Mein MyGoal Schwimmseminar

Der Besuch eines Schwimmseminars stand seit geraumer Zeit auf meinem Plan. Vor einigen Tagen war es nun zusammen mit dem MyGoal Team und Personaltrainer Reiner Mehlhorn soweit. Der Schwerpunkt des sechs stündigen Seminars wurde nach einer kurzen Befragung der Teilnehmer im Vorfeld auf Schwimmtheorie und Techniktraining gesetzt. Zusätzlich wurde ein kurzer Blick auf die allgemeine Trainingslehre geworfen und als Höhepunkt eine Videoanalyse von jedem einzelnen Teilnehmer durchgeführt. 

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Bevor es ans praktische Ausprobieren ging und alles auf Video festgehalten werden sollte, wurde uns sieben Teilnehmern von Reiner der Kraulstil näher gebracht. Wie bewegt man sich möglichst kraftschonend und effektiv durch das Wasser. Schon dabei viel das Wort ‚Körperspannung‘, das uns den gesamten Tag begleiten sollte. Einige Fragen und praktische Übungen auf der Gymnastikmatte später durften wir ins Wasser.

Alle Bilder könnt ihr zur Vergrößerung anklicken. 

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Auf zwei abgesperrten Bahnen konnten wir uns knapp zwei Stunden austoben. Es ging nicht darum einen Kilometer nach dem anderen zu schwimmen. Vielmehr konnten wir uns an verschiedenen Technikübungen ausprobieren, die uns genau erklärt wurden. Dabei gab es schon die ersten Tipps zur Technikverbesserung. Anke, Reiner und Mathias sind intensiv auf alleTeilnehmer je nach Leistungsstand und Schnelligkeit eingegangen. Was aber auch keinen wundert, denn sie sind auf die individuelle Betreuung von Athleten und angepasste Trainingspläne spezialisiert.

Zwischendrin hat Reiner einen nach dem anderen aus der Gruppe herausgenommen, um ihn aus verschiedenen Perspektiven sowohl über wie auch unter Wasser zu filmen. Entsprechend gespannt war ich auf die Analyse, aber zuvor gab es erst einmal das wohlverdiente Mittagessen mit verschiedenen Wraps und frischem Obst und Gemüse.

Anke gab zur Einstimmung in den zweiten Theorieteil einige Praxistipps zur Trainingssteuerung, zum schwimmspezifischen Athletiktraining und wie wir unsere Muskeln richtig dehnen.

Zunächst sollte die Videoanalyse in einem eins-zu-eins Gespräch erfolgen. Ich war am Anfang des Seminars auch sehr dafür; einfach aus Scham, weil es vielleicht schlimmer um mich stand als vermutet. Vielleicht ging es den anderen Teilnehmern ähnlich, aber ich fand die Auswertung in der Gruppe letztlich sehr gewinnbringend. Man hat die Technik, die guten und schlechten Seiten von anderen Alltagssportlern gesehen. Was machen sie gut, was läuft noch nicht so rund, woran können sie arbeiten, damit sich die Technik und Geschwindigkeit verbessert.

Reiner und Anke haben für jeden Teilnehmer sowohl das Unter- wie auch Überwasservideo ausgewertet und individuelle Tipps gegeben. Wenn etwas bei einem der Teilnehmer schon gut lief, wurde es als praktisches Beispiel für die anderen genommen. Die individuellen Tipps wurden zudem von Reiner noch einmal nach dem Seminar für alle genau schriftlich zusammengefasst. Sehr praktisch, wenn man zu Haus wieder allein trainiert und weiter an seinen Schwächen arbeiten möchte.

Meine Gleitphase ist wirklich schon gut. Ja, Ausruhen kann ich super. Aber mein linker Arm ist unter Wasser nur Dekoration, während mein Beine sich müde strampeln. Das, obwohl ich schon immer der Meinung war, die Beine kaum einzusetzen. Vor allem das linke Beine strecke ich dabei unzureichend. Vielleicht eine Liederlichkeit, die sich im Laufe des Trainings mit dem Neoprenanzug eingeschlichenen hat. Dabei sind meine Beine durch den engen Anzug irgendwie automatisch gestreckt. Beim Schwimmen ohne Anzug muss ich mich etwas mehr konzentrieren, damit die Beinbewegung aus der Hüfte kommt und mein Körper richtig gespannt ist. Beruhigt hat mich, dass ich mich gar nicht so rotierend bewege, wie vermutet. Meine Körpermitte liegt recht vernünftig im Wasser.

Abschließend konnten wir noch all die offenen Fragen stellen und sowohl Reiner und Anke wie auch Mathias von MyGoal gaben uns weitere Tipps rund um das Schwimmen und Triathlontraining.

Eine genaue Analyse des Schwimmstils ist für mich ähnlich wie ein Cooper Test oder eine Leistungsdiagnostik zu bewerten. Deshalb bin ich auch der Meinung, dass man in regelmäßigen Abständen sein Können in Sachen Schwimmen genau unter die Lupe nehmen sollte, sofern es sich natürlich finanziell und zeitlich realisieren lässt.

Eine derartige Analyse kann aber nicht nur eventuelle Technikfehler aufzeigen, an denen man dann gezielt mit entsprechend individuellen Trainingstipps arbeiten kann. Sie kann zudem Zweifel am eigenen Können ausräumen. Denn nicht selten schätzen wir uns gern schlechter ein, als wir sind. Dabei steht es gar nicht schlecht um uns.

Um das Seminar mit einem Wort zusammenzufassen, muss ich als erstes unbedingt ‚Körperspannung‘ erwähnen. Ähnlich wie beim Laufen sorgt diese nicht nur für eine gute Haltung und einen reibungslosen Ablauf der Bewegung, sondern schwimmspezifisch für eine gute Wasserlage. Deshalb ist es unabdingbar, dass ich mit Yoga und Stabilisationsübungen weiter an meiner Haltung arbeite.

Nicht besonders überrascht war ich, dass Technikübungen ein absolutes Muss für jede Schwimmeinheit sind. Das, was ich fast streberhaft beim Laufen in Form des Lauf-ABCs während meiner Trainingseinheiten einbaue, habe ich beim Schwimmen gern vernachlässigt, unterschlagen, vergessen oder hingehuscht. Auch wenn die Übungen immer Teil meines Plans sind und sie eigentlich auch Spaß machen. Wie beim Laufen geht es aber nicht selten um Kilometer schrubben. Da meine Zeit beim Frühschwimmen immer so begrenzt ist, bin ich im Zwiegespräch mit mir selbst nie um Ausreden verlegen, warum ich das Techniktraining ausfallen lassen muss oder nur ganz kurz hinter mich bringe. Ein vollkommen falscher Ansatz. Handelt es sich dabei schließlich nicht um verlorene Zeit!

Meine neue Idee nach dem Seminar: die Zeit, die ich in das Techniktraining investiere, spare ich anschließend durch die verbesserte Technik bei den Folgeübungen ein.

Gut, dass ich die Notwendigkeit noch einmal im Gespräch mit den Trainern so genau erklärt bekommen habe. Auch wenn man es eigentlich selbst ganz genau weiß. Nach dem Einschwimmen folgt nun mein Schwimm-ABC.

Obwohl ich im vergangenen Jahr Dank des umfangreichen Freiwassertrainings meinen Frieden mit dem Element Wasser geschlossen habe, hat mir das Schwimmseminar auch ein neues Mantra für diese Disziplin geliefert: Das Wasser ist unser Freund und wir schwimmen zusammen und nicht gegen einander.

Vielen Dank an Reiner und das MyGoal Team für die individuelle Betreuung und natürlich auch für die Nachbereitung des Seminars. So kann ich mir immer wieder die hilfreichen Tipps vor Augen führen, mir das Video erneut anschauen und habe genügend Übungen Dank des Katalogs zur Auswahl, damit mir beim Techniktraining nicht langweilig wird.

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..‚Din‘ ist Gründerin von Eiswuerfel Im Schuh

20121111-082354.jpgAls Triathletin & Autorin von Eiswuerfel Im Schuh bin ich zusammen mit meinem Sportfotografen immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung und neuen Bildmotiven. Als Julimädchen liebe ich die Sonne, das Meer und den Sand zwischen den Zehen, genieße aber auch die Ruhe auf meiner Yogamatte oder auf einem Surfbrett. Ich freue mich, mit dir auf FacebookTwitterPinterestInstagram und Google+ in Kontakt zu bleiben.

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..‚Olli‘ ist Fotograf & Grafiker von Eiswuerfel Im Schuh

20121111-082354.jpgAls Fotograf & Grafiker von Eiswuerfel Im Schuh bin ich zusammen mit der Athletin ‚Din‘ immer auf der Suche nach der nächsten sportlichen Herausforderung und den interessantesten Bildmotiven. Außerdem kümmere ich mich darum, die hier vorgestellten und getesteten Produkte und Sportbekleidung interessant abzulichten. Neben meiner Fotografie bin ich oft selbst sportlich unterwegs. Ich sitze sehr gern im Rennradsattel oder schnüre als Alternativtraining auch schon mal hin und wieder die Laufschuhe. Schaut gern auch auf meiner Facebook-Seite vorbei, auf der ich immer wieder neue Eindrücke mit euch teile.

Als Triathletin & Autorin von Eiswuerfel Im Schuh bin ich zusammen mit meinem Sportfotografen immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung und neuen Bildmotiven. Als Julimädchen liebe ich die Sonne, das Meer und den Sand zwischen den Zehen, genieße aber auch die Ruhe auf meiner Yogamatte oder auf einem Surfbrett. Ich freue mich, mit dir auf FacebookTwitterPinterestInstagram und Google+ in Kontakt zu bleiben.

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7 Gedanken zu “Mein MyGoal Schwimmseminar

  1. das ist ja cool. und jetzt bitte genau so ein seminar für paddelwillige doch untergangs-geweihte.
    mir konnte bisher keiner erklären, warum ich mit dem oberkörper voran untergehe und dann nur meine füße oben bleiben. a mystery!

    • Zu langsam, du musst einfach schneller schwimmen 😀 Aber es gibt ja auch wirklich richtige Anfängerkurse. Da wärst du bestimmt sicher mit viel Spaß aufgehoben.

      • waaaaas? schneller? meine wunschvorstellung zerschellt gerade. was ist mit all den coolen leuten, die „einfach so im wasser treiben“? 🙁

        • Klar, also Umhertreiben kann man auch. Gar kein Problem, vielleicht in lockerer Brustschwimmposition immer schön den Kopf über Wasser halten. Ansonsten fällt mir noch ein: Körperspannung?

          • stichwort planking.
            hab’s versucht.
            hab’s im gottverdammten salzgrottenbecken im liquidrom versucht.

            *blubb*

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