Sony WF-SP900 Test – Musik bei jedem Training auch unter Wasser

Werbung | Sony WF-SP900 sorgen für ordentlich Spaß im Pool! Aber egal ob beim Schwimmtraining oder Laufen, bei Mobilisationseinheiten oder am Schreibtisch und unterwegs einfach so – die schnell und einfach zu bedienenden komplett kabellosen Sportkopfhörer sorgen für Musikgenuss bei allem, was du vorhast. Nur eine kleine Einschränkung haben sie im Wasser, die sich aber mit einem Trick umgehen lässt. Alle Details zu den true wireless Sony WF-SP900 habe ich in diesem neuen TECH TALK zusammengestellt.

Über die Jahre haben sich bei mir einige Sony Kopfhörer sowohl für das Büro und Reisen mit den 1000XM2 als auch für mein In- & Outdoor Training mit den Sportkopfhörern WF-SP700N angesammelt. In die Markenwelt von Sony habe ich mich aber bereits vor Jahrzehnten mit mehreren Walkmans gewagt. So zurückblickend kann man ja direkt nostalgisch werden. Die kabellosen Sportkopfhörer Sony WF-SP900* sind mit 279€ kein kostengünstiger aber ein unglaublicher Schritt in eine Richtung, die ich mir wirklich lang ersehnt habe.

Alle Fotos kannst du zur Vergrößerung anklicken.

Sony WF SP900 Test Verpackung Packaging

Viele Trainings wie lockere Genussläufe, Radeinheiten, die unglaublichen Schwimmtrainings im Freiwasser,… genieße ich sehr gern allein für mich, mit meinen Gedanken ganz im Stillen. Aber dann sind da gewisse Trainings wie Intervalle auf der Tartanbahn, die ich mir ohne Musik im Ohr kaum mehr vorstellen möchte. Gleiches gilt für die endlosen, sich aneinanderreihenden Bahnen im lauten Schwimmbad, für die ich lange nach einer Möglichkeit gesucht habe, mich musikalisch begleiten lassen zu können.

Ich hätte mir einen iPod und dazu wasserdichte Kopfhörer, die mit einem Kabel verbunden werden, kaufen können. Es gibt zig Variationen, die aber alle mehr oder weniger umständlich oder schlichtweg nervig in der Handhabung sind. Für mich fast unverständlich, dass es in der heutigen Zeit, nicht bereits mehrere gute Alternativen gibt!

Ich hatte einige Zeit den WS410 Walkman im Blick. Es störte mich aber auch da die Größe und das Kabel zwischen dem linken und rechten Ohrhörer. Also ließ ich es bis Ende des letzten Jahres komplett bleiben, bis ich mit den Sony WF-SP900 endlich meinen musikalischen Schwimmbegleiter fand!

Triathletin Im Pool mit Basecap und Sonnenbrille entspannt lächelnd

Es hat schon etwas, wenn man einfach so am Pool liegen, im Lazy River einen ganzen Vormittag verbringen und direkt vom Schwimmreifen zur Abkühlung ins Wasser fallen kann! Nach einem Wettkampf wie dem Ironman Florida ein wahrer Luxus, vom Hotelzimmer nach unten Richtung Strand zu gehen und den ganzen Tag nicht wirklich etwas zu machen oder wenn einfach nur riesigen Spaß auf, im und unter Wasser zu haben.

Vom Panama City Beach Hotel ist es wahrlich nur ein Katzensprung bis ins Meer gewesen. Aber es war auch herrlich, auf dem Wasser Zeit zu vertrödeln und dabei Musik hören zu können. Wenn mir der Sinn danach stand, mich hinabgleiten zu lassen, zur Regeneration einige Bahnen locker vor mich hin zu schwimmen oder ganz abzutauchen, machte ich es einfach! Denn auch unter Wasser hört die Musik nicht auf zu spielen!

So könnte ich echt ewig im und unter Wasser bleiben. Obwohl ich teilweise mit blauen Lippen am Beckenrand auftauchte, war meine Antwort an die Familie, ob mir nicht kalt ist, natürlich: NEIN! Wie könnte es anders sein. Das war schon immer so und hat sich seit meiner Kindheit nicht geändert. Bin ich erst einmal im Wasser, bekommt man mich nur schwer wieder raus.

Nun aber zurück zum TECH TALK. Denn seither begleiten mich die Sony WF-SP900 bei meinen Schwimmtrainings in Hallen- und Freibädern. Dabei konnte ich zahlreiche Eindrücke sammeln, die ich hier gern teile.

 

FUNKTIONEN & HANDHABUNG

Diese Sony Sportkopfhörer besinnen sich auf das Wesentliche, punkten aber mit dem internen Speicher, auf dem man sich eine Vielzahl von Songs laden kann. Eine Funktion hat es mir besonders angetan. Sie sind wasserDICHT! Nicht nur theoretisch wasserfest.

Sony WF SP900 Test einzelne Kopfhörer

Schaut man sich den mittlerweile dichten Markt von Sportkopfhörern an, erscheinen die Sony WF-SP900 in ihrem Funktionsumfang mager, wenn es um das Thema Sport Zubehör geht. Kein integrierter Sensor für die Herzfrequenz oder weitere physiologische Messwerte. Keine Analyse des Trainings über eine externe Applikation, die für den Sport gemacht ist. So wie man es beispielsweise von den Jabra Elite kennt, die eher an einen Fitness Coach als an einen Kopfhörer erinnern, obgleich sie auch einen wirklich guten, satten Klang bieten.

Nichtsdestotrotz verfügen die Sony WF-SP900 aber dennoch über Funktionen, die ich gern sehr deutlich herausstellen möchte! Die in-ear und komplett kabellosen Sportkopfhörer sehen für mich genauso wenig nach wirklich Sport aus, wie große, klobige Bügelkopfhörer. ABER sie sind tatsächlich dafür gemacht, sehen aber auch im Alltag chic aus.

Sie sind sowohl mp3-Player als auch Bluetooth Kopfhörer und entsprechend solo oder mit einem Mobiltelefon, einer Sportuhr (wenn sie selbst natürlich diese Option bietet wie der Garmin FR945) oder Laptop nutzbar! Auf den 4GB internen Speicher passen reichlich Songs. Die Übertragung der Titel vom MacBook zu den Sony ist denkbar einfach. Kopfhörer per USB-Kabel anschließen, im Finder anklicken und Ordner öffnen, Songs vom Musikordner rüberziehen oder per copy & paste einfügen. Fertig.

Eine Verbindung per Bluetooth 4.0 zwischen Kopfhörer und Mobiltelefon kann manuell oder einfach per NFC hergestellt werden. Das erste Pairing geht super fix. Per Sprachansage wird man beim Herausnehmen der Kopfhörer aus dem Etui und nach dem Einstellen von Bluetooth darauf hingewiesen, dass der Pairing-Modus aktiviert ist. Anschließend muss man auf dem Gerät, mit dem man Musik abspielen möchte natürlich ebenfalls Bluetooth aktivieren und kann die Kopfhörer entsprechend in der angezeigten Liste externer Produkte auswählen. Meine Bluetooth-Verbindung war zu jeder Zeit stabil. Unterbrechungen oder gar komplette Abbrüche gab es nicht. Auch nicht, wenn ich mich mal einige Meter vom iPhone entfernte.

Ist bei beiden Geräten (Kopfhörer und Mobiltelefon) Bluetooth eingeschaltet, verbinden sich die Kopfhörer automatisch und sind bereit zum Abspielen von Musik. Das machen die Kopfhörer auch dann selbstständig, wenn die Musik vom mp3-Player läuft. Man muss sich also um sein Telefon fast nicht mehr kümmern, wenn man von mp3-Player auf selbiges umschwenken möchte. Ziemlich praktisch.

Sicher fühle ich mich gerade beim Lauftraining und im Alltag unterwegs mit dem Ambient Sound Mode. Dadurch werden die Kopfhörer durchlässig für Umgebungsgeräusche. Vor allem im Straßenverkehr unabdingbar für mich. Sicher sind auch meine Ohren Dank AVLS (Automatic Volume Limiter System). Der Ton ist immer recht leise, wenn man die Kopfhörer einstellt. Sowohl mit Hilfe von Apps als auch an den Kopfhörern kann die Lautstärke reguliert werden.

Für Soundeinstellungen bietet Sony zusätzlich zwei Applikationen für das Mobiltelefon an. So kann man mit der Headphones Connect App den Ambient Sound Modus ein- und ausschalten, die Sound-Schnelleinstellungen konfigurieren, zwischen dem normalen und dem Sprachmodus wechseln und Siri nutzen. In der Music Center App kann man einsehen, welcher Titel aktuell wiedergegeben wird – egal ob der per Übertragung oder über den integrierten Speicher abgespielt wird. Die Musikwiedergabe kann mit dieser App zudem gesteuert werden. Das ist für mein Empfinden ein unnötiges Hin und Her. Alle Funktionen bekommt man sicher auch ganz praktisch in einer App untergebracht, oder?

Die Steuerung der WF-SP900 ist aber natürlich auch direkt über die Kopfhörer möglich. Das war anfangs sehr gewöhnungsbedürftig. Denn die Steuerung funktioniert sowohl per Knopfdruck (die winzigen kleinen Tasten an den Seiten haben einen angenehmen Druckpunkt) als auch durch Berührung auf die Außenseite der Kopfhörer, wodurch sich eine Vielzahl an Möglichkeiten ergibt. Sanftes Gegenklopfen reicht dabei aus.

2x rechts Tippen auf das Ohrstück erhöht die Lautstärke, 2x links verringert sie.

1x Drücken auf die Taste links schaltet den Ambient Sound ein und aus. Mit 2x Drücken dieser linken Taste nutzt man die Sound-Schnelleinstellungen. Die rechte Taste ist den Songs vorbehalten. Damit können Titel wiedergegeben, angehalten und über- bzw. zurückgesprungen werden. Anrufe nimmt man so auch entgegen. Drückt man die Taste länger, aktiviert man die Sprachsteuerung. Diese Funktionen erübrigen sich aber, wenn man den mp3-Player nutzt.

Die Berührungsfunktion (Tippen auf die glatte lange Fläche der Kopfhörer), die beim Benutzen des mp3-Players zur Verfügung steht, kann ebenfalls durch die rechte Taste (lang gedrückt halten) ein- und ausgestellt werden. Absolut essentiell beim Schwimmen. Denn Berührung mit dem Wasser oder auch Wasserspritzer und den zu nah am Ohr entlang gezogenen Arm interpretieren die Kopfhörer nämlich gern als Tippen.

Triathletin beim Schwimmtraining im Pool mit Badekappe, Schwimmbrille, Kopfhörer fürs Schwimmen

Die WF-SP900 können nur bedingt einzeln benutzt werden. Der linke zumindest. Dann stehen allerdings die Funktionen des rechten Kopfhörers nicht zur Verfügung, was einen schon daran hindert, die Musik zu starten. Sind die Kopfhörer nicht nah genug beieinander schaltet sich der rechte sofort aus. Links bleibt aktiv; Musik läuft weiter, wenn sie an war. Bringt man sie wieder zueinander, ertönt ein kurzes Piepen.

Diese Sport-Kopfhörer sind mit IP6X-Design schweiß-, staub-, stoßfest und mit IPX5/8 nicht nur wasserfest sondern auch wasserdicht! Auch im Salzwasser. Weil ich die Kopfhörer insbesondere genau deshalb habe, möchte ich dieser Funktion einen extra Absatz widmen.

 

 

TRAGEKOMFORT

Das glatte, matte Material hat eine gute Haptik und entgegen aller Erwartungen auch vor einigen Jahren bereits bei den WF-SP700N ist der Tragekomfort für mich wirklich äußerst angenehm.

Die Kopfhörer haben eine ergonomische Form und passen sich sehr schön in das Ohr ein. An die längliche Optik gewöhnt man sich schnell. Zumal man sie nicht spürt. Die Silikon-Ohrstecker lassen sich variabel an zwei Positionen platzieren, wodurch der Sitz noch optimiert werden kann. Die Ohrbügel sorgen zusätzlich für Halt. So sitzen die Sony bei mir wie angegossen. Intensive Fitness- und Laufeinheiten machen sie genauso mit, wie das Schwimmtraining mit meiner wild verquirlten Rollwende.

Das mitgelieferte Zubehör (Bügel und Aufsätze – siehe unten bei Zubehör) ist umfangreich. Sollten die Ohrpassstücke aber dennoch nicht für dich gemacht sein, ist wie bei den meisten in-ear Kopfhörern meine Empfehlung, mal wieder die Comply Memory Schaum Aufsätze* auszuprobieren. Sie sind formbar und im Vergleich zu normalen Silikon Aufsätzen im Tragegefühl noch einmal ganz anders! Wenn ich sie nutze, erscheint mir der Klang auch zudem noch einmal besser, was leider nötig ist. Damit komme ich dann nämlich auch zum Manko, dieser WF-SP900 true wireless Sport-Kopfhörer.

Triathletin beim Schwimmtraining im Pool mit Badekappe und Schwimmbrille unter Wasser Aufnahme 

 

KLANG & LAUTSTÄRKE 

Den Klang empfinde ich im Alltag außerhalb des Schwimmbeckens ganz subjektiv als gut. Er ist mit Hilfe der Sony eigenen Applikationen Headphones Connect und Music Center wie bereits oben erwähnt anpassbar.

Sofort mit der ersten Inbetriebnahme war klar, dass mehr Lautstärke her muss. Sie ist standardmäßig aufgrund der Sicherheit, relativ niedrig eingestellt. Das nicht nur beim Starten der Kopfhörer, sondern generell. Wohingegen sich der Sound sowohl über iTunes, Amazon Music und Spotify klar und gut anhörte. Es fehlt aber an der nötigen „Sättigung“. Besser wird der Klang für mich schon mal etwas mit den Comply Foam Aufsätzen.

Mit Hilfe der Apps kann die Lautstärke verdoppelt werden und durch den Equalizer den eigenen Hörgewohnheiten entsprechend optimiert werden. Der Klang ist nicht vergleichbar mit meinen AirPods Pro, den Kopfhörern von Jabra oder Jaybird und schon gar nicht, um im Hause von Sony zu bleiben, mit den 1000XM2. Aber würde man das erwarten? Ich drücke es mal so aus. Der Klang kann mit einigen Kniffen verbessert werden. Einige davon liefert Sony selbst mit den eigenen Applikationen. Wie gut oder umständlich man das findet, muss jeder selbst entscheiden. Ich kenne es bereits von meinen anderen Sony Kopfhörern. Würde mir nur wünschen, dass alle Funktionen in einer App nutzbar wären.

Wenn es um den Klang und die Lautstärke beim Schwimmen geht, habe ich weiter unten noch einige Informationen.

Zudem gibt es das Automatic Volume Limiter System, kurz AVLS. Das kann man direkt an den Kopfhörern ein- und ausschalten oder über die Apps regulieren. Es soll das Risiko minimieren, dass man aufgrund zu hoher Lautstärke einen Gehörschaden davonträgt.

Nicht zu vernachlässigen ist jedoch wie bei allen in-ear Kopfhörern der gut anpassbare Sitz der Kopfhörer, um den bestmöglichen Klang wahrzunehmen. Habe ich alles so eingestellt, dass es für mich passend ist, kann ich keine Umgebungsgeräusche wahrnehmen. Für den Alltag im Freien und Training draußen ist deshalb für mich der Ambient-Sound eine wirklich gute Funktion, um Umgebungsgeräusche wahrnehmen und mich sicher im Straßenverkehr bewegen zu können.

 

SCHWIMMEN MIT DEN SONY WF-SP900 SPORTKOPFHÖRERN

Auch wenn es eine der Funktionen ist, möchte ich dieser Option einen separaten Abschnitt widmen. Schließlich ist es genau das, was ich selbst lange gesucht habe: true wireless in-ear Sportkopfhörer, mit denen man tatsächlich schwimmen und abtauchen kann!

Triathletin beim Schwimmtraining im Pool mit Badekappe und Schwimmbrille unter Wasser Aufnahme

Es ist nicht nur ein theoretisches Feature sondern tatsächlich eine solide Möglichkeit. Nicht nur an der Wasseroberfläche für wenige Minuten kratzend, sondern für ein substantielles Schwimmtraining, das auch den Titel endlich mal verdient.

Denn kennst du dieses Gefühl auch, dass du bei einer der triathlonspezifischen Sportarten im Training nicht so einfach an deine Leistungsgrenze gehen kannst? Dass ein hartes Training nicht nur Überwindung ist, sondern du immer wieder einfach nur gemütlich unterwegs sein möchtest?

Ich liebe das Schwimmen. Vor allem draußen im Freiwasser.

Aber ich gehe auch in den dunklen Jahreszeiten gern ins Wasser. Irgendwie schummle ich mich da durch. Ich fühle mich großartig nach so einer Einheit. Viel gebracht hat es aber nicht. Ganz anders mit Musik im Ohr. So jahrelang meine Vorstellung und nun Realität. Intervalle, längere Tempoabschnitte oder auch eine insgesamt zügigere Geschwindigkeit sind kein Problem mit einigen Beats, die mich über die Kacheln tragen.

Kein schnödes Quadratezählen. Keine irren Gedanken, mit denen ich mich selbst bespaßen muss. Schon gar kein Lärm mehr um mich herum. Schlimmstenfalls Musik der Wassergymnasten. Obwohl. Ab und zu war auch die unterhaltsam.

In jedem Fall: der Sondereinsatz der Sony WF-SP900 ist das Schwimmtraining!

Es ist nicht 100% das, was ich von Kopfhörern erwarten würde. Es gibt klare Abzüge, die über den Klang hinaus gehen. Aber lass und der Reihe nach alles durchgehen:

Anpassungsmöglichkeiten: sind sehr gut. Es gibt eine Reihe von Gummiaufsätzen speziell für die Verwendung im Wasser. Sie sitzen in der entsprechenden Größe ganz wunderbar. Mit den individualisierbaren Bügeln halten sie auch jeder Rollwende stand, egal ob ich die Badekappe drüberziehe oder der Bequemlichkeit halber meist über den Ohren trage/sie umgeschlagen.

Akustik: Ist beim Schwimmen tatsächlich eine ganz andere. Geschuldet ist dem Umstand die Tatsache, dass man zum Schwimmen andere Aufsätze nutzen muss, als bei wasserfreien Aktivitäten. Der Klang und die Lautstärke werden dadurch gedämpft. Jedes Musikstück klingt dumpfer und deutlich leiser. Hört sich wie gefiltert hat. Hinzukommen die Wassergeräusche der Umgebung, das Plätschern. Alles Details, für die die Kopfhörer erst einmal selbst nichts können.

Meine Meinung dazu: wenn ich einen THX Dolby Surround Klang haben möchte, dann setze ich mich auf meine Couch und schaue mir gemütlich ein Konzert an. Wenn ich schwimmen gehe, erwarte ich laute Musik, die mir hilft, das Kachelzählen zu ignorieren.

Triathletin beim Schwimmtraining im Pool mit Badekappe, Schwimmbrille, Kopfhörer fürs Schwimmen

Aber was natürlich nicht sein kann, dass die Musik so leise ist, dass es nur Hintergrundgeplänkel ist. Somit komme ich zum erwähnten Trick in meine Einleitung. Mit meinen Musikfiles war der erste Test ernüchternd. Ich habe mir eine spezielle Playlist für diese Kopfhörer erstellt und den Klang so verändert, dass er mir mit den Sony im Wasser passt. Höhen etwas rauf (würde ich sonst nie machen, eher nehme ich sie weg, aber beim Schwimmen klingt sowieso alles dunkler). Zudem Lautstärke rauf, rauf, rauf! Zack, fertig ist die Musik für den Wassersport.

Tragesicherheit: Während ich im Alltag und beim Sport außerhalb des Schwimmbeckens vom Tragegefühl sehr angetan bin, war es beim Schwimmen mit etwas mehr Gewöhnungszeit verbunden. Anfangs hatte ich Angst, die Kopfhörer zu verlieren. Sie sind zwar durch ein Bändchen miteinander verbunden, wenn man das möchte, aber es war sehr ungewohnt, sich damit unbeschwert durch dieses Element zu bewegen. Letztlich war es absolut unbegründet. Denn sind die einzelnen Kopfhörer angepasst, machen sie auch jede Rollwende mit.

Tragekomfort: Hat man eine Badekappe, die sehr elastisch ist, kann man sie über die Kopfhörer ziehen. Ich habe dann auch immer den Eindruck, dass sich der Ton verstärkt, Umgebungsgeräusche vom Wasser minimiert werden und sich das Tragegefühl sicherer anfühlt. Ist die Badekappe jedoch sehr enganliegend, drückt sie bei mir zu stark auf die Kopfhörer. Anfangs geht es meist, aber mit der Zeit wird der Druck auf die Ohrmuschel unangenehm. Deshalb schlage ich diese engeren Kappen über den Ohren um.

 

 

ZUBEHÖR

Das Sony WF-SP900 Set für diese Kopfhörer ist mit seinen Aufsätzen umfangreich und gewährleistet so eine gute Anpassbarkeit bei Alltagsaktivitäten aber auch für unterschiedlichste Trainingseinheiten.

Neben 3 Paar der Standard-Aufsätze sind 4 Paar Aufsätze speziell für das Schwimmen enthalten. Letztere verfügen über einen dünnen, netzartigen Film über den Öffnungen, der das Eindringen von Wasser in das Headset verhindert. 3 Sets Aufsätze mit kleinen Flügeln lassen die Kopfhörer wirklich sicher und angenehm sitzen. 1 Bändchen, um die Kopfhörer beim Schwimmen zu verbinden, ist ebenfalls im Set enthalten. Zudem finden sich darin die Schnellstartanleitung, ein USB Kabel und das passende Ladecase/die Ladestation. Einen Netzstecker gibt es wie bei den meisten kleinen Sportgeräten nicht mehr dazu. Die ausführliche Bedienungsanleitung steht online zur Verfügung.

Sony WF SP900 Test Zubehör Ohrpassstücke Silikon Ladecase Kopfhörer Set

 

 

AKKULAUFZEIT

Eine gute Akkulaufzeit der Sony WF-SP900 mit zügigem Nachladen im Ladecase garantiert langen Musikgenuss, der aber davon abhängt, wie ich selbige abspiele.

Insgesamt kann sich die Akkulaufzeit sehen lassen. Auch im Vergleich zum Beispiel zu den vier Stunden der Jaybird Runund Jabra Elite. Die Sony halten bei einer Bluetooth Verbindung zu einem externen Gerät wie Mobiltelefon oder Laptop rund 3h am Schreibtisch, unterwegs oder beim Fitnesstraining durch. Damit kann man auch schon mal ordentlich Kilometer auf der Laufstrecke zurücklegen. 12h sind möglich, wenn man die Kapazität aus dem Case nutzt und die Kopfhörer 3 Mal nachlädt. Die Nachladezeit für eine Komplettladung im Case beträgt rund 2,5h.

Nutzt man den internen 4-GB-Speicher lässt sich die Abspieldauer auf 6h ausdehnen. Durch die 3 weiteren Komplettladungen, die mit dem Etui möglich sind, kann man sich sagenhaften 24h Musik hingeben. Perfekt, wenn eine Anreise schon mal länger dauert und man zwischendurch keine Möglichkeit hat, etwas längere Zeit aufzuladen.

Wer gern und lange telefoniert und dabei die Sony nutzen möchte, hat 2,5h Zeit, um sich auszuquatschen und den Akku in die Knie zu zwingen.

Unter Wasser können bei einer Tiefe von 2m auch im Salzwasser ca. 30 Minuten Musik abgespielt werden. Das Element Wasser geht bei den Kopfhörern an die Substanz. Entsprechend ist die Leistung nicht riesig. Bei meinen Schwimmtrainings, die an der Wasseroberfläche stattfinden, halten sie mit 1 bis 2 Stunden deutlich länger durch. Es kommt immer auf die Einheit an und ist schwer abzuschätzen. Hinzu kommt, dass die Tapfunktionen ordentlich Energie fressen. Wer nicht einfach nur Musik abspielt, sondern auch viel nach vorn und zurück springt, hat kürzer Freude an seinen Songs, als alle, die die Musik nebenher spielen lassen und sich auf den kontinuierlichen Armzug besinnen.

Triathletin beim Schwimmtraining im Pool mit Badekappe und Schwimmbrille

Die Kopfhörer werden zum Aufladen mit sanftem Druck im Ladecase platziert und laden über drei Kontaktpunkte an der unteren Innenseite. Am oberen Ende der Kopfhörer sind kleine Lämpchen sichtbar, die in rot anzeigen, ob die Kopfhörer laden. Zudem verfügt das Case über ein ähnliches Signallicht an der Vorderseite. Es leuchtet dann ebenfalls rot, wenn es über den USB-Port an Strom angeschlossen ist. Ist das Aufbewahrungscase leer und muss nachgeladen werden, blinkt das rote LED.

Sobald man die Kopfhörer aus dem Case nimmt und ins Ohr setzt, erhält man per kurzer Ansage die Information über den Ladezustand, was ich sehr praktisch finde. Zudem zeigen die Kopfhörer per LED einzeln an, dass sie voll/leer und angeschaltet sind.

Vorsicht ist geboten, wenn mit den Kopfhörern aus dem Wasser kommt. Man sollte sie in einem Handtuch gut ausschütteln und trocknen, damit das Ladecase nicht feucht wird. An solch kleinen Details siehst du genauso wie an den Spezial-Aufsätzen, dass die Technik noch nicht wirklich 100% ausgereift ist, wenn es um das Schwimmen geht. Aber es macht im Groben und Ganzen seinen Job.

 

DESIGN

Schlichtes Design in rosé, gelb, weiß und schwarz im Sony typischen in-ear true wireless Look, wie ich ihn bereits von meinen Alltagsklassikern WF-SP700N kenne.

Einfach im Vergleich zu anderen absolut kabellosen in-ear Kopfhörern würde ich sagen, die WF-SP900 erscheinen groß. Schon allein dem Umstand geschuldet, dass sie am Ohr außen anliegen, statt wie andere “Knopflösungen” in der Ohrmuschel Platz zu finden. Vermutlich ist es eine Eigenheit dieser Art Sony Kopfhörer, die alle ähnlich aussehen. Mit etwas mehr als 7g sind sie deutlich leichter als sie zunächst aussehen mögen.

Das Case ist schlicht und erinnert an das der AirPods. Die Klappe schließt sicher und zuverlässig mit Hilfe des Verschlusses. An der Vorderseite ist das Sony Logo eingraviert. So wirkt das Case hochwertig. Mir gefällt, wie satt die Kopfhörer eingeklickt werden können und anschließend schön fest in der Box sitzen. Das ist bei anderen Kopfhörern dieses Formats nicht so gegeben, die entsprechend schnell aus dem Etui fallen, wenn man es öffnet.

 

 

FAZIT

Tatsächlich Musik hören, wann und wo man will. Vollkommen unabhängig ob an Land oder im und unter Wasser.  Die komplett kabellosen Sony WF-SP900* Sportkopfhörer bringen Spaß ins Schwimmtraining und funktionieren bei zahlreichen Alltagsbeschäftigungen ebenso gut. Beim Klang hauen sie einen nicht sonderlich um. Jedoch bin ich nach wie vor von den Funktionen für das Schwimmen begeistert, die möglich sind, wenn man den Workaround für die Lautstärke gefunden.

Sie können sich im Design genauso sehen lassen, wie zahlreiche andere Kopfhörer. Eine “Knopflösung” wäre für mich ideal. Ist jedoch Geschmackssache.

In puncto Klang müssen sie insbesondere beim Schwimmen noch einiges nachholen. Vor allem, wenn man sich den Preis anschaut. Dennoch habe ich für mich keine anderen Sportkopfhörer gefunden, die nur im Ansatz vergleichbar beim Schwimmen einsetzbar wären. Entsprechend häufig kommen sie zum Einsatz und sind nach wie vor ein liebend gern genutzter Begleiter für meine Schwimmtrainings im Hallen- oder Freibad!

Ihre wahre Stärke spielen sie aber gerade in den Standardhandlungen aus. Das einfache Abspielen von Musik im Alltag zusammen mit der Sony App ist das, was sie am besten können.

Vermutlich liegt es aber in der Natur das Sache, dass das Element Wasser äußerst schwer für Technik handhabbar ist. Ich bin froh über die Möglichkeit, beim Schwimmen mit den Sony WF-SP900 Kopfhörern Musik hören zu können. Ob dir das den Preis von 279€ wert ist, musst du entscheiden.

Ich würde in jedem Fall für mich sagen ‘ja’. Denn die Zeit, die ich insbesondere an kalten Tagen in der Schwimmhalle verbringe, überwiegt die Zeit, die ich draußen in Stille in offenen Gewässern trainiere. Außerdem sind sie so auch auf Reisen die Kopfhörer, die mich begleiten, wenn ich Schwimmsachen einpacke. Dann nehme ich mir nicht extra noch andere mit, weil ich sie tatsächlich gern beim Arbeiten und sonst in der Freizeit nutze.

Weitere, detaillierte Testberichte über Trainingszubehör unter anderem auch von weiteren Laufuhren findest du in der Kategorie Tech Talk.

Triathletin Im Pool mit Basecap und Sonnenbrille entspannt lächelnd

Begleitet hat mich an diesem großartigen Regenerationstag in Florida mein Arena Bikini und die Arena Cobri Tri Schwimmbrille, die vor allem bei starker Sonneneinstrahlung ihre Stärken ausspielt.

Alle hier gezeigten Fotos wurden von Oliver erstellt. Die Rechte an diesen Aufnahmen liegen bei ihm und mir. Eine weitere Nutzung ist nur in Absprache mit uns möglich.

Sony WF-SP900 Test - Musik bei jedem Training auch unter Wasser
Oliver | Fotograf & Grafiker( Fotograf & Grafiker )

Als Fotograf & Grafiker von Eiswuerfel Im Schuh bin ich zusammen mit der Athletin ‘Din’ immer auf der Suche nach der nächsten sportlichen Herausforderung und den interessantesten Bildmotiven. Außerdem kümmere ich mich darum, die hier vorgestellten und getesteten Produkte und Sportbekleidung interessant abzulichten. Neben meiner Fotografie bin ich oft selbst sportlich unterwegs. Ich sitze sehr gern im Rennradsattel oder schnüre als Alternativtraining auch schon mal hin und wieder die Laufschuhe. Schaut gern auch auf meiner Facebook-Seite vorbei, auf der ich immer wieder neue Eindrücke mit euch teile.

8 Gedanken zu „Sony WF-SP900 Test – Musik bei jedem Training auch unter Wasser“

  1. Danke für diesen mal wieder ausführlichen Testbericht!
    Ich kann mir schon vorstellen, dass es technisch nicht so einfach zu lösen ist, unter Wasser einen guten Klang liefern zu können. Aber wie Du schon gesagt hast, besser als Kacheln zählen. Ob der Preis gerechtfertigt ist, darüber muss ich mir keinen Kopf machen. Bei meiner Schwimmleistung könnte ich eh nur ein zwei Lieder hören. Dafür lohnen sich keine Kopfhörer.

    Antworten
    • Hallo Christian,

      Also würde ich nicht so “hart” trainieren wollen und diese Distanzen, wäre mir das auch wirklich zu viel Geld. Sportkopfhörer, und dazu richtig gute, gibt es mittlerweile zu erschwinglicheren Preisen. Ich hoffe, dass sich auch am Schwimmmarkt noch etwas tut und dass vielleicht auch dieses Sony Modell noch einen ordentlich Schritt nach vorn macht.

      Antworten
  2. Hallo Din,
    das klingt ja nach einem tollen Kopfhörer – vielleicht fange ich dann auch nochmal an zu schwimmen ;-)…
    Aber auch die Memory Aufsätze kannte ich noch nicht. Die würden vielleicht mein Problem mit dem Jaybird-Kopfhörer lösen :-). Ich hab sie direkt mal auf meine Liste gesetzt und werde sie beim nächsten Einkauf mitbestellen.
    Ich wünsche Dir beschwingte Bahnen im Schwimmbad und schöne Grüße
    Maria

    Antworten
    • Hallo liebe Maria, ach wunderschön. Hatte neulich noch überlegt, ob ich das Thema der Aufsätze noch einmal einbringe. Ich kenne die seit einigen Jahren und bin nach wie vor der Meinung, dass es die beste Aufsätze sind, die ich kenne. Ich hoffe, sie verbessern den Sitz der Jaybirds. Viel Freude damit.

      Antworten
  3. Wow… da scheint Sony ja mordsmäßig einen drauf gelegt zu haben. Ich hatte die erste Generation dieses “Unter Wasser Walkmans” und der hat mich wirklich jahrelang gut begleitet und ich habe den erst nach 8 Jahren entsorgen müssen. Mit dem Klang war ich damals schon gut zufrieden, ich höre beim Schwimmtraining ja keine Mozart oder Chopin Etüden. Jetzt ist das Design ohne Kopfbügel auch noch deutlich hübscher.
    Danke für den ausführlichen Bericht!
    Viele Grüße,
    Claudi

    Antworten
    • Wow. Das nenne ich doch mal eine lange Zeit. So sollte das immer sein!

      Ja. Klang und schwimmen ist so ein Thema. Geht aber und ja. Klar. Die Klassiker heben wir uns mal für nach dem Training auf.

      Antworten
  4. Tolles Teil ! Der kleinste MP3-Player den ich kenne. Super Leistung von Sony.
    Allerdings habe ich keine Verwendung für so ein Teil. Ich gehe gerne Joggen, doch mir käme es nie in den Sinn dabei Kopfhörer zu tragen. Es wird mir für immer ein Rätsel bleiben, warum Leute beim Joggen Musik hören müssen. Finden sie joggen so schrecklich, dass sie sich mit Musik ablenken müssen? Ist es so grausam im Wald das Zwitschern von Vögeln und das Rauschen des Windes zu hören?

    Antworten
    • Ja, das ist ei prima Begleiter fürs Schwimmtraining, aber tatsächlich auch bei anderen Trainings oder im Alltag. Menschen sind verschieden. Nicht jeder kann durch einsame Wälder ziehen oder Vögel zwitschern hören. Es gibt Stadtläufer. Ich lasse mich selbst sehr gern durch Musik bei intensiven Trainings motivieren und liebe diese Unterstützung auf der Tartanbahn.

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