Die Macher von MyGoal im Interview

Wie bereits am letzten Wochenende hier auf meinem Blog angekündigt, hat sich der Gründer von MyGoal, Mathias Priebe bereit erklärt, einige Fragen zum was, warum und wie über die Ausdauerplattform zu beantworten. Aber natürlich geht es auch um den Spaß an einem Sport, der immer mehr Begeisterung unter den Freizeitsportlern verbreitet und man erfährt, welches Training für das Maskottchen Eddie momentan auf dem Plan steht.

Din: Wer steckt eigentlich hinter eurer Plattform und wie seid ihr auf die Idee gekommen?

Mathias: Die Gründungsmannschaft von MyGoal ist zu dritt. Anke, Sportwissenschaftlerin und Trainerin im Team, mein Sohn Florian, der als Admin Dinge tut, die sein Vater nicht versteht und ich. Wir sind zu Hause in der Lausitz, wo wir selbst schwimmen, laufen und Rad fahren. Man lernt dadurch sehr viele Sportler kennen und auch ihre Fragen zu Trainingsplänen und Ausrüstung. Na gut, haben wir gedacht, dann geben wir ihnen die Antworten. Die eigenen Interessen mit einer beruflichen Vision zu verbinden, ist außerdem eine wunderbare Chance.       

Din: Warum der Name MyGoal?

Mathias: MyGoal heißt ja “mein Ziel”, könnte aber auch “mein Tor” bedeuten. Ursprünglich wollte ich tatsächlich irgendwas mit Fußball im Internet machen. Heute muss ich darüber schmunzeln, denn das wäre gar nicht mein Thema gewesen. Immer mehr Menschen machen sich den Traum von einem Marathon oder Triathlon wahr, vielleicht sogar von einem Ironman (3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren, 42 km Laufen). Wir möchten auf dem Weg zu diesem und anderen sportlichen Zielen eine Unterstützung sein.

Din: Was unterscheidet euch von all den anderen Sportplattformen im Internet?

Mathias: Wir widmen uns nur einem Thema: Training für Ausdauersport, speziell für Marathon und Triathlon, natürlich auch Halbmarathon. Unterscheiden möchten wir uns dadurch, dass wir die Sportler verstehen und leicht verständliche Trainingstipps geben. Die Trainingspläne sind immer individuell und entstehen im engen Kontakt zwischen Athlet und Trainerin. Übrigens sind wir große Fans von privaten Lauf- und Tria-Blogs zu denen wir ganz bewusst verlinken. Ihr Blogger erzählt die Geschichten von der Strecke und wir planen den Weg dahin.  

Din: An wen richtet sich euer Angebot? Kann ich auch als Lauf- oder Triathlonanfänger bei euch mitmachen?

Mathias: Natürlich! Jedes Ziel wird dadurch erst möglich, dass du irgendwann den ersten Schritt gehst. Wir sind selbst keine Spitzensportler. Anke startet in diesem Jahr beim Ironman 70.3 in St. Pölten bei ihrem ersten Mitteldistanz-Triathlon. Ihr Ziel: Ankommen und die Strecke von 1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren und 21 km Laufen mit Spaß absolvieren. Für solche Ziele im Ausdauersport braucht es viel Geduld und mehrjähriges Training. Das wollen wir unbedingt vermitteln. Zu viele glauben noch, ein Marathon oder ein Triathlon brächten Leiden und Schmerzen. Dass es auch mit Spaß und Genuss geht, kann ich aus eigener Erfahrung sagen.

Din: Was unterscheidet den Rahmen- vom Detail-Trainingsplan?

Mathias: Da nenne ich mal das Geschäftliche zuerst: Den Rahmen-Trainingsplan erstellen wir kostenlos, während Detail-Pläne ab 17,70 € monatlich bestellt werden können, übrigens ohne Abo-Verpflichtung. Jeder soll die Chance haben, uns erst einmal kennen zu lernen. Sportwissenschaftlich betrachtet, gibt der Rahmen-Trainingsplan den Makrozyklus für die Wettkampfvorbereitung wieder. Ausgehend vom individuellen Saisonziel planen wir darin allgemeine Trainingsschwerpunkte für Grundlagen-, Aufbau- und Wettkampfphase. Im Detail-Trainingsplan gibt es dagegen die konkreten Trainingsprogramme für jede Woche. Das Ganze wird sehr gut angenommen. Manchmal kommen wir schon selbst nicht mehr zum Trainieren. 😉

Din: Könnt ihr schon einen kleinen Ausblick in die Zukunft geben? Woran arbeitet ihr, was wollt ihr unbedingt noch auf eurer Seite integrieren?

Mathias: Anfang April haben wir die MyGoal Community frei geschaltet. Jeder kann jetzt sein eigenes Profil anlegen, Kontakte knüpfen, mit anderen Athleten oder Trainern diskutieren, seine Trainings- und Wettkampferfahrungen mitteilen. Wohin die Reise geht, sollen die MyGoal-Mitglieder selbst mitbestimmen. Für den Anfang verzichten wir auf technische Spielereien wie Garmin-Apps oder Online-Trainingstagebücher. Das Internet ist voll davon. Wir können sie später über Schnittstellen integrieren, so wie wir das bereits mit Twitter und Facebook getan haben. Unter dem Strich nehmen wir “Social Media” wörtlich und fördern den zwischenmenschlichen Kontakt von Ausdauersportlern. Ich persönlich bin fest davon überzeugt, dass ehrliche und nutzerfreundliche Inhalte langfristig erfolgreich sind. Deshalb freuen wir uns auch über jede Anregung und Kritik.

Din: Euer Motto heißt: „Komm gesund ins Ziel!“ Wie wichtig ist euch Sport und Gesundheit?

Mathias: Extrem wichtig. Gesundheit durch Sport ist das eine. Gesundes Training und vernünftige Wettkämpfe sind aber genau so wichtig. Deshalb stehen in unseren Trainingsplänen oft weniger Kilometer, dafür mehr Stabilisationstraining, Ausgleichssport, Regeneration und mentale Vorbereitung. Für manchen sind solche Überschriften für Trainingstipps ungewohnt: “Mach mal Pause” oder “So vermeidest du gefährliches Übertraining”. Ein besonders “zäher” Läufer hat mir mal gesagt: “Mein Körper will nicht so wie ich will”, als er verletzt pausieren musste. Dabei zeigt ihm sein Körper doch, dass er einfach zuviel will, oder?
Din: Wie sieht es bei euch mit sportlichen Zielen aus und welche Sportarten gehören in euren Trainingsplan?

Mathias: Ankes Triathlon-Mitteldistanz im Mai in Österreich habe ich schon erwähnt. Maskottchen Eddie, der Streckenelch, übt schon jubeln. Mein Saisonziel ist eine Marathonzeit unter 3:30 h im Oktober in Frankfurt/M. Trainieren werde ich weiter als Triathlet mit viel Schwimmen und Radfahren, denn das tut mir auch beim Laufen gut. Für Florian steht das Abitur im Mittelpunkt. Ob seinem ersten Volks-Triathlon letztes Jahr weitere folgen, wird er selbst entscheiden.

Ganz lieben Dank an das MyGoal Team für die tolle Unterstützung und den immer so netten persönlichen Kontakt!

Natürlich gibt es die MyGoal Community auch zum mitverfolgen auf Facebook  Twitter und wer mehr über das Team hinter MyGoal erfahren möchte, klickt bitte hier.

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Als Triathletin & Autorin von Eiswuerfel Im Schuh bin ich zusammen mit meinem Sportfotografen immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung und neuen Bildmotiven. Als Julimädchen liebe ich die Sonne, das Meer und den Sand zwischen den Zehen, genieße aber auch die Ruhe auf meiner Yogamatte oder auf einem Surfbrett. Ich freue mich, mit dir auf FacebookTwitterPinterestInstagram und Google+ in Kontakt zu bleiben.

2 Gedanken zu “Die Macher von MyGoal im Interview

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