Nike – Lunar Spider LT Test

Ja, ich gebe es zu, der Nike Lunar Spider LT ist nur aufgrund seines Äußeren in meiner Sammlung gelandet und ja, es ist ein Schönwetterschuh, der nur bei Sonne eingesetzt wird. Noch dazu muss er als Sneaker für Spaziergänge herhalten, muss eine gute Figur im Garten machen und eignet sich so ganz nebenbei doch tatsächlich auch als Lightweighttrainer.

Der Lunar Spider LT ist Teil der Gyakusou Kollektion, die in Zusammenarbeit mit Jun Takahashi vom Gyakusou Running Club im letzten Winter herausgebracht wurde. Jan Takahashi kämpft regelmäßig mit neuen Kollektionen gegen den Mainstream an und mir ist bewusst, dass ich mich mit so einem schicken Flitzer, den ich nur deshalb gekauft habe, in die Reihe der Läufer stelle, die nur nach dem Äußeren gehen, umherposen und nicht an ihren Bestzeiten arbeiten. Ich wollte ihn einfach haben; das schlichte grün-grau mit den reflektierenden Elementen (damit er auch in der Dämmerung gut aussieht) und die orangefarbenen Schnürsenkel sollten sich in meinem Laufschuhpark einreihen; aber vielleicht habe ich ihn mir doch eher geschnappt, weil es nur ein paar limitierte Stückzahlen auf der ganzen Welt gibt (unter anderem bei The Glade)?

Genug der Oberflächlichkeiten, denn die ultra-leichte und schön schmale Größe 40, die wie eine 38 ausfällt, glänzt nämlich nicht nur durch Äußerlichkeiten, sondern hat´s tatsächlich in sich. Der Lunar Spider LT ist auf hohe Geschwindigkeiten ausgelegt, bietet eine gute Bodennähe und gleichzeitig sowohl Stabilität wie auch Dämpfung. Die sehr leichte und federnde Lunarlon-Sohle ist der weichste Schaumstoffkern von Nike, der sich dennoch durch eine reaktionsfähige Dämpfung und hohe Flexibilität auszeichnet. Im Vergleich zum Nike Free 3.0 ist hier der Vorfußbereich ähnlich flexibel, was aber zum Fersenbereich hin abnimmt (ähnlich wie beim neuen Brook Green Silence).

Die leichten aber festen Flywire-Einsätze sorgen für den nötigen Halt im Schuh, damit das Nylon- und Mesh-Obermaterial dem Fuß nicht zu stark nachgibt und ihn an Ort und Stelle hält. Flywire nennt sich die spezielle Verarbeitung, die die Nylonfasern nur an wichtigen Punkten am Schuh anbringt (die schräg gesetzten hellen Fasern an den Seiten des Schuhs), damit der Fuß nicht so stark hin und her rutschen kann.

Der Nike Lunar Spider LT verbindet formschönes Design und Funktionalität: ein sehr leichter, schön schmal geschnittener Schuh, der mir auch im Mittelfuß- und Fersenbereich wunderbaren Halt gibt und auf kurzen bis mittleren Strecken am meisten Spaß macht.

Wünsche die offen bleiben?
Ich wünsche mir für alle Laufschuhe Einlegesohlen, die tatsächlich atmungsaktiv sind, damit man in ihnen unbeschwert barfuß laufen kann.

Sonst noch etwas?
Ich glaube, die Schnürsenkel dürfen hier mal bleiben und werden nicht durch die Xtenex ersetzt.

Mein persönlicher Trainingstipp?
Ich liebe schnelles Bahntraining, sofern sich die Gelegenheit dazu ergibt, und mit dem Nike Lunar Spider LT habe ich einen tollen Partner für Sprints gefunden. Einfach das Intervalltraining mal verkürzen und einige Steigerungen oder schnelle 400m Intervalle laufen. Der Nike eignet sich dafür nicht nur super, sondern es bringt auch noch Abwechslung und neuen Spaß ins Training.

0 Gedanken zu „Nike – Lunar Spider LT Test“

  1. Der würde mir auch gefallen.
    Leider gibt es für die Herren der Schöpfung im kompletten Laufbereich relativ wenig innovative Farben was die Schuhe und auch die Bekleidung betrifft.
    Es wird zwar ein bisschen mutiger, aber so richtig was Neues will da auch noch nicht kommen.
    Dabei kann man Laufschuhe nicht nur zum Laufen anziehen!
    Viel Spaß mit den Lunars!

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