Ausdauersport mit oder ohne Trainer? Warum brauche ich einen Trainer?

Brauche ich als Ausdauersportler einen Trainer? Diese Frage muss ganz individuell betrachtet werden. Es ist ein sehr persönliches Thema, das man nicht pauschal mit Ja oder Nein beantworten kann. So einzigartig wie jede Person, jeder Athlet ist, so individuell sind unsere Wünsche und Bedürfnisse, wenn es um unser Training geht. In den vergangenen Wochen hat sich für mich daraus ein spannendes Diskussionsthema entwickelt. In diesem Beitrag versuche ich meine Sichtweise zu zeigen. Du erfährst, warum ich mit einem Trainer arbeite und wann es sinnvoll sein kann einen zu buchen. Zudem habe ich mehrere Gründe aus meiner eigenen Erfahrung heraus und aus Gesprächen mit Athleten zusammengestellt, warum ein Trainer für Ausdauersportler abseits von jeglichen Wettkampfambitionen sinnvoll sein kann. Aber es ist nur meine Sichtweise, eventuell hast du eine ganz andere. Vielleicht möchtest du dich dem Austausch anschließen?

Vor einigen Wochen kam ich mit einigen anderen Lauf- und Triathlon Bloggern über das Thema Trainer ins Gespräch. Es entstand relativ schnell ein spannender Austausch und natürlich habe auch ich eine Meinung zum Thema. Markus von Sieger der Herzen hat daraus eine Blogparade entstehen lassen, der ich mich gern mit diesem Beitrag wie auch schon Sabrina von sabrinawolf.de und Torsten von Ausdauerblog.de anschließe.

Markus hat so wie ich einen Trainer, aber vollkommen andere Ziele. Ich traf Markus bei der letzten Fitness Blogger Konferenz und freute mich so für ihn, dass er wieder ein richtiges Lauftraining hatte. Da war es leicht zu verschmerzen, dass er meine Yogastunde verpasste. Aber für Markus war es einige Zeit gar nicht möglich, die Laufschuhe zu schnüren. Mit einem Trainer hat er den sanften Wiedereinstieg in das „ganz private Renngeschäft“ geschafft. Nämlich abseits von leistungsorientierten Vorhaben. Damit möchte ich auch direkt ins Thema einsteigen.

 

10 GRÜNDE, WARUM EIN TRAINER FÜR AUSDAUERSPORTLER AUCH ABSEITS VON WETTKAMPFAMBITIONEN SINNVOLL SEIN KANN

Ich habe oft das Gefühl, dass Ziele nur dann wahre Ziele sind, wenn man sich an irgendeine Startlinie der Welt stellt, um möglichst ruhmreich das Ziel zu überqueren. Gerade im deutschsprachigen Raum fällt mir immer wieder auf, dass nach Zeiten gefragt bevor überhaupt zum Finish gratuliert wird. Was die Zeiten aber für jemanden aussagen, der nicht in der Person steckt, verstehe ich bis heute nicht. Aber ja, natürlich kann auch eine bestimmte Zeit oder Distanz in einem Wettkampf ein Ziel sein. Darüber hinaus gibt es so viele mehr!

  1. Eine bestimmte Distanz für mich zu schaffen. Da fängt die Frage dann aber schon an. Wenn ich als Ziel einfach nur X Kilometer ganz für mich laufen möchte, ist das dann schon ein wahrliches Ziel für das es einen Trainer bedarf? Also komplett abseits vom Wettkampftrubel? Für mich eindeutig ja.
  2. Verletzungen vorbeugen durch ein gezieltes und betreutes Training. Ein absolut wichtiger Punkt für mich. Obwohl ich gut betreut werde, habe ich dazu den Workshop „Verletzungsfrei Laufen“ für noch mehr Input besucht. Eine für mich absolut wertvolle Investition von Zeit und Mitteln.
  3. Wenn ich mich als ambitionierten Ausdauersportler beschreiben würde und mich verletzt habe, brauche ich dann einen Trainer in der Pause und zum Wiedereinstieg? Was ist mit der Off-Season? Was mit der Grundlagenphase? Hier gibt es für mich ebenfalls ein Ja. Wenn ich nach einer Pause, egal ob aufgrund einer Verletzung oder einfach nur nach einer Auszeit, wieder in das Training einsteigen möchte. Zusammen mit einem Trainer kann dir der geplante Start leichter fallen, dich vor Übertraining und Verletzungen schützen, dir helfen wieder in Schwung zu kommen.
  4. Ganz banale Gründe wie, dass ich einfach betreut werden und auf meinem Weg im Ausdauersport, egal wie er aussieht, begleitet werden möchte. Ja, warum sollte man dafür keinen Trainer in Anspruch nehmen?!
  5. Alle, die von sich aus wenig Motivation im Alltag haben, können sich von einem Trainer wunderbar unterstützen lassen. Ein Trainer als Motivator ist mehr als nur ein plausibler Grund.
  6. Gesundheit kann ein wahrliches Ziel sein! Wenn man einfach nur fit sein möchte, kann man mit einem Trainer zusammenarbeiten. Denn Personal Training ist schließlich nicht „the big next thing“ sondern längst auch im Alltag der Masse angekommen.
  7. Körperliche und mentale Herausforderungen und Hürden, die ich allein nicht bewältigen kann – ein besonderer Gesundheitszustand, Ängste,…
  8. Aber Trainer können dich auch zügeln, dir helfen, kontrolliert und nicht übermäßig über deine persönlichen Möglichkeiten hinaus zu trainieren.
  9. Was ist mit Menschen, die irgendwann mit Sport anfangen wollen? Braucht man als Einsteiger in eine Sportart einen Trainer? Auch hier kann ein Trainer absolut einen Vorteil ausmachen.
  10. Was ist mit der Technik? Ich möchte als Triathlet, Läufer, Schwimmer, Radsportler einfach mal komplett ohne leistungsorientierte Ziele eine Saison verbringen. Brauche ich dafür einen Trainer? Natürlich. Würde ich sagen. Vielleicht reicht aber auch einfach nur ein Workshop hin und wieder, damit jemand von außen drauf schaut.

Oft wird argumentiert, dass technische Sportarten nur dann erlernt werden können, wenn man einen Trainer hat. Dann wird auch selten in Frage gestellt, ob es sinnvoll ist, einen zu haben. Wenn ich mich die seltenen Male im Fitnessstudio umschaue, dann möchte ich mir am liebsten die Augen zu halten. Schon das bloße Hinschauen bereitet zuweilen Schmerzen. Aber für mein Empfinden ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass man sich zu Beginn an einen Trainer wendet. Yogapraktizierende gehen gern in Kurse und mittlerweile gibt es zahlreiche Anbieter von Personal Yogastunden und Workshops, die ein ganz bestimmtes Thema auch für Ausdauersportler ansprechen – ganz abseits von standardisiertem Gruppenunterricht. So wie ich es auch für Athleten als Ergänzung zum Trainingsplan anbiete (mehr dazu ganz am Ende des Beitrages).

Bei diesen Beispielen wurde ich bis heute noch nicht gefragt, ob es sinnvoll ist einen Lehrer oder Trainer zu haben. Vielmehr verhält es sich anderes herum. In den CrossFit Studios, die ich bis jetzt besucht habe, wird man zum Beispiel gar nicht erst auf die freie Trainingsfläche gelassen, wenn man nicht vorher mit einem Trainer sprach und entsprechende Kurse besucht hat. Darüber musste ich aber noch nie mit jemanden diskutieren. Mit Yoga verhält es sich ähnlich. Ich würde unbedingt jedem ans Herz legen, sich diese Praxis von jemanden näher bringen zu lassen, der etwas davon versteht. Das Thema Training mit oder ohne Trainer kommt mir immer nur im Ausdauersport unter, beziehungsweise wird die Sinnhaftigkeit von Trainern gern in diesem Zusammenhang in Frage gestellt.

Klar. Laufen kann jeder. Du siehst aber, es gibt so viele Variablen, warum ein Trainer Sinn machen könnte. Was nun aber per se nicht heißt, dass ich der Meinung bin, dass es immer einen Trainer braucht. Das muss jeder für sich entscheiden. Meine feste Meinung ist nur die: jeder sollte ganz ohne „komisches Nachfragen“ die Freiheit haben, sich einen Trainer aus welchen Gründen auch immer zu gönnen und sich wertvollen Input zu unterschiedlichsten Themen geben lassen.

Alle Fotos kannst du zur Vergrößerung anklicken.

Trainingsplan - brauche ich einen Trainer dafür

 

WARUM DANN NICHT PLAN X AUS EINEM BUCH ODER DEM INTERNET?

Spannend an der Diskussion finde ich, dass mir gerade bei Ausdauersportlern auffällt, dass Training ohne hoch gesteckte Ziele keinen Trainer erfordert. Das mag sicher für eine große Masse absolut Sinn machen! Für eine andere große Masse aber absolut nicht!

Natürlich kann man anmerken, dass man sich gerade in der heutigen Zeit überall einen kostenfreien Account bei einer Community erstellen kann. Man bekommt den Trainingsplan anschließend hinterher geworfen. Oder man lädt ihn sich von den zig Plattformen herunter, die zum Teil alle das gleiche System im Hintergrund zum Erstellen der Pläne laufen haben. Bücher und Zeitschriften gibt es tatsächlich auch noch. Damit erhöht sich die Auswahl weiter.

Es gibt mit Sicherheit generische Trainingspläne wie Sand am Meer, die auch für eine durchschnittliche Masse wunderbar zielführend sind.

Aber hier ist der Punkt:

Diese Pläne sind für irgendeinen Querschnitt. Sie ist NICHT für DICH PERSÖNLICH!

Als ich vor Jahrzehnten ohne Verein allein trainiert und mich auf Wettkämpfe vorbereitet habe, besorgte ich mir unterschiedliche Bücher und Zeitschriften. Ich eignete mir weitere Theorie an, die mir noch fehlte. Ich muss hier anmerken, dass ich von klein auf unterschiedliche Sportarten in Vereinen trainiert habe. Aus mehr als 20 Jahren Training habe ich sehr viel Wissen und Erfahrung mit in meine ganz privaten Ambitionen hineingenommen. Die Basis gab es bei mir also schon immer. Die theoretische Vorbereitung auf meine Ziele im Erwachsenenalter ließen mich relativ selbstbewusst eigene Trainingspläne zusammenstellen, die mich gut ins Ziel brachten.

Wenn ich mir es nun recht überlege, war ich damals mein eigener Trainer.

Das hat auch für das Lauftraining, zur Vorbereitung auf Marathons wirklich etwas getaugt. Alle paar Jahre wieder habe ich eine Leistungsdiagnostik gemacht und einen passenden Plan erstellt bekommen. Den habe ich letztlich wieder auseinandergerupft und für mich angepasst.

Der Tumult am Schreibtisch begann bei mir mit dem Triathlon-Training. Den ersten Triathlon habe ich mit einem eigenen Plan bestritten. Ich wollte ins Ziel kommen und das schaffte ich auch. Sicher hätte ich überhaupt keinen Plan gebraucht. Aber aufgrund des Schwimm- und Alternativtrainings schrieb ich mir einen. Das hätte ich damals sicher nämlich einfach unter den Tisch fallen lassen. Ich war viel lieber einfach nur laufen war oder mit dem Rad unterwegs.

Eine Wende gab es für mich, als ich mich auf Triathlon konzentrieren wollte. Plötzlich wurden die Umfänge größer, die Intensitäten höher, die Zeit verrannte und ich fragte mich ernsthaft, wie man um alles in der Welt eine Mitteldistanz schaffen kann! Ich plante diese nämlich als meinen dritten Triathlon überhaupt. Davor sollte noch eine olympische Distanz eingeschoben werden. Der Respekt auf der einen Seite und vor allem der Wunsch mich aufs Training zu konzentrieren auf der anderen, brachte mich dazu, über einen Trainer nachzudenken.

 

DESHALB TRAINIERE ICH MIT EINEM TRAINER

Ich wollte trainieren und mich nicht Monat für Monat mit meinem Trainingsplan auseinandersetzen. Standardpläne kamen für mich aufgrund gesundheitlicher Aspekte nicht in Frage.

Aber vor allem auch, weil all diese generischen Pläne eins nicht können: in mein Leben schauen!

Sie wissen nicht, dass ich montags oft aufgrund beruflicher Bedingungen immer einen Ruhetag brauche, der sich nun aber vermutlich auf einen anderen verschieben wird. Sie können auch nicht wissen, an welchen Tagen das Schwimmbad geschlossen ist, an welchen ich das Schwimmtraining aufgrund beruflicher Hürden nicht absolvieren kann oder dass ich jetzt gar keine Lust habe, ein Hallenbad zu besuchen. Oder dass ich einen langen Lauf lieber unter der Woche als am Wochenende bestreite, dass ich Run Swim Run Trainings LIEBE, dass ich viel und spontan auf Reisen bin, dass ich wechselnde Zeitpläne einzuhalten habe,… Einfach ausgedrückt: Standardpläne haben nicht das Zeug dazu in mein Leben zu passen und ich möchte mein Leben keinem Standardplan unterordnen.

Standardpläne haben nicht das Zeug dazu in mein Leben zu passen und ich möchte mein Leben keinem Standardplan unterordnen. Klick um zu Tweeten

Außerdem kann ein Standardplan nicht wissen, dass meine nächste Mitteldistanz X Höhenmeter hat. Was braucht es, wenn ich draußen nicht trainieren kann, weil das Saisonziel im Frühjahr ist und Intervalle auf dem Renner über Berge für mich nicht möglich sind? Welche Alternativen gibt es? Treppentraining habe in den wenigsten Trainingsplänen bis jetzt gesehen! Finde ich aber extrem wertvoll. Stabilisations- und Mobilisationstraining wird gerade in Standardplänen oft vernachlässigt.

Individuelle Pläne, so wie ich ihn mir in meiner idealen Welt selbst schreiben würde, gibt es nicht von der Stange!

Darüber hinaus erkaufe mir tatsächlich so ein Stück Freiheit. Mir ist es das Geld sowohl während meiner Saison, Saisonvorbereitung, Off-Season und außergewöhnlichen Pausen einfach wert. Denn ich bekomme nicht nur einen Trainingsplan sondern direkt noch ein Rundum-Sorglos-Paket mitgeliefert. Ich kann mich ausheulen, wenn mal wieder die gesamte Trainingswelt gegen mich ist, ein Wettkampf eine Katastrophe war oder ein Hauch von Panik vor einem großen Ziel an der nächsten Ecke lauert. Ich bekomme bei einer persönlichen Betreuung im Idealfall Tipps, wie ein Ziel B und C aussehen könnte, wenn Ziel A plötzlich außer Reichweite ist. Wer lange Wettkampftrubel herumwirbelt weiß meist vieles selbst. In der Hektik des Alltags vergisst man es aber gern.

Man könnte natürlich auch meinen, dass es die Bequemlichkeit ist, aus der heraus ich mich meist nach meinem Plan richte. Ab und zu ist es das definitiv. Denn ich muss selbst nicht lange nachdenken, was jetzt an diesem jeweiligen Tag passend wäre. Egal ob ich meine Saison und Trainingszyklen im Blick habe oder mich einfach nur fit halten möchte.

Natürlich zwingt mich nichts und niemand dazu, den Plan 100% einzuhalten. Letztlich bin ich ein erwachsener Mensch, der seinen Körper kennt und weiß, was zu tun wäre. Es ist jedoch ein Stück Freiheit und Ruhe für mich. Wenn ich mich auf meinen personalisierten Plan einlasse, trainiere ich und hake das Training ab. Fertig. So einfach und praktisch ist es für mich.

Ein ganz wichtiger Aspekt ist darüber hinaus:

Trainer setzen mir Grenzen, die ich vermutlich mit einem eigenen Trainingsplan nicht immer einhalten würde. Sowohl nach unten hin als auch nach oben.

Gerade wir ambitionierten Freizeitathleten neigen doch schon hin und wieder dazu, mal hier eine Stunde länger auf dem Rad zu sitzen, sieben Intervalle mehr zu laufen, das Stabi-Programm abzukürzen, in meinem Fall das Hallenschwimmen ausfallenzulassen, die Laufrunde zu verdoppeln, die Radstrecke zu verdreifachen,… Alles schon selbst erlebt und ja, das wurde wohlwollend ermahnend kommentiert. Mir reicht das aber schon, um genauer über meine Ziele nachzudenken und endlich wieder auf meinen Körper zu hören, wenn ich es mal wieder vergessen habe.

Wie oben erwähnt, kann ein Trainer dir während einer verletzungsbedingten Pause wertvolle Ideen für Alternativtraining liefern, falls es möglich ist. Gleiches gilt meiner Ansicht nach für die Off-Season. In meinem Fall gibt mir MyGoal Team* Trainerin Anke den nötigen Input, um reduziert und locker weiter zu machen. Aber sie liefert mir auch Impulse Neues zu probieren, den Schwerpunkt zu verlagern, den Wünschen meines Körpers zu folgen, mit links Federball zu spielen (Ja! Auch das. Haben wir neulich mal zusammen gemacht.), komische Sachen mit Tennisbällen machen,…

Was ich damit sagen möchte ist, dass persönliche Betreuung so viel mehr sein kann, als pures Training mit einem anderen Menschen, der mir einen Plan vor die Nase hält.

Verletzungsfrei laufen - Techniktraining für Läufer Stabilisation

 

WAS EIN TRAINER NICHT KANN UND WAS ER KANN

Wie bei generischen Plänen auch, können Trainer erst einmal nicht für Dich trainieren. Es hilft kein noch so ausgeklügelter, auf deine persönlichen Bedürfnisse hin ausgerichteter Plan, wenn du dich nicht bewegst. Sie können auch deine Ziele nicht für dich erreichen. Das musst du schon selbst machen. Trainer können dich auch nicht vor Übertraining schützen, wenn du dir aus dem erstellten Plan deinen eigenen Reim schreibst.

Was Trainer aber können ist, dir einen Rahmen zu geben. Sie können dich mental unterstützen. Gute Trainer zeigen dir offensiv und proaktiv deine Grenzen auf. Sprich, sie weisen dich in deine Schranken. Egal, ob du es hören möchtest oder nicht. Sie sind für dich in den Momenten da, wenn es hart auf hart kommt und dein Kopf und Körper nicht mehr weiter wollen oder du viel zu viel von ihnen verlangst. Gute Trainer, die dich persönlich betreuen, stehen für Rückfragen zur Verfügung und lassen sich hinterfragen. So wie du dein Training und deine Ziele auch hinterfragen solltest.

Manche Trainer bieten zudem kleine gemeinsame Gruppentrainings an, bei denen man sich mit anderen Athleten aus dem gleichen Bereich austauschen kann. Für mich immer ein wertvoller Input, weil ich normalerweise allein trainiere. Trainer können dir darüber hinaus helfen, aus deiner Komfortzone heraus zu kommen, dein Training zu strukturieren und deinem Leben anzupassen, aber auch über deinen Horizont hinaus zu schauen.

Lauftraining während des Yoga für Ausdauersportler Workshops

 

Werbung | Aus diesem Grund habe ich mich auch mittlerweile so weitergebildet, dass ich mich nicht nur auf Yoga für Athleten sondern auch Personal Yoga spezialisiert habe. Ich möchte Athleten zeigen, wie bereichernd eine Yogapraxis sein kann, egal man Ausdauersportler wie Läufer, Radsportler, Triathlet oder Schwimmer ist oder eine Leidenschaft für CrossFit, Handball oder Basketball hat. Eine kleine Einführung fandest du hier auf meiner Seite in dem Beitrag: Warum Yoga auch für dich eine wertvolle Ergänzung ist.

Wenn du Fragen zum Personal Yoga hast, schreibe mir einfach eine Nachricht. Gern stelle ich dir ein ganz individuelles Yoga Programm ausgerichtet auf deine persönlichen Bedürfnisse zusammen.

Daneben biete ich in regelmäßigen Abständen Workshops an, in denen ich als Triathletin und Yogalehrerin meine Erfahrungen weitergebe. Der nächste Yoga Workshop für Ausdauersportler findet zusammen mit dem MyGoal Team* im März statt. Die Stunden haben wir so zusammengestellt, dass sie sowohl für Einsteiger als auch Fortgeschrittene geeignet sind. Individuell gehen wir auf jeden Teilnehmer und seine Wünsche und Vorlieben ein. Wir passen die Übungen dem jeweiligen Level an. Unsere Workshops bieten dir einen tiefen Einblick in eine Yogapraxis, die wir ganz spezifisch auf Ausdauersportler, wie Triathleten, Radsportler, Läufer, Schwimmer,… ausgerichtet haben. Natürlich haben wir am Ende des Wochenendes passendes Material für dich, damit du im Anschluss zu Haus regelmäßig weiter üben kannst.

Im März legen wir die Grundlagen für die neue Laufsaison und zeigen dir, wie regelmäßiges Yoga dein Training effektiv erweitert und wie du Verspannung und Blockaden aktiv selbst lösen kannst. Du wirst zudem mehr darüber erfahren, wir du mit Yoga deine Regeneration und Atmung positiv beeinflussen kannst, deine Mobilität und Flexibilität erhöhst und deine Körperstruktur ausgleichend stärkst. Wir werden dynamisch kraftvolle, mobilisierende und entspannende Übungen einbauen, die jeder mitmachen kann. Mit dem Gutschein-Code „eis“ kannst du dich mit 10% Nachlass für das Yoga für Ausdauersportler Workshop Wochenende in der Lausitz* anmelden. 

Dienstags kannst du mich im Berliner Element Yogastudio antreffen. Dort unterrichte ich Vinyasa und Alignment, Yoga mit Fokus auf eine präzise körperliche Ausrichtung. Auf meiner Facebook-Seite EiswuerfelImSchuh findest du die Termine der Morgen- und Mittagsstunden. Ich freue mich auf deinen Besuch.

Trainierst du mit einem Trainer oder lieber alleine? Braucht man als Ausdauersportler überhaupt einen Trainer? Auch dann, wenn ich keine leistungsorientierten Pläne habe? Ich freue mich auf deine Meinung.

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Alle hier gezeigten Fotos wurden von meinem Fotografen Olli erstellt. Die Rechte an diesen Aufnahmen liegen bei ihm und mir. Eine weitere Nutzung ist nur in Absprache mit uns möglich.

Oliver | Fotograf & Grafiker( Fotograf & Grafiker )

Als Fotograf & Grafiker von Eiswuerfel Im Schuh bin ich zusammen mit der Athletin ‘Din’ immer auf der Suche nach der nächsten sportlichen Herausforderung und den interessantesten Bildmotiven. Außerdem kümmere ich mich darum, die hier vorgestellten und getesteten Produkte und Sportbekleidung interessant abzulichten. Neben meiner Fotografie bin ich oft selbst sportlich unterwegs. Ich sitze sehr gern im Rennradsattel oder schnüre als Alternativtraining auch schon mal hin und wieder die Laufschuhe. Schaut gern auch auf meiner Facebook-Seite vorbei, auf der ich immer wieder neue Eindrücke mit euch teile.

13 Gedanken zu “Ausdauersport mit oder ohne Trainer? Warum brauche ich einen Trainer?”

  1. Ich persönlich habe über einen Trainer nachgedacht. Noch ist es mir das nicht wert. Eines ist sicher: Einen heruntergeladenen Plan benutze ich nicht – habe ich nie, werde ich auch nicht. Lieber lese ich mir die Theorie an und bin mein eigener Trainer – so wie Du früher, wie Du schon beschreibst.

    Ich persönlich finde es super, wenn jemand die Hilfe annimmt, die er kriegen kann – zumal ich genau weiß, dass nicht jeder gerne die Theorie dahinter anguckt. Um meinen eigenen Plan zu bauen und meine eigene “kontrollierende Instanz” zu sein, wenn was schiefgeht, muss ich viel lesen und recherchieren. Ich mache das gerne, hängt wahrscheinlich an meiner wissenschaftlichen Ausbildung. Ich spiele auch mit “neuen” Parametern, versuche zu ergründen, ob es irgendwelche für mich angepassten Parameter gibt, die ich mir entwickeln kann – wie man das mit bestimmten Kennzahlen und Schätzern in dem Experiment gemacht hat, in dem ich in der Astroteilchenphysik mitgearbeitet habe. Das ist intellektuelle Arbeit und manchmal stößt es auch an seine Grenzen. An der Stelle höre ich gerne auch mal bei dem Arzt nach, der eine Sportmediziner-Fortbildung gemacht hat, mein Hausarzt ist und im Lauftreff mitläuft.

    Zur Zeit läuft’s bei mir ohne Trainer. Aber das muss nicht so bleiben. Ich würde auch eine persönliche Betreuung einem starren, unpersönlichen Plan vorziehen – zumal ich mich ja schon durch anlesen und zusammenstellen und analysieren selbst besser betreue als aus der Schablone. Der Blick von außen würde das Ganze objektiver machen. Aber das ist es mir – vielleicht noch – nicht wert.

    • Hi Talianna, vielen lieben Dank für die ausführliche Zusammenfassung deiner Meinung und Einsicht in deine Trainingspraxis.

      Ich finde es immer wieder spannend zu erfahren, wie jeder so für sich trainiert, wie er sich vorbereitet und welchen Hintergrund es hat, dass man sich für eine Richtung entschieden hat.

      Mit deiner wissenschaftlichen Ausrichtung hast du ja eine wunderbare Basis und es ist mit Sicherheit wunderbar, diese zu nutzen. Spannend, dass du auch viel ausprobierst und Variablen versuchst zu finden, die dich ganz persönlich weiterbringen. Ich denke, das ist das Allerbeste, was man machen kann.

      Ich wünsche dir ganz viel Spaß auch weiterhin, an deinen eigenen Trainingsplänen zu tüfteln.

      Viele Grüße.

  2. Hallo,

    ich trainiere am liebsten alleine oder mit einem Kumpel der in der Gegend wohnt. Zusätzlich habe ich einen schwimm- und einen lauf Trainer, die ich bei Bedarf buche. Wenn ich dann Tipps bekomme was ich besser machen kann setze ich diese beim Training um und wenn es zeitlich wieder passt mache ich einen Termin zur Kontrolle und für den nächsten Schritt.
    Beim schwimmen und laufen sehe ich am meisten Verbesserungsmöglichkeit über meine Technik. Beim laufen ist auch die Gefahr das man zuviel falsch macht, habe ich letztens wieder schmerzlich erfahren müssen.

    Wie immer ein schöner und interessanter Bericht von Dir, danke dafür.

    • Hallo Sebastian, ich freue mich auf den Austausch. Danke, dass du hier deine Erfahrungen teilst.
      Ein Trainer für verschiedene Bereiche ist bestimmt besonders wertvoll und gibt wunderbare Einblicke in das eigene Training mit Blick von außen. Für mich sind Laufen und Schwimmen auch Sportarten, die sehr viel Potential bieten. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg auf deinem von dir gewählten Trainingsweg.

  3. Danke Din! Danke für viele Jahre Vertrauen, deinen Beitrag zur Blogparade zur Trainerfrage. Wie so oft im Sport ist aus der Trainer-Athlet-Beziehung längst eine Freundschaft geworden, die Anke und mir sehr wichtig ist. Damit das deine Leser richtig verstehen: Ein Trainer hat viele Rollen: Mentor, Motivator, Lehrer, Planer, Trouble-Shooter… Freund kann sein, muss aber nicht. Um so schöner, wenn es so ist.

    Ganz toll finden wir, dass wir mit dem Workshop Yoga und Ausdauersport bei uns in der Lausitz sogar den „Spieß umdrehen“ konnten. Danke, dass du dein Wissen als Yoga-Lehrerin teilst und uns in dieser Veranstaltungsreihe unterstützt!

    • Hallo Mathias,

      ich bin auch jedes Mal fasziniert, wie sich Wege kreuzen und entwickeln können. Hin und wieder hat man sogar die Möglichkeit und das unglaubliche Glück, gemeinsam damit zu wachsen und seinen Horizont gegenseitig zu erweitern. Dafür bin ich sehr dankbar.

      Ich finde die Rolle „Trouble-Shooter“ übrigens sehr sehr schön!

  4. Hi Din, ich trainiere für meinen ersten HM nach einem Plan von Carsten Eich, der das Trainingscamp auf Mallorca geleitet hat. Mit ihm habe ich auch für meinen ersten 10er trainiert. Für mich ist es gut, einen strukturierten Leitfaden zu haben. Das gibt mir zum einen Sicherheit und man kommt nicht in die Versuchung etwas schleifen zu lassen. Nur leider muss ich im Moment erst einmal meine Adduktoren auskurieren. Hoffe, das dauert nicht allzu lange und ich verliere nicht zu viel Zeit.

    Hier in unserer Umgebung gibt es zwar Lauftreffs, die aber nicht nach Plan trainieren. Außerdem passen mir deren Zeitpläne nicht. Alleine bin ich da viel flexibler, vor allem was die Tageszeit angeht. Trotzdem wäre es schön, einen Trainingspartner zu haben, der das gleiche Ziel hat. Ein Trainer in meiner Situation wäre auch etwas übertrieben 🙂

    • Hallo Robert, hoffentlich wird sich dein Zustand bald bessern. Ich halte dir die Daumen, dass es bald rund läuft. Versuche geduldig zu bleiben.

      Ich erinnere mich noch an dein Trainingscamp. Bei so etwas kann man ja immer wunderbare Grundlagen sammeln. Sicher ist es auch von Vorteil, wenn man den Trainer so mal einige Tage am Stück kennenlernen kann.

      Die Sicherheit liebe ich ebenfalls sehr, aber auch mir fehlt ab und zu ein Lauf- oder Trainingspartner. Deshalb gehe ich hin und wieder zu Lauftreffs, wenn ich Plan eine lockere Einheit drin stehen habe.

      In jedem Fall alles Gute, damit du deine Pläne bald weiterverfolgen kannst.

  5. Ganz herzlichen Dank Din. Diese Woche hatte ich eine Behandlung beim Physio, der mir meinen Beckenschiefstand behoben hat. Er meinte, das sei die Ursache allen Übels bei mir (Knie, ISG, Adduktoren – hängt alles zusammen). Nun hat er mir empfohlen, meine Einlagen weg zu schmeißen und nur noch in Neutralschuhen ohne Stütze und Sprengung zu laufen. Letzteres mache ich schon seit längerem (Neutralschuhe mit max. 4 mm).
    Jetzt lassen auch die Schmerzen langsam nach (von seiner Behandlung!) und ich denke, dass ich evtl. morgen einen vorsichtigen Lauf machen kann. Es folgen noch drei Behandlungen und ich glaube fest an meinen HM Ende April. “Der Wille versetzt Berge!” 🙂

  6. Wirklich schöner und ausführlicher Artikel. Ich habe selbst einige Freunde, die bereits eine Zeit lang mit einem Trainer zusammengearbeitet haben. Vor allem bei der Vorbereitung für einen Wettkampf kann das ungemein hilfreich sein! Ich wollte bis jetzt noch nicht das nötige Kleingeld dafür in die Hand nehmen obwohl es die Investition sehr wahrscheinlich wert wäre… wer weiß, vielleicht trau ich mich ja dieses Jahr ran 🙂

    • Liebe Merle,

      danke für deine Meinung.
      Ich denke, dass ich deutlich weniger auf einen Trainer und persönliche Betreuung setzen würde, wenn ich keine Wettkämpfe geplant habe. Aber ich würde stattdessen immer mal wieder zu Workshops gehen, bei denen dann natürlich auch mein Trainer meiner Wahl zur Verfügung steht. Es stimmt natürlich, dass man da schon etwas investieren muss. Für mich hat es sich bis jetzt aber immer gerechnet.

      Falls du Fragen hast, melde dich gern.

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