem Intervall und wann versuche ich mir eine aktive Pause zu gönnen. 

Und zum Abschluss der Neuigkeiten: es ist zurück! Das Touchdisplay. Mit meiner Venu 2 bin ich immer wieder begeistert, wie großartig auch eine Sportuhr mit Touchscreen ist. Damals die 600er Serie liebte ich dafür. Nun hat der Forerunner 955 ein Touchdisplay spendiert bekommen. Nach Wunsch oder auch Vorlieben kann man diese Funktion ausstellen oder bei bestimmten Funktionen bzw. Sportarten nutzen. Bis auf für die Schwimm-Aktivitäten habe ich den Touchscreen aktiviert. 

 

UPDATES & ERWEITERUNGEN

Neben neuen Features finde ich Updates und Erweiterungen von bereits existierenden Funktionen genauso wichtig. Beim Forerunner 955 sieht es für mich so aus, als wurde eine Reihe davon noch einmal mit einem besonderen Augenmerk begutachtet. Für mich machen die folgenden Verbesserungen viel Sinn, damit sie auf Augenhöhe mit den neuen Funktionen sind.  

So wie die Details zur Running Power. Die Werte können nun direkt auf dem Forerunner ohne weitere App aus dem IQ Store angezeigt werden. Notwendig dafür ist der Garmin Running Pod oder HRM-Pro Brustgurt. Diese Daten können nicht direkt über den FR ermittelt werden. Ein Stryd Pod kann natürlich verbunden werden, benötigt allerdings ein eigenes Widget, das man sich nach wie vor im Connect Store herunterladen kann. Die passende Anzeige auf einem Datenblatt verrät aber auch mehr als nur die Laufleistung als reinen Wert. So kann zudem der Leistungsbereich als Solo-Zahl oder als Grafik, mit dem Leistungsdurchschnitt, der Rundenleistung, letzte Runde Leistung, maximale Leistung ausgewählt werden. 

Wer kennt es nicht? 

Da muss man gar kein heavy Garmin User sein: kein Trainingszustand. Oder fast noch schlimmer: Unproduktiv. 

Manchmal glaube ich, dass es sich dabei über eine ganz besondere – wenngleich wundersame – Auszeichnung handelt. Diese Trainingszustände tauchen nämlich immer dann besonders gern auf, wenn man gerade einen Marathon, einen Ironman,… ins Ziel gebracht hat. Der Trainingsstatus soll uns Auskunft über unsere aktuelle Form und das Training geben. Die Schlagworte, um genau das abzubilden, lauten bspw. „ Formaufbau“, „Höchstform“, „Überbelastung“, „Unproduktiv“,… Nun gibt es die Erweiterung „Ermüdet“. Letzter Zustand wurde eingeführt, um den täglichen Trainingsstatus stimmiger erscheinen zu lassen. Darüber hinaus sollen vor Wettkampftagen Anpassungen vorgenommen werden, um die negative Leistung zu reduzieren. 

Dieses Feature konnte ich noch nicht ausprobieren, weil noch kein Wettkampf anstand. Aber Details ergänze ich, sobald sie mir aus meinem Training und den Wettkämpfen vorliegen. 

Durch die Veränderung des Algorithmus’ sollte „kein Zustand“ in der Theorie nicht mehr auftauchen. Denn diese Situation spitzt sich immer zu, wenn keine VO2max vorhanden ist. Diese Lücke im System wurde mit der Verwendung der Herzfrequenzvariabilität (HRV) ausgeglichen. 

Eine ähnliche Lücke gab es bei dem Zustand „Unproduktiv“. In diesem Fall wurden gleich zwei Dinge verändert. Der VO2max-Trend reagiert nicht mehr so empfindlich auf kurzfristige Schwankungen. Zudem hilft die neue Kategorie „Ermüdet“, die ebenfalls auf die HRV zurückgreift, Situationen abzubilden, die weniger mit tatsächlicher Unproduktivität zu tun haben. Als viel mehr mit unserem Alltag – zu wenig Schlaf, Stress, fehlende Regeneration,… 

In die Darstellung des Trainingszustandes fließen sehr übersichtlich dargestellt eine Reihe von Werten ein. Die akute Belastung (ehemals 7 Tage Belastung) ist genauso Teil davon wie der Belastungsfokus, die VO2max, der HFV-Status, der Erholungsstatus und die Hitzeakklimatisierung. 

Bei der Genauigkeit der Streckenaufzeichnungen wurden auch einige Schritte nach vorn gemacht. Garmin greift nun auf den Multi-Frequenz Empfang zurück. Ein System, das du vielleicht vom Smartphone kennst.

Die täglichen Trainingsempfehlungen wurden hinsichtlich des Feedbacks zu Workouts und Trainingsphasen verbessert. Ingesamt habe ich das Gefühl, dass an einer Vielzahl von Werten die passenden Erläuterungen angehängt wurden. Dadurch erschließen sich einige Details dem Nutzer doch eher. Man hängt nicht so in der Luft wie beim Health Snapshot und den Daten der Herzfrequenzvariabilität. 

Hier sehe ich auch noch großes Potential in eine Vielzahl von Richtungen. Im Vergleich zum Oura Ring oder Whoop Armband erhalten Nutzer beim FR955, wie auch bei anderen Garmin Sport- und Fitnessuhren, eine Reihe an Informationen direkt auf dem jeweiligen Gerät. Garmin Connect mobile ist nicht ständig nötig, um informiert zu sein. Greift man auf die App zurück, gibt es dort ebenfalls Tipps. Teilweise deutlich ausführlicher und mit entsprechenden Verlinkungen bzw. Details zu Referenzen. 

Denn, was wollen wir wissen, bzw. was können wir aus den Informationen herauslesen? Der Alltag, das Training und der Schlaf werden überwacht und entsprechende Daten abgebildet. Wenn diese aus dem Rahmen der vorgegeben Standards fallen – positiv wie negativ -, bleibt man nicht fragend zurück. Wie kann man Gesundheit, Training, Regeneration, Alltag in Einklang bringen? Du wirst es kennen. Das ist alles andere als einfach! Schön ist, wenn es wie bei Garmin im Ansatz dazu Antworten oder Tipps gibt.

Klar ist aber auch, dass Garmin als Komplettlösung für all das, nicht das leisten kann, was vielleicht auf ein bestimmtes Thema spezialisierte Apps abbilden können. Aber Garmin Connect ist mittlerweile so umfangreich, dass ich dort teilweise genauso nach etwas suche wie auf dem Forerunner selbst. 

Du hast ein älteres oder anderes Garmin Modell und fragst Dich nun, welche der neuen Funktionen des Forerunner 955 auch für weitere Geräte zur Verfügung gestellt werden? Ja, es wird für ausgewählte Geräte, einige Funktionen als Update geben. Aber nicht alles für alle. Für meine Lauftrainings hoffe ich da auf das Stamina Widget!

 

BASIS & SMARTWATCH FUNKTIONEN

Der Garmin Forerunner 955 ist eine komplexe GPS-Multisportuhr, die zudem eine Reihe an Basis und Smartwatch Funktionen bietet, die du teilweise sicher bereits kennst. Es kommt auf die eigenen Interessen und vielleicht den Alltag eines Athleten an, wie intensiv man diese Features nutzt. Nützlich und anstrengend zugleich können die Smartwatch Funktionen sein, die auch bei diesem FR umfangreich sind und eine reine Smartwatch überflüssig werden lassen. 

Nimmt man den FR955 erstmalig in Betrieb, sucht man sich seine bevorzugte Sprache aus. Anschließend geht es Schritt für Schritt weiter. Alles, was man nicht sofort einrichten möchte, kann man später nachholen. Die große Masse kann direkt mit dem Mobiltelefon (sofern über Bluetooth verbunden) eingegeben bzw. synchronisiert werden. Wird verlangt, dass man ganze Worte eingibt, ist es ähnlich wie beim Apple TV. Die Verbindung zum Telefon ermöglicht die Eingabe von dort aus. Das zuweilen frickelige Hoch- und Runtergetippe des Alphabets entfiel zu meiner Freude entsprechend. 

Etwas überwältigt haben mich die Vielzahl von Widgets, die schon allein durch die neuen und überarbeiteten leistungsbezogenen Daten verfügbar sind. Auch nach Wochen verschiebe ich hin und wieder mal welche im Menü, ergänze oder nehme etwas raus. Auch hier sei noch einmal die Liebe zur Touchbedienung zum Ausdruck gebracht. Für mich persönlich erleichtert sie einiges. 

Mit dem Laden von externen Apps und Widgets bin ich recht fix. Garmin IQ Store auf,  Hydration App, Surf-/Gezeiten App, aktuelles Lieblings-Watch-Face, Supersapiens, Relax / Coherence Atemübungen installiert. OK, manchmal lasse ich mir auch etwas mehr Zeit bei IQ. Es gibt schließlich so viel und immer wieder auch etwas Neues. Nur mein Ninja Watch-Face scheint für immer verloren,… Aber natürlich können auch eigene Fotos verwendet werden, genauso wie zig Drittanbieter bezahlte Optionen zur Verfügung stellen. 

Software Updates gab es einige in den vergangenen Wochen, die sich problemlos installieren ließen.

So wie die Basics alle mit aktiver Mobiltelefon Bluetooth-Verbindung übertragen werden können, funktioniert es denkbar einfach mit den Tagesstatistiken und Trainings. In der Regel auch sehr schnell. Als Unterstützung kann man sich eine Wlan-Verbindung einrichten, die neue Daten direkt zu Garmin schickt, sobald man in der Nähe ist. 

Ähnlich fix verhält es sich mit dem GPS-Signal. Es ist unglaublich schnell gefunden. Immer wieder großartig, weil ich mit meinen Sportsachen vor die Tür gehen und loslegen kann. Ganz neu ist die Multifrequenz. Die funktioniert ganz einfach. Durch den Multi-Frequenz-Empfang soll die Streckenaufzeichnung noch genauer geworden sein. Ungenaue oder verfälschte Signale durch das Terrain bedingt (Häuserschluchten, Bergtäler) werden durch Multi-Frequenz-Empfänger herausgefiltert. Hierzu wird wieder auf globale Satellitensysteme (GPS, GLONASS, GALILEO) gesetzt. Aber statt Single wird Dual Frequency genutzt, was sich sich positiv auf die Genauigkeit auswirkt. 

Fakt ist, das meine Garmin Uhren und ein Edge beim Radtraining gegeneinander liefen und die Strecken sehr nah aneinander kommen. Auf dem freien oder mäßig bewaldeten Land vermutlich sowieso nicht das Problem. Aber auch in der Stadt in engen Straßen sehen die Übersichten in Connect immer wie Ideallinie aus. Lediglich beim näheren Hineinzoomen springt der abgefahrene Strich in der Stadtlandschaft mal von der Straße. 

Es gibt immer Wege, die ich gleich abfahre. Dennoch gibt es hier und da ein paar hundert Meter Unterschied. Ob das dramatisch ist? Nein, für mich ist es nichts, womit ich nicht leben könnte. Ich fahre um keine KOMs und Profi bin ich auch nicht. Es ist aber auch so, dass es mich stört, wie viele Momente der Forerunner beim Stehenbleiben braucht, um in die Auto-Pause überzugehen. Beispielsweise an der Ampel, so dass ich beim Laufen einige Sekunden stehe, bis es endlich soweit ist. 

Navigation, so wie wir es beispielsweise von einem Edge kennen, wirkt auf dem FR direkt am Handgelenk erst einmal wie eine Miniaturwelt. Aber ich komme damit ziemlich gut zurecht. Mein Paris-Trauma mit einem sprichwörtlich eingefrorenen Mobiltelefon würde sich so nicht mehr wiederholen. Eine TopoActive Europa-Karte ist verfügbar. Um die Karten direkt auf der Uhr zu verwalten, gibt es jetzt einen Karten Manager unter den Systemeinstellungen/-funktionen.

Trendline-Popularity-Routing bringt Abwechslung auf Trainingsrouten. Das ist erweiterbar durch selbst erstellte Routen oder Routen, die der FR auswählt aufgrund einer eingegebenen Distanz und der Himmelsrichtung bspw. Je nach Streckenlänge dauert der Ladevorgang mal mehr mal weniger lang. Es gibt mittlerweile zudem so viele Möglichkeiten, online einfach  und schnell Strecken zu erstellen und auf denn FR zu laden, dass ich darauf hier gar nicht mehr genauer eingehen kann. Wenn du dazu Fragen hast oder Tipps benötigst, lasse mir ein Kommentar da.

Hinzu kommt, dass sich die Navigation in schwierigem Gelände durch die Multifrequenz auch verbessert haben muss. Der Brandenburger Dschungel und die Berliner Häuserschluchten reichten da nicht aus, um wirkliche Probleme hervorzurufen. Wenn ich in den Rocky Mountains bin, werde ich mir das mal genauer anschauen. Dort sind dann auch anders als in einer dicht besiedelten Stadt die POI-Punkte interessant, um endlich etwas zum Trinken oder Snacken zu bekommen. 

Würde ich Skifahren oder wieder meinen Golfschläger in die Hand nehmen, könnte ich dir auch davon berichten. Denn auch hier ermöglichen die Navi Features SkiView und CourseView einiges. 

Smartwatch Features wie Nachrichten, Anruf-Infos, Kalendereinträge, Erinnerungen,… können äußerst nützlich sein, wenn man sie mag und einzusetzen weiß. Mittlerweile kennt sie vermutlich jeder und es gibt nicht mehr all zu viel darüber zu sagen. Etwas Neues verbirgt sich beim FR nicht. SMS, What’s App, alles was an Push-Nachrichten über das Mobiltelefon quält, kann bei bestehender Bluetooth-Verbindung auf den FR weitergeleitet werden. Wer diese Verbindung aufrecht erhalten möchte, aber dennoch Ruhe braucht, ist mit der Do not disturb Funktion (DND) gut beraten. Diese kann global eingestellt werden oder auch separat fürs Training. Erreichen einen Nachrichten, egal welcher Art, wird eine entsprechende Vorschau am oberen Displayrand angezeigt. Diese kann erweitert werden, damit man den vollen Umfang erhält. 

Nebenbei erwähnt. Natürlich gibt es unter Steuerung (auch zu individualisieren) einen Flugmodus, die Funktionen Screenshot, Telefon suchen, Stoppuhr, Taschenlampe, Gerät sperren, Wecker, Barometer, Wlan, und jede Menge Details, auf die auch über die Widget Funktion zugegriffen werden kann. So eine kluge Uhr kann mit entsprechenden Widgets aus dem IQ Store natürlich noch erweitert werden. Von Displaydesigns über Datenfelder und -seiten bis hin zu Apps. 

Ansonsten bietet Garmin aber bereits einige Klassiker wie Garmin Pay oder Music (mit 30GB ausreichend Platz für jede Menge Songs aber auch Karten – verwaltbar über Garmin Express) und Music Apps wie Amazon, Spotify, Deezer. Unkompliziert ist die Nutzung von gekoppelten Kopfhörern und das Abspielen der Songs. Das Bedienen der Playlisten über eine eigene Seite direkt auf dem Forerunner ist ebenso einfach. So lassen sich neben der Lautstärke die Songs anhalten, skippen, zu einem zurückspringen, wiederholen und die Shuffle-Option nutzen. Grundsätzlich alles super. Meine Favoriten sind das Sonnenauf-/Sonnenuntergangs und das Trinken-/Flüssigkeits-Widget. 

Mit dem Power Manager kann man den Energiesparmodus aktivieren und die Akkulaufzeit optimieren. Entsprechend werden dann aber einige Funktionen anders oder nicht mehr verwendet. Zusätzlich kann die Beleuchtung für unterschiedliche Nutzung eingestellt werden (Aktivitäten, allgemein, Schlaf). Sprache, Zeit, Töne, Vibration, Hotkeys, Auto-Sperre, Formate (Wochentage, Postion, Einheiten, Pace), Datenaufzeichnung, Physio TrueUp, Leistungszustand können den eigenen Präferenzen entsprechend eingestellt werden. Softwareupdates können manuell ausgelöst werden. 

Die Widgets, die für Übersichten im Hauptmenü zur Verfügung stehen, können individuell ausgewählt und in der Menüstruktur den eigenen Vorlieben entsprechend sortiert werden. Dabei stehen Leistungswerte zur Verfügung (wie VO2max, Trainingszustand, Trainingsbereitschaft, HFV-Status, letzte Aktivitäten – für alle Sportarten eine Ansicht oder eine Gesamtansicht, Health Snapshot, Wettkampfübersichten und der Garmin Coach); Gesundheitswerte (wie Herzfrequenz, Pulsoximeter, Schlaf, Stress, Atmung, Body Battery, Kalorien, Schritte, Etagen hoch, Intensitätsminuten), aber auch ABC, Kompass, Höhenmesser, Höhenakklimatisierung, Temperatur, Zeitzonen, Barometer, Gerätenutzung, Kalender, Benachrichtigungen, Musikfunktion, Sonnenaufgang/-untergang und Wetter. 

Ist die Bluetooth-Verbindung zum Telefon aktiv, kann ich (manchmal ein großer Schussel) mein iPhone durch den FR in den Tiefen meiner Sporttaschen suchen lassen.

 

PHYSIOLOGISCHE MESSEWERTE

Komme mit dem Garmin Forerunner 955 Stück für Stück deinem Potential näher, indem du dein Training, aber vor allem auch deine Erholung und Gesundheit im Blick behältst. Lasse Dir mit individuellen Trainings- und Tagestipps Feedback zu deinen körperlichen Ressourcen liefern und dich so bei der Umsetzung deiner Ziele unterstützen. Als Triathlet, Läufer, Radsportler, Schwimmer oder Statistikliebhaber möchtest du ambitionierte Sportziele verfolgen? Diese GPS Multisport kann im Training, der Trainingsvorbereitung und Analyse Dein Unterstützer sein. Er kann dir zudem sagen, ob du körperlich überhaupt bereit für die nächste Einheit bist. Training oder kein Training. Das ist hier mittlerweile die große Frage! 

Der Garmin Forerunner 955, wie auch einige Sportuhren von Garmin, nähern sich mehr und mehr einem 24/7 Trainings-Fitness-Gesundheitstracker an. Im Fokus immer das Training. Mittlerweile aber erweitert, um eine Vielzahl an Werten zu ermitteln, die ganzheitlicher Auskunft über unser Befinden geben. Fast so, wie es separate Tracker wie der Oura Ring und das Whoop Armband für spezifische Werte machen. Denn Tatsache ist ja, dass wir Hobbyathleten nicht nur im Training Belastungen ausgesetzt sind, sondern auch ein forderndes Leben mit Beruf und Alltag haben. Du kennst sicher das Gefühl, dass sich Regenerationstage selten nach genau solchen anfühlen, wenn sie nicht gerade auf einen Sonn- oder Feiertag fallen. Jedoch hat nicht nur der Tagesablauf sondern auch die Nacht etwas Mitspracherecht bei unserer Regeneration. Und all das damit unmittelbaren Einfluss auf die Erholungszeit und die Trainingsbereitschaft. 

Mein persönlicher Favorit der neuen Funktionen ist definitiv der Morning Report, nicht nur weil er immer so schön persönlich grüßt. Aber auch das Stamina Widget und die Trainingsbereitschaft sind spannend. Wenn man aber gerade wie ich einigen Wettkämpfen entgegen sehnt und im Trainingsaufbau ist, möchte man schon das ein oder andere Mal den Forerunner anschreien mit:

Was weißt du denn schon!?! 

Frau bei Lauftraining testet Garmin Forerunner 955 Multisportuhr. Tri-Suit in blau von ALE und blaue Mizuno Schuhe. Sie läuft dynamisch in die Kurve. Blonder Pferdeschwanz von Triathletin und Autorin Nadin eiswuerfelimschuh.de wackelt im Wind. Ganzkörper Aufnahme.

Falsch liegt er vermutlich nicht mit seinem Erholungsratgeber. Dieser zeigt dir die Erholungszeit bis zum nächsten harten Training an. In die Berechnung fließen die Trainingsintensität aber auch Faktoren wie Stress, tägliche Aktivitäten und Schlaf ein. Was manchmal wie Tage in der Zukunft aussieht, kann sich relativ zeitnah ändern, wenn man einen entspannten Tag und eine sehr ruhige Nacht mit viel ausgewogenem Schlaf und einer ausbalancierten Herzfrequenzvariabilität hatte. 

Aber in einem aktiven Alltag, stressigem Beruf und viel Training kann man sich nicht immer den Luxus von Mittagsschlaf, ausschlafen, Stressreduktion, ständigen Atemübungen und und und leisten. Triathlon Training hat in Kombination mit Yoga für mich ausgeprägte Vielfältigkeit. Ich hoffe, dass ich so auch die Belastung durch Intensitätswechsel gut im Griff habe. Jedoch kann der FR955 darin unterstützen, dass man bei einem Zuviel noch einmal die Kurve bekommt. Dass man vielleicht doch die Vernunft hin und wieder siegen lässt, die aus diesen Werten spricht. 

Problem hier ist nur folgendes. Ab und an gibt es in meinem Trainingsplan intensivere Blöcke. Davon weiß der Forerunner aber nichts. Bzw. wenn er es über den Kalender mitbekommt, zieht er keine Schlüsse daraus. Zum Beispiel dass ich anschließend gleich 1, 2 oder mehr Ruhetage ohne oder mit regenerierendem Training eingeplant habe. Zudem variieren die triathlonspezifischen Sportarten die Trainingsbelastung. Insbesondere meine Schwimmeinheiten im Freiwasser eignen sich immer wieder ideal nach harten Laufintervallen. Du verstehst sicher meinen Punkt. 

Triathletin und Autorin Nadin von eiswuerfelimschuh.de testet den Garmin Forerunner 955 Multisportuhr beim Schwimmen. Posiert vor Meer am Strand mit Wellen- blick in kamera

Ein weiterer Aspekt ist, dass ich oft das Gefühl habe, das mein Körper die Härte in der Saisonvorbereitung mitmachen kann. 

Hellhörig werde ich jedoch, wenn meine Herzfrequenzvariabilität ausrutscht, mein Schlaf sehr unruhig wird, mein Ruhepuls, die Atmung und meine Stresswerte ansteigen. Im Prinzip braucht es dafür gar keinen Forerunner. Sehr erfahrene Freizeitathleten werden meistens ihren Körper sehr gut kennen. Aber für mich hat sich während des Garmin Forerunner 955 Tests herausgestellt, dass die feineren Werte so schon viel früher zur Verfügung stehen. Und ja, es gab in dieser Zeit Wochen, in denen ich mental aufgrund meiner Arbeit sehr ausgelaugt war. Ich hatte das Gefühl, dass wenn ich weiter trainieren würde, würde ich oder der Forerunner explodieren oder wir beide zusammen. Dann habe ich mir ein bis zwei Ruhetage gegönnt, bis ich mich wieder richtig gut fühlte, um weiter zu trainieren. Das sind in der Regel auch solche Tage, an denen ich normalerweise (wenn am See oder an der See) meinen Neoprenanzug anziehen würde und lange, ruhige Schwimmtrainings absolviere. 

Im Gegensatz dazu kann der Forerunner 955 auch zu einem echten Quälgeist werden, wenn die Trainingsbereitschaft hoch ist. Vor allem wenn man entsprechende Wettkämpfe im Kalender hinterlegt werden. Wenn der Stress gering, der Schlaf sehr gut, die Erholungszeit wie geplant oder besser verlief. Es ging mir einige Male so richtig auf die Nerven. Da zeigte der FR im Morgenbericht oder zum Training immer wieder Schwellentrainings oder harte, elendig lange Intervalle als Vorschlag an. 

Für mehr Details zur Trainingsbereitschaft springe bitte nach oben zu den neuen Funktionen, damit du die Infos dazu findest. 

Hier sei jedoch zusammenfassend erwähnt, dass du mittlerweile eine sehr individuelle und detaillierte Übersicht über deinen aktuellen Trainingszustand erhältst, wenn du dir deine VO2max, Laktatschwelle und Wettkampfprognose anschaust. Du kannst zudem entsprechende Tests beim Lauf-, Rad- und Schwimmtraining absolvieren. Diese sind sogar angeraten, damit du mit dem FR möglichst genau und mit deinen aktuellen Ergebnissen arbeiten kannst. Die Übersicht Trainingszustand bietet dir auf einem Blick alle wichtigen Details zusammengefasst. Formerhalt als Info ist immer super. Aber der FR gibt auch weitere Tipps. Sofern man diese anklickt. Immer angezeigt durch einen kleinen weißen Balken an der oberen rechten Taste. 

Wischt man sich weiter per Touchdisplay durch die Infos, kann man tiefer eintauchen in die akute Belastung. Kennst du vielleicht als 7 Tage Belastung. Bei der Berechnung setzt der FR das Trainingsvolumen (also wie viel ich tatsächlich trainierte) ins Verhältnis zu den vergangenen Trainings unter Einbezug des aktuellen Fitnesslevels. Damit kann die aktuelle Anstrengung abgebildet und ziemlich gute Rückschlüsse für eine Trainingswoche gezogen werden. Aber auch Teil davon sind: Balastungsfokus, VO2max, HFV-Status, Erholung, Hitzeakklimatisierung. Und es geht immer weiter mit Tipps. Ich sagte ja. Man kann sich darin verlieren. 

Nicht unwesentlich für mich ist auch der Blick auf meinen Ruhepuls, der mir mit einem Blick sagt, wann ich es etwas ruhiger angehen lassen sollte. Dann reagiert auch mein Körper immer gern mit einem entsprechend hohen Stresslevel. Mein Gefühl sagt mir dann meist recht hartnäckig, das ich mich nicht entspannen kann. Nur teilweise helfen dabei Atemübungen, wenn ich mich auf dem direkten Weg ins Übertraining befinde oder eine Krankheit naht. 

Während ich die Vorgänger nicht 24/7 getragen habe, näherte ich mich über die vergangenen Jahre mit der Venu 2 genau daran näher an. Den FR955 setze ich nun ähnlich regelmäßig an. Zumal ich an die neuen und sehr spannenden Werte ohne Schlaftracking gar nicht herankomme. Je häufiger der FR getragen wird, desto mehr Werte erhält man, desto aktueller sind diese und entsprechend mehr Empfehlungen können gegeben werden. 

Genau in in diesem Umfang definiert sich der Wert des FR955. Mittlerweile finde ich, dass dieses gesamte Drum Herum fast spannender ist als all die Möglichkeiten während der Trainingseinheiten. Obwohl es dafür auch ein paar neue und überarbeitete Features gibt, die interessant sind. Hast du sicher oben gelesen. 

Triathletin und Autorin Nadin von eiswuerfelimschuh.de testet bei Lauftraining Garmin Forerunner 955 Multisportuhr. Arme aufgestützt mit Forerunner 955 am Handgelenk. Sie steht auf Brücke und lächelt fröhlich. Tri-Suit von ALE in sommerlicher Stimmung

 

TRAINING & DATENAUSWERTUNG

Ja! Trainieren kann man mit dem Garmin Forerunner 955 natürlich auch! Ich habe hier zahlreiche Details an den drei triathlonspezifischen Sportarten festgemacht und auch dabei nicht jede Kleinigkeit erwähnt. Problem ist nämlich tatsächlich der Umfang der möglichen Details. Also nur weil hier etwas nicht explizit genannt wurde, heißt es nicht, dass es die Funktion nicht gibt. Im Prinzip kannst du alles von dem Forerunner erwarten, was der Vorgänger konnte, plus die oben beschriebenen neuen Funktionen und die Updates diverser Features! Falls du im Folgenden Fragen hast, melde dich mit diesen im Kommentar.

Welche Sportart darf es sein? Hier mal als Einstieg in die verfügbaren Aktivitäten, die ich auf meinem FR955 installiert habe: Laufen, Arbeitsweg (Rad), Radfahren (indoor/outdoor), Schwimmen (Freiwasser, Halle), Bahntraining, Multisport/Triathlon, Yoga, SUP, Rudern sowie Atemübungen. 

Diese Auswahl kann erweitert werden durch Trailrunning, Laufband, virtueller Lauf, Hallenbahn, Gehen, Ultra Run, MTB, Crosser, Gravel, Tourenrad, E-Bike, Wandern, Bergsteigen, diverse Wassersport- und Wintersportarten, Golfen, Tennis Indoor-Klettern, Pilates, Treppensteigen, Cross- & Krafttraining, und Multisport Aktivitäten wie SwimRun sowie selbst angelegte Aktivitäten. Alles mit entsprechend vorgegebenen und benutzerdefinierten Details. 

Möglich sind natürlich für so eine Multisportuhr auch Sportkombinationen, die vorgegeben sein können wie o.g. SwimRun aber auch Triathlon. Selbst während des Trainings kannst du die Sportarten wechseln, die später in der Auswertung auch entsprechend als Multisportereignis ausgewiesen werden. So werden Koppeltrainings auch ruck zuck gestartet!

Individuell anpassbare Aktivitätsprofile klingen fast schon nach einem alten Hut. 

Wie bei anderen Garmin Sportuhren gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich beim Training mehr oder weniger Informationen auf einer oder mehreren Displayseiten anzeigen zu lassen. Diese Profile kann man ganz praktisch auf dem Mobiltelefon mit der Connect App zusammenstellen. Ideal, wenn man auf der Sportuhr den Überblick verliert und alles viel zu unhandlich und klein wirkt. 

Ich kann dabei auf vorgegebene Trainings und Trainingspläne setzen, die man sich aus der Datenbank von Garmin ziehen kann. Genauso gut kannst du dir eigene Trainings erstellen. Direkt auf dem FR für Intervalleinheiten oder über Distanzen mit bestimmten Geschwindigkeiten in einer vordefinierten Zeit. Hinzu kommen die täglichen Trainingsvorschläge für das Rad- und Lauftraining, die der FR auf Wunsch abbildet. Sie werden auch in Abhängigkeit von zu erreichenden Zielen/Wettkämpfen erstellt. Aber auch unter Berücksichtigung deines aktuellen Trainingszustandes und deiner Trainingsbelastung. Diese kann man auch für die kommenden Tage als Vorschau anzeigen lassen. Zudem können Einstellungen vorgenommen werden, wann das lange Training stattfinden soll und was das Ziel sein soll (also Geschwindigkeit oder HF). 

Alternativ kann ich wie schon seit gefühlten Ewigkeiten mit einem Virtual Partner trainieren oder gegen eine vergangene Aktivität antreten. Das ist prima bei Tempodauerläufen, wobei ich dabei auch sehr gern auf ein PacePro Training setze. Dieses kann in Garmin Connect erstellt werden und steht nach dem Synchronisieren des FR zur Verfügung. Dabei kann man ebenso diverse Einstellungen vornehmen, die Einfluss auf das Training haben. Möchte man Anstiege moderat laufen, insgesamt einen negativen Split erreichen oder gleichbleibend laufen? Auf einer eigenen Displayseite kann man dann sehr übersichtlich erkennen, ob man zu schnell oder zu langsam unterwegs ist. 

Führst du einen anständigen Trainingskalender über Connect, erscheinen die täglichen Einheiten im entsprechenden Kalender-Widget auf dem FR. Finde ich recht entspannend in Zeiten, in denen sehr viel los ist.

Aber natürlich war das noch nicht alles an zu treffenden Entscheidungen. Für das Lauf-, aber auch für das Rad- und Schwimmtraining können entsprechende Leistungstests absolviert werden. Sie sind anzuraten, wenn man es genau nimmt. Obwohl der Forerunner 955 auch bei entsprechend anstrengenden Einheiten Leistungswerte updaten kann. Alternativ können Schwellen wie auch Herzfrequenz- und Leistungszonen manuell festgelegt werden. 

Mit ClimbPro ist man sicherlich in den echten Bergen und nicht den Stadtrandalpen Berlins gut informiert unterwegs. Aber auch dort gibt bei angewähltem Feature der FR gern seine Informationen zur Steigung, Distanz und den Höhenmetern weiter. 

Bevor das Training dann losgehen kann. Welche Werte wünsche ich mir? Welche Sensoren sollen oder müssen dafür gekoppelt werden? Je nach Sportart werden es unterschiedliche sein. Ach und Kopfhörer! Was ist mit Musik? Und was mit Alarmen und Sprachansagen? Alles absolut persönlich einstellbar! Genau so wie Datenseiten, die während des Trainings wechseln können. 

Je nach Training, aber auch abhängig vom Wetter nutze ich beispielsweise einen Herzfrequenzsensor oder greife auf mein Stryd oder einen Running Pod bei Laufeinheiten zurück. An sehr kalten Tagen mit Schwimmtraining ziehe ich die Arme des Neoprenanzugs immer gern bis über die Handgelenke, so dass ich dann auch einen HRM-Swim einsetze. 

Triathletin und Autorin Nadin von eiswuerfelimschuh.de testet beim Schwimmen den Garmin Forerunner 955 Multisportuhr. Mund geöffnet und Wasserspritzer im Freiwasser. Neoprenanzug Sailfish Schwimmbrille.

Live-Tracking macht meine Familie teilweise nervös. Aber diese Sicherheitsfunktion mit automatischer Unfallbenachrichtigung ist nach wie vor eine der Funktionen, die ich beim Radtraining immer nutze. Bei den Fahrten durch die Stadt kann es schon mal problematisch sein. Aber nach meinen Kollisionen mit Fahrzeugen über die vergangenen Jahre kann ich immer nur wieder sagen: lieber ein Mal zu viel benachrichtigt und den Echtzeitstandort an die Notfallkontakte durchfunken lassen als zu wenig. Ein manuelles Auslösen, falls man mal Hilfe braucht, aber nicht telefonieren kann, geht natürlich auch. Die Unfallbenachrichtigung ist übrigens bei Wassersportarten ausgestellt. 

Irgendwann hat man es also geschafft. Es ist endlich Zeit für das Training. Wobei das weniger Zeit beansprucht, als das Lesen hier. Irgendwann hat man den Kniff raus oder man greift sowieso nur zu den immer gleichen Optionen. Bei langen Läufen und Tempodauerläufen ist das bei mir definitiv das neue Stamina Feature. Gibt es aber auch für das Radtraining! 

Diese Displayseite ist ganz nach oben gerutscht. Liegt auch daran, dass sie zu Stamina die Pace und HF anzeigt. Die Echtzeitdaten zur verbleibenden Energie während der Aktivität lassen mich vor allem bei langen Einheiten mit dem Energieverbrauch haushalten. Bei Tempodauerläufen ist es einfach schön zu sehen, wie man diese verpulvert bis der weiter oben erwähnte Tank einfach leer ist. 

Ist ein HRM-Pro oder Running Dynamics Pod gekoppelt (siehe oben unter Herzfrequenz) stehen Details zur Laufeffizienz zur Verfügung. Genauso wie die Wattanzeige während des Lauftrainings auf dem FR bereits entsprechende Werte anzeigt. Dafür ist nun keine weitere Datenseite aus dem IQ Store notwendig. Ganz ähnlich verhält es sich mit Details zur Leistung beim Radtraining. Ohne entsprechende Wattmesssensoren gibt es keine Zahlen zu bestaunen. Weder während des Trainings noch in der abschließenden Auswertung. Gleiches gilt natürlich für das Radtraining.

Triathletin mit dem Garmin Forerunner 955 Multisportuhr im Test und Fuji Zeitfahrrad TT Bike fährt schnell auf Straße grauer Asphalt mit Bäumen und Bahnschienen im Hintergrund.Tri-Suit von ALE in sommerlicher Stimmung. Zeitfahrhelm RHplus in Schwarz

Eins der neuen Features ist das Intervalltraining mit automatischer Erkennung von Gehen und Laufen. Für diese neu aufgezeichneten Details eines Trainings, gibt es eine neue Übersicht in Garmin Connect. Sie wurde mit der Fenix 7 Lancierung veröffentlich. Dort sieht man unter den Statistiken genau, wann man laufend und wann gehend unterwegs war. 

Endet das Training, braucht es nur wenige Schritte, bis man die Details auf dem FR955 und anschließend in der virtuellen Garminwelt verfügbar hat. Sobald du das Training beendet hast, sind die wichtigsten Daten inklusive Rekorde direkt nach dem kurzen Speichervorgang auf dem Display ablesbar. Rekorde werden automatisch angezeigt und wechseln selbstständig durch, wenn es mehrere sind. Weitere Werte wie die Entwicklung der Geschwindigkeit/Pace, Herzfrequenz und der Trainingseffekt sind in Grafiken abrufbar. Zusätzlich gibt es Zahlen, Daten, Fakten, wenn man sich tiefer hindurch klicken möchte. 

Die visuelle Laufprognose für die Strecken 5km, 10km, Halbmarathon und Marathon wird ebenfalls angepasst, sobald der FR Veränderungen in deinem Potential festgestellt hat. Die Informationen zieht der FR aus deinem Laufprotokoll und deinem allgemeinen Fitnesslevel. Dabei werden die letzten drei Zeiten abgebildet, die eine markante Änderung darstellen. Damit kannst du eine Art Trend ausmachen, wie du dich im aktuellen Training entwickelst. Die Prognose scheint auch für mich zumindest nicht mehr in all zu wirren Sphären zu schweben. Nämlich eher genau umgekehrt. Denn die momentanen Zeiten sind mehr als realistisch. Das ist etwas ernüchternd. Aber die Saison hat ja erst begonnen…

In diesem Zuge wird auch direkt auf dem Forerunner 955 unter anderem die VO2max, der Trainingszustand, alle dazugehörigen Details wie die akute Belastung, der Belastungsfokus, notwendige Erholung und die Trainingsbereitschaft geupdated. Inklusive aller Alarmmeldungen aka Tipps wie: Sie müssen sich dringend erholen! Das Sie finde ich an diversen Stellen immer wieder irritierend. ‘Du’ wäre mir lieber.

Sind dir die Daten auf der Uhr nicht ausreichend, bzw. wenn du einfach etwas mehr Guck-Fläche haben möchtest, ist Garmin Connect der perfekte Weg. Ich erwische mich immer häufiger, dass ich mir wichtige Einheiten in Ruhe auf dem Sofa anschaue und reflektiere. Sicher können Werte wie VO2max keine Leistungsdiagnostik und Details zu Laufmetriken keine Laufstilanalyse ersetzen. Aber für mich sind all die Daten hervorragend geeignet, um eine Entwicklung abzubilden. Deshalb sind sie auch für mich immer ein Blick wert im Verlauf meiner Trainingswochen. Insbesondere dann, wenn ich weiß, dass ich irgendwo hin möchte mit meinen Werten. Oder einfach als Rückmeldung, wenn es gerade so gar nicht läuft. 

Anschließend können die Daten per Wlan oder per Bluetooth zu Garmin geschickt werden. Von dort aus kann es weiter gehen zu Drittanbietern wie Runalyze oder Strava. Alles voll automatisch versteht sich von selbst, oder? Zahlreiche Drittanbieter kann man nutzen. Sind kleinere Anbieter nicht verfügbar, hilft der Download der Original-, GPX-, TCX- oder CSV-Datei ganz sicher weiter.

 

HERZFREQUENZSENSOREN 

Die Herzfrequenz wird direkt am Handgelenk ermittelt. Das kann man mögen, muss man aber nicht. Um erweiterte Laufmetriken zu erhalten und sehr genaue Messergebnisse, die auch Einfluss auf physiologische Werte haben können, kann ein externer Sensor ratsam sein.

Auf der Rückseite befinden sich entsprechende Sensoren, die sowohl die Herzfrequenz als auch Pulsoximeterwerte ermitteln. Es stehen nach wie vor mit dem HRM-Pro, HRM-Dual sowie HRM-Swim Herzfrequenz-Brustgurte zur Verfügung, die man wie auch den Running Pod oder Wattmessgeräte mit dem Forerunner koppeln kann. Sie sind unteranderem dann notwendig, wenn man erweiterte Leistungswerte erhalten möchte. Mehr Details zu den Herzfrequenzgurten habe ich vor einiger Zeit im Beitrag zum Garmin Forerunner 945 zusammengestellt.  

Im Prinzip braucht es diese aber nicht. Es sei denn, man möchte weitere Werte erhalten. Denn Schrittfrequenz und Schrittlänge, vertikale Bewegung und vertikales VerhältnisBodenkontaktzeit und Balance selbiger können nur mit dem HRM-Pro ermittelt werden. Bei Technikeinheiten sicher ein wichtiges Tool. Aber in diesem Fall würde auch der Running Dynamics Pod ausreichend sein. Für mich auch das kleinere Übel. Denn obwohl die HF-Gurte über die Jahre so viel angenehmer wurden, sind sie vor allem an heißen Sommertagen etwas, das scheuern kann. 

Wichtig für eine gute Messung der HF mit dem integrierten, optischen Sensor ist der Sitz des Forerunners. Ich bin auch weiterhin der Meinung, dass die Messung im Vergleich zu anderen Sportuhren beispielsweise von Polar und Apple meinen Ansprüchen voll und ganz Genüge tut. Aber es ist auch so, dass meine eiskalten Hände hin und wieder ein Problem darstellen. Beim FR955 ist mir an sehr kalten Morgenstunden die HF-Ermittlung komplett ausgefallen. Erst nach einigen Schüttelübungen der Hände und dem Aus- und wieder Anstellen der HF-Ermittlung am Handgelenk funktionierte es wieder reibungslos. Beim Lauftraining ist das auch ein Grund, warum ich ab und zu einen Brustgurt nutze. Möchte ich eine mir wichtige, oftmals schnelle oder sehr lange Einheit absolvieren, lasse ich den Pod daheim und nutze den HRM Gurt. Einfach weil so noch präzisere Leistungswerte möglich sind. 

Während des Radtraining sehe ich hin und wieder kleinere Verzögerungen der HF. Die erkläre ich mir aufgrund der ruhenden Stellung des Oberkörpers. Beim Schwimmen ist das alles eine kleine Herausforderung. Was indoor bei moderaten Temperaturen bei mir immer ohne Aussetzer und anderweitige Probleme funktioniert, ist im Freiwasser manchmal tricky. Denn ja, auch im Wasser kann der Forerunner 955 die Herzfrequenz direkt am Handgelenk ermitteln. 

Das nehme ich fast schon als bewährt hin. Dabei ist es gar nicht so lang her, dass diese Funktion für den Vorgänger über ein Update eingeführt wurde. Mir reicht das auch als Richtwert. Vor allem finde ich es in der Hallensaison spannend, wenn ich wirklich Intervalle auf die Bahn bringe. Wenn draußen meine Fischhände so kalt sind, dass der HF nicht ermittelt werden kann, ist das kein Beinbruch. Ich habe sowieso nicht das Gefühl, dass ich mich bis zum Gehtnichtmehr verausgabe im Wasser. Ich bin eine Gemütlichkeitsschwimmerin, die gern super lang im Wasser ist und genießt. So lang bis die Lippen blau sind und die Zähne klappern. Deshalb eher lang und ruhig. Wie dem auch sei – wer es entsprechend genau nehmen möchte, sei der HRM-Pro oder HRM-Swim wortwörtlich ans Herz gelegt. 

 

FITNESS- & GESUNDHEITSTRACKER FUNKTIONEN

Auch die Vorgänger waren schon mehr als nur ein Fitnesstracker, der uns Schritte und Stockwerke anzeigen kann. Wie schnell vergisst man doch, dass Schlafüberwachung und Atemfrequenzmessung erst relativ wenige Jahre verfügbar sind. Mittlerweile sind eine Vielzahl von Gadgets aus den Fitnesstracker-Kinderschuhen herausgewachsen. 

Es fällt mehr und mehr schwer eine klare Linie zwischen Gesundheitstracking und Details zu ziehen, die wichtig für das Training sind. Denn nicht nur die neuen oder optimierten und bereits existierenden Funktionen wie Schlafanalyse und Herzfrequenzvariabilität sagen etwas über unseren Gesundheitszustand aus. Sie haben auch unmittelbaren Einfluss auf beispielsweise die Erholungswerte oder die Trainingsbereitschaft. Und damit schlussendlich auf unser Training und die Leistungsentwicklung, wenn man sich darauf einlassen möchte. All diese Funktionen bieten entsprechende Informationen, die direkt von der Uhr abzurufen sind.

Fix ist der Garmin Forerunner 955 über die Connect App als bevorzugter Fitnesstracker eingestellt. Schon werden alle gesammelten Daten entsprechend auch in der App genauestens angezeigt und beim näheren Betrachten grafisch passend aufbereitet analysiert. Zudem werden bei einigen Daten entsprechende erweitertere Informationen mit Quellenangaben oder Infos angezeigt, wo man sich weiter über das jeweilige Thema informieren kann. Wer mag kann so Minuten oder gar Stunden mit der Auswertung zum eigenen Schlafverhalten, zur Atmung,… und passenden Recherche verbringen. 

Die Basics sind nun aber schnell niedergeschrieben. Klar kann der Forerunner die absolvierten Schritten, zurückgelegte Distanz mit automatisch errechneten Zielen basierend auf den Vortag, den Inaktivitätsalarm, Kalorienverbrauch, absolvierte Stockwerke anzeigen. 

Zielalarme und MoveIQ sind genauso wenig wegzudenken wie das Tracking der zugeführten Flüssigkeit oder Menstruationszyklus-Tracking. Für alle Daten/Werte gibt es jeweils unterschiedliche Übersichten, damit Bewegung im Alltag nicht einfach unter den Tisch fällt. Da hilft dann vielleicht auch die Übersicht der Aktivitätsminuten. Eher eine Funktion, die für mich in der Off-Season oder im regenerativen Urlaub Sinn macht, um nicht vollends einzurosten. Zumal sie sich als Wochenziel halbieren, sobald in einem intensiveren Herzfrequenzbereich trainiert wird. Entsprechend zeitig habe ich die vorgegebenen Minuten in der Wettkampfvorbereitung am Montag oder spätestens Dienstag absolviert. 

Bei der Schlafüberwachung würde ich mir persönlich eine erweiterte Analyse wünschen, die mich für eine verbesserte Regeneration ins Bett schickt oder mir das Aufbleiben umgekehrt erlaubt. Oder mich weckt, wenn ich ausreichend lang geschlafen habe. was mich zur Funktion des Weckers bringt. Denn den nutze ich ziemlich intensiv. 

Die Details zum Schlaf sind mittlerweile umfangreich und auf der Übersichtsseite sehr gut auf einem Blick erfassbar mit Länge, dem Sleep Score, der Qualität und einer kurzen Info, was gut oder schlecht lief. Wie ‘viel REM-Schlaf‘. Mit einem Klick weiter kann man sich einen Tipp oder erweiterte Infos anzeigen lassen. Schlafstadien als Grafik und zusammengefasst mit Minuten/Stunden sind genauso ersichtlich wie ein Rückblick der vergangenen 7 Tage und der Entwicklung des Sleep Scores. 

Ein Update würde ich mir wünschen hinsichtlich des Schlaftrackings. Leider erkennen alle Garmin Modelle, die eine Schlafanalyse anbieten, keine Schlafphasen über den Tag hinweg. Mittagsschlaf, Powernap,… ist vielleicht nicht alles für die Katz. Denn innerhalb der Stress-, Atem- und HF-analyse bspw. lassen sich auch Änderungen wahrnehmen. 

Garmin Forerunner 955 Multisportuhr GPS Test detaillierte Nahaufnahme Display darstellung Funktion Schlafanalyse

Das Stress Widget zeigt das aktuelle Stresslevel, den Verlauf der vergangenen 4 Stunden und 7 Tage an. Von allen Übersichten aus, kann man direkt zu einer entspannenden Atemübung klicken. Die übrigens auch als Empfehlung in Momenten mit ungewöhnlich hoher Stressbelastung als Push-Nachricht aufpoppt. 

Die Atemfrequenzmessung im Alltag für den jeweiligen Moment und im Durchschnitt für die vergangenen 7 Tage wird direkt auf dem Forerunner angezeigt. Genauso wie die Übersicht der Entwicklung der Atemfrequenzmessung über die letzten 7 Tage. 

Leistungsreserven egal ob fürs Training oder für den Alltag spiegeln sich gewissermaßen in der Anzeige der Body Battery wider. Wir können nicht den ganzen Tag wie ein Duracell Hase auf 100% laufen. Die Hauptübersicht zeigt die Entwicklung seit Mitternacht an. Es gibt zudem einen Verlauf der vergangenen 4 Stunden, der ins Verhältnis zum Stresslevel gesetzt wird. Plus eine recht grobe Anzeige, wie viel ich auf- und entladen habe. 

Die Herzfrequenz verdient natürlich ein eigenes Widget. Ich kann ablesen, welche HF ich aktuell habe, wie die vergangenen 4 Stunden und die letzten 7 Tage verliefen. Darüber hinaus wird der Ruhepuls in einer Grafik für diese 7 Tage abgebildet. 

Kalorien sind für mich ein absolutes Rätsel. Aber das immer schon bei allen Garmin Gadgets. Teilweise werden mir in Ruhe unter 1000kcal gegönnt. Das mag, kann und will ich einfach nicht glauben. Die aktiven Kalorien kommen natürlich noch hinzu. Aber dennoch. Ein Mysterium für mich.

Dank Pulse Ox Sensor kann man die Blutsauerstoffsättigung im Blick behalten. Ein Wert, der bei mir auch immer wieder sehr stark schwanken kann. Die Übersichten insbesondere in der Connect App zeigen mir immer sehr deutlich, wenn ich nachts mit Asthma oder Heuschnupfen zu kämpfen habe. Was ich daraus mache ist einfach. Ich zeige die Infos dem Pneumologen, der es im Hinterkopf hat, wenn es um meine Therapien und Asthma & Sport/Training geht. 

Health Snapshots direkt auf dem FR955 als Aktivität ermittelt und anschließend angezeigt, gibt eine gute Übersicht über die aktuelle Verfassung. Aber der wirkliche Mehrwert wird erst in der Connect App ersichtlich mit den Grafiken zur Herzfrequenz, Herzfrequenzvariabilität, Sauerstoffsättigung, Atemfrequenz und zum Stresslevel. 

Triathletin und Autorin Nadin von eiswuerfelimschuh.de testet bei Lauftraining Garmin Forerunner 955 Multisportuhr. Tri-Suit in blau von ALE . Sie läuft Brücke Sonnenschein. Blonder Pferdeschwanz von Triathletin und Autorin Nadin wackelt im Wind.

 

DESIGN, DISPLAY & MENÜFÜHRUNG

Für mich ist der Garmin Forerunner 955 ein Klassiker, bei dem sich in den vergangenen Generationen wenig verändert. Bei dieser neuen 955er Edition sticht für mich das Touchdisplay heraus und die kleinen Feinheiten, an die man den FR erkennt. 

Der FR955 wirkt in schwarz ähnlich wie die 600er und 700er Serie. Zur Wahl stehen eine schwarze und weiße Variante, die jeweils mit und ohne Solarladefunktion verfügbar ist. Alles ist aus solide wirkendem, matten Plastik. Im Vergleich zur fēnix 7 mit 63g ist der FR mit 52g etwas leichter. Er wirkt vielleicht etwas weniger elegant und robust, aber voll und ganz wie ein GPS-Multisport-Klassiker. Mit seinem 47mm Gehäuse ist der FR genauso groß wie die mittlere fēnix 7 und bietet mit dem 1,3″ Display die gleiche Displaygröße. Im Vergleich zum FR945 hat sich sofern nichts verändert. An der rechten Seite ist jetzt aber das Wort Forerunner zwischen den beiden metallenen Tasten eingeprägt. Auf der Uhrenrückseite ist Forerunner 955 aufgedruckt. 

Ich weiß die Möglichkeit der Touchbedienung neben den Tasten wirklich sehr zu schätzen. Es ist aber kein Muss, diese zu nutzen. Man kann jede Funktion auch entspannt per Tastendruck abrufen. Dadurch dass ich sie jedoch bei einigen Sportarten während des Trainings ausgestellt habe, vergesse ich sie hin und wieder. Die Tasten sind aber genauso leicht zu bedienen wie das Display. 

An der Menüführung hat sich nicht viel geändert. Die Funktionalität des Displays ist genauso einfach und intuitiv. Auch wenn ich mich hin und wieder in der Masse an Informationen verliere und teilweise auch etwas überlegen muss, bis ich ein ganz spezifisches Detail gefunden habe. Ich verstehe aber, wenn man schier der Optionen wegen den Faden verliert. Bei den meisten Sportarten ist die Touchfunktion ausgeschaltet. Aber innerhalb weniger Tastenkombinationen gelangt man unter den Aktivitäten zum Einstellen. 

Bei den Widgets im Garmin Connect Store wird es sicher in den kommenden Tagen einiges an Nachschub geben. Bei mir stehen ganz oben auf der Liste die App für Atemübungen und Displaydesigns.

 

AKKULEISTUNG

Die Akkuleistung kann ein Knackpunkt sein. Was bleibt also beim Garmin Forerunner 955, wenn man Daten 24/7 sammelt und als Langdistanzathletin so einiges an Zeit im Trainingsmodus verbringt? Dazu kommen Musikstreaming, Smartwatch-Optionen im Alltag und eine aktive Bluetooth-Verbindung am laufenden Band. 

Du möchtest, beispielsweise in der Off-Season, den FR955 “nur” als Smartwatch nutzen? Dann kannst du auf eine mehrtägige Akkuleistung setzen. Denn bei allen Outdoor Abenteuern kannst Du mit dem FR955 Solar im Smartwatch-Modus bis zu 20 Tage über die Runden kommen. Perfekt für Urlaube oder die Off-Season, wenn das Training mal hinten angestellt wird. 

Natürlich gibt es Einschränkungen für diese Leistung. So braucht es drei Stunden täglich Outdoor Aktivitäten mit entsprechenden Lichtverhältnissen, um die Solarenergie effizient nutzen zu können und um auf 20 Tage zu kommen. Entscheidest du dich für den FR ohne Solar, beträgt die Akkulaufzeit bis zu 14 Tage im Smartwatch-Modus. Aber es ist ja eine Multisportuhr für Athleten. Keine Armbanduhr, die einzig die Uhrzeit anzeigen soll. 

Entsprechend häufiger wirst du den FR auch als Trainings- bzw. Multisportuhr im GPS-Modus nutzen. Die Solar Variante soll es auf bis zu 49h Trainingszeit bringen. Mit einiges weniger muss man sich bei der einfachen Variante zufrieden geben. Aber immerhin kommen dennoch rund 30h zustande. Das ist bei mir zumindest deutlich länger als jede Langdistanz Cut-Off Zeit und deutlich mehr, als ich in einer Woche trainieren kann! Also jede Menge Zeit für kurze und längere Trainings sowie Wettkämpfe und sogar für mehrtägige Veranstaltungen. Wer Musik liebt und beim Training über den FR abspielen mag, muss sich aber mit rund 10h zufrieden geben. 

Mich überraschte es Woche für Woche, wie selten ich den FR aufladen musste. Ich trainiere seit Anfang des Jahres wieder zwischen 10 und 20 Stunden in der Woche und nutze kein anderes Gerät als Smartwatch oder GPS-Sportuhr sowie 24/7 Gesundheits-/Fitness-Tracker. Eine bis zwei Akkuladungen pro Woche sind ausreichend, um die von mir eingestellten Funktionen (was bis auf Musik und Multifrequenz so ziemlich alle sind) zu nutzen. 

Von 0 auf so viele Prozent, dass wenigstens eine Stunde Training möglich ist, reichen bereits 10 Minuten Ladevorgang an der Steckdose aus. Um auf 100% zu gelangen, muss man sich schon ein Stündchen gedulden. 

Triathletin mit dem Garmin Forerunner 955 Multisportuhr im Test und Fuji Zeitfahrrad TT Bike posiert vor Skyline und Geländer. Sie lächelt und trägt einen Helm von RHplus und Tri-Suit von ALE in sommerlicher Stimmung. Arme abgelegt auf den Lencker und lächelt im Kamera

 

ZUBEHÖR

Der Garmin Forerunner 955 kann als Einzelgerät in schwarz oder weiß mit und ohne Solarfunktion erworben werden. Bundles oder eine LTE Version stehen nicht zur Verfügung. Nach Haus kommt so der FR955 mit einem USB Lade-/Sync-Kabel und diversen Schnellstart-Anleitungen. 

Auf Wunsch kann Zubehör erworben und so beispielsweise die Quickfit-Armbänder ausgetauscht werden.

Ein entsprechendes Benutzerhandbuch steht auf der Produktseite des Garmin Forerunner 955 zum Herunterladen zur Verfügung. Wer mit der an sich intuitiven Bedienung nicht weiterkommt oder sich beim Hin- und Herwischen verlaufen hat, findet in den umfangreich herausgearbeiteten Details sicher Antworten.

 

FAZIT – FÜR WEN LOHNT SICH DAS UPGRADE?

Eine Sportuhr hat immer dann ein Platz an meinem Handgelenk verdient, wenn sie mich im Alltag nicht stört. Wenn sie sich so unauffällig am Arm trägt, dass ich mit ihr Schlafen kann. Und natürlich, wenn ich alle mir wichtigen Daten von meinem Training erhalte. 

Der neue Garmin Forerunner 955 könnte von den Funktionen definitiv genau so eine Uhr sein! Wenn da nicht die Größe wäre. Natürlich muss ich sie nicht beim Schlafen tragen. Aber leider erhalte ich nur so einige spannende Details, die mir mittlerweile wichtig geworden sind. Deshalb wäre es in diesem Fall um so schöner, wenn es eine kleinere Variante davon geben würde. Oder das Gehäuse etwas zierlicher wäre. Aber man gewöhnt sich ja an vieles!

Denn es ist tatsächlich so. Ich finde es spannend, meinen Schlaf, meine Fähigkeit für das nächste Training, meine Leistungsmöglichkeiten,… zu analysieren. Um ehrlich zu sein, bin ich nicht all zu oft entsprechend konsequent, um auch entsprechend den Alltag und mein Training anzupassen. Aber hin und wieder unterstützen mich diese Werte doch, mich vom Training zu entschuldigen oder intensiver zu trainieren. Entsprechend bleibt aufgrund der erwünschten Datenmenge – ich bin eher PRO Datenmüll, als zu wenig davon zu haben, schließlich könnte es ja doch irgendwie nützlich sein – der Traum eines schlankeren Modells. 

Übrigens wird es in den kommenden Wochen und Monaten beispielsweise für den älteren FR945 und die Venu 2 Updates einiger Funktionen geben. Insofern würde ich für diese Geräte noch abwarten, bevor ich das Update kaufen würde. Anders sieht es bei älteren Modellen aus. 

Vielen Dank an das Garmin Team, das mir den Forerunner 955 für diesen Beitrag zur Verfügung gestellt hat und mir mit hilfreichen Informationen immer wieder zur Seite stand!

Du bist Ausdauersportler oder gar Triathlet? Welche Funktionen des Garmin Forerunner 955 würdest Du gern sofort ausprobieren? Welche Werte und Daten sind spannend für deine eigene Tagesauswertung und Trainingsanalyse?  

Begleitet hat mich bei meinen Trainings der Forerunner 955. Klar! Aber auch der neue 2022 Alé Cycling Tri Suit und die neuen Mizuno Wave Rebellion, die vielleicht sogar das Zeug für den nächsten Ironman haben. 

Garmin Forerunner 955 Multisportuhr Test. Triathletin und Autorin Nadin blauer Tri-Suit ALE. Arme verschränkt sommerliche Stimmung. lächelt

Weitere, detaillierte Testberichte über Trainingszubehör unter anderem auch von Sportuhren findest du in der Kategorie Sportartikel oder Tag Tech Talk.

Alle hier gezeigten Fotos wurden wie immer von Oliver Eule aufgenommen. Die Rechte an diesen Fotos liegen bei ihm und mir. Eine weitere Nutzung der Fotos ist in Absprache mit uns gerne möglich. Bei Interesse schreibt
uns bitte eine E-Mail, um Details der Nutzung auf Social Media, Webseiten oder Printmedien zu klären.

Garmin Forerunner 955 Test
Oliver | Fotograf & Grafiker( Fotograf & Grafiker )

Als Fotograf & Grafiker von Eiswuerfel Im Schuh bin ich zusammen mit der Athletin ‘Din’ immer auf der Suche nach der nächsten sportlichen Herausforderung und den interessantesten Bildmotiven. Außerdem kümmere ich mich darum, die hier vorgestellten und getesteten Produkte und Sportbekleidung interessant abzulichten. Neben meiner Fotografie bin ich oft selbst sportlich unterwegs. Ich sitze sehr gern im Rennradsattel oder schnüre als Alternativtraining auch schon mal hin und wieder die Laufschuhe. Schaut gern auch auf meiner Facebook-Seite vorbei, auf der ich immer wieder neue Eindrücke mit euch teile.

14 Gedanken zu „Garmin Forerunner 955 Test“

  1. Hallo Din,
    Du schreibst immer so ausführliche Berichte – echt super!
    Da ich nicht mehr soo viel laufe und eigentlich gar keine Wettkämpfe, brauche ich eigentlich gar nicht mehr so viele Auswertungen und bin völlig fein mit meiner Garmin vivoactive s :-). Das einzige, was ich ab und an vermisse, ist die Navigation. Ich bin selbst mit der Navigation auf dem Forerunner 405 zurecht gekommen – das war schon eine Herausforderung. Finde ich tausendmal besser als mit dem Handy zu navigieren, was ich immer umständlich aus der Tasche kramen und entsperren muss.
    Liebe Grüße
    Mary

    Antworten
    • Hallo liebe Maria, so schön, mal wieder von dir zu lesen.
      Ja, das mit der Navigation ist wirklich super. Ich bin da ganz bei dir. Zumal man einfach weiterlaufen kann unterwegs und nichts in der Hand hält.

      Antworten
  2. Toller Bericht. Vielen Dank, Din!
    Der FR 955 ist schon schickes Teil. Auf dem Trail ist mir allerdings eine Fenix etwas robuster. Ich mach dann bei der 8er wieder ein Upgradevon meiner 6. Hahaha – ob ich’s mal so lange aushalte.

    Ich hoffe, dass GARMIN bei den Trainingszuständen die alten Uhren auch noch mit einem Update beglückt. War schon witzig, als nach dem Rennsteig Supermarathon “unproduktiv” auf der Uhr stand. Hey, ich war zwar schneckenlangsam, aber so ganz faul fand ich den Tag nun doch nicht.

    Antworten
    • Hallo Martin, da bin ich absolut bei dir. Ich habe auch manchmal ein schlechtes Gewissen, wenn es unterwegs mal wieder wilder wurde oder ich ständig irgendwo gegen schlage. Aber zum Glück ging es hier bis auf bei einem richtigen Sturz glimpflich ab.

      Vor allem gibt es ja die Tage dann sicher die Updates der Features! Halte die Daumen, dass der Trainingszustand da mit rein fällt.

      Antworten
  3. Hallo Din,

    danke für den Bericht.
    Klingt fast so als wird es Zeit meinen 935er in den Ruhestand zu schicken.
    Die neuen Features lesen für das Upgrade Fair.
    (die Unterschiede von 935 zu 945 waren mir damals zu wenig)

    Ist aus deiner Sicht die Solarversion die 100€ wert?

    Antworten
    • Hey Michi, der 935er ist nicht so weit entfernt, aber es hat sich natürlich einiges getan und ja, der Sprung zum 945er war nicht so mächtig. Da habe ich bei dem auch eher das Gefühl, das der Mehrwert deutlich größer ist.

      Ich würde die Solarversion nutzen. Wir waren letztes Jahr auf einem längeren Roadtrip und super viel unterwegs. Da war das mit dem Nachladen, wenn man es mal vergessen hatte, schwierig. Ich hätte die Hoffnung, dass ich so viel besser durch viel Outdoor Aktivitäten komme.

      Antworten
      • Hallo Din,

        danke für die Rückmeldung. Hab mich auf deine Empfehlung für die Solarversion entschieden.

        Inzwischen hab ich sie ~2 Monate im Einsatz und finde sie super.
        Das einzige was mir komisch vor kommt ist, dass die Laufprognose nicht funktioniert.

        Habe immer die Meldung
        “Für Prognose eine Woche lang im Freien mit HF-Sensor laufen”
        am Display.

        Ich absolviere jede meiner Einheiten Outdoor mit Brustgurt und nach ~2 Monaten hab ich immer noch keine Daten für eine Prognose.

        Funktioniert die Laufprognose bei dir ohne Probleme?

        Antworten
        • Hey Michi, ach toll! Ich teste gerade auch mit der Solarvariante herum und mir gefällt das schon jetzt prima mit dem weniger Aufladen.

          Das mit der Laufprognose ist ja super ärgerlich. Sorry, wenn ich gleich blöde Fragen stelle. Aber hast du die Herzfrequenz am Handgelenk in den Systemeinstellungen auf “automatisch” eingestellt? Du hast vermutlich schon kontrolliert, dass der HF-Gurt richtig gekoppelt wird? Wenn du mit Gurt läufst, erhältst du dann auch Laufmetriken, die es ohne Gurt nicht gibt?

          Ansonsten den Support anschreiben. Normalerweise antworten sie zeitnah.

          Antworten
          • Hallo Din,

            bei meinen Einheiten verwende ich immer den HRM-PRO.
            Auch hab ich nochmal alle Einstellungen geprüft => alles in Ordnung

            Hatte heute Kontakt mit dem Garmin Support.
            Die Rückmeldung ist “wenig” zufriedenstellend.

            Es wurde mir mitgeteilt, dass ich zu wenig lange über der Durchschnittsherzfrequenz laufe.
            Auf Nachfrage was dies genau bedeutet, wurde ich auf die ( https://support.garmin.com/de-DE/?faq=apva7Th82K6Mm0zY4shzD6&productID=777730&searchQuery=Trainingszustand&tab=topics) verwiesen.

            Auf dieser Seite ist folgendes Beschrieben:
            “Laufen Sie bei Laufaktivitäten im Freien mindestens zweimal pro Woche 10 Minuten lang mit einer Herzfrequenz, die höher als 70% Ihrer maximalen Herzfrequenz ist. Ein Abfallen unter 70% kann zu falschen VO2-Max-Werten führen.”

            Aktuell ist es mir noch ein Rätsel wie ich das machen soll.
            Wenn ich harte Einheiten laufe, z.B. 3x2000m an der Schwelle, dann ist der Durchschnittspuls wegen ein- und auslaufen zwar relativ niedrig jedoch die HF bei den Intervallen über dem Durschnitt.
            Das Problem dabei ist, dass die 2000m mit ~8 Minuten zu kurz (Soll: 10′ am Stück) für die Berechnung sind.

            Die angebotene Lösung war, dass ich meinen Forerunner beim Beta Software-Programm anmelden soll.
            https://support.garmin.com/de-AT/?faq=bVo5U5BV292BSr2gkZhY2A

            Diese Lösung möchte ich nicht annehmen.
            Beta ist halt Beta *lol*

  4. Hallo Din,

    Danke für die vielen neuen Informationen.

    Die Solar-Version wird es für mich wohl auch geben. Als alter weißer Mann fahre ich jedoch nur noch Rad (Indoor bzw. MTB, jeweils mit Powermeter) und verfolge meinen Fitnesszustand mit Garmin Connect, Golden Cheetah und Xert.

    Gespannt bin ich nun, ob sich durch die neuen Daten der 955 die Verwendung von Xert erübrigt. Bisher bietet Xert mit seinen Vorschlägen für mich eine optimale Lösung mit seinen maßvollen und auch auf meine tagesaktuelle Leistungsfähigkeit abgestimmten Workouts – vor allem beim Indoorbiking. Ein Verzicht auf Xert setzt allerdings für mich voraus, dass die 955 mir ebenfalls angepasste Workouts liefert, die ich für die FulGaz-Videos nutzen kann.

    Gruß
    Horst

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  5. Tipp für das Problem, den Schlaf mit so einer großen Uhr doch regelmäßig zu tracken:
    Man kann die Uhr auch an Fußgelenken beim Schlafen tragen. Da stört sie weniger und hat auch keine Probleme, wenn man beim Schlafen gerne mal den Arm unter dem Kopf legt.

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  6. Danke für den sehr ausführlichen und hilfreichen Bericht. Ich lade meinen FR meistens, wenn ich unter die Dusche springe. In der Zeit brauche ich ihn eh nicht am Handgelenk und die Ladezeit wird so zur Nebensache 🙂

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    • Absolut super Tipp, Ingo. Die kurze Zeit reicht bei mir auch immer direkt nach dem Training, um den FR entsprechend wieder frisch aufzuladen.

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