Laufgeschichten: wenn daraus Schwimmgeschichten werden

Wenn ein Läufer sich anschickt, einen Triathlon zu absolvieren, gehört unweigerlich auch das Schwimmtraining in einen vernünftigen Plan. Natürlich kennt jeder, der nur ein Mal eine Schwimmhalle besucht hat, die Probleme einigermaßen ungestört trainieren zu wollen. Solange aber frostige Temperaturen herrschen und sich plötzlich nicht ein See vor der Haustür auftut, bleibt den meisten in einer Stadt häufig keine andere Möglichkeit als ein Hallen- oder später auch Freibad aufzusuchen.

Mein Plan sah ursprünglich vor, dass ich montags den Badeanzug statt Laufsachen anziehe, weil am Sonntag ein langer Lauf auf dem Programm steht und mein Körper sich danach in der Regel nach Abwechslung sehnt. Nun stellte sich aber heraus, dass der Süden von Berlin, der sowieso schon dünn mit Hallenbädern besiedelt ist, kein Schwimmbad hergibt, das morgens geöffnet wäre. Natürlich ist Montagfrüh Reinigungstag – wie kann man auch etwas anderes erwarten, es ist unmöglich abends, morgens, nachts zu putzen…

Glücklicherweise konnte ich aber die ersten beiden Male meine Mittagspause so legen, dass ich schnell eine Runde am Nachmittag schwimmen gehen konnte. Erst einmal auch nicht schlecht – eine Bahn war für Schnellschwimmer (die wirklichen Sportschwimmer habe ich erst in einer anderen Halle entdeckt) abgesperrt, also stand dem Training nichts im Wege. Bis, ja bis, eine Reihe süßer kleiner Knirpse diese Bahn übernommen hat, um schwimmen zu üben. Natürlich kann man da von acht Bahnen nicht eine weitere schließen, also bewegte ich mich im Zickzack durch die Massen, um die Kleinen nicht zu stören.

Zwei Mal habe ich das Spiel mitgemacht bis ich das Training auf Dienstagfrüh in eine andere Halle verlegte und nun fröhlich mit dem Rad um sechs Uhr mein Training beginne.

Eiswuerfelimschuh Nadin Triathletin Yogalehrin Autorin

Als Triathletin & Autorin von Eiswuerfel Im Schuh bin ich zusammen mit meinem Sportfotografen immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung und neuen Bildmotiven. Als Julimädchen liebe ich die Sonne, das Meer und den Sand zwischen den Zehen, genieße aber auch die Ruhe auf meiner Yogamatte oder auf einem Surfbrett. Ich freue mich, mit dir auf FacebookTwitterPinterestInstagram und Google+ in Kontakt zu bleiben.

10 Gedanken zu “Laufgeschichten: wenn daraus Schwimmgeschichten werden”

  1. Willkommen im Club! Ich kann Dir empfehlen morgens schimmen zu gehen. Da gehen die Rentner schwimmen, die sind zwar langsam aber diszipliniert.
    Und im Sommer im Freibad. Viel Spaß 😉 Das ist dann Kampfschwimmen, jedenfalls wenn das Wetter gut ist. Man gewöhnt sich aber daran.

    • Das Freibad war die paar Male im letzten Jahr echt die Härte. Mal sehen, wie das in den kommenden Wochen wird. Ich bin ja noch der Hoffnung, eine geöffnet Halle in der Freubadsaison zu finden.

  2. Es gibt Hallen in denen der Bademeister solche Leute durchaus darauf hinweißt, dass das eine SCHNELLschwimmerbahn ist. Aber leider komme ich auch nur sehr selten in diese Halle.

    • Würde ich mir auch wünschen, aber man kann nicht verlangen, dass die vielen Bademeister sich aus den Gartenstühlen erheben, wenn niemand am Grund des Beckens liegt.

  3. Ach wie gerne würde ich auch mal wieder ins Wasser springen, aber das einzige Schwimmbad in der nähe hat seit September letzten Jahres für 2!!!!!!!!! Jahre wegen Renovierung geschlossen und das nächste ist eine halbe Stunde Fahrzeit entfernt und komplett überfüllt. So sieht es auf dem Lande aus 😉

    • Renovierung! Auch gern in Berlin immer wieder gern als Grund genommen, gleich mal Jahre zu schließen. Ich möchte auch nicht lange fahren, deshalb bin ich froh, dass ich mit dem Rad hinkomme. Muss mal auf die Freibadsaison warten und sehen, was da so geht.

  4. Yeah… du trainierst für einen Triathlon:-)!! Sag… welchen, wo und wann. Ich bin sooo gespannt. Und bei deinen granatenmäßigen Laufzeiten wird das ja eh gut!! Hast du auch schon ‘ne Rolle fürs Wintertraining auf dem, Rad aufgebaut? Ach, ich freue mich so von deiner Trilogie hier mehr zu lesen!

    Alles Liebe,
    Bee… die jetzt gleich auf die Rolle springt

    • Liebe Bee, hi!
      Ja, also momentan nennt sich das Training noch Gewöhnung – deshalb bin ich nur etwa 1-2x pro Woche auf dem Rad und 1x im Schwimmbad. Im April steht ja erst einmal ein Marathon an und dann im Sommer geht es als erstes im Juni beim Berliner Volkstriathlon und im September beim BerlinMan an den Start (Wettkampfplanung 2012).
      Ach, hast du auch eine Rolle!? Ist auch das Beste, ich bin eh ein Angsthase in Sachen Radeln und würde ungern im Dunkeln unterwegs sein, oder womöglich noch auf glatten Straßen. Also ja, ich habe auch eine Rolle; da steckt mein Rennrad mit Spezialhinterrad/-Schlauch drin. Da macht sich ganz gut, auch wenn 2h schon wirklich echt anstrengend sind, wenn nichts um einen herum passiert, außer TV, Radio, Internet etc. …
      Viel Spaß!

  5. Wieder ein Grund, dass das mit dem Triathlon nie was wird…

    Bei uns gibt es in einem Bad eine Zeit fürs Damenschwimmen. Da war ich ein paarmal, und es war ziemlich leer. Allerdings war das natürlich am Vormittag, wenn die arbeitende Damenwelt normalerweise nicht schwimmen geht.

    • Ja, solche Veranstaltungen sind wirklich merkwürdig gelegt. Ich bin deshalb gern vor der Arbeit im Schwimmbecken. Für mich sind diese Einheiten auch ein wunderbarer Ausgleich zum Laufen, das passt mir sehr gut.

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