Von tibetischem Yoga und Glücksbringern

Vibrierende Klangschalen, das leise singende Raunen eines Mönchs und die innere Ruhe kommt mir sofort in den Sinn, wenn ich an die unterschiedlichen Yogaarten denke. Eine Art, die sich besonders darauf konzentriert mit der Kombination von Bewegung und Atem, fehlgeleitete Energie zu mobilisieren und Blockaden im Körper zu lösen, ist ‚Lu Jong‘. Dabei wird großer Wert auf den inneren Fokus, Gesundheit, Vitalität, mentale Klarheit und die Körperwahrnehmung gelegt.

‚Lu Jong‘, auch tibetisches Heilyoga genannt, ist eine Art Yoga zu praktizieren, die ihren Ursprung in der tibetischen Medizin hat. Sie hat den Vorteil, dass sie für jeden geeignet ist, egal welches Alter man hat oder wie beweglich man ist. Es gibt auch die Möglichkeit, Übungen auf einem Stuhl auszuführen oder auch einfach zwischendurch im Büro hinter dem Schreibtisch zu absolvieren.

‚Lu Jong‘, heißt übersetzt ‚Körper‘ & ‚Schulung‘, und entstand vor etwa 8.000 Jahren, noch bevor sich Yoga und Qi Gong entwickelt hatten. Die Meister, die dieses Prinzip erarbeiteten, haben die Natur mit dem Körper und Geist in Verbindung gebracht. Sie wussten um die Kraft der fünf Elemente Wind, Feuer, Wasser, Erde sowie Raum und deren Einfluss auf den Körper. Mit den fünf Grundübungen des ‚Lu Jong‘ wird eine Verbindung durch den Atem zu diesen Kräften hergestellt, damit die Meridiane des Körpers durchlässig gehalten werden, damit Energie so fließen kann, wie von der Natur vorgesehen. Diese Kanäle werden dadurch massiert, gedehnt und gedrückt und durch die mehrmalige Wiederholung entfalten die Übungen ihren positiven Effekt auf den gesamten Körper. Außerdem werden die drei wichtigen Körpersäfte (Galle, Wind und Schleim) in Einklang gebracht und der größte Energielieferant, die Wirbelsäule, wird auf sanfte Art mittrainiert. Zudem nährt es die innere Wärme und bringt langsam den Kreislauf in Schwung.

Das Yoga mittlerweile seit Jahren zu meinem Leben gehört, habe ich bereits mehrmals angesprochen und welche Formen ich bevorzuge, kann man hier nachlesen. Es ist nicht nur die perfekte Ergänzung zum Laufen (warum?), sondern auch eine ideale Vorbereitung für den Tag oder die Nacht. Auch wenn ich eher ein Power Yoga Mensch bin, sehne ich mich ab und zu nach noch mehr innerer Ruhe und Entspannung. Meine Pilateslehrerin hat mir empfohlen auch mal locker zu lassen, den Geist baumeln zu lassen, alle Bestrebungen fallen zu lassen, ja sogar quatsch zu machen. Bis auch das letzte versuche ich nun all das im ‚Lu Jong‘ Yoga von und mit Ralf Bauer zu finden.

Ich bin kein großer Freund von Schauspielern, die plötzlich den Glauben finden und unterrichten müssen, aber eine gut produzierte DVD mit einem lockeren Ralf Bauer, der alles ausführlich und detailliert erklärt, muss ich ausprobieren. Nachdem das Set (90-minütige DVD, Buch & CD) bei QVC.de sofort ausverkauft war, soll es dieses ab heute wieder geben. Ich bin gespannt, was sie mir Neues beibringen kann und vor allem interessiert mich das Interview mit einem tibetischen Arzt und die Musik-CD.

Als Triathletin & Autorin von Eiswuerfel Im Schuh bin ich zusammen mit meinem Sportfotografen immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung und neuen Bildmotiven. Als Julimädchen liebe ich die Sonne, das Meer und den Sand zwischen den Zehen, genieße aber auch die Ruhe auf meiner Yogamatte oder auf einem Surfbrett. Ich freue mich, mit dir auf FacebookTwitterPinterestInstagram und Google+ in Kontakt zu bleiben.

5 Gedanken zu “Von tibetischem Yoga und Glücksbringern

  1. Bei einem Satz in diesem Artikel muss ich leider widersprechen und zwar bei „Sie hat den Vorteil, dass sie für jeden geeignet ist, egal welches Alter man hat oder wie beweglich man ist.“ Momentan geht mir mir hinsichtlich Bewegung gar nichts. Ich würde so gerne meine Rumpfübungen absolvieren aber ich kann nicht! 🙁 Jede Verbiegung ist eine Qual

    • Ja, das stimmt und ich leide mit dir! Ich habe nach meinem Bandscheibenvorfall ganz leicht nach zwei Wochen mit den ersten Yogaübungen passend zur Physiotherapie begonnen und konnte so etwas Erleichterung erfahren. Ich hoffe, dass es bei dir bald aufwärts geht und du passende Übungen findest, die dir helfen.

  2. wie klein die welt doch ist
    ich gestehe viel zu seltenes yoga“tun“ aber immerhin hab ich einen göttergatten der es etwas öfter unter unserer linde (im sommer) oder im haus praktiziert und ebenfalls anhand von 2 DVD von Ralf Bauer, und dazu gekommen sind wir über eine tolle woche vollwertkostlaufseminar in südfrankreich mit dem butzi

    http://www.lauftipps.de/foren/viewtopic.php?t=7606&start=0&postdays=0&postorder=asc&highlight=vollwert

    🙂

    • Danke für den tollen Link, Bine! Ich kann es nicht fassen, so ein Ausblick jeden Morgen. Das ist wirklich unglaublich beneidenswert. Ich habe so viel über solche Urlaube gelesen und ich glaube, es wird Zeit! Ich habe die Kombination Yoga und Surfen im Blick, passt auch super zusammen und macht sehr viel Sinn.
      Wie gern hätte ich auch eine Linde oder zumindest etwas Platz im Freien, um den Morgen mit Yoga draußen zu verbringen! Bis jetzt geht das nur im Urlaub, worauf ich mich immer sehr freue.

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