Garmin Running Dynamics Pod (Test)

Mit Hilfe des Garmin Running Dynamics Pod können sechs Laufeffizienz-Werte plus mittlerweile auch die Garmin Laufleistung ermittelt werden. Für alle Zahlendreher, Statistikfans und Leistungswerteliebhaber genau das richtige Tech Talk Gadget, mit dem man sein Lauftraining optimieren kann. 

Dieses Produkt wurde mir kostenfrei für diesen Beitrag zur Verfügung gestellt.

Ich kann mich noch genau daran erinnern, wie mir Garmin vor einigen Jahren die Information über die neuen Laufeffizienz-Werte zukommen ließ. Es war für mich ein technisch großer Schritt nach vorn, um abseits von Puls und Geschwindigkeit an der Laufform zu arbeiten. Im Dauertest über die vergangenen Jahre hinweg zeigte sich für mich, in wie weit ich persönlich mit diesen Werten tatsächlich arbeite.

Die Wahrheit:

Bei schätzungsweise 2/3 meiner Trainingseinheiten finden diese Werte keine Berücksichtigung. ABER ich nutze sie dafür meines Erachtens sehr gezielt.

Was ich damit meine? Im Verlauf meiner Saison schaue ich stichprobenartig auf meine Laufmetriken. Insbesondere die Schrittfrequenz und die Bodenkontaktzeit spielen für mich immer wieder eine wichtige Rolle, wenn ich mir meine Ermüdung bei Tempodauerläufen und Wettkämpfen anschaue. Mehr dazu aber weiter unten.

Ob und in wie man sein Training mit all den Lauf-Gadgets optimieren möchte und kann, muss jeder für sich selbst herausfinden. Aber hat man für sich als Läufer einen Nutzen für die verschiedenen Laufeffizienz-Werte gefunden und möchte diese in seiner Auswertung und bestenfalls in sein Training mit einfließen lassen, gab es in der Vergangenheit nur die Möglichkeit, auf einen entsprechenden Brustgurt, der diese Daten im Zusammenspiel mit einer Laufuhr ermitteln kann, zurückzugreifen. Das leider auch dann, wenn man die Herzfrequenz gern am Handgelenk ermitteln lassen wollte. Garmin rüstete im vergangenen Jahr auf. Sie brachten den Winzling heraus, um den es in dem folgenden Beitrag gehen wird.

Vielleicht hast du bereits letztes Jahr die wenigen Informationen zum Garmin Running Dynamics Pod auf meiner Seite im Zusammenhang mit der Vorstellung des Forerunner 935 aufgeschnappt. Mittlerweile laufe ich seit einem Jahr mit dem Pod. Anders als erwartet landete er nicht in meiner Tech Talk Kiste. Er befindet sich regelmäßig im Einsatz. Das liegt daran, dass ich für mich tatsächlich einen Mehrwert in den Daten sehe. Ursprünglich habe ich diese mit den Garmin HRM-Tri und HRM-Run Brustgurten gesammelt. Ich verzichte aber immer wieder gern auf genau diese Gurte aufgrund des Komforts. Garmin arbeitet zudem weiter an der Verbesserung des Pods. Vor einigen Wochen haben sie ein Update mit dem sogenannten Leistungswert herausgebracht. Für mich nun also der perfekte Zeitpunkt, um meinen finalen Testbeitrag in meiner Tech Talk Kategorie zu veröffentlichen.

Alle Fotos kannst du zur Vergrößerung anklicken.

Triathletin Din am Strand mit dem Garmin Running Dynamics Pod

 

FUNKTIONEN DES RUNNING DYNAMICS POD

LAUFEFFIZIENZ-WERTE 

 

Während ich den Running Dynamics Pod mit dem Forerunner 935 ausführlich getestet habe und die Zusammenarbeit beider Geräte immer problemlos inklusive Updates war, ist der Pod mit einigen Geräten kompatibel. So beispielsweise mit der Fenix-Serie und den Forerunner Modellen von 645 aufwärts. Im Prinzip alle Modelle, die von Hause aus zur Ermittlung der Laufeffizienz-Werte mit Brustgurt ausgelegt waren. Eine ausführliche Liste gibt es aber bei Garmin online einzusehen. (Achtung: nicht alle Geräte können aber den neuen Leistungswert ermitteln.)

Garmin Running Dynamics Pod Test Laufblog

Der Garmin Running Dynamics Pod bietet allen Läufern, die Laufmetriken lieben und sammeln wollen, aber keinen Herzfrequenzgurt tragen möchten, die Option die folgenden Daten Dank des integrierten  Beschleunigungsmessers ermitteln zu lassen:

BodenkontaktzeitBalance der Bodenkontaktzeit, das vertikale Verhältnis und die vertikale Bewegung sowie die Schrittlänge und Schrittfrequenz. So kann man getrost auf Brustgurte verzichten und dennoch Laufeffizienz- und HF-Werte ermitteln, aufzeichnen und auswerten. Laufeffizienzwerte über den Running Dynamics Pod. Herzfrequenzwerte über die jeweilige Uhr am Handgelenk.

Für alle, die sich noch nicht näher mit den unterschiedlichen Laufmetriken befasst haben, hier eine kurze Zusammenfassung, was jeder Wert meint:

Schrittfrequenz – misst die Anzahl der Schritte, die du in einer Minute absolvierst. Dabei werden links und rechts zu einem Wert zusammenaddiert.

Bodenkontaktzeit – ist die Zeit, die deine Füße am Boden verbringen. Meist haben Vorfußläufer eine sehr viel geringere Bodenkontaktzeit als Läufer, die mit dem Mittelfuß oder der Ferse auftreten.

Balance der Bodenkontaktzeit – die ist tatsächlich neben der Schrittfrequenz und Bodenkontaktzeit für mich mit am interessantesten. Diese Balance wird in Prozent angegeben. Sie sagt dir, mit welchem Fuß du länger oder kürzer am Boden verweilst. Warum das für mich so spannend ist? Ich habe für mich herausgefunden, dass sich meine Problematik mit dem Rücken immer sehr gern frühzeitig darin zeigt, wenn ich mit dem linken Bein etwas nachziehe. Also länger am Boden verweile. Läuft alles relativ rund, ist das Verhältnis deutlich ausgeglichener. Auf der Uhr wird nicht nur die Prozentangabe abgebildet. Es ist zudem ein Pfeil zu sehen, der zu der Seite zeigt, wo man länger verweilt.

Schrittlänge – vermutlich offensichtlich. Die Länge deines Schrittes.

Vertikale Bewegung– das kannst du dir als das „Gehüpfe“ bei jedem Schritt vorstellen. Also die Bewegung, die du bei jedem Schritt nach oben und unten machst.

Vertikales Verhältnis– das ist vermutlich der komplizierteste Wert. Es ist das Verhältnis von Vorwärtsbewegung (Schrittlänge) und der Auf- und Abbewegung (vertikale Bewegung). Je niedriger der Wert (Angabe in Prozent), desto besser ist wahrscheinlich deine Technik.

Randnotiz: Zum neuen Wert Running Power/Laufleistung komme ich separat.

Der IPX7 Wasserschutz gewährt auch bei feuchtfröhlichen Trainingseinheiten lange Zeit Spaß mit dem Running Dynamics Pod. In die Waschmaschine würde ich ihn aber dennoch nicht stecken wollen. Mit gerade einmal 12g ist das kleine, limonengrüne Etwas für mich an meiner Kleidung nicht wahrnehmbar. Deshalb bin ich dankbar, wenn mich mein Garmin Forerunner 935 daran erinnert ihn abzunehmen.

Per ANT+ Schnittstelle wird der Running Dynamics Pod mit dem Forerunner verbunden. Mit ein, zwei, drei Bewegungen aktiviert sich der Pod selbst. Von da an geht eigentlich alles wie von selbst. Entweder der nächstgelegene Forerunner weist darauf hin, dass ein Pod gefunden wurde. Oder du kannst in den Einstellungen danach suchen lassen und beide Geräte manuell verbinden.

 

HANDHABUNG WÄHREND DES TRAININGS

 

Die Verbindung des Running Dynamics Pod zur Sportuhr funktionierte bei mir genauso einfach wie mit anderen externen Geräten, die ich mit dem Forerunner 935 verbinden möchte. In der Regel erkennt der Forerunner Sensoren aus der Umgebung. Er weist direkt darauf hin. Sollte das nicht der Fall sein, kann man den Sensor einfach suchen lassen. Sobald die erste Verbindung stand, läuft zukünftig alles automatisch. Der eingeschaltete Forerunner erkennt den Pod jedes Mal immer dann, wenn er nur etwas bewegt wird. Der Running Dynamics Pod wird im optimalen Fall am Bund der Laufhose am Rücken mittig befestigt.

Du fragst dich vielleicht, warum die Uhren nicht einfach auch die Laufeffizienz-Werte ermitteln? Die Antwort ist ganz einfach. Es wird ein Punkt am Körper benötigt, der möglichst mittig liegt. Bei einer Uhr unmöglich der Fall. Das setzt also voraus, dass du den Clip nicht irgendwo seitlich an deinem Hosenbund oder gar BH-Träger anbringst sondern mittig hinten.

Während des Trainings kann man sich auf zwei Bildschirmen diverse Running Dynamics Daten anzeigen lassen. Selbst zusammengestellte Datenseiten kann man natürlich auch für sich generieren.

Sehr süß am Ende jedes Trainings, bevor die Uhr komplett ausgeht oder ausgestellt wird, weist der Forerunner auf das Miniatur-Gadget hin. Man möge es nicht vergessen.

 

RUNNING POWER | LAUFLEISTUNG

 

In dem Running Dynamics Pod steckt keine wirkliche Innovation, wie ich bereits in meinem Beitrag zum Garmin Forerunner 935 geschrieben hatte. Es ist jedoch eine deutlich angenehmere Art im Vergleich zum HRM-Run oder HRM-Tri Brustgurt seine verschiedenen Laufeffizienz-Werte zu ermitteln. Seit der Running Dynamics Pod aber heraus kam, hat Garmin mit einem neuen Wert noch einen kleinen Schritt nach vorn gewagt. Mit diesem Abschnitt kratze ich nur an der Oberfläche des neuen Wertes. Detaillierter halte ich aber in diesem Zusammenhang für nicht so relevant, da der Wert nur einen Bruchteil des Könnens des Pods ausmacht.

Bevor jetzt bei dir vielleicht sofort ein Widerspruch auf der Zunge liegt, weil du eventuell schon einiges dazu gelesen hast, komme ich zunächst zu meinem persönlichen Nutzen. Was ich sehr zu schätzen weiß an dem ganzen Prinzip ist, dass ich einen Wert habe, der zumindest versucht abzubilden, wie anstrengend ein Lauf. Beziehungsweise er lässt mehr einfließen, als nur Herzfrequenz und Pace.

Was bei Radsportlern über Jahre hinweg zu einer großen Verbreitung geführt hat, steckt bei uns Läufern noch in den Kinderlaufschuhen. Die Laufleistung. Die große Frage ist, wie man so einen Wert berechnen kann. Schon der Vergleich von allein zwei Unternehmen zeigt, dass es unterschiedliche Möglichkeiten gibt. Hier wurde bis jetzt noch keine klare Linie beziehungsweise eine Formel gefunden, die einheitlich Verwendung findet. Stattdessen hat jedes Unternehmen für eine Berechnungsgrundlage erstellt und liegen damit auch in gewisser Weise richtig. Sie zeigen, warum welche Werte mit in die Berechnung der Laufleistung einfließen. So nimmt beispielsweise Garmin im Vergleich zu Stryd auch die Energie hinzu, die notwendig ist, um beim Laufen die Arme mit zu bewegen. Außerdem kann man einstellen, dass der Wind mit in die Berechnung einfließt. Das ist der Einstieg von Garmin in einen für Sie neuen Wert. Während Stryd seit Jahren Entwicklung in ihr System steckt, regelmäßig mit Updates, Analysen und sogenannten Whitepapers aufwartet, steht Garmin ganz am Anfang.

Die genaue Formel zur Berechnung des Leistungswertes ist mir nicht bekannt. Jedoch hat Garmin offen gelegt, was in diese Berechnung mit einfließt. So spielen die Pace, die vertikale Bewegung, Steigung und lokale Windbedingungen (sofern aktiviert) eine Rolle und haben entsprechend Einfluss auf den Wert. Genauso wie das eigene Körpergewicht. Bei der Berechnung wird ein Teil der Daten von der entsprechenden Laufuhr gezogen (Pace, Höhendaten, Richtungsdaten) und die Laufeffizienzwerte von den Brustgurten HRM-Run/HRM-Tri oder natürlich nun von dem Running Dynamics Pod. Ziel soll es sein, die eigene Laufleistung besser einschätzen zu können und dafür nicht nur die Geschwindigkeit, Herzfrequenz oder auch das persönliche Empfinden als Maßstab zu verwenden.

Der sogenannte Wert Running Power/Laufleistung kann mit den folgenden Sportuhren aus dem Hause Garmin ermittelt werden: Forerunner 935 und 645/645 Music sowie Fenix 5, 5S, 5X und Chronos.

Spannend ist, dass Garmin eine App-Lösung wählte. Möchte man den Garmin Running Power Wert nutzen, muss man sich die entsprechenden Datenfelder im Connect IQ Store von GarminLabs herunterladen. Anschließend kann man sich unterschiedliche Werte in entsprechenden Feldern anzeigen lassen:

Running Power Wert

Running Power Wert für aktuelle und letzte Runde 

Durchschnitt des Running Power Werts

Kombo Running Power Wert – alle vier Werte auf einem Mal

Innerhalb von Garmin Express auf dem Desktop oder auch mit Hilfe der App kannst du einfach und schnell die entsprechenden Details für die Felder einstellen und auf die Uhr laden sowie Updates installieren. Wie man es von der Herzfrequenz auch kennt, kann man sich für den neuen Leistungswert eigene Grenzen einstellen. Sobald die gewünschten Optionen der wählbaren Datenfelder an die jeweilige Uhr übertragen sind, muss man diese lediglich auf den Datenseiten aktivieren. Schon kann es losgehen.

Aber Achtung: es lassen sich immer nur zwei IQ Apps/Datenfelder nutzen. Außerdem ist zu beachten, dass wenn du die Kombo mit allen vier Werten nutzen möchtest, du als Basis eine Datenseite mit nur einem Datenfeld anklicken musst. Hier muss man etwas um die Ecke denken. Aber es funktioniert.

Unterschiede, die ich im Vergleich von unterschiedlichen Läufen wahrgenommen habe, finden sich beim In- und Outdoor-Training. Vermutlich aufgrund fehlender Windwiderstände zeigen sich Trainings in der Halle oder auf dem Laufband mit geringeren Werten.

Soweit so gut. Aber was machen wir jetzt mit diesem Wert? Was sagt er uns?

Schaut man sich, wie ich es bereits bei meiner Vorstellung des Stryd erwähnte, den neuen Leistungswert an, wird man eins feststellen. Die ermittelten Daten beruhen auf einer Berechnung, die von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich ist. Die Daten, die in die Berechnung einfließen, sind schwierig nachzuvollziehen und bilden vermutlich alle immer etwas anderes ab. In den seltensten Fällen wird man aber gleich mit mehreren dieser technischen Gadgets durch die Gegend ziehen und Vergleiche anstellen. Vielmehr ist es meiner Ansicht sinnvoll, ein Gerät als Basis zu verwenden und die ermittelten Werte für sich innerhalb eines Trainingszyklus genauer anzuschauen.

In diesem Fall sind zwar die Werte immer noch „nur“ Berechnungen statt tatsächlich physikalisch gemessene Werte, aber sie können uns eine Richtung aufzeigen.

So. Wenn man nun so einen Wert hat, liegt meines Erachtens die Erwartung nahe, dass man damit auch trainieren kann. Garmin bietet allerdings nicht wie Stryd auf den eigenen Werten basierend mit einstellbaren Zielen entsprechende Trainingspläne. Für mich wäre das wünschenswert.

Was man jetzt hier nicht vergessen darf, dieser neue Leistungswert ist nur ein Wert von vielen, den der kleine Pod ermitteln kann und sollte mit Sicherheit keinesfalls die Kaufentscheidung ausmachen. Zumal der Wert auch nicht mit allen Geräten im Zusammenspiel mit dem Pod oder den HRM-Gurten abgebildet werden kann.

 

AUSWERTUNG DER TRAININGSDATEN

 

Der Leistungswert ist ein weiterer Wert, den wir nutzen können, wenn wir Lust darauf haben, unsere Trainings noch detaillierter auszuwerten. Ob sich in der Realität eine langfristige Analyse damit umsetzen lässt, möchte ich dir anhand meines persönlichen Trainings- und Analyseverhaltens aufzeigen. Anschließend kannst du selbst überlegen, ob die Laufmetriken insgesamt für dich eine wesentliche Rolle spielen können und in wie weit der neue Wert, deine Laufleistung, für dich nützlich sein kann.

Für mich sind es, wie auch an verschiedenen Stellen immer wieder mal erwähnt, Richtwerte. Diese helfen nur mir ganz persönlich. Dabei interessiert mich auch keine Skala, die es aktuell sowieso nicht gibt. Aber selbst wenn, dann schaue ich mit beide Augen auf meine Daten. Diese können mir nämlich in der Tat hilfreiche Informationen liefern. Selbst wenn ich weiß, dass diese nur berechnet sind. Für mich ist hier entscheidend, dass für die ermittelten Werte mit ein und demselben Gadget immer die gleiche Berechnung zugrunde liegt. Wie oben erwähnt, sind die Informationen, die ich innerhalb einer Saisonvorbereitung und in Wettkämpfen besonders spannend finde: Schrittfrequenz und Bodenkontaktzeit, um zu ermitteln, wann ich ermüde. Das hilft mir gezielt zum Beispiel mehr am Tempo auf längeren oder kürzeren Distanzen zu arbeiten. Eventuell auch das Lauf-ABC entsprechend anzupassen. Der Leistungswert kann mir dabei ebenfalls helfen, spielt aber noch eine untergeordnete Rolle, weil es wie erwähnt auch keine Trainingspläne dafür gibt.

Um zur Auswertungzu kommen. Auf Garmin Connect kann man sich für die unterschiedlichen Werte Grafiken anschauen. Alternativ gibt es auch eine Übersicht mit allen Werten auf einem Blick. Praktisch und super einfach.

Garmin Connect Laufeffizienz-Werte in der Übersicht

Der neue Leistungswert wird in der Auswertung nur dann angezeigt, wenn man die entsprechenden Datenfelder/Applikationen auf der Uhr installiert und aktiviert hat. Die anderen Laufmetriken werden aber natürlich nach wie vor, ohne dass man etwas machen muss, in die fit-Datei geschrieben und entsprechend im Anschluss angezeigt.

Garmin Connect Laufleistung Wert in der Übersicht

 

ZUBEHÖR

 

Es überrascht kaum, das in dem kleinen Set nicht viel zu finden ist. Natürlich befindet sich der Running Dynamics Pod in der Verpackung. Passend dazu eine Schnellstartanleitung. Das war es dann aber schon.

 

AKKULAUFZEIT

 

Je nach Intensität und Häufigkeit der Nutzung hält die Knopfbatterie bis zu einem Jahr. So wie bei den Brustgurten auch, kann man die Batterie ganz einfach schnell selbst wechseln.

 

DESIGN & TRAGEKOMFORT

 

Limonengrün. Klein. Leicht. Mit 4cm Höhe, 2,3cm Breite, knapp 2cm Tiefe und 12g ist es ein Fliegengewicht und damit der kleinste Pod, den ich bis jetzt am Hosenbund trug. Er fällt kaum auf, trägt nicht auf. Abgesehen von seiner Farbe ist er absolut unauffällig. Bis jetzt hat er mich nie gestört und oft genug vergesse ich ihn abzunehmen. Er sitzt mit seiner kleinen Spange absolut sicher und bewegt sich bei keinem Training. Egal wie hoch die Intensität ist.

 

FAZIT ZUM RUNNING DYNAMICS POD

 

Ob einem die ermittelten Daten €70 wert sind, muss man für sich selbst entscheiden. Wenn du dich jetzt fragst, wann der Garmin Running Dynamics Pod für dich Sinn machen könnte, kommt hier direkt die Antwort.

Er ist der ideale Begleiter, wenn du Interesse an den genannten Laufeffizienz-Werten.

Zusammengefasst ist es ein Helfer für alle, die sich näher mit ihren Laufmetriken befassen und so vielleicht ihr Training anpassen möchten. Wie spannend ist für dich dieses Thema? Die Entwicklung bleibt sicher nicht stehen und es wird sich in Zukunft zeigen, in wieweit Freizeitsportler wie du und ich davon profitieren können.

Wie detailliert analysierst du eigentlich dein Training? In dem Text hast du ja bereits einiges von mir erfahren und wie ich mit Laufeffizienz-Werten innerhalb der Saison umgehe. Geht es dir dabei ähnlich oder bist du nach jedem Training vertieft in deine Statistiken? Vielleicht kümmert dich das auch alles gar nicht und du schaust nur auf deine Pace oder Herzfrequenz?

 

Triathletin Din am Strand mit dem Garmin Running Dynamics Pod

Garmin hat mir für den Testbeitrag sowohl einen Running Dynamics Pod als Testmodell als auch einen zum Verlosen zur Verfügung gestellt. Vielen herzlichen Dank dafür!

P.S. Werbung: Begleitet hat mich bei diesem herrlichen Frühlingslauf neben dem Running Dynamics Pod auch der Garmin Forerunner 935

Weitere, detaillierte Testberichte über Trainingszubehör, Sportuhren, Kopfhörer und vieles mehr findest du unter dem Tag Tech Talk oder auch in der passenden Kurzübersicht.

HAT DIR DER BEITRAG GEFALLEN? ICH WÜRDE MICH SEHR FREUEN, WENN DU IHN AUF DEN SOZIALEN MEDIEN WIE FACEBOOK, TWITTER UND GOOGLE+ TEILT. VIELEN LIEBEN DANK DAFÜR!

Alle hier gezeigten Fotos wurden von meinem Fotografen Olli erstellt. Die Rechte an diesen Aufnahmen liegen bei ihm und mir. Eine weitere Nutzung ist nur in Absprache mit uns möglich.

Als Triathletin & Autorin von Eiswuerfel Im Schuh bin ich zusammen mit meinem Sportfotografen immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung und neuen Bildmotiven. Als Julimädchen liebe ich die Sonne, das Meer und den Sand zwischen den Zehen, genieße aber auch die Ruhe auf meiner Yogamatte oder auf einem Surfbrett.

Olli | Fotograf & Grafiker

Als Fotograf & Grafiker von Eiswuerfel Im Schuh bin ich zusammen mit der Athletin ‚Din‘ immer auf der Suche nach der nächsten sportlichen Herausforderung und den interessantesten Bildmotiven. Außerdem kümmere ich mich darum, die hier vorgestellten und getesteten Produkte und Sportbekleidung interessant abzulichten. Neben meiner Fotografie bin ich oft selbst sportlich unterwegs. Ich sitze sehr gern im Rennradsattel oder schnüre als Alternativtraining auch schon mal hin und wieder die Laufschuhe. Schaut gern auch auf meiner Facebook-Seite vorbei, auf der ich immer wieder neue Eindrücke mit euch teile.

27 Gedanken zu “Garmin Running Dynamics Pod (Test)

  1. Hey Din,
    sehr interessanter Beitrag. Der Preis für solch ein kleines Ding ist natürlich nicht ohne, aber es ist schon schön, wenn man dadurch auf den Pulsgurt verzichten kann. Gerade wenn es richtig warm ist, möchte ich diesen nicht immer tragen, aber gleichzeitig auch nicht auf die Werte verzichten. Die Frage ist nur, welche Einbußen bzw. Ungenauigkeiten man dadurch bei der Herzfrequenz in Kauf nehmen muss. Diese ist ja mit Pulsgurt genauer. Geht hier Tragekomfort und Bequemlichkeit zu Lasten der HF?

    Ich gucke mir die Werte nach einem Lauf immer an. Gerade die Balance der Bodenkontaktzeit finde ich dabei sehr interessant, da sie ja auch angibt, wie sauber und gleichmäßig man läuft. Generell schaue ich aber, ob meine Werte „im Grünen Bereich“ sind.

    Bisher habe ich mir noch keinen Running Dynamics Pod zugelegt, weil das kleine Ding ehrlich gesagt irgendwann in Vergessenheit geraten ist. Ich persönlich kenne keinen der damit läuft und man liest ja auch nicht jeden Tag davon. Erst durch deinen Beitrag bin ich darauf wieder aufmerksam geworden.

    Würdest du eigentlich für einen Triathlon einen Tri Brustgurt verwenden oder wie würdest du es dort handhaben?

    LG
    Jan

  2. Mir ist da gerade noch eine andere Frage eingefallen: Hast du eigentlich mal die Werte mit denen des Pulsgurtes verglichen? Sind die ähnlich? Wäre ja doof, wenn mit dem Pod ganz andere Werte dabei herauskämen

    • Hallo Jan, das sind alles sehr spannende Fragen. Hinsichtlich der Genauigkeit beim Puls scheiden sich ja immer noch die Geister. Die Unternehmen geben eigentlich an, dass man sich im einstelligen Prozentbereich aufhält. Meine Erfahrung ist, dass es stark von der jeweiligen Uhr, dem Träger und der Trageart (also wie fest trage ich die Uhr) abhängt. Zum Teil spielt auch die Temperatur eine Rolle. Im Winter schwankt bei mir die Abweichung mehr, wenn ich extrem kalte Hände und Handgelenke habe. Ansonsten konnte ich aber bei mir immer nur Verzögerungen feststellen. Deshalb trage ich auch so gut wie nie einen HF-Gurt. Wenn ich ihn einsetze, dann bei Intervalle, wenn ich unbedingt wissen möchte wie mein aktueller Leistungszustand ist. Ansonsten ist mir der Gurt (obwohl auch die mittlerweile ziemlich gut und angenehm sitzen) zu sperrig. Wenn ich stark schwitze und Salz verliere, scheuert er zu stark…

      Bezüglich der zweiten Fragen. Auch da konnte ich bei meinem Laufverhalten nur geringe Abweichungen zwischen Pod und Pulsgurt feststellen. Es kann keine Rede davon sein, dass ganz andere Werte dabei heraus kommen (beispielsweise Unterschied zwischen Stryd und Garmin Running Dynamics Pod). Die Laufmetriken waren etwas unterschiedlich, aber ich weiß nicht, ob es darauf zurückzuführen ist, dass der Gurt weiter oben sitzt und der Pod am Becken. Was ich mich dabei gefragt habe ist zudem, in wie weit neben der Sitzhöhe die Rotation des Körpers eine Rolle spielt. Aus dem Bauch heraus würde ich sagen, dass meine Beckenbereich, wo der Pod sitzt, weniger rotiert, als mein Oberkörper, wenn ich ermüde.

      Bei Wettkämpfen handhabe ich es ganz einfach. Je weniger Technik am Körper desto besser. Einen Gurt habe ich schon ewig im Wettkampf nicht mehr getragen. Als ich es dieses Jahr beim Halbmarathon in Doha probiert, wurde ich mit hässlichen und sehr schmerzenden Scheuerwunden bestraft. Das Problem ist, dass ich den Gurt immer sehr fest machen muss, dass er sich beim starken Schwitzen wie in Doha nicht bewegt. Das hatte ich da irgendwie vergessen. Der Puls am Handgelenk reicht mir da vollkommen aus. Vor allem beim Triathlon muss es bei mir bequem zugehen. Den Pod würde ich da aber auch nicht tragen, weil ich den nach dem Radfahren erst befestigen müsste. Bei Tri Suits ist das oft schwierig. Manche haben nicht genau mittig Taschen. Deshalb nehme ich den Pod bei Laufwettkämpfen mit.

      • Hi Din, vielen Dank für deine ausführliche Antwort.

        Du hast Recht, wahrscheinlich darf man sich auch nicht zu verrückt machen und die Werte zu genau nehmen. Von daher sollte das mit dem Running Pod + Pulsmessung am Handgelenk genauso zur Auswertung reichen.

        Was du bezüglich der Rotation des Körpers und die Position von Gurt / Pod finde ich ganz interessant und spannend. Das macht auch irgendwie Sinn. Da stellt sich für mich nur wieder die Frage, ob der Gurt dadurch nicht doch genauer ist. Ist kenne das von mir selbst, dass ich insgesamt unrunder laufe, auch vom Oberkörper her, wenn ich im Wettkampf zum Ende hin müde werde. Aber gut, man dreht sich da jetzt auch nicht extrem zur einen oder anderen Seite, als wenn man irgendwelche Fitnessübungen machen würde.

        Der Vorteil ist wie du schon so schön gesagt hast die Freiheit, ohne Gurt laufen zu können. Das habe ich jetzt schon ein paar mal im Training gemacht und dann auf die Werte verzichtet, einfach, weil ich mich an manchen Tagen vom Gurt eingeengt gefühlt habe. Man fühlt sich ohne irgendwie schon „frei“.

        Ich werde das kleine Ding denke ich einfach mal testen.

  3. Ich habe eine Fenix 3, leider noch die 1. Version ohne HRM Funktion. Ich müßte also zumindest dafür den Gurt tragen und natürlich auch um die erwähnten Daten zu sammeln. Der kleine Pod macht da schon Sinn. Da ich den Gurt ungern trage konzentriere ich mich auf die normalen Wert wie zum Beispiel die Pace.
    Die Herzdaten vermisse ich nicht wirklich, ich kann meine Leistung ganz gut einschätzen und hab nur ein müdes Lächeln wenn beim Marathon neben mir ständig die Uhr piept weil der jeweilige Probant überzieht 🙂
    Nichts desto trotz, die anderen Daten würde ich schon gern sammeln, aber dann brauch ich halt sen Gurt…. Oder den Pod 🙂

    • Bist du mit deiner Fenix 3 noch zufrieden? Bei mir steht die Fenix noch ganz oben auf der Wunschliste, obwohl sie mir immer etwas schwer scheint. Die Entwicklung bleibt ja wirklich nicht stehen und es wird immer wieder ein Sprung von Edition zu Edition gemacht. Absolut, mit dem Pod kannst du abseits von HF sehr schön deine Entwicklung und dein Training mitverfolgen und analysieren.
      Oh das Piepsen finde ich immer schon schwierig, wenn bei einigen nach jedem Kilometer Informationen dargestellt werden. Ich habe immer bei allen Modellen die Töne ausgestellt und nun ab und zu lasse ich mich auf etwas hinweisen.

      • Ich bin sehr zufrieden damit, klar, die Fenix 3 mit HF Messung wäre ganz nett, kann ich aber auch drauf verzichten zur Not. Die „neue“ 5’er Reihe ist natürlich, vor allen in der Saphire Version extrem interessant wegen der möglichkeit der Kartendarstellung, aber sie sind auch unverschämt teuer …. Man muss ja nicht immer alles haben…. Obwohl, doch, eigentlich schon 🙂

  4. Ich würde mein Training gerne etwas professioneller gestalten mit dem Running Dynamics Pod wäre das ideal für meine nächsten Marathons

  5. Hi,
    ich nutze eine Garmin Forerunner 235 für mein Training und werte dabei auch meine Trainingsdaten in der App aus.Das neue Gadget klingt spannend.Ich würde es gerne ausprobieren.
    Liebe Grüße,
    Alex

  6. super toller und detaillierter Test – wie immer 😉
    ich lauf ja mit garmin…schon immer …
    Da meine 735xt das auch alles am Handgelenk macht, brauch ich wo eher nicht, oder hab ich was übersehen was der mehr kann?

    • Hi Chris, danke dir. Freut mich sehr zu lesen.
      Also soweit ich weiß und verstanden habe, kannst du mit dem FR 735xt die Laufeffizienzwerte wie Schrittfrequenz, Bodenkontaktzeit, vertikale Bewegung, Balance der Bodenkontaktzeit, Schrittlänge, vertikales Verhältnis nur in Verbindung mit einem entsprechenden HF-Sensor ermitteln. Um diesen weglassen zu können und dennoch an die Werte zu gelangen, benötigt man den kleinen Running Dynamics Pod.

  7. Ich liebe es, mein Training zu analysieren! Vor allem die Tempo-Einheiten wie Intervall oder Tempodauerlauf gucke ich mir gerne nach dem Training auf dem Sofa an. Da ich Trailrunning betreibe, sind auch die Höhenmeter interessant. Der Garmin Dynamics Pod wäre die perfekte Ergänzung, da ich dadurch noch mehr Funktionen hätte, um mein raining zu optimieren. 🙂

  8. Ich habe mir damals die 735XT zugelegt um eben keinen Brustgurt mehr tragen zu müssen, auch weil die Herzfrequenzmessung bei mir immer sehr unstetig war. Auf der anderen Seite würden mich die Daten zur Bodenkontaktzeit, speziell Ungleichgewicht sehr interessieren, vor allem um meinen subjektiven Beobachtungen objektive Daten gegenüber zu stellen. Denn Möglichkeiten zur Verbessrung gibt es sicher überall, wenn man es nur weiß. Nur möchte ich echt keinen Gurt mehr tragen. Dafür scheint also der Pod optimal.

    • Hallo Michael,

      das ist natürlich ein Grund und ja, wir Läufer haben ja oft ein gutes Körpergefühl. Aber dann tatsächlich mal Daten zu erhalten, die von außen ermittelt werden, ist wirkich sehr interessant.

      Wie erwähnt hatte ich per Zufall am 2. Mai ausgelost und dich als glücklichen Gewinner gezogen! Viel Freude mit dem kleinen neuen Gadget!

  9. Eine sehr konkrete und wahre Rezension. Das Wichtigste ist, dass die Daten akkurat und für eine Analyse auslesbar sind. Ich für meinen Teil laufe mit einer Pulsometeruhr und kann mich über ihre Dienste nicht beschweren. Ich habe jedoch Probleme mit der Synchronisation mit meinem Smartphone.

  10. Erst einmal vielen Dank für den Bericht; fand ihn sehr interessant zu lesen.
    Bin selbst ein Fan von Garmin und habe – nachdem ich im vergangenen Herbst das Laufen für mich entdeckt habe – von der vivosmart hr zur vivoactive3 gewechselt.
    Ich finde es so schon sehr interessant zu sehen, wie der Lauf war und selbst schon beim Laufen feststellen zu können, wie sich – u. a. – meine Schrittfrequenz verändert bzw verhält. Die Analyse nach dem Laufen, Schwimmen finde ich immer sehr interessant.

  11. Ich bin nach einer langwierigigen Verletzung erst vor ca. 3 Monaten wieder ins normale Training eingestiegen und es geht noch recht zäh vorwärts. Da ich auch noch mit den letzten 10 Kilo Übergewicht (von neulich noch 17), die sich aus Frust angesammelt haben, kämpfe, beschränke ich mich bewußt darauf, die Herzfrequenz zu beachten.
    Alles Andere ist für mich noch zu verfrüht, interessiert mich zwar brennend, da ich schon lange zum Self-Tracking neige, aber – neiiiin – ich warte noch ein paar Wochen, um mir weitere Gadgets zuzulegen 🙂

    Aber ich werfe mich trotzdem schon einmal hier in den Lostopf, kann ja nicht schaden 😉
    Lieben Gruß & einen schönen Sonntag,

    Melanie

  12. Hallo
    Per Zufall bin ich auf diese Homepage gestossen und schon ist sie in meinen bookmarks drin. Tolle Seite, grosses Kompliment.
    Auch ich bin mit dem Pod unterwegs, jedoch noch mit sehr verhaltenen Gefühlen was die Zahlen anbelangt.

    Und zwar ist es das „mittig anbringen“, was mich noch verunsichert.
    Wenn ich das Teil nicht gerade mittig, sondern mal leicht seitlich anbringe, so sind die Vergleichswerte ja wieder nur mit Vorsicht zu geniessen. Hat ein solcher Pod einen gewissen Spielraum? Falls ich den mal nicht genau mittig anbringe? Tönt vielleicht jetzt ein bisschen pingelig, aber ja, ich mache mir durchaus solche Gedanken 🙂

    • Hallo Michael, danke für deine Nachricht. Garmin hat mir gesagt, dass es möglichst mittig sein soll. Wie genau oder ungenau das Ergebnis wird, wenn der Pod mal verrutscht oder zu seitlich angebracht wurde, kann ich dir aber leider auch nicht sagen. Ein kleiner Spielraum besteht aber wohl.

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