Mehr von dem, was uns glücklich macht!

Neujahrsvorsätze gibt es jedes Jahr wieder – für unser Leben, für die Fitness, für die Gesundheit,… Aber wie wäre es, wenn wir uns gemeinsam fragen, wovon wir mehr wollen, statt festzulegen, was wir nicht dürfen oder können, was wir sollen oder müssen,…? Was bewegt dich wirklich? Was macht dich glücklich? Wovon möchtest du mehr in deinem Leben haben?

Es ist wieder dieser Monat. Die Laufstrecken und – wären sie geöffnet – Fitnesscenter und Yogastudios platzen aus allen Nähten. Vieles dreht sich darum, wie wir uns selbst verbessern, wie wir uns optimieren, Ziele setzen, Fokus halten, irreführende Glaubenssätze auflösen,… um irgendwann, so hoffentlich, in ein perfektes Spiegelbild zu blicken. ODER! Es dreht sich genau um. All dem wird mit herausgestreckter Zunge der Mittelfinger in die Kamera gehalten, um zu erklären, dass es total dumm wäre (das ist übrigens noch freundlich ausgedrückt), auf XY zu verzichten, sich dogmatisch irgendwelchen Regeln zu unterwerfen. 

Klar, ich reihe mich da auch nur in diesen Zirkus ein mit meinen immer wiederkehrenden Neuhjahrsbeiträgen, in dem man einfach nur anecken kann, egal wie man sich dreht und wendet. Also warum solltest du nun ausgerechnet meinen Beitrag zum neuen Jahr weiterlesen?! 

Ganz einfach: es wird keine Challenge geben. Ich werde dir keine Ratschläge zur Selbstoptimierung geben. Aber auch definitiv nicht sagen, dass alles gut ist und wir die Beine gemeinsam auf dem Sofa hochlegen können! 

Ich möchte dir zeigen, was für mich funktioniert und dich einfach nur ermuntern herauszufinden, was es für dich ist! 

Vielleicht geht es dir ab und zu wie mir. Manchmal haben wir nur eine vage Vorstellung von dem, was wir möchten oder brauchen. Beides kann sich zeitweilig absolut ausschließen. Dennoch liegt es letztlich allein in unserer eigenen Hand, Verantwortung für uns selbst zu übernehmen.

Wir unterliegen ständigen Veränderungen. Man könnte meinen, dass es unsere Konstante im steten Wandel ist. Das wird sich sicher auch 2021 nicht ändern. 

Also warum nicht die Veränderung nicht passiv auf uns einströmen lassen, sondern vielmehr diese Veränderung aktiv gestalten? 

Deshalb frage ich dich:

Wie möchtest du 2021 verleben? Wie möchtest du dich wohlfühlen? Was macht dich glücklich?

Oder anders ausgedrückt:

WAS BEWEGT DICH?!

Vielleicht ist es bei dir nicht viel anders. Unser Sport, unser Training, eventuell auch unsere Wettkämpfe können ein Anker sein. Ähnlich wie ein tief verwurzelter Baum, der sich im Wind des Lebens wiegt und mit all den Jahreszeiten lebt – sprießt, erblüht und strahlt. Aber auch Blätter abschüttelt und Ruhe findet, wenn es Zeit wird. Genauso wie er erneut zarte Knospen austreibt, um kurz darauf mit neuen Blüten zu erstrahlen. Das kann man auf ein Jahr ausdehnen, aber auch im Alltag so sehen.

Routinen helfen mir persönlich dann unglaublich, wenn zu viel los ist. Sowohl negativ als auch positiv zu viel. Die kalte Dusche am Morgen. Mein Matcha Wohlfühlmoment. Zeit für mich am Morgen. Am liebsten mit etwas Ruhe und Bewegung. Egal ob intensives Training oder Yoga. Tage ohne all das sind für mich deutlich anstrengender, als wenn ich mir die Zeit nehme und Energie aufbringe, um so die nächsten 24 Stunden zu beginnen. 

Wann immer es zu wild in meinem Leben wird, fühle ich mich nicht mehr als Einheit in meinem Körper. 

Je mehr Arbeit, je mehr sich mein Leben wie eine endlose, ausufernde Party anfühlt, desto mehr Sport brauche ich.

Ich brauche nicht den Sport mehr. Den brauche ich immer. Aber ich brauche mehr davon! Einfach mehr Raum für mich und gleichzeitig mehr Intensität. Ich liebe es, wenn ich meinen Körper als Ganzes spüren kann. Wenn ich mich auf der Yogamatte von den Zehen- bis zu den Haarspitzen durchknete, meinen Herzschlag bis zum Hals beim Laufen spüre oder das Zusammenziehen meiner Muskeln wahrnehme. -und ich kann das Frühjahr gar nicht abwarten, bis ich endlich wieder auf die Tartanbahn gehen kann! Ja, das macht mich wirklich glücklich! So wie endlose Stunden draußen auf meinem Rad. Lange Läufe. Schwimmenrunden allein im See…

An sich bin ich ein ruhiger Mensch. Nur körperlich seit kleinauf immer aktiv. Kein Wildfang. Aber immer am Rennen – würde Menschen meines Umfeldes wahrscheinlich über mich sagen. Ich habe meine bequeme Seite. Natürlich. Meine Ruhetage sind mir heilig. Ich würde fast behaupten, dass es in mir eine richtig faule Seite gibt! Dennoch spielte Sport immer eine wesentliche Rolle. Vermutlich ist genau deshalb auch mein Körpergefühl ein so entscheidender Teil. Ich spüre meinen Körper gern intensiv, wenn ich mich so regungslos am Schreibtisch für Stunden befand. Auf den eigenen Körper hören, das nicht nur, wenn sich Unheil anbahnt. Das ist das, was ich vor allem durch den Sport gelernt habe. 

Was glaubst du, was los ist, wenn ich aus einem scheinheiligen Grund mal zwei, drei Tage nicht die Yogamatte ausrollte oder Laufschuhe trug?!

Mein Körper ist sowieso schon ein einziger Rebell. Mich nicht zu bewegen sorgt für unglaublich viel Unmut in ihm. Das letzte Jahr war ich dem ziemlich ignorant gegenüber. Eine Zeit, die mich mehr als 10 Jahre zurückversetzt hat, als ich gefühlt Tag und Nacht gearbeitet habe. Es hat unglaublich Spaß gemacht. Genau da liegt auch das Problem. Ich liebe, was ich mache und tendiere deshalb dazu, alles an Herz und Energie hineinzugeben, auch wenn es mir dabei nicht gut geht. Es war mir egal, wie sich meine Muskeln, meine Gelenke, meine innere und äußere Haltung anfühlten. 

Droht da jetzt etwa doch ein Anflug von einem Neujahrsvorsatz? Hui, nein, nicht wirklich. Zurück zu dem zu finden, was ich liebe, mehr im Rahmen der Möglichkeiten das zu machen, was ich will, könnte ein Vorsatz sein. Wobei das unabhängig vom Jahreswechsel etwas ist, wonach ich mich sehne, um es mir gut gehen zu lassen. Hast du Vorsätze oder etwas, was du gern machen möchtest? Etwas, was dir guttut und dich bestärkt?

Was mache ich in Momenten der Schwäche? Wenn sich die Arbeit bis unter die Decke stapelt, Projekte nicht bis morgen warten können? So etwas wird es immer geben. Genauso wie Momente der ungesunden Ernährung, der Abweichungen vom Trainingsplan. Das ist das Leben, oder? Annehmen zu können was ist, selbst wenn es nicht leicht fällt, gehört auch zu den Qualitäten, die ich durch den Sport gelernt habe. Genauso wie dem Widerstand zu leisten, wenn ich merke, dass es für mich so nicht passt. Den Willen immer und immer wieder aufzubringen, für mich und meinen Körper einzustehen. 

Das möchte ich mir 2021 unbedingt zurückholen! 

Triathlon Radtraining Schwimmen Laufen Collage Neujahrsvorsätze

Ich möchte zurück zu dem, was ich körperlich so liebe, weil es mich mental so stark macht. Weil es mich auch in dem gut sein lässt, was ich beruflich mache. Aber dafür muss ich wieder zurück zu diesem Freiraum und ihn mir tatsächlich einfach nehmen. Meine körperlichen und mentalen Bedürfnisse wieder mehr in den Mittelpunkt rücken.

Denn egal ob Laufen, Radsport, Schwimmen, Yoga, Basketballspielen, Klettern, Apnoetauchen,… alles, was ich dabei erlebe, kann ich auf irgendeine Art und Weise in meinen restlichen Alltag mitnehmen. Achtsamkeit, Aufmerksamkeit, Ausdauer, Fokus, Konzentration, Gelassenheit, Ruhe, Widerstandskraft, Ängste überwinden, die Komfortzone verlassen… 

Kannst du Ähnliches für dich, deinen Sport, dein Leben zusammentragen? Bestimmt würden wir noch so viel mehr finden! Wie Selbstverantwortung übernehmen oder Verschnaufen-Können. Einen Schritt zurückzutreten und durchzuatmen. Einerseits wirklich richtig zu atmen, nicht so, wie es der Alltag mit uns macht. Sondern ganz bewusst. Auch dafür braucht es Zeit, Muse, Entspannung, Rückzug. Genau das lässt sich dann auch wieder so wunderbar zurück in den Alltag nehmen. 

Wir nehmen gern vieles einfach so hin. Würdest du dem nicht zustimmen? So als wäre es uns zugeflogen. 

Es ist einfach so. 

Dabei müssen wir uns so vieles erarbeiten, lernen, annehmen, akzeptieren, aufbauen, loslassen…

Das klar zu erkennen, was man selbst leistet, kann Sport unterstützen. Kann das unterstützen, was wir lieben.

Ich wünsche dir für dieses Jahr, dass du das für dich findest, was dich sprichwörtlich bewegt. In allen Belangen. Von dem du lernst und zehrst. Dass du Glück in dir und deinem Leben findest. Dass mehr von dem was dich glücklich macht, dein Leben bereichert. Du klar erkennst, was du für dich, dein Leben und andere schaffst. Dass du deiner Leidenschaft folgen und auf dich selbst hören kannst. 

-und noch etwas: bleibe gesund!

Alle hier gezeigten Fotos wurden von Oliver erstellt. Die Rechte an diesen Aufnahmen liegen bei ihm und mir. Eine weitere Nutzung ist nur in Absprache mit uns möglich.

Mehr von dem, was uns glücklich macht!
Oliver | Fotograf & Grafiker( Fotograf & Grafiker )

Als Fotograf & Grafiker von Eiswuerfel Im Schuh bin ich zusammen mit der Athletin ‘Din’ immer auf der Suche nach der nächsten sportlichen Herausforderung und den interessantesten Bildmotiven. Außerdem kümmere ich mich darum, die hier vorgestellten und getesteten Produkte und Sportbekleidung interessant abzulichten. Neben meiner Fotografie bin ich oft selbst sportlich unterwegs. Ich sitze sehr gern im Rennradsattel oder schnüre als Alternativtraining auch schon mal hin und wieder die Laufschuhe. Schaut gern auch auf meiner Facebook-Seite vorbei, auf der ich immer wieder neue Eindrücke mit euch teile.

6 Gedanken zu „Mehr von dem, was uns glücklich macht!“

  1. Ich wünsche Oli und Dir ein Gutes Neues Jahr! Mehr machen von dem, was uns gut tut ist ein schönes Ziel, was immer gelten sollte. Nicht nur im Januar und nicht nur zum Jahresanfang.
    Bleib gesund und fröhlich!
    Claudi

    Antworten
    • Liebe Claudi, genießt du die ersten Tage von 2021 auch so wie wir? Wir nutzen die freie Zeit für einige kleine Arbeiten an unserer Seite, für unser Training und schöne neue Projekte. Vor allem die Zeit zu haben, es in alle Ruhe zu machen!

      Habe ein wunderbares Jahr, lasse es dir gut und ganz lieben Dank für deine Wünsche.

      Antworten
  2. Ein toller, sehr reflektierter Beitrag, fernab von irgendwelchen Neujahrs-Challenges oder den gegenteiligen “wir brauchen keine guten Vorsätze und jedeR, der/die sich für das Neue Jahr etwas vornimmt ist doof”-Posts. Für mich bedeuten die Weihnachtsfeiertage und die Zeit bis zum Neuen Jahr immer auch ein in mich gehen, eine Zeit intensiver Selbstreflektion. Und natürlich folgen diesem Innehalten Wünsche und Ideen, wie ich mein Leben noch schöner machen kann, was ich noch erreichen möchte, wo ich meine Energie hineinstecken möchte. Und so ist es mir auch zu diesem Jahreswechsel wieder ergangen.

    Ähnlich lese ich deinen Artikel und daher gefällt er mir ganz besonders.

    Liebe Grüße
    Hannah

    Antworten
    • Liebe Hannah,

      das ist ja lieb. Vielen lieben Dank. Das bedeutet mir sehr viel und ich freue mich über dein Feedback.

      So ist es – wo möchten wir unsere Energie hineinstecken und was kann unser Leben wirklich bereichern. So fing ich auch an, den Beitrag zu durchdenken. Ich bin gespannt, wo du deine Energie einbringst. In jedem Fall lasse es dir, lasst es euch gut gehen und bis hoffentlich ganz bald mal wieder persönlich.

      Antworten
  3. Mehr von dem, was uns glücklich macht.
    Wieder ein sehr toller Beitrag liebe Din.
    Vieles kann ich nur unterstreichen und nehme für mich noch hinzu, künftig , und
    das habe ich in der Pandemie noch mehr zu schätzen gelernt, noch dankbarer zu sein
    und eben nicht alles als selbstverständlich hinzunehmen.
    Ich wünsche euch ein grandioses neues Jahr.
    Liebe Grüße
    Frank

    Antworten
    • Lieber Frank, hoffentlich bist du gut in das neue Jahr hineingekommen.

      Vielen lieben Dank. Das ist absolut so, da kann ich dir ebenfalls nur zustimmen. Nur wenig kann man für selbstverständlich erachten und dankbar dann genau dafür zu sein und auch für all das, was unser Leben so zu bereichert ist so wichtig. Es kann sich so vieles so schnell ändern…

      Genieße das Jahr und koste es den Möglichkeiten entsprechend aus. Viele Grüße!

      Antworten

Schreibe einen Kommentar