Made-In: Italien – Die Radsportmarke rh+

Werbung | Helmhaare? Ja, kenne ich! Du auch? Sie sind manchmal schlimmer als Schwimmhaare, oder? Daran kann leider auch die Radsportmarke rh+ nichts ändern. Aber sie haben einen Zeitfahrhelm in ihrem Sortiment aufgenommen, der mit seinem “fließenden Design” sofort meine Aufmerksamkeit auf sich zog, als ihn mir das Team von rh+ vorgestellt hat.

In diesem Beitrag widme ich mich genau dieser italienischen Marke rh+, die auf Radsportbekleidung und -accessoires spezialisiert ist. Im Folgenden blicke ich hinter die Kulissen des Unternehmens und habe mein Interview mit dem Marketing Manager Andrea Pizzi zusammengefasst. Ich teile meine Erfahrungen mit dem rh+ Zeitfahrhelm Z Crono, den das Team zusammen mit Profi-Athleten entwickelt hat. Darüber hinaus gibt es erste Informationen über ihren neuen rh+ 3in1 Helm, der noch dieses Jahr erhältlich sein wird.

Vor nun mittlerweile einigen Jahren habe ich begonnen, Sportunternehmen innerhalb meiner Made-In-Reihe vorzustellen. Mit Interviews einen Blick hinter die Kulissen von Marken zu werfen, mehr über ihre Philosophie, Produktion, die Mitarbeiter und natürlich ihre Produkten zu erfahren. Begonnen hat alles mit dem Radsportunternehmen everve, das den Auftakt machte. Mittlerweile sind Sportartikelhersteller wie ‘Von Drais’ und ‘Ashley Lloyd Surfboards’ aus den USA, Gloryfy aus Österreich, RON Wheels aus Polen, ON aus der Schweiz hinzu gekommen. Weiter geht es nun mit der Radsportmarke rh+, die zu dem Unternehmen Zero Industry Srl gehört. 

Alle Fotos kannst du zur Vergrößerung anklicken.

Triathletin auf Zeitfahrrad mit Aero Helm und Tri Suit

Mit Sitz in der Lombardei ist rh+ ganz nah am Radsport dran. Sie nutzen es immer wieder als Inspirationsquelle für die Weiterentwicklung ihrer Materialien der Radbekleidung, aber auch für ihr Wintersportkollektion. Darüber hinaus hat sich die Marke auf Sportbrillen und auf Ski- sowie Radhelme spezialisiert.

Neu im Sortiment seit diesem Jahr der rh+ Zeitfahrhelm Bike Z Crono, der laut Hersteller nicht nur beste aerodynamische Eigenschaften mit hervorragender Passform vereint sondern auch sehr gut belüftet sein soll. Dazu aber mehr zum Ende des Betrages, wenn es um meine eigenen Erfahrungen mit dem Z Crono geht. 

Radsport Helm Bike Z Crono rh+ Freisteller

Über die Jahre haben sie mit Profis in allen Bereichen zusammengearbeitet, unter anderem 2013 mit der Radsportgröße Alberto Contador. Wir Liebhaber von Sportfunktionsbekleidung können bei rh+ auch Radhosen, -jacken und -westen sowie zahlreiches Zubehör wie Überschuhe, Handschuhe, Socken,… finden.

Ich hatte die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen von rh+ zu werfen und den Marketing Manager Andrea Pizzi für ein Interview zu gewinnen. Wir haben gemeinsam über die Unternehmensgeschichte und Philosophie, Produktionsstätten und Neuheiten gesprochen:

Foto Marketing Manager rh+ Andrea Pizzi
rh+ Marketing Manager Andrea Pizzi | ©rh+

Was bedeutet eigentlich rh+ genau? Welche Idee verbirgt sich dahinter?

rh+ ist eine Marke von Zero Industry Srl, ein Brand für technische Sportbekleidung, der eine perfekte Balance zwischen Innovation und authentischem italienischen Stil herstellt. Die Marke zerorh+ wurde im Jahr 2001 geboren. Der Name leitet sich von der Blutgruppe des universellen Spenders ab. Er zeigt an, dass es sich um eine Marke handelt, die die Bedürfnisse eines jeden Sportlers befriedigen kann. Es wurde später in rh+ geändert.

Ihr werbt mit 100% Made in Italy. Welche Produkte stellt ihr tatsächlich in Italien her?

In Italien stellen wir die hochwertigen Produkte unserer Fahrradbekleidung und den Helm Crono her. Der Rest wird zwischen Osteuropa und China produziert. Obwohl ein Teil unserer Produktion in China und Osteuropa stattfindet, erfolgen das Design und die Entwicklung des Produkts in Italien. Außerdem beziehen wir die meisten Materialien bei italienischen Lieferanten, wie beispielsweise die Sitzpolster unserer Radhosen. Dabei recherchieren wir lange und wählen hochwertige Stoffe und Materialien aus, die von verschiedenen italienischen und ausländischen Lieferanten hergestellt werden. Wir selbst produzieren keine Materialien und betreiben deshalb auch keine eigene Materialforschung. Dabei verlassen wir uns auf externe Hersteller.

Die Produktion in Italien ermöglicht insbesondere für die hochwertigen Produkte eine höhere Qualität in Bezug auf das Endprodukt. Zudem können wir mit den in Italien kreierten Designs viel mehr Augenmerk auf Details bringen. Aber nicht nur das, wir können natürlich Stoffe und Materialien direkt verwenden, zum Beispiel die erwähnten Sitzpolster, die in Italien hergestellt werden, ohne sie ins Ausland versenden zu müssen.

Was hält euch davon ab, alles in Italien zu produzieren?

Man muss sich der realistischen Marktsituation bewusst sein. Eine Produktion ganz in Italien ist zu teuer, insbesondere für eine Marke wie unsere, die nicht Millionen von Kleidungsstücken pro Jahr produziert. Wirtschaftlich ist es uns leider nicht möglich, wenn wir auf dem Markt wettbewerbsfähig bleiben wollen.

Kommen wir auf eure Helme zurück. Ihr testet sie selbst in einem Windtunnel. Befindet sich dieser bei euch im Headquarter? 

Die technologische Entwicklung unserer Produkte findet in Zusammenarbeit mit der Politecnico di Milano, der ingenieurwissenschaftlichen Technischen Universität in Mailand statt. 

Wie lange dauert es, bis ein Helm von der ersten Skizze, von der ersten Idee ausgehend marktreif ist? Wie können wir uns die einzelnen Schritte vorstellen?

Vom ersten Entwurf bis zur Präsentation des Helms beim Verkauf dauert es etwa 8 bis 10 Monate und 12 bis 14 Monate, bis er auf dem Markt dann tatsächlich erhältlich ist.

Nachdem wir das Design auf Papier definiert haben, erstellen wir ein Harzmodell, das aus massivem Material gefräst wird. Wir definieren sowohl die externen als auch das interne Volumen korrekt (das Passen). Nachdem wir die entsprechenden Anpassungen am Harzmodell vorgenommen haben, erstellen wir, immer durch Fräsen, den Prototyp in EPS, dem gleichen Material, mit dem er vermarktet wird.

Welche Rolle spielt für euch eine nachhaltige / ökologische, faire Produktion? Gibt es eine neue Entwicklung, an der ihr gerade arbeitet?

Tatsächlich ist es schwierig, über eine nachhaltige Produktion zu sprechen, wenn wir uns auf externe Hersteller verlassen müssen. Wir können keine Anfragen stellen oder die Arbeit dieser Unternehmen kontrollieren.

Was wir jedoch sofort tun können, ist die Auswahl, insbesondere bei unseren Bekleidungslinien auf recycelte Rohstoffe und Stoffe einzuschränken, die beispielsweise aus Garnen aus recycelten PET-Flaschen hergestellt werden. Dies ist der erste Schritt, den wir gerade auch in der Skilinie machen.

Wie findet ihr eure Inspiration für Neuheiten?

Wir glauben an Überschneidungen insbesondere zwischen der Mode- und Radsportwelt. Der Mode sind wir dank der Zusammenarbeit mit ISA Spa sehr verbunden sind. In den 50er Jahren als kleine Weberei gegründet, stellt ISA Spa für namenhafte Designer her. Wir teilen den Hauptsitz mit ihnen und sie sind Teil der Gruppe. Das Unternehmen arbeitet auch für einige der wichtigsten Namen der internationalen Mode. [Darunter waren auch bereits  Roberto Cavalli und Stella McCartney.] Wir haben so die Möglichkeit, die Farben und Trends der Modewelt viel früher als jedes andere Sportbekleidungsunternehmen abzufangen.

Wie unterscheiden sich eigentlich Skisport- und Radsporthelme?

Der Unterschied zwischen einem Skihelm und einem Fahrradhelm ist technisch. Der Fahrradhelm ist viel komplexer, weil wir ein möglichst leichtes Produkt erhalten möchten. Helme für Radsportler müssen sehr gut belüftet sein. Er muss mit großen Öffnungen versehen werden und gleichzeitig die Stabilität aufrechterhalten, die es zum Bestehen der Zertifizierungstests benötigt. Der Skihelm hingegen ist viel einfacher herzustellen. Er kann weniger luftdurchlässig sein und über dickere Polsterungen sowie die externe Helmkalotte verfügen, die ihn viel widerstandsfähiger macht.

Was ist aktuell euer innovativster Helm und warum? 

Der neue 3in1 Helm ist unsere Neuheit für 2021, die bereits Anfang Dezember im Handel erhältlich sein wird. Er hat die kompakten und aerodynamischen Formen eines Straßenhelms. Er ist leicht und bequem. Dank zweier Visiere unterschiedlicher Länge, die leicht anzubringen sind, eignet er sich auch perfekt für die Verwendung auf Gravel oder Mountainbikes.

Kommen wir zu dem Helm, der mich in dieser Saison begleitet hat. Was macht den Helm Bike Z Crono einzigartig?

Dieser Helm wurde für die spezifischen Bedürfnisse des Wanty Gobert-Teams im Zweijahreszeitraum von 2017 bis 2018 entwickelt. Wir waren für dieses belgische Straßenradteam technische Sponsoren und reagierten mit der Entwicklung des Bike Z Crono auf Anfragen von ihnen. Sie suchten nach einem aerodynamischen, aber komfortablen und belüfteten Produkt, das gleichzeitig mit integriertem Visier ausgestattet war. Aktuell sind keine weiteren Entwicklungen für die Crono Reihe geplant. Es handelt sich um einen sehr kleinen Markt im Vergleich zu den anderen Helmen, die es in unserer Road- und Offroad-Sammlung gibt.

Welche Helm-Modelle würdet ihr speziell Triathleten im Training und Wettkampf empfehlen? 

Wir unterstützen einige Athleten in Italien als technischen Partner, darunter zwei Juniorinnen (Gold und Silber bei den Weltmeisterschaften 2019). Ihnen stellen wir beispielsweise unseren AirXTRM-Helm für Training und Wettkämpfe zur Verfügung. Ab der nächsten Saison werden wir den neuen rh+ 3in1 Helm liefern.

Der Z Crono Helm wurde wie erwähnt für das belgische Profi-Team Wanty Gobert entwickelt und ist eine Empfehlung für Zeitfahrrennen. Aber natürlich eignet er sich auch für Triathleten im Wettkampf und Training.

Den rh+ Bike Z Crono Helm möchte hier nun etwas genauer unter die Lupe nehmen, beziehungsweise vorstellen. An dieser Stelle aber zunächst einmal vielen lieben Dank an Andrea Pizzi für die interessanten Einsichten und die Zeit! Für mich ist es immer wieder faszinierend, derartige Einblicke in kleine Unternehmen zu erhalten. Ich hoffe, dir ging es beim Lesen ebenso. 

 

rh+ Bike Z Crono Helm

Der rh+ Z Crono ist nicht der erste Zeitfahrhelm, den ich über längere Trainingsabschnitte und Distanzen bei unterschiedlichster Witterung gefahren bin. Auch wenn es bei den Helmen der Marke rh+ keinen Unterschied in der Form zwischen Helmen für Athletinnen und Athleten gibt, begeisterte mich bei dem Bike Z Crono vor allem das optisch relativ kleine und stromlinienförmige Design im Vergleich zu anderen Zeitfahrhelmen. Was diesen Helm darüber hinaus auszeichnet, habe ich im Folgenden zusammengestellt. 

Es ist der High-End Helm der italienischen Radsportmarke rh+ , der sich meines Erachtens nicht nur für Triathlons und Zeitfahrrennen eignet, sondern auch im Training seine Funktion bestens erfüllt. Ich fahre unheimlich gern mit dieser Art von Helmen. Insbesondere an heißen, sonnigen Tagen, weil ich zum Einen keine extra Sonnenbrille benötige und die Visiere immer schön weit über die Wangen reichen. So mildern sie die Intensität der Sonne im ganzen Gesicht etwas. Entsprechend häufig ist dieser Helm auch außerhalb von Wettkämpfen vor allem auf langen Trainingseinheiten mit unterwegs.

Ohne Windkanal und Fallturm, werde ich sicher nichts zum Thema Sicherheit und Aerodynamik sagen können. Da muss ich mich auf die Angaben von rh+ und Andrea Pizzi verlassen: 

In Bezug auf Helme werden alle unsere Produkte den gesetzlich vorgeschriebenen Tests unterzogen, um die erforderliche Zertifizierung für den Verkauf zu erhalten.

Aber aufgrund des langen Einsatzzeitraums gibt es vielleicht auch für dich spannende Details zum Aufbau, der Passform, dem Tragekomfort und dem Design.

Triathletin auf Zeitfahrrad mit Aero Helm und Tri Suit

 

AUFBAU des Bike Z Crono

Die Außenschale des rh+ Bike Z Crono Helm besteht aus leichtem Polycarbonat, die mit einer ebenfalls leichten und zugleich stabilen In-Mold-Konstruktion ausgefüllt ist. Beides ist sehr weit und nah am Kopf nach unten Richtung Nacken und ÜBER die Ohren hinweg gearbeitet. So erinnert der Z Crono bei abgenommenem Visier eher an einen Motorradhelm als an einen Radhelm.

Die In-Mold-Konstruktion ist an der Stirn und am Hinterkopf mit Polycarbonat im Carbonlook abgedeckt. Das Innenpolster sorgt für einen sehr angenehmen Tragekomfort (dazu später mehr im Detail). Ein Netz ist innen nicht noch zusätzlich angebracht. 

Das rauchig wirkende, abnehmbare, sehr großflächige Visier hält mit 3 starken Magneten auch auf wilden Kopfsteinpflaster Passagen, die eher an Paris-Roubaix als an idyllische Landstraßen erinnern. Belässt man es am Crono wirkt er schnittig. Die flachen, abgerundeten Kanten des Helms gehen direkt in das Visier über. Das ist an der Unterseite mit einem schmalen Gummirahmen ummantelt. Leider gibt es keine alternativen Visiere in unterschiedlichen Tönungsintensitäten. Aber rh+ hat einen angenehmen Mittelweg zwischen Tönung und Lichtdurchlässigkeit gefunden. Das leicht verspiegelte Visier schützt sehr angenehm vor intensiver Sonnenstrahlung, auch wenn die Sonne morgens oder an langen Trainingstagen am späten Nachmittag tief steht. Je nach Blickwinkel und Lichteinfall wirkt die Verspiegelung silbern oder leicht durchlässig. 

An der Oberseite vorn seitlich und hinten jeweils rechts und links befinden sich drei Belüftungsöffnungen in Form von Schlitzen, ein weiterer ist oben am Scheitel herausgearbeitet. Letzter sorgt kurzzeitig immer dann für intensive Windgeräusche, wenn ich meinen Kopf sehr weit nach unten nehme. Die Geräusche verschwinden binnen Sekunden, sobald ein Mal komplett Luft durchgezogen ist. Die Belüftungsöffnungen ziehen sich von außen bis ins Innere des Helms in Form von Belüftungskanälen. So zirkuliert Luft tatsächlich. Das kann sie übrigens auch durch kleine Belüftungsöffnungen am Visier. Vier Schlitze sorgen dafür, dass der Schweiß auf der Stirn auch etwas kühlen kann, ohne dass es zu unangenehmen Luftzügen um die Augen kommt. Diese Öffnungen verhindern zudem das Beschlagen des Visiers bei schwül-heißen Temperaturen und feuchten Witterungsbedingungen (weitere Eindrücke inklusive Fotos weiter unten). 

Auch wenn ich den Helm bei so ziemlich allen Temperaturen getragen habe, hatte ich selten das Gefühl, dass es zu einem Hitzestau kommt. Einzig an extrem heißen Tagen begann auf einer sehr langen Strecke irgendwann mein Kopf zu glühen. Wie bei anderen Helmen auch, habe ich mir über die obere Öffnung Wasser reinlaufen lassen, was etwas Abhilfe schaffte. Bei sehr nassen Haaren merkte ich dann auch die Luftzirkulation. Aber der matt-schwarze Helm speichert natürlich auch einiges an Wärme. 

Anders herum war die Luftzirkulation an den Ohren bei kühlen Temperaturen durch das tiefgezogene Visier und die weit nach unten gearbeiteten Helmseiten nicht so stark wie ich es von meinem Casco kenne. Was ich als sehr positiv empfand. Insbesondere wenn man direkt nach dem Schwimmtraining oder im Wettkampf nach der ersten Disziplin nass aufs Rad steigt. 

Triathletin auf Zeitfahrrad mit Aero Helm und Tri Suit Close Up Portrait

 

TRAGEKOMFORT

Es ist nicht immer ganz einfach ohne auffällige Druckstellen am Ende eines Trainings vom Rad zu steigen. Zumindest geht es mir bei meinen anderen Helmen (Giro, Casco) ganz oft so. Den rh+ Bike Z Crono setze ich hingegen immer gern auf und wieder ab, weil er auf angenehme Weise Schutz schenkt und individuell anpassbar ist. 

Für sicheren Sitz sorgen robuste und zugleich leichte Gurte aus Mesh-Material, die am unteren Ende mit sogenannten Gurt-Dividern für einen individualisierbaren und stabilen Sitz sorgen. Der Verschluss ist wie bei meinem Giro ein praktisches und einfach zu handhabendes Stecksystem zum Einklicken. Anders als das oftmals etwas frickelige Hakensystem beim Casco. 

Das innere “Plastikgestell”, das sich angenehm um den Kopf schmiegt, kann am Hinterkopf mit dem COMFORT FIT2 Drehrad festgestellt werden. So lassen sich Höhe und Weite je nach Kopfform anpassen. Bei den Größen hat man die Wahl zwischen XS/S (53-56cm) und L-XL (58-60cm). Ich habe natürlich zur kleinen Größe gegriffen, die passt. 

Durch die waschbaren, antiallergischen Stratosoft Innenpolster aus 3D-Mesh drückt nichts, sondern sitzt einfach gut. Das Innenpolster zieht sich entlang des Scheitels bis zur Stirn. Schweiß wird so schnell aufgesaugt. Die Polsterung ist zudem extra an den tiefgezogenen Seiten entlang der Ohren angebracht, wodurch der Windzug und entsprechende Geräusche minimiert werden, wie mir scheint. 

Triathletin auf Zeitfahrrad mit Aero Helm und Tri Suit Close Up Portrait

 

DESIGN & LIEFERUMFANG DES rh+ Bike Z Crono Helms

Ein klassisch schwarzer, mit weichen Linien im Markendesign verzierter Aerohelm, der durch hochwertig wirkende Details im Punkt Design für mich einiges zu bieten hat.

Was nach Markendesign wirkt, hat aber zudem einen Sicherheitsaspekt. Es handelt sich dabei nämlich auch um Reflexionsapplikationen. Sie sind links, rechts und oben auf dem Helm jeweils am Visier beginnend in Form von roten Streifen und dem Logo in weiß angebracht. Sehr gut gefällt mir neben dem allgemeinen matten Look auch das Carbondesign an der Stirn und dem Hinterkopf.

Der Helm hat eine fließende, wie ich finde, sehr schöne und aerodynamische Helmform. Das verhindert zwar nicht das platte Helmhaar.

Aber er sieht so zumindest auf meinem Kopf nicht wie eine unfassbare alien- oder ameisenmäßige Übergröße aus.

Wobei das auch wirklich relativ ist. Denn interessanter Weise sieht der rh+ sogar einen Tick größer aus, wenn er neben meinem Casco Aero liegt. Aber in jedem Fall wirkt zudem nicht unendlich lang im Nacken, sondern verjüngt sich bis dorthin nur leicht, ohne eine dieser bekannten üppigen Spitzen zu haben, wie man es von so manch anderem Aerohelm kennt.

Mit 430g inklusive Visier fühlt sich dieser Zeitfahrhelm im Vergleich zu meinem mittlerweile in die Jahre gekommener Casco Speed Aero nicht nur schwerer an sondern ist es mit 100g mehr auch. Obwohl er aufgesetzt nicht wirklich schwer erscheint.

Zusätzlich zum Helm gibt es einen leichten Mikrofaserbeutel. Ich persönlich wünschte mir ein kleines Köfferchen, wie es für den Casco gibt.

FAZIT

Vor allem bewerte ich den Tragekomfort und den Schutz, den das große Visier bietet, als sehr angenehm und erfreue mich immer wieder am stromlinienförmigen Design und dem rauchig-silbern wirkenden Visier. Der einfache Verschluss ist ein schönes Detail, genauso wie die tief über die Ohren gezogenen Seiten. Die Polsterung fühlt sich gut an, genauso wie der allgemeine Sitz mit tief nach unten geneigtem Kopf. Darüber hinaus finde ich ihn schnittiger als so manchen Konkurrenten.

Wünschenswert wären Ersatzvisiere, eventuell ein Insektennetz und ein extra Köfferchen zur Aufbewahrung.

Triathletin auf Zeitfahrrad mit rh+ Aero Helm und Tri Suit Close Up

 

rh+ ist sowohl im Sportfachhandel als auch online über ihren eigenen Webshop erhältlich. Mit 250€ ist der rh+ Bike Z Crono Zeitfahrhelm mit Sicherheit kein Schnäppchen. Liegt aber in einem Preissegment, in dem sich Aero Radhelme gern befinden.

Ich freue mich über dein Feedback. Kennst du das Unternehmen rh+ bereits? Oder trägst du vielleicht schon einige ihrer Radsportprodukte? 

Vielen lieben Dank an das gesamte rh+ Team für die Einblicke in euer Unternehmen und für die Zeit des Interviews!

Triathletin rh+ Aero Helm Close Up Portrait

Alle Beiträge dieser Serie kannst du dir unter dem Tag ‘Made In’ anschauen. Dich interessiert alles zum Thema Triathlon Zubehör? Dann klicke dich doch durch meinen Tag der Sportartikel Posts.

Begleitet hat mich an so einigen heißen Trainingstagen in diesem Jahr neben dem rh+ Crono Helm der Tri Suit von Alé Cycling und das Garmin Edge 1030 Plus sowie den Forerunner 745.

Alle hier gezeigten Fotos wurden von Oliver erstellt. Die Rechte an diesen Aufnahmen liegen bei ihm und mir. Eine weitere Nutzung ist nur in Absprache mit uns möglich.

Made-In: Italien - Die Radsportmarke rh+
Oliver | Fotograf & Grafiker( Fotograf & Grafiker )

Als Fotograf & Grafiker von Eiswuerfel Im Schuh bin ich zusammen mit der Athletin ‘Din’ immer auf der Suche nach der nächsten sportlichen Herausforderung und den interessantesten Bildmotiven. Außerdem kümmere ich mich darum, die hier vorgestellten und getesteten Produkte und Sportbekleidung interessant abzulichten. Neben meiner Fotografie bin ich oft selbst sportlich unterwegs. Ich sitze sehr gern im Rennradsattel oder schnüre als Alternativtraining auch schon mal hin und wieder die Laufschuhe. Schaut gern auch auf meiner Facebook-Seite vorbei, auf der ich immer wieder neue Eindrücke mit euch teile.

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