Aufbautraining – Power tanken mit den FitGesund Tagen

FitGesund heißt es seit zwei Jahren in Warnemünde an der Ostsee für Intersport. Das Team lockt jedes Mal mit ganz besonderen Angeboten für alle Sportbegeisterte und Wissenshungrige. Zahlreiche Workshops und Seminare geben jedem Teilnehmer die Möglichkeit, sich gleichermaßen auszupowern wie weiterzubilden und Neues zu probieren. Die Yachthafenresidenz Hohe Düne bietet dafür neben den Rahmenbedingungen die perfekte Kulisse in dem Seebad. Im folgenden Beitrag erfährst du alles darüber, was ich von der Woche mitgenommen habe und warum ich sie allen Sportbegeisterten und Fitnessenthusiasten ans Herz legen kann – egal ob Hobbyläufer, ambitionierter Triathlet, CrossFitter, Walker, Radsportler,… 

Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit Intersport, dessen Team mich zu dieser Reise eingeladen hat. 

Schon allein Sport draußen mit DER Kulisse an der See verlockte zusammen mit dem Motto FitGesund riesig, um der Einladung des Intersport FitGesund Teams zu folgen. FitGesund wollen wir alle gern sein. Intersport möchte aber unter diesem Motto nicht nur motivieren sondern auch Wissen für einen gesünderen Lebensstil, für mehr Wohlbefinden und für eine höhere Leistungsfähigkeit vermitteln.

Mit über 90 Workshops und Kursen wurde deutlich mehr geboten, als man letztlich tatsächlich innerhalb von vier Tagen besuchen kann. Ich bin immer noch begeistert von der Vielfalt! Mir war wirklich nicht klar, dass es so zahlreiche Möglichkeiten gibt, sich die Zeit zu vertreiben. Letztlich hätte ich nicht mehr mitmachen können, außer die Kurse ganz früh am Morgen zu genießen, bei denen ich aber ehrlich gesagt lieber den Strand rauf und runter lief. Ich hatte anfangs ein wenig den Eindruck, dass ich mich dort sicher nicht schaffen würde. Ich las vorab immer mal wieder etwas von gesundheitsbewussten Fitnessliebhabern. Also plante ich die Woche eher zum Stillen meines Wissensdurstes und um insbesondere ganz ruhig meine Körperstabilität und eventuell etwas meine Muskelkraft zu trainieren. Weit gefehlt. So viel steht fest!

Alle Fotos kannst du zur Vergrößerung anklicken.

FitGesund Intersport Fitness Blogger Intersport

Ich besuchte in und um die Yachthafenresidenz Hohe Düne nicht nur spannende Theorie-Workshops rund um Ernährung und Training, sondern konnte mich bei Ausdauerprogrammen, Yoga, funktionalem Fitness und in Gruppen-Workouts auch körperlich fordern. Der Schwerpunkt lag in erster Linie auf Kraftaufbau mit stabilisierenden Übungen; um das Ansprechen der Tiefensensibilität (propriozeptives Training) und faszialen Strukturen; um Schnellkraft- und Techniktraining spezifisch für Läufer angepasst. Insgesamt hatte ich wirklich in tolles Pensum! 4 Tage, 12h Training, 11 Einheiten. Zwischendrin gab es einige lockere Grundlageneinheiten beim Spinning und Laufen am Strand. Ich wünschte, ich könnte mehrmals im Jahr so eine Woche einschieben. Denn all das ist so eine wunderbare Basis für Läufer, Triathleten oder allgemein gesprochen Ausdauersportler. Es ist definitiv etwas, was ich zwischendrin wieder an langen Wochenenden in der nahenden neuen Saison einplanen werde.

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Mit jedem Morgen wurde es anstrengender aus dem Bett zu kommen. Mich zu motivieren vielleicht erst am Strand allein eine Runde in den Sonnenaufgang zu laufen und anschließend einen Tag voll Training entgegen zu sehnen. Trotz des Shuttle Busses, den Intersport organisiert hat, war es ein kleiner Kraftakt die Trainingssachen zu packen und sich aufzumachen. Beim Frühstück musste ich erst einmal regelrecht Kraft tanken.

Auch so kann die Zeit der Nebensaison aussehen. Die Beanspruchung war eine andere. Die Intensität war bei der Ausdauerleistung gering. Bei der nötigen Kraft aber hoch. Als ich mit der Woche durch war, brauchte ich einige Zeit der Erholung. Die nahm ich mir ganz beruhigt. Ich gönnte meinem Körper die Pause und fühlte mich anschließend, als würde ich ein Korsett tragen. Meine Beine waren beim Laufen kraftvoll entspannt. Mein ganzer Körper herrlich stabil.

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Mein Fazit hier schon einmal vorne weg:

Ich liebe diese Intensität beim Stabilisationstraining. Muss dringend mehr TRX-Trainings absolvieren. Häufiger über meinen Schatten springen. Immer mal wieder intensivere Blöcke einplanen, ganz wichtig neue Reize setzen und tatsächlich auch mal mehr Gruppenfitness wie CrossFit besuchen.

 

LAUFTECHNIK VERBESSERN

 

Während auf der anderen Kanalseite Kreuzfahrt- und Segelschiffe vor Anker lagen, arbeitete ich in einer kleinen Gruppe zusammen mit Personal Trainerin Rebecca Barthel an der Lauftechnik. Sie hatte ein intensives Zirkeltraining für Läufer zusammengestellt, dass man aber auch zusammen mit dem Lauf-ABC ganz wunderbar zu Haus auf seiner Laufstrecke absolvieren kann. Die Übungen mit Gewichte, Springseil und auf der Matte sind ideal als Workout, vor oder nach dem Laufen. Hier wurde wieder ganz klar, dass die Armbewegung beim Laufen die Musik macht. Sie gibt den Rhythmus vor. Glaube mir, es gab auch schon einige Läufe, bei denen meine Arme mich ins Ziel gebracht haben. Wenn der Wille, die Kraft und Energie ausgehen, können die Arme meist noch ganz wunderbar schwingen. Die Beine folgen dann ganz einfach.

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Körperstabilität wird gern mit der Rumpfmuskulatur in Verbindung gebracht. Jedoch sind gerade beim Laufen die gelenknahen Strukturen rund um Knie und Knöchel maßgeblich am Laufstil beteiligt. Plyometrische Übungen wie Sprünge mit einer möglichst geringen Bodenkontaktzeit können unterstützend wirken. Deshalb liebe ich auch Treppentraining so sehr. Den passenden Guide für Treppentraining findest du auch hier auf meiner Seite in dem Beitrag “Kraftausdauer, Lauftechnik und Schnelligkeit trainieren mit Treppentraining“.

Aber wir konnten nicht nur an unserer Beinarbeit feilen, sondern natürlich auch laufen gehen. Ich liebte die Momente allein am Strand am Morgen, aber auch zusammen in der Gruppe raus zum Leuchtturm war es sehr unterhaltsam! Steigerungsläufe, Lauf-ABC, abschließendes Dehnen – eine Tag sogar zusammen mit Trainer Klaus Gruber und 100m Sprinterin Tatjana Pinto. Der Spaß kam nicht zu kurz. Klaus ist Garant dafür. Mit Leichtigkeit ließ er uns hin und her flitzen, motivierte zu Tempospitzen und gab uns einige Ratschläge für unser Training zu Haus mit auf den Weg.

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Das ist das Wunderbare an den FitGesund Tagen gewesen. Hier wurden nicht einfach nur Stunden über Stunden von Training absolviert und umfangreiches Wissen vermittelt. Es gab wertvolle Tipps für uns, die wir in unser Training daheim mit nutzen können. Uns wurde gezeigt, wie wir auch im Alltag, in unserer gewohnten Umgebung und vielleicht mit Stress hier und da mehr aus unserem Training herausholen können. Oder uns vielleicht erst einmal dazu aufraffen. Motivation sowohl für einen bewussten Lebensstil als auch für unser Training, das uns fordert und fördert aber nicht überfordert, gab es immer wieder. So wie auch Achtsamkeit, Balance, Ruhe und Regeneration einen wichtigen Platz einnahm.

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FUNKTIONALES TRAINING & KRAFT HERAUSFORDERN

 

Egal ob Kettlebell, Langhantel oder TRX:

Bei den FitGesund Tagen kann man seine Muskeln förmlich wachsen sehen.

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Ich wollte keine schweren Gewichte herumschleppen, sondern mich insbesondere auf meine Körperstabilität konzentrieren – begonnen bei den Knöchel- und Kniegelenken bis hin zum Rumpf. Deshalb habe ich gleich mehrere TRX-Kurse bei Trainer Peter Schiller besucht, aber wie im zuvor erwähnt auch an der Beinarbeit gearbeitet.

Seit ich TRX kenne, liebe ich es. Wann immer ich dazu die Möglichkeit habe, nutze ich es in Studios oder bei Workshops. Hier hat mir die Gruppendynamik gefallen. Wir saßen alle im gleichen wirklich leidenden Boot. Peter hat alles von uns verlangt und selbst das letzte bisschen Kraft aus uns heraus geholt. Dass er auf dem Foto oben nur 3 anzeigt, ist doch nicht wahr. Ich habe mindestens und ganz bestimmt über 100 Liegestütze gemacht… In jedem Fall waren es jedes Mal nur zwei lange oder vier kürzere Sets am TRX System. Die hatten es tatsächlich aber so wirklich in sich. Irgendwann wollte mein Körper wirklich so gar nicht mehr und war froh, als ich wieder raus an die Seeluft konnte.

Beim Training mit der Langhantel nahmen wir Gewichte zur Hand, aber ich übertreib es nicht. Mit schweren Gewichten konnten sich andere abmühen. Bei mir war der Fokus auch weiterhin die Stabilität der Gelenke. Es war ein super Warm-Up für das lockere Spinning. Highlight hier war, dass wir Musik auf die Ohren bekamen und Rebecca Barthel uns über die Kopfhörer motivieren konnte. Nachdem ich bei TRX schon ausreichend oft und viel geschwitzt hatte, genoss ich die anfänglich kühle Brise so richtig. Trotz des geringen Gewichts hatte ich ordentlich zu tun, meine Balance zu halten und die ganze Stunde durchzuhalten. Kraftausdauer und Stabi in einem.

Absolute Lieblingsübung sind Russian Twists. Die baue ich zu Haus immer in mein Stabiprogramm mit einem Medizinball ein. Da kann man mir trotz der Härte immer ein Lächeln ins Gesicht zaubern. So wie allgemein gesprochen mit Stabi und TRX.

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SPINNING MIT BLICK AUF DEN YACHTHAFEN

 

Die frische Meeresbrise. Dieser Ausblick. Der zuweilen blaue Himmel. Dann der Trainer Klaus Gruber. Mit Sicherheit die Stunden mit dem meisten Spaß! Wirklich ganz entspannt, zugleich motivierend und witzig. Damit wir mit der wummernden Musik niemand belästigten, setzten wir wieder brav die Kopfhörer auf. Die Hündin Camino statte uns währenddessen immer mal einen kurzen Besuch ab. Vermutlich war es ihr zu langweilig auf ihrer Luxusyacht. Während wir fröhlich gefühlt Berge hinauf und hinab radelten und dabei weit hinaus auf die See schauten, war Klaus für jeden Scherz zu haben. Das ließ die Stimmung von Anfang bis Ende nicht nur entsprechend hoch sein, sondern schenkte durchweg ordentlich Motivation, wenn die Beine wieder weich wurden.

Das war schon großartig, sein Radtraining mal nicht indoor auf der Rolle abzuspulen, wobei dieses Wetter wirklich zu einer Tour draußen über das Land eingeladen hätte. So wie mittags das zusätzliche lockere Lauftraining in kurz kurz.

 

STAND UP PADDLING IN DER OSTSEE

 

Als ich las, dass es auch Stand Up Paddling Kurse gibt, war ich natürlich sofort bereit wieder einen Neoprenanzug anzuziehen. Die Luft war an manchen Tagen noch sehr angenehm. Das Wasser aber entsprechend kalt. Einen Sprung in die Ostsee konnte ich mir trotz der Kälte dennoch nicht entgehen lassen. Mit etwas Sonne wurde es regelrecht warm im Neo. Ich war tatsächlich froh, als ich da endlich raus konnte. Zuvor ging es für mich raus auf die offene See. Da der Wind ganz schön zunahm, bewegten wir uns meist nur entlang der Hafenmauer vom Strand weg. Für meine gestressten Muskeln war es eine wirkliche Erholung. Mein Kopf freute sich zudem über die Ruhe dort draußen.

Wir waren etwa eine Stunde unterwegs. Natürlich fordert das den Körper. Ganz so entspannend wie es vielleicht aussieht, war es nicht. Die kleinen Wellen sorgten für Balancearbeit pur. Jede noch so kleine Welle schaukelte sich über das Board hinweg zu den Füßen durch die Beine bis zum Rumpf auf. Wenn es hart auf hart kam, mussten wir schon mal mit den Armen rudern.

 

Stand Up Paddling ist das beste propriozeptive Training überhaupt.

Durch die permanenten Ausgleichbewegungen ist der Körper die komplette Zeit beschäftigt. Die tiefliegenden Muskeln und Propriozeptoren werden von Anfang bis Ende angesprochen. Es gibt für mich kein besseres Training, um sie gezielt zu trainieren. Wobei ich sagen muss, dass wir gute Boards für Anfänger hatten. So konnten wir am Ende auch eine kleine Challenge mitmachen, ins Wasser rennen, bis zur Boje hinaus paddeln und mit viel Glück als erstes wechseln. Weil alles so schnell vorbei war und wir so großen Spaß hatten, ließ sich unser Trainer Profi Stand Up Paddler Denny Kambs auch für eine zweite Runde erweichen.