Treppchenplatz beim St Pauli X-Mass-Run No. 7

Der St Pauli X-Mass-Run No. 7 war wie ein Meet and Greet von Weihnachtsmännern, Elfen, Rentieren und Engeln in Hamburg. Trotz Regen und daher frischen Temperaturen kam bei Punsch doch tatsächlich so etwas wie festliche Stimmung auf. Unter den Teilnehmern gesellte sich auch Nils Schumann, der so wie ich mit der dritten Startgruppe auf die fünf Kilometer kurze Strecke ging. Aus der letzten Reihe startete ich und schob mich bei den Damen langsam aber sicher immer weiter vor, bis es tatsächlich noch für einen Treppchenplatz reichte.  

Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit Jaybird, dessen Team mich zu dieser Veranstaltung eingeladen hat. 

Adventszeit ist die Zeit der Besinnlichkeit – sagt man. So ein richtig vorweihnachtliches Gefähl wollte bis jetzt bei mir aber nicht aufkommen. Das änderte sich, als ich nach Hamburg in die Stadt der Weihnachtsmänner fuhr. Den Eindruck konnte man nämlich beim 7. St Pauli X-Mass-Run bekommen. Die Adventszeit ist die Zeit der Nikolaus-, Lebkuchen- und Weihnachtsläufe,… Nachdem ich in den vergangenen Wochen immer wieder keine Zeit für einen kleinen Laufwettkampf gefunden hatte und meine Lieblingsveranstaltung in Ermangelung von Organisationskraft im Süden vor Berlin in Diedersdorf leider eingestellt werden musste, freute ich mich um so mehr über die Einladung von Jaybird zu diesem Lauf in der Hafenstadt.

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St Pauli X-Mass-Run Läuferin Hamburg

Nach dem Melderekord beim St Pauli X-Mass-Run No.7 gingen am 1. Advent mehr als 1500 Teilnehmer auf die 5km lange Strecke. Aufgrund der Vielzahl der Läufer wurden erstmalig drei Startwellen zunächst von dem Vorplatz ins Millerntor-Stadion geschickt, wo die offizielle Zeitmessung startete. Die Veranstalter hatten vorab laut eigener Aussage Angst vor einem Spekulatius-Alarm an der Keksausgabe. Es hätte sich ja niemand ausmalen können, was passieren hätte können, wenn alle Teilnehmer fast gleichzeitig hungrig und durstig nach Weihnachtsgebäck und Punsch ins Ziel gekommen wären und die fleißigen Helfer überrannt hätten. Die Strecke war in der Tat sehr gut gefüllt und so war es mit Sicherheit die beste Lösung – für die Veranstalter, die Teilnehmer, die Strecke und die Keksausgabe.

St Pauli X-Mass-Run Läufer in Hamburg

Es war mein erster Wettkampf überhaupt, bei dem mehr Frauen als Männer an den Start gingen! Noch dazu waren nahezu alle Teilnehmer des St Pauli X-Mass-Run verkleidet als Weihnachtsmänner, Elfen, Engel, Rentiere. Ja, auch ein Sixpack und passende Flaschenöffner ließen es sich nicht nehmen, um die Wette zu laufen. Das rote Meer aus Weihnachtsmützen überwog aber. Beeindruckend war der Feuerwehrtrupp, der in voller Montur ebenfalls flott die 5km absolvierte. Genauso wie ganze kleine Weihnachtsengel fast schon routiniert über die Strecke schwebten. Verkleiden lohnt sich übrigens. Denn die Teilnehmer mit den schönsten, aufwendigsten, ausgefallensten Kostümen werden jährlich beim St Pauli X-Mass-Run ausgezeichnet. Ich bin nicht gerade bekannt dafür, liebend gern Kostüme anzuziehen, aber ein Mützchen durfte es schon sein. Bei dem Wetter blieben so die Ohren auch schön warm…

Als ich ankam war der Vorplatz des Millerntor-Stadions trotz ordentlich eisigem Regen richtig gut gefüllt. Auf dem Weg nach Hamburg sorgte eine ziemlich ausgeprägte Schneedecke erstmalig für ein Wintergefühl. Dennoch hoffte ich, dass sich in Hamburg die Lage etwas beruhigen würde. Letztlich hörte dort der Regen sogar vollständig auf und es herrschten ziemlich gute Laufbedingungen.

Als ich das Stadion sah, war ich schon beeindruckt. Es machte ein wenig einen amerikanischen Eindruck wie ein Baseballstadion. Umso schöner fand ich es, dass der Anfang der Laufstrecke auch dort hindurch führte. Aber bevor es soweit war, nutzte ich die Gelegenheit etwas mit Nils Schumann zu schwatzen. Über den Thüringer ‚Legend of Cross’ Lauf in der Nähe von Gotha, den er organisiert. Ich überlege bereits eine Weile, ob das nicht vielleicht mal etwas wäre. Ich bin wahrlich nicht der größte Fan von solch kalten Schnutzfink-Veranstaltungen, aber die drei Burgen des Laufs auf der Strecke haben es mir angetan!

Nils zeigte mir dann direkt noch die neuen Jaybird Run Kopfhörer. Gut, ich habe mich da nicht gerade von meiner sonst so technikversierten Seite gezeigt. Aber wenn man die kleine Box mit den einzelnen, komplett kabellosen Run Kopfhörern öffnet, fangen Sie sofort an zu sprechen. Nils war so begeistert von ihnen, dass er mir direkt die wichtigsten Infos gab. Im Prinzip konnte ich direkt damit loslaufen und Musik hören.

St Pauli X-Mass-Run Jaybird

Die Pflicht rief recht schnell. Nils Schumann gab das ein und andere Interview und nahm sich den gesamten Vormittag Zeit für Fans und Freunde. Sogar auf der Laufstrecke. Kurz vor dem Startschuss der dritten Welle hat Moderator Alexander Siegmund, übrigens auch Triathlet, das Hamburger Urgestein Ewald Lienen interviewt.

Ich reihte mich derweil in meinen Startblock – ganz ans Ende. Hinter das Sixpack. Hinter die versammelte Feuerwehrmannschaft. Hinter eigentlich jeden Läufer in Startblock drei. Der Startschuss war leise. Gab es überhaupt einen? Die Neutralisierungsstrecke vom Start zur Zeitmessmatte im Stadion lief sich stuckernd. Die Feuerwehr sorgte aber für 1A Stimmung im Tunnel zum Stadion. Auf dem Seitenstreifen entlang des Spielfeldes piepste es kurz. Damit begann der St Pauli X-Mass-Run No. 7 ganz offiziell. Ich schob mich an der Feuerwehr vorbei. Irgendwo lief da ein kleiner Hund. Später sah ich tatsächlich einen weiteren mit Kostüm. Abgelenkt hörte ich plötzlich die Rufe eines Ordners, dass man doch den heiligen Rasen nicht betreten solle! Da verließ ich schon das Stadion.

Es war ein Lauf der Freude machen sollte. Ich hatte keine Ziele und irgendwie auch nicht wirklich drüber nachgedacht. Genau deshalb stand ich vermutlich in der letzten Gruppe des Startblocks. Aber es war kalt. Also nahm ich die Füße in die Hand. Umständlich war nur, dass ich total vergaß mein iPhone am Jaybird Stand abzugeben. Also klammerte ich mich dran und rannte und rannte und rannte. Links. Rechts. Nicht nur der eigene Startblock war ein Hindernis. Gegenverkehr auf den ersten zwei Kilometern erschwerte das Vorankommen. Es ging hin und her.

Die Meter verflogen dennoch irgendwie über den Fußweg und die Straße hinüber zu Planten un Blomen, wo ich schon einmal eine Runde mit Arne Gabius drehte. Die Hügel dort hindurch und vor allem zunächst hinab rollten wie von selbst. Ich genoss das schnelle Laufen und irgendwie auch das Schweben.

Da muss Feenstaub mit im Spiel gewesen sein!

Als ich die Elfen überholt hatte, wurde es zäh. Alles was wir hinab liefen wollte auch wieder „erklommen“ werden. Das ging in die Beine! Die Elfen waren außer Sichtweite. Nichts mit etwas Magie. Dafür brannte die Kälte in der Lunge. Die letzten eineinhalb Kilometer sollten wohl irgendwie noch gehen?! Meine Arme gaben den Schwung vor. Im Zick-Zack lief ich weiter raus aus Planten un Blomen zurück über die Straße zum Hamburger Dom, entlang von Weihnachtsmarktständen immer Richtung Millerntor-Stadion. Ab da war die Strecke nahezu leer. Hier und da mal ein Weihnachtsmann oder die langsam aus den Federn kommenden Touristen, die mit Köfferchen etwas orientierungslos hin und her eierten.

Kurz vor dem Stadion bogen wir links weg, um am Vorplatz anzukommen, wo sich am Beginn der Startblock befand. Ich war froh, als meine Beine nach all der Trödelei, dem Weihnachtsmänner-, Six-Pack-, Elfen-, Engel-, Rentier-Parcouring und 23:12min endlich stehen bleiben konnten. Aber da ging es mir zum Glück nicht als Einzige so. Unser ganzen Jaybird Team trudelte nach und nach ein. Wir waren alle froh, dass wir gut und locker über die Strecke kamen. Natürlich gab es eine Medaille. Sogar eine wirklich richtig schöne im St Pauli Stil mit Totenkopf und Weihnachtsmütze.

Nils Schumann hatte irgendwo zwischendrin auf uns gewartet. Leider müssen die ersten Läufer von uns ihn zwischendrin übersehen haben. Er kam mit dem Rest der Gruppe etwas später und wir hatten noch reichlich Gelegenheit uns zu unterhalten bis die Siegerehrung anstand. Denn trotz der Stop-and-Go-Abschnitte und verschiedener Manöver während des Laufs war ich auf wundersame Weise noch auf Platz 3 gelandet. Feenstaub auf der Strecke. Sagte ich ja.

Bist du bereits beim St Pauli X-Mass-Run mitgelaufen oder kennst du vielleicht die Strecke von deinen Läufen? Planst du vielleicht noch die Teilnahme an einem Adventslauf? Vielleicht hast du ja einen Tipp, wo ich mich noch sehen lassen könnte.

St Pauli X-Mass-Run Läuferin in Hamburg vor dem Millerntor Stadion

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Jaybird. Vielen lieben Dank für die großartige Betreuung an diesem Tag!

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Alle hier gezeigten Fotos wurden von meinem Fotografen Olli erstellt. Die Rechte an diesen Aufnahmen liegen bei ihm und mir. Eine weitere Nutzung ist nur in Absprache mit uns möglich.

Als Triathletin & Autorin von Eiswuerfel Im Schuh bin ich zusammen mit meinem Sportfotografen immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung und neuen Bildmotiven. Als Julimädchen liebe ich die Sonne, das Meer und den Sand zwischen den Zehen, genieße aber auch die Ruhe auf meiner Yogamatte oder auf einem Surfbrett.

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6 Gedanken zu “Treppchenplatz beim St Pauli X-Mass-Run No. 7

  1. Liebe Din, das hört sich nach jede Menge Spaß an! Sehr cool. Ich werde wohl erst wieder zu Silvester an einer Startlinie stehen, damit das vergangene Laufjahr auch gebührend gefeiert werden kann. Viel Spaß weiterhin, LG Astrid

    • Hi liebe Astrid,

      so sieht es bei mir wohl auch aus. Kannst du es glauben, in der Nähe findet bis dahin nichts weiter statt. Zu schade eigentlich, denn der Lauf hat wirklich Spaß und Lust auf mehr gemacht.

      Das stimmt, so kannst du das Jahr super schön läuferisch ausklingen lassen. Meist mache ich das privat für mich, so wie ich auch das neue Jahr mit einem Lauf begrüße. Lasse es dir gut gehen und genieße die vorweihnachtliche Zeit.

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