Laufgeschichten New York II: Die Brücken am Fluss (Reisebericht)

Neben den weltbekannten Sehenswürdigkeiten wie die Freiheitsstatue und dem Central Park, dem Empire State und Chrysler Building, Rockefeller Centre und der 5th Avenue, Times Square und Broadway, Ground Zero und Wall Street, sind die Brücken von New York mein persönliches Highlight. Dabei ist es mir egal ob es sich um die Queensboro oder Manhattan Bridge handelt. Ob es die Brooklyn oder Williamsburg Brücke ist. Oder vielleicht die Verrazano-Narrows und die George-Washington-Brücke, die über den East und Hudson River verlaufen. Vielleicht weil man viele von ihnen mit einer interessanten, imposanten und sehr unterhaltsamen Laufrunde verbinden kann. Vielleicht aber auch weil sie jede für sich über eine faszinierende Architektur verfügt. In meinem heutigen Beitrag – eine Art Reisetipp kombiniert mit einer kleinen Laufgeschichte – nehme ich euch mit zu den vielfältig schönen Brücken der Stadt.

Als ich das erste Mal New York City besuchte, hatte ich das Glück, dass mein Taxi keinen Tunnel sondern eine der zahlreichen Brücken der Stadt nutzte, um mich nach Manhattan zu bringen. Schon von Weitem konnte ich die berühmtesten Hochhäuser sehen, die innerhalb der Skyline verschwanden, als wir über die Brooklyn Bridge fuhren. Schon damals wollte ich unbedingt über einige der Brücken, die Manhattan mit anderen Stadtteilen verbinden, laufen.

Alle Bilder könnt ihr zur Vergrößerung anklicken. 

EISWUERFELIMSCHUH - New York Brücken Manhatten Brooklyn Williamsburg World Trade Center Queensboro (3)

Als ich mich das erste Mal zu Fuß aufmachte, war mir nicht wirklich klar, welche Distanzen zu überwinden sind. Deshalb schnüre ich entweder seither die Laufschuhe oder miete mir ein Rad. So wie ich es auch das letzte Mal bei meinem Besuch der Stadt tat, als ich wieder einmal kreuz und quer flitzten wollte.

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Vielleicht habt ihr schon meine Laufgeschichte über den Central Park entdeckt? Der gehört natürlich für alle Läufer und Radsportler ganz oben auf die Liste, wenn man sich in dieser Stadt aufhält. Wer nur spazieren gehen möchte, kann die Brücken natürlich auch besuchen, sollte nur ausreichend Zeit und ausgeruhte Füße mitbringen. Denn oft ist schon allein der Beginn jeder einzelnen Brücke mitten in der Stadt zu suchen. Bei manchen kann man als Fußgänger aber auch Treppen nehmen, um auf sie hinauf zu gelangen. Nur die Verrazano-Narrows Bridge kann man weder als Fußgänger noch mit dem Rad überwinden. Deshalb stand sie nicht auf meinem Programm. Dafür gibt es aber genügend andere, die ihr laufend oder als Radfahrer erobern könnt.

Da sich das Wetter neulich von seiner besten Seite zeigte, begann ich einige Male den Tag entweder mit einem Morgenlauf an den Flüssen oder genoss den Vormittag mit dem Rad. Wer eine Brücken-Laufroute sucht, dem kann ich nur empfehlen, gleich zwei Brücken in die Route mit aufzunehmen. Wer viel Zeit hat, kann auch hin und her auf vier Brücken doppelt so viel Spaß haben. Wer auf Manhattan starten möchte kann beispielsweise als ersten Ausgangspunkt die Queensboro Bridge rüber nach Roosevelt Island und Queens nehmen.

EISWUERFELIMSCHUH - New York Brücken Manhatten Brooklyn Williamsburg World Trade Center Queensboro (5)

Unbedingt unterwegs immer zurückschauen, wenn ihr über die Queensboro Brücke geht! Der Ausblick auf Midtown ist unglaublich schön. Diese Brücke kennt sicher auch der ein oder andere, weil neben ihr die berühmte Seilbahn Manhattan und Roosevelt Island verbindet. Besonders schön ist hier die Kombination aus Fachwerk der tragenden Elemente und der beige- und bronzenfarbenen Metallkonstruktion.

Zurück nach Manhattan geht es dann über die unglaublich lang erscheinende Williamsburg Bridge, die wie die Queensboro Bridge über den Hudson River führt. Diese Hängebrücke schimmert egal zu welcher Uhrzeit immer so wunderbar metallisch Graublau. Erst als ich mir die Stahlkonstruktion der Turmbeine im East River genauer angeschaut habe, nahm ich die Geschwindigkeit des Flusses wahr, mit der er an einem vorbei rauscht… Ist man dann auf ihr drauf, macht sie mit ihren zwei Gleisen für die U-Bahn und den zahlreichen Fahrspuren für den Verkehr einen gigantischen Eindruck.

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Über den inneren Fahrspuren führen auch Fuß- und Radwege entlang. Graffiti zieren die Wege und Schilder machen eindeutig klar, wo Fußgänger und wo Radfahrer entlang zu fahren haben. Von dort aus hat man eine interessante Aussicht auf die U-Bahnen und sieht sehr schön das Verhältnis. Die Züge wirken schon lang, wenn sie metallisch-scheppernd an einem vorbeifahren. Nicht schnell, aber dennoch laut. Sie verschwinden am Ende der Brücke, das so fern wirkt.

Dort fiel mir auch mal auf, wie gesichert die Brücken zum Teil sind. Es stürzen sich ja immer wieder Menschen in die Flüsse oder kommen zu Fall. Über die Fahrbahnen und an den Seiten der Brücken sind hier und da zur Sicherheit Metallnetze gespannt. An vielen Fahrrad- und Fußwegen sichern Gitter die Brücken ab. Sie bringen die Sonne eigenartig zum Flackern, wenn man über die Brücken mit dem Rad hinüber rollt oder zügig läuft.

Zurück auf Manhattan unter der Williamsburg Bridge wartete dann auch schon der East River Park, der weit vor der Brücke beginnt. Er war auch einige Male mein Laufrevier für mein Frühsportprogramm. Auf der gepflegten Promenade kann man morgens wunderbar im Wind des Flusses seinen Kopf auslüften!

Plätze für Barbecue, Baseball-, Football-, Tennis- und Basketballfelder, Spielplätze und Trimm-Dich-Pfade stehen zur Verfügung. Ein öffentlicher Sportplatz mit einer top Tartanbahn hat mich sofort angelockt. Aber man kann auch so seinen Spaß dort haben. Pfähle werden zum Parkour, von wo man im übrigen auch einen beeindruckenden Blick unter die Williamsburg Bridge hindurch und über den Fluss hinweg hat!

Aber auch die kleine Freilichtbühne in der Nähe musste für ein wenig Treppentraining herhalten! Wenn es auf der Promenade zu frisch ist, sind kleine Orte wie dieser ein idealer Trainingstreffpunkt für einige Sportler. Aber auch für Künstler, die Momente auf Leinwänden einfangen, sich musikalisch ausprobieren,… Auch das Geländer am Fluss bietet sich geradezu für etwas Stretching und Wandsitzen an. Dort gab es während meines New York Aufenthalts vom Twitterlauftreff eine virtuelle Challenge dazu. Klar, dass ich mir das auf Reisen auch nicht entgehen lasse…

Eine tolle Kombination aus zwei Brücken, die man der ersten Runde (Queensboro undWilliamsburg Bridge) auch anschließen kann, ist die Manhattan und Brooklyn Bridge. Als ich das erste Mal durch China Town schlenderte, sah ich den Zugang zur Manhattan Bridge in der Abenddämmerung. Bei meinem letzten Besuch, wollte ich sie natürlich auch gern überqueren. Gesagt, getan. Während die U-Bahn an mir vorbeischepperte, schlenderte ich entspannt mit meinem Rad zur anderen Seite direkt nach Brooklyn. Dort haben die Fußgänger einen Weg für sich und man kann wirklich in Ruhe den Ausblick genießen.

Die Brooklyn Bridge, die über den East River von Manhattan hinüber nach Brooklyn führt, kennt sicher jeder – selbst vermutlich auch all jene, die den Namen nicht wissen. Für mich ist es eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten, die ich mit New York verbinde. Man sieht ihr das Alter aufgrund ihrer Architektur richtig an. Ich bin jedes Mal wieder von ihren geschwungenen Steinbögen und -türme fasziniert. Wunderbar anzusehen sind auch die vielen Stahlkabel, die ein richtiges Netzmuster ergeben. Außerdem laufe ich auch total gern auf den Holzbohlen, die an manchen Stellen ein dumpfes klackerndes Geräusch machen, wenn man mit dem Rad hinüber fährt. Der Ausblick von ihr auf Manhattan ist sagenhaft und ich hätte hunderte Fotos machen können. Olli ging es da natürlich nicht anders! Aber man sollte Zeit mitbringen. Selbst wenn man mit dem Rad unterwegs ist. Oft ist die Brücke so voll, dass es auf dem Radweg schwer fällt, voranzukommen. Auf den Holzbohlen, die über der Autostrecke hinweg führen, ist zwar kenntlich gemacht, dass eine Seite den Fußgängern und die andere den Radfahrern gehört, aber der Weg ist mit Vorsicht zu genießen. Außerdem möchte man ja auch die Aussicht auf Manhattan und Brooklyn genießen.

Man muss nur vorher wissen, dass man sowohl auf der Seite von Brooklyn, Williamsburg und Queens, als auch von Manhattan immer mal wieder kreuz und quer laufen muss, um die Zugänge zu den Brücken zu finden. Zwar sind hier und da die Brücken ausgeschildert, aber die kleinen Schilder übersieht man leicht und die größeren gelten meist nur für Autos. Als Fußgänger und Radfahrer muss man die Augen offen halten. Natürlich kann man hier und da auch direkt an den Ufern entlang laufen, die durch Erholungseinrichtungen und kleine Parks besonders für Sportler sehr attraktiv sind. Nicht immer sind diese Bereiche aber gut miteinander verbunden, so dass man sich auch schon mal durch Wohngebiete schlängelt. Ist man aber erst einmal wieder am Wasser angelangt so sind die Möglichkeiten wirklich vielfältig.

Auf der Seite von Brooklyn gibt es etwas Grün und hinter der Manhattan Bridge auch einen wirklich weitläufigen Park, wo sich den gesamten Tag über New Yorker zum Sport verabreden. Um die zwei Kilometer Parkgelände müssen es sein, die mehrere Pier miteinander verbinden. Auf Pier 2 kann man sich so richtig austoben – egal ob beim Fußball, Basketball, Volleyball, Rollschuhfahren,… Regelmäßig gibt es öffentliche Veranstaltungen wie Zumba Workshops, Kajakfahren,… Auf Pier 3 befindet sich eine große Terrasse für Picknicks und einen Steingarten. Pier 4 lockt mit einem kleinen Strand. Alles ist sagenhaft gepflegt. Schließfächer und WC Anlagen stehen öffentlich zur Verfügung. Alles macht einen unglaublich guten Eindruck. Dort könnte ich jeden Morgen oder auch gern den Tag verbringen! Zumal der Ausblick auf die Skyline sagenhaft ist. Man kommt den Wolkenkratzern auf dieser anderen Seite des East Rivers richtig nahe.

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Aber das sind noch nicht alle Brücken, die Manhattan und New York zu bieten haben. Ich bin mir ganz sicher, dass ich die ein oder andere noch besuchen werde, sollte es mich mal wieder nach New York führen. Denn die George-Washington-Brücke steht ebenfalls noch auf meiner Liste. Möchte man den Hudson River mal zu Fuß überqueren und einen Abstecher nach New Jersey machen, ist diese eineinhalb Kilometer lange Hängebrücke genau die richtige.

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Welche Brücke würdet ihr gern mal überqueren? Wenn ihr schon einmal in New York gewesen seid: welche Brücke hat euch am meisten fasziniert? Oder seid ihr lieber an Land unterwegs?

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Der Saucony Kinvara war mir nicht nur wie meine Outfits von Skins sowie Lululemon beim Laufen ein guter Begleiter. Auch beim Sightseeing und Radfahren habe ich gern zu diesen bequemen Schuhen gegriffen. Die TomTom Spark hat auch inmitten der Skyline und an den Flüssen einen guten Dienst geleistet, währen die Kopfhörer von Jabra für musikalische Begleitung sorgten. 

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Die hier gezeigten Bilder wurden von meinem Fotografen ‚Olli‘ erstellt. Die Rechte an diesen Bildern liegen bei ihm und mir. Eine weitere Nutzung dieser Bilder ist nur in Absprache mit uns möglich.

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..‚Din‘ ist Gründerin von Eiswuerfel Im Schuh

20121111-082354.jpgAls Triathletin & Autorin von Eiswuerfel Im Schuh bin ich zusammen mit meinem Sportfotografen immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung und neuen Bildmotiven. Als Julimädchen liebe ich die Sonne, das Meer und den Sand zwischen den Zehen, genieße aber auch die Ruhe auf meiner Yogamatte oder auf einem Surfbrett. Ich freue mich, mit dir auf FacebookTwitterPinterestInstagram und Google+ in Kontakt zu bleiben.

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..‚Olli‘ ist Fotograf & Grafiker von Eiswuerfel Im Schuh

20121111-082354.jpgAls Fotograf & Grafiker von Eiswuerfel Im Schuh bin ich zusammen mit der Athletin ‚Din‘  immer auf der Suche nach der nächsten sportlichen Herausforderung und den interessantesten Bildmotiven. Außerdem kümmere ich mich darum, die hier vorgestellten und getesteten Produkte und Sportbekleidung interessant abzulichten. Neben meiner Fotografie bin ich oft selbst sportlich unterwegs. Ich sitze sehr gern im Rennradsattel oder schnüre als Alternativtraining auch schon mal hin und wieder die Laufschuhe. Schaut gern auch auf meiner Facebook-Seite vorbei, auf der ich immer wieder neue Eindrücke mit euch teile.

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Als Triathletin & Autorin von Eiswuerfel Im Schuh bin ich zusammen mit meinem Sportfotografen immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung und neuen Bildmotiven. Als Julimädchen liebe ich die Sonne, das Meer und den Sand zwischen den Zehen, genieße aber auch die Ruhe auf meiner Yogamatte oder auf einem Surfbrett. Ich freue mich, mit dir auf FacebookTwitterPinterestInstagram und Google+ in Kontakt zu bleiben.

10 Gedanken zu “Laufgeschichten New York II: Die Brücken am Fluss (Reisebericht)

  1. Du machst mich fertig mit den Reiseberichten! Gack! Ich bin doch die total kuschelige Slow-Travel-Nase und wenn ich sowas hier sehe, will ich ins nächste Flugzeug steigen XD

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