Yogageschichten: Mit jedem Atemzug nehme ich Leichtigkeit auf

Einatmen. Ausatmen. Wieder spüren und wahrnehmen. Geist und Körper entspannen. Ruhe finden. Yoga schenkt Aufmerksamkeit. Yoga balanciert mich und meinen Alltag aber auch aus. Nebenbei ist Yoga eine willkommene Ergänzung, um der Gesundheit etwas Gutes zu tun und in mein Triathlontraining eine Art ganzheitliches Stabilisationstraining für Körper und Geist zu integrieren. 

Als Outdoor-Sportler ist es für mich wahrlich eine Herausforderung, drinnen zu sein. Egal ob es um das Büro geht oder Sport. Draußen ist mein Kopf wacher. Es ist Raum und Luft da, um kreativ zu sein. Ich kann mich viel besser entfalten und ja auch entspannen, obwohl ich etwas tue – obwohl Yoga so wie mein restliches Training oder auch meine Arbeit mich teilweise unfassbar herausfordern. Deshalb sehne ich jeder Minute entgegen, in der ich keine Decke über dem Kopf und keine Wände um mich herum habe. Lässt sich das nicht umgehen, so hänge ich meinen Gedanken nach. Hänge den Erinnerungen an Momenten nach, die ich draußen verbringen konnte. Ich bin nicht nostalgisch, sondern erfreue mich am Erlebten und natürlich kann ich es kaum erwarten, an milden Tagen alles was irgendwie geht, nach draußen zu verlegen. Auch Yoga.

Mit jedem Atemzug nehme ich Leichtigkeit auf und schnell scheint alles viel einfacher, klarer zu sein. Oder ist es vielleicht nur mein Kopf, der sich wie von einer Ozeanbrise erfrischt fühlt? Vielleicht sind es aber auch die Schultern, die sich langsam nach und nach senken. Die Platz machen und meinen Hals entspannen. Im Zusammenspiel mit zahlreichen Rückbeugen geben sie so Raum zum Atmen. Eben genau so, als würde man durch einen warmen Sommerwind spazieren. Oder als würde man nach einer scheinbaren Ewigkeit endlich wieder auf einer Klippe am Ozean stehen mit dem Gefühl frei atmen oder auch Freiheit atmen zu können.

Die Stille, die nach getaner Arbeit besonders langsam in meinem Kopf Einzug hält, ist zu Haus eine absolute Ruhe. Am Ozean ist sie das Rauschen der Wellen und der Wind, der die Klippen wenig zögerlich aufsteigt und den körnigen Sand in die Luft wirbelt.

Das hier gezeigte Bild könnt ihr zur Vergrößerung anklicken. 

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Es gibt diese Momente auf der Yogamatte, in denen ich mich ab und zu zu verlieren scheine. Die Konzentration auf den Atem, der mit jeder Übung immer leichter fällt, bringt mich aber jedes Mal auf meine Matte zurück. Er hilft mir, loszulassen, wenn Teile meines Körpers wieder einmal am Tag festhalten wollen und sich starr anfühlen. Bis alles etwas mobilisiert ist und neue Lebensenergie meinen Körper wie Licht durchflutet, vergeht eine Weile. Am Nachmittag oder Abend bin ich trotz Abgespanntheit viel beweglicher. Dafür sehne ich mich weniger nach neuer Energie als viel mehr nach Leichtigkeit und Offenheit. Da möchte ich loslassen, während ich morgens die nötige Frische für den Tag herbei wünsche, wenn ich die Yogamatte ausgerollt habe.

Morgens beginne ich meist gemütlich auf der Matte einige Übungen langsam zu absolvieren. Ich werde mit jeder aber ein wenig wacher und lasse fast spielerisch all das zu, worauf mein Körper Lust hat. Ich merke wie die Energie des Tages in mich hinein strömt und alle meine Kräfte langsam aber sicher richtig munter werden. Am Abend oder auch nach einem anstrengenden Training spüre ich genau in mich hinein. Mein Körper spricht da gern sehr laut mit mir. Wenn ich aus Gewohnheit oder weil ein Lehrer in einem Video, dem ich hin und wieder nachhänge aber etwas anderes vor hat, nörgelt mein Körper solange mit mir herum, bis ich nachgebe – intuitiv das mache, wonach er verlangt. Die Übungen können dann ganz ruhig sein und mit langem Halten und Dehnen verbunden sein. Sie können mobilisieren und Anspannungen lösen. Oder sie können voller Energie und Kraft stecken, die sich über den Tag in sitzender Haltung angestaut hat.

Egal ob am Morgen oder Abend die Atmung leitet mich von Asana zu Asana und die Übungsreihen entwickeln sich so zuweilen von ganz allein. Dann atme ich Energie und das volle Leben ein. Genau die Energie und Freiheit, die ich spüren konnte, als ich an der Klippe lag und in die schier unendliche Ferne schaute…

 

Ich bin dankbar für jeden Moment, den mir Yoga schenkt. Für mich ist Yoga seit Jahren ein Teil eines bewussten Lebens- und Trainingsstils. Wie ist das bei euch? Seht ihr es als Hilfsmittel für euer Training? Ist es Teil eures Lebens? Vielleicht sogar beides?

Falls ihr noch nach Möglichkeiten sucht, Yoga in den Alltag zu integrieren, schaut euch unbedingt meine Buchvorstellung „Dein Yoga, Dein Leben“ (von Tara Stiles) an. Ihr gelingt es fast spielerisch, Erklärungen und Tipps darzustellen, wie Yoga Teil des Alltags werden kann.

 

HAT EUCH DER BEITRAG GEFALLEN? ICH WÜRDE MICH SEHR FREUEN, WENN IHR IHN AUF DEN SOZIALEN MEDIEN TEILT. HERZLICHEN DANK!

Ihr seid noch auf der Suche nach mehr Inspiration für eure Yogapraxis? Oder möchtet ihr einfach nur in meinen Yogageschichten stöbern. Dann klickt euch gern hier durch meine Yogawelten.

Das hier gezeigte Bild wurde von meinem Fotografen Olli erstellt. Die Rechte an diesem Bild liegt bei ihm und mir. Eine weitere Nutzung ist nur in Absprache mit uns möglich.

 

..‚Din‘ ist Gründerin von Eiswuerfel Im Schuh

20121111-082354.jpgAls Triathletin & Autorin von Eiswuerfel Im Schuh bin ich zusammen mit meinem Sportfotografen immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung und neuen Bildmotiven. Als Julimädchen liebe ich die Sonne, das Meer und den Sand zwischen den Zehen, genieße aber auch die Ruhe auf meiner Yogamatte oder auf einem Surfbrett. Ich freue mich, mit dir auf FacebookTwitterPinterestInstagram und Google+ in Kontakt zu bleiben.

Als Triathletin & Autorin von Eiswuerfel Im Schuh bin ich zusammen mit meinem Sportfotografen immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung und neuen Bildmotiven. Als Julimädchen liebe ich die Sonne, das Meer und den Sand zwischen den Zehen, genieße aber auch die Ruhe auf meiner Yogamatte oder auf einem Surfbrett.

11 Gedanken zu “Yogageschichten: Mit jedem Atemzug nehme ich Leichtigkeit auf

  1. Hallo Nadin! Ich hab vor ca. 2 Monaten mit Yoga begonnen und ich muss sagen, daß es mein Sportlerleben absolut bereichert. Obwohl ich erstmal gemerkt habe wo mein Körper eigentlich schwach und steif ist, habe ich schon nach ein paar Wochen ein sehr gutes Ergebnis. Ich fühle mich nach den Yoga-Einheiten einfach gut, entspannt und voller Energie! Das kann ich dann auch optimal in meine Laufeinheiten übernehmen. Ich habe das Glück eine tolle Lehrerin zu haben, die auch mit Spaß bei der Sache ist, uns aber trotzdem immer den physiologischen und psychologischen Sinn der Übungen erklärt. Ich freu mich auf weitere deiner Yoga Geschichten 🙂 LG Astrid

    • Hallo liebe Astrid,

      ich freue mich ungemein von dir zu lesen und dass Yoga dein Sportlerleben so schön bereichert. Ich glaube, dass gerade das positive Gefühl nach dem Yoga etwas ganz Besonderes ist und etwas, warum es sich so lohnt. Wenn die Lehrerin auch zu dir passt, ist das um so besser. Toll, dass es harmoniert und du sogar schon Vorteile für das Laufen spürst. Die nächste Yogageschichte kommt bestimmt.

  2. Ich wüsste ja zu gern, welche Yogamatten/Blöcke/Taschen/weitere Accessoires Du empfehlen kannst (welche Marken, worauf man achten muss, wo man das findet, was gar nicht geht). Welche Shops Du gut findest oder sowas. Oh und ganz heiß: Faszienrollen! Ich habe mich durch ganz amazon.de gewühlt, einfach weil es wie Produkt-Google ist, und hab frustriert (erstmal) aufgegeben.

    • Das Thema Yogamatten und Zubehör ist so ein weites Feld und steht schon seit einiger Zeit auf meiner Liste. Ich habe erst die Tage eine Reisematte gesucht. Für mich ist Rutschfestigkeit sehr wichtig. Leider hat es noch keine Matte geschafft, mich zu 100% zu überzeugen bis auf die von Lululemon. Dort konnte man mir aber nicht di Frage beantworten, ob sie frei von Weichmachern ist.

      • Ja, verstehe ich! Ich wollte auch erst eine textile GOTS-zertifizierte Matte holen, aber die sind zu dünn + rutschig. Haben jetzt Yogistar. Obwohl die vollständige Info auf deren Website mich jetzt verwundert: „Ohne AZO (Lösungsmittel), ohne DOP (Benzole im Weichmacher*); frei von Phtalaten und Schwermetallen; waschbar und leicht zu reinigen.
        *enthält Weichmacher, die für den Lebensmittelbereich zugelassen sind“ – diese Info ist neu, und schon will ich die Teile wegwerfen 🙁

        • Wow, das ist ja wirklich ein interessante Information. Ich dachte, dass Yogistar eine gute Lösung ist, hatte die Matten auch schon weiterempfohlen. Ich hatte es derweil mal mit einem Handtuch versucht, das rutschfest sein sollte. Da ging auch eine Weile ganz gut damit, bis die Fasern irgendwie platt wurden, obwohl ich immer ein spezielles Waschmittel verwendete und auch keine Weichspüler in die Nähe des Tuchs lasse. Vielleicht probiere ich mich mal da durch ein paar andere. Habe gelesen, dass die von Manduka gut sein sollen.

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