Laufgeschichten: Wangenrot

Diese Kühle im Frühjahr, diese Frische im Herbst und die Kälte im Winter weckt uns nicht nur auf. Ein tiefer Atemzug, versorgt uns fast den gesamten Tag mit Energie, obwohl wir gerade laufen waren und schenkt uns dieses unglaubliche Wangenrot. Auch wenn man vielleicht im ersten Moment bei Minusgraden und dem Wissen, dass es erst lange nach dem Lauf hell werden wird, daran zweifeln mag, dass es eine gute Idee war, das warme Bett zu verlassen, merkt man es schon nach wenigen Schritten. Es wird einem nicht nur wohlig warm, die Müdigkeit verliert sich Meter für Meter und man kehrt locker und leicht zurück.

Das Gefühl der glühend heißen, rosigen Wangen, die nach dem Lauf zurückbleiben und die das Gesicht auch Stunden danach noch zum Leuchten bringen und jedem Gegenüber von dem letzten Lauf erzählen, den man scheinbar sichtlich genossen hat, genau das ist, was mich auch morgens um sechs durch die Dunkelheit und im tiefsten Winter durch die Kälte treibt.

Eigentlich sieht man eher kleine Kinder nach einem glücklichen Tag an der frischen Luft mit so roten Wangen, aber Läufer (klar, auch andere Draußensportler) sehen nicht nur fast genauso aus, sondern fühlen sich mit Sicherheit auch genauso gut!

Als Triathletin & Autorin von Eiswuerfel Im Schuh bin ich zusammen mit meinem Sportfotografen immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung und neuen Bildmotiven. Als Julimädchen liebe ich die Sonne, das Meer und den Sand zwischen den Zehen, genieße aber auch die Ruhe auf meiner Yogamatte oder auf einem Surfbrett. Ich freue mich, mit dir auf FacebookTwitterPinterestInstagram und Google+ in Kontakt zu bleiben.

11 Gedanken zu “Laufgeschichten: Wangenrot

  1. Ahhh, netter Vergleich mit den Kids. Ich glaube viele „Erwachsene“ vergessen, wie oft und viel sie früher als Kind draußen waren und herumgetobt haben. Schön, dass du uns mit deinen Worten wieder auf diese Gedanken bringst.
    PS: Ich weiß (noch) nicht, wie es sich anfühlt durch den Schnee zu laufen, bin aber schon ziemlich gespannt und freue mich darauf genauso wie auf die ersten warmen Sonnenstrahlen, die sich im Frühjahr durch die Wolken kämpfen.

    • Oh, ich bin mir ganz sicher, dass du den Schnee lieben wirst. Du musst unbedingt früh aufstehen, um der erste Läufer zu sein, der seine Spuren im Schnee hinterlässt. Und du musst unbedingt ohne Musik laufen, damit du das wundebrare Rascheln im Schnee hörst. Vergiss aber nicht die „Schneeketten“, falls der Schnee schon angetaut ist und sich Eis gebildet hat.

  2. Die beste Kosmetik fürs Gesicht – und hält, wie du treffend schreibst – auch lange an, während andere sich mit Rouge zu kleckern, zehren wir von roten Wagen, die wir durchs Laufen kostenlos erhalten und uns dabei noch richtig saugut fühlen. 8)

  3. Ich gehe lieber laufen, wenn die anderen WIEDER schlafen :). Und die „Kosmetik“ für das Gesicht sollte nicht ohne anschließende Feuchtigkeitscreme „aufgetragen“ werden, denn im Winter trocknet die Haut zusätzlich durch die geringe Luftfeuchtigkeit aus. Aber den Damen braucht man DAS wahrscheinlich nicht zu sagen ;).

    • Also nein, also ja. Klar, da kommt eine dicke Schicht Sheabutter auf die Wangen und Lippen bevor es losgeht und anschließend, ja anschließend noch einiges mehr 😉
      Ach ja, am Abend ist aber auch schön zu laufen… da bekommt man so schön heiße Ohren, wenn man zurück ist und so schläft es sich direkt gleich viel schneller ein.

  4. Für mich persönlich gibt es nichts schöneres als bei kühlen Temperaturen sich auf den Weg zu machen und sich die frische Luft ums Gesicht blasen zu lassen. Allemal besser als im Sommer, durch die Hitze,sich die Möhre vom Kopf zu pusten! 🙂

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