Challenge Kaiserwinkl-Walchsee – Meine härteste Mitteldistanz gefinished

Die Challenge Kaiserwinkl-Walchsee 2017 war in jeglicher Hinsicht außergewöhnlich. Diese Mitteldistanz war mein bisher härtestes Rennen! 9° und andauernder bis zu weilen sehr starker Regen zehrten an meiner Moral und Kräfte. Mit 17,9° war die verkürze Schwimmstrecke noch der wärmste Teil des Tages. Hier ein kurzer Einblick über meine härteste Halbdistanz. 

Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit dem Tourismusverband Tirol, der mich zu dieser Reise eingeladen hat. 

Zusammen mit rund 800 Einzelstartern aus 23 Nationen und 100 Staffeln bin ich gestern Morgen bei der Challenge Kaiserwinkl-Walchsee an den Start gegangen. Die Bedingungen waren von Anfang bis Ende durchweg anspruchsvoll. Eine Vielzahl von Athleten schoben bereits vor dem Start ihre Räder wieder aus der Wechselzone oder reisten erst gar nicht an. Wer kann es ihnen verübeln?! So wie all denen, die wegen starker Unterkühlung irgendwann leider aus dem Rennen gehen mussten.

Die Landschaft zeigte sich von einer ganz anderen Seite. Absolut nicht so strahlend wie ich es zuvor bereits erleben konnte – so wie ich sie hier in meinem kleinen Reisebericht über Radsporturlaub im Kaiserwinkl die Tage bereits gezeigt habe.

Alle Fotos kannst du zur Vergrößerung anklicken. 

Challenge Kaiserwinkl-Walchsee Schwimmstrecke mit Triathleten im Neoprenanzug

Schon vor dem Schwimmen schlotterte ich so stark, dass meine Zähne quietschten. Ich war drauf und dran das Handtuch zu werfen. Besser wurde es auch nicht, als uns das Wasser auf den Straßen entgegen schoss. Es war die richtige Entscheidung der Rennleitung, die Radstrecke ebenfalls auf knapp 70km zu verkürzen. Damit sparten wir uns die gefährliche Serpentinenabfahrt.

Challenge Kaiserwinkl-Walchsee Radstrecke im Regen mit Triathletin auf Zeitfahrrad

Dank der fürsorglichen Hilfe all der Freiwilligen, die die Stimmung hoch hielten und uns auch beim Anziehen halfen, schaffte ich beide Wechsel. Das Laufen fand wie veranschlagt statt. Mich taute es dennoch nicht auf. Es war ein wahrer Kraftakt, die Motivation nicht zu verlieren. Vor allem aber auch irgendwie mit den Kräften zu haushalten, um tatsächlich das Ziel zu erreichen!

Challenge Kaiserwinkl-Walchsee Laufstrecke im Regen mit Triathletin in Regensachen

Mehr über die Challenge Kaiserwinkl-Walchsee und die einzelnen Abschnitte inklusive Bike Check-In und kleiner Pressekonferenz gibt es in den kommenden Tagen hier auf meiner Seite.

Challenge Kaiserwinkl-Walchsee Zieleinlauf im Regen mit Triathletin

Challenge Kaiserwinkl-Walchsee Ziel im Regen mit Triathletin

 

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Alle hier gezeigten Aufnahmen wurden von meinem Fotografen Olli erstellt. Die Rechte an diesen Bildern liegen bei ihm und mir. Eine weitere Nutzung ist nur in Absprache mit uns möglich.

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Als Triathletin & Autorin von Eiswuerfel Im Schuh bin ich zusammen mit meinem Sportfotografen immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung und neuen Bildmotiven. Als Julimädchen liebe ich die Sonne, das Meer und den Sand zwischen den Zehen, genieße aber auch die Ruhe auf meiner Yogamatte oder auf einem Surfbrett.

36 Gedanken zu “Challenge Kaiserwinkl-Walchsee – Meine härteste Mitteldistanz gefinished

    • Es waren wirklich harte Bedingungen, die mich im Nachhinein doch ganz schön mitgenommen haben. Beziehungsweise mein Immunsystem plätteten. Aber nun scheine ich wieder fit zu sein und bin auch jetzt noch froh, dass ich es durchgezogen habe. Es war eine schöne Strecke, die mit dem Wetter zum Härtetest wurde. Manche Dinge lohnen einfach, egal wie anstrengend sie sind. Das war so etwas.

    • Hallo Sigmar,

      da kann ich dir gar nicht genug beipflichten. Ich hätte noch so fit sein können, aber wenn mein Kopf mich da nicht durchgebracht hätte, hätte ich mit all dem Training auch nichts erreicht und sicher bereits vor dem Schwimmen aufgegeben.

    • Mein Immunsystem hat in der Tat zehn Tage später nach einem weiteren kalten Regenlauf das Handtuch geworfen. Aber nun endlich scheine ich wieder auf einem guten Weg zu sein. Der Kampf war es dennoch wert. Es ist so ein schöner Wettkampf. Obwohl ich all das nicht noch einmal brauche…
      Danke dir!

    • Hi Torsten,

      absolut, das baut den Kopf noch mehr auf, auch wenn der an diesem Tag über sich hinaus gewachsen ist. Schon interessant, was man so alles mitmacht, wenn man es sich sprichwörtlich in den Kopf gesetzt hat.

      Ich wünsche dir, dass dich dein Kopf und natürlich deine Beine super durch den Berlin Marathon tragen werden. Der Test in der Nähe vom Walchsee lief ja damals ganz gut.

  1. Liebe Din,
    herzlichsten Glückwunsch zum Finish. Ich ziehe meinen Hut vor dir und deiner großartigen Leistung, bei diesen Bedingungen war sie Extraklasse. Und mit so einem strahlenden Lächeln ins Ziel zu kommen verdient tosenden virtuellen Applaus von mir. Ich hoffe, du bist gesund Ich habe gestern einige Male an dich gedacht.
    LG aus Ö
    Rosa

    • Hallo liebe Rosa,

      wieder ist es so schön, von dir zu lesen! Ich danke dir.

      Ich war ziemlich munter und vor allem extrem motiviert nach dieser Regenschlacht. Einen sehr kalten weiteren Regenlauf verkraftete dann aber mein Immunsystem nicht mehr. Aber mittlerweile bin ich wieder frisch und munter auf den Beinen… Jetzt heißt es erst einmal Off-Season mit etwas mehr Ruhe un Alternativsport.

    • Hi Claudi,

      du hast es wohl geahnt. So eine Aktion bleibt nicht ungestraft. Es ging super, bis ich dann erneut im kalten Regen ein Training absolvierte, das mich dann zusammen mit einer Reise komplett aus der Bahn warf. Da kam dann alles zusammen.

      Ich würde es jedoch wieder tun, denn es hat wirklich unglaublichen Spaß gemacht. Obwohl ich zwischenzeitlich meine Zehen und Finger nicht mehr spürte.

    • 9° und nicht wirklich die richtigen Sachen für so einen regenreichen Tag. Auf den Bergen lag erster Schnee und wir gingen Schwimmen. Diese Veranstaltung war super, einfach großartig und man hat wirklich etwas zu erzählen. Wie muss es wohl an einem herrlichen Sommertag sein?!

    • Hi Carsten, es war eigentlich ein Scherz, dass ich meine Winter Tights und das Shirt dazu eingepackt hatte. Aber was war ich dankbar. Sonst wäre es noch schlimmer gewesen. Die 9° muss man erst einmal verdauen. Die gefühlte Temperatur war sicher noch um einiges kühler. Vor allem bergab.

      Sag mal, weißt du schon, wo du deine erste LD nächstes Jahr absolvieren wirst? FFM oder Roth?

  2. Liebe Din,

    Herzliche Gratulation zu dieser tollen Leistung! Bei den Bedingungen das Ding so souverän nach Hause zu bringen ist einfach nur großartig. Mittlerweile bist Du auf einem Niveau angekommen, wo Du eine Mitteldistanz mal eben so aus dem Ärmel schüttelst! Riesenrespekt und mach weiter so! Es ist toll, Deinen fantastischen Weg zu sehen.

    Liebe Grüße
    Hannah

    • Hi Hannah,

      was war das doch für ein unglaublich großartiger Tag. Mein Körper hat zwar ordentlich gelitten, aber dafür bin ich ja mir nichts dir nichts in die Off-Season gestartet. Mittlerweile auch wieder erholt und munter. Zum Glück.

      Ich hoffe, wir laufen uns mal wieder über den Weg. Es würde mich freuen.

  3. Hi Nadin, das war ja wirklich eine Wasserschlacht… respekt, dass du diese anspruchsvolle Strecke bei diesen Bedingungen mit einem Aero-Vollcarbon LRS durchgezogen hast.
    Gruß Ruben

    • Hallo Ruben,

      nenne mich Regenfee… Was war das für ein Ding. Kurz vor Ende der Radstrecke dachte ich, der Regen möchte mich auf den letzten Kilometern wegspülen. Ich fragte mich wirklich, was ich getan habe, dass es noch einmal so unglaublich zu schütten beginnt. Das war so ein Tag, den die meisten Teilnehmer sicher nicht so schnell vergessen.

      Ach und man kann bei dem Wetter auch mit Carbon und Scheibe fahren. ich habe es mit eigenen Augen gesehen. Hätte ich gewusst, wie das Wetter wird, hätte ich meinen Renner eingepackt und den schwarzen Flitzer schweren Herzens daheim gelassen…

  4. Wow, ich hab ja schon gedacht mein erster Start in Immenstadt war hart (Dauerregen und auch nur 15°), aber das hört sich noch einmal nach einer anderen Hausnummer an.

    Aber mit eiswürfelimschuh 😉 …..

    Viele Grüße und Gratulation zum Finish

    Andy

    • ich spürte so etwas von EiswuerfelImSchuh! Bergab war kaum zu ertragen… Dennoch meine ich, dass man es mal erlebt haben muss. Vielleicht nicht auf einer Mitteldistanz. Hamburg war damals für mich bei 17° und Dauerregen schon kein Fest. Walchsee setzte noch einen oben drauf. Aber ich war so motiviert und mein Kopf an diesem Tag extrem stark.

  5. Hallo,

    was ich Dich mal fragen wollte. Du achtest sehr auf Deine Ernährung viel Obst, Gemüse und natürlich Wasser trinken. Wie machst Du das bei Wettkämpfen, nimmst Du da Gels und Energieriegel vom Veranstalter oder sorgst Du selber vor? Nur mit Wasser und Bananen ist eine Langdistanz sicher zu schaffen, ist aber eine Herausforderung.

    Grüße

    Sebastian

    • Hi Sebastian,
      danke für die Frage, die sicher noch mehr interessiert.
      Es ist tatsächlich so, dass mir bei intensiven langen Wettkämpfen wie einer Mitteldistanz oder einem Ironman tatsächlich nur Bananen oder Gel nicht ausreichen würde. Außerdem möchte ich mich nicht auf die Verpflegung vom Veranstalter verlassen. Da gibt es sicher gute Produkte, aber ich greife auf das zurück, was sich für mich im Training bewährt hat. Zudem brauche ich auf dem Rad auch etwas Festes zum Essen. Sprich Riegel. Auf der Laufstrecke nutze ich dann die Gele, von denen ich weiß, dass ich sie normalerweise gut vertrage. Natürlich kann es immer sein, dass am Tag der Tag auch das nicht funktioniert. Aber meine Erfahrung zeigt mir, dass ich mit meiner eigenen, gewöhnten Ernährung am besten zurecht komme.

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