Safadi Werbellinsee Triathlon: Kleine Katastrophen & große Worte – Teil II

Auch wenn alles etwas hektisch und mit Tücken begann, konnte ich die erste Disziplin der Mitteldistanz, das Schwimmen, im Rahmen des Safadi Werbellinsee Triathlons, tatsächlich mit einer für mich ziemlich guten Zeit absolvieren. Während alle nur so über die Rad- und Laufstrecke flogen, jagten mich Kilometer für Kilometer die Gedanken auf meinem Renner. Komplett leer im Kopf, aber mit bis dahin willigen Beinen ging ich abschließend auch auf die Laufstrecke. 

Eiswuerfelimschuh Triathlon Werbellin Werbellinsee Safadi Swim Bike Run Header Banner 2

Beim Wechsel vom Schwimmen aufs Rad geht es super schnell. Sieht man mal von der Strecke ab, die bis zum Wechselgarten zurückgelegt werden musste. Nur Söckchen und Radschuh an, Forerunner an Handgelenk, Edge gestartet, Helm und Brille auf und schon zerre ich meinen Renner über die glitschige Wiese und durch den Sandübergang zum Asphalt.

Natürlich habe ich mich vorher schlau gemacht. Es käme mir ja nicht in den Sinn, mich einfach so auf eine Strecke einzulassen. Laut Veranstalter soll es sich um eine anspruchsvolle Runde von 45km handeln, die man zwei Mal abzufahren hat. Am Ende soll es die berüchtigten Rolling Hills geben. Aber irgendwie wurde in all den Berichten vergessen zu erwähnen, dass man bis dahin auch schon die ein oder andere Höhe zu überwinden hat. 

Die Runde ist sehr abwechslungsreich, dennoch jagen mir unzählige Gedanken durch den Kopf. Meine erste Mitteldistanz letztes Jahr war das Einsamste, was ich je erlebt habe. Mittlerweile scheint mein Geist das mit Labyrinthen aus Gedanken kompensieren zu wollen.

Jede einzelne Abfahrt trete ich was das Zeug hält. Immer Kette rechts, um möglichst viel Schwung zur nächsten Höhe mitnehmen zu können. Aber auch ‘hügelan’ versuche ich nicht nachzulassen. Ich rase die Landstraße am Werbellinsee entlang. Hin und wieder sehe ich ihn klar hinter den Bäumen aufblitzen. Ab und an kommt die Sonne heraus und wärmt meinen Rücken. Sekunden der Freude. Ansonsten friere ich. Erst merke ich gar nicht wie sehr. Der Triathlonanzug scheint niemals trocken werden zu wollen. Meine Hände und Arme fühlen sich taub an. Die Beinmuskeln wollen nicht warm werden. Hin und wieder frischt der Wind auf. In der zweiten Runde weht er uns noch stärker entgegen. Glück haben nun wieder die Schnellen, die fast im Ziel sind.

Die Kälte spüre ich in meinen Bronchien, die langsam aber sicher immer weiter zumachen. Mein Asthmaspray erledigt hier und da seinen Dienst, auch wenn ich merke, dass es bald nicht mehr wirklich helfen wird.

Über die Nordspitze des Sees führt uns eine enge Passage mit Überholverbot. Volle Konzentration ist gefragt. Beide Fahrspuren verlaufen auf einer Fahrbahnseite, nur durch kleine Hütchen voneinander getrennt. Aber es rollt. Lenker unter greifen und durchmanövrieren. Der arme Triathlet, der mir am Hinterrad klebt. Ich bremse ihn aus. Kurz vor uns die Rocker der Biker Union, die mit ihren schweren Maschinen die Strecke absichern. Sie fahren wahlweise die Kampfrichter spazieren oder mimen das Führungsfahrzeug.

Taucher tauchen am Straßenrand auf – sie machen sich für den See bereit. Sehen aus, als würden sie ins Eismeer wollen. Der Werbellinsee muss tief sein, wenn sie so dick angezogen sind. In der Nähe des Wassers ein großes Camp. Was mache ich hier eigentlich? Mit Freunden am Lagerfeuer sitzen und Gemüse grillen? So unterschiedlich können die Sonntagsbeschäftigungen aussehen!

Ich merke nach 35km, dass ich immer noch nichts gegessen und getrunken habe. Die am Morgen so gut begonnene Strategie mit einem Energieriegel und Grüntee die Schwimmgeister zu wecken und jede Stunde etwas zu essen und zu trinken, scheint hinfällig. Ich habe keinen Durst, keinen Hunger. Ich argumentiere hin und her, aber diese Lustlosigkeit ist erschütternd. Das gute Engelchen gewinnt! Ich suche mir eine schöne Lichtung mit Sonne und beginne mein erstes Picknick. Ich trinke meine Grüntee-Mate-Mischung und knabbere den ersten Riegel. Gleiches Spiel nach weiteren 45 und 90 Minuten. Wieder auf der richtigen Spur, auch wenn alles nur aus reiner Vernunft geschieht. Zum Glück spüre ich die Energie. Mein Körper stürzt sich darauf.

Kurz vor dem Wendepunkt: 3km Asphalt, der aussieht, als hätte sich ein Kind mit Schüppchen ein wenig im Straßenbau versucht. Grobe Struktur, an allen Ecken und Enden geflickt, Schlaglöcher, in denen ein Rad versinken kann. Die Organisatoren haben ihre Hausaufgaben gemacht und alles schön bunt besprüht. Gut, dass ich bei der ersten Runde so ziemlich allein und verlassen, die ersten Erfahrungen damit sammeln konnte. Während der zweiten mit all den Teilnehmern der olympischen Distanz wäre das sicher deutlich unentspannter gewesen. Ich blicke ungläubig auf mein Edge. Dieser Wendepunkt muss doch nun endlich mal kommen! Stattdessen lese ich auf der Straße: Ironwill. Sehr witzig! Immerhin ein Lichtblick – ich brauche zumindest nie das kleine Kettenblatt. Dafür jammern auch dankend die Oberschenkel unentwegt. Schleichtempo, Wende, Antreten.

Wenige Kilometer nach Passieren des Wendepunktes sehe ich den THW Besenwagen! Soweit hinten bin ich? Ok, es geben noch einige Fahrer und Fahrerinnen nach mir ihr Bestes, aber so weit hinten bin ich? Schon wird mir zugerufen, ob ich Bummelletzte werden möchte. Naja, also genau genommen, strenge ich mich gerade wirklich wahnsinnig an, möchte ich entgegnen. Stattdessen sabbere ich irgendein Wirrwarr, während mir immer wieder die Luft ausgeht. Der Rückweg fällt ein kleinwenig leichter. Der Wendepunkt, der uns zur zweiten Runde bringt, war voll mit den Teilnehmern der OD, die auch die Radstrecke stürmten. Ich muss anhalten und warten, bis sich eine kleine Lücke auftut.

Am Verpflegungspunkt werden Flaschen gereicht, aber zum Glück besteht mein Kampf noch mit meinem Tee, der scheinbar nicht weniger werden möchte. Diese Kälte! Ich kann froh sein. Einige Flasche sehen nicht sonderlich appetitlich aus; als hätte man sie aufgesammelt und neu befüllt… Also weiter geht es im Eiltempo. Gleiches Spiel, neue Runde, die natürlich noch um einiges anstrengender wird. Trotzdem möchte ich nicht nachlassen. Laufen kann ja ich. Das wird schon. Als weiter die Muskeln gequält, die sich etwas wärmer anfühlen. Vielleicht haben sie aber auch einfach aufgegeben, sich zu wehren.

Der Kampfrichter schaut mich kritisch an! Wieso? Ich habe nichts getan! Naja, vielleicht bin ich etwas zu langsam gefahren! Aber niemals im Windschatten. Bei wem auch? Kaum einer in meiner Nähe. Die hundert Teilnehmer der Mitteldistanz verteilen sich auf der gesamten Landstraße.

Kurz vor dem Wechsel einige Kurven, bergab, dann schon Abspringen und ab über das Fußballfeld. Wenn ich mich richtig entsinne, zählten beide Wechsel zur Radzeit. Wenn ich genauer darüber nachdenke, waren es vielleicht um die zehn Minuten, die Dank zweimaliger Umrundung des Feldes zusammengekommen sein müssten. An meiner kleinen Umkleide habe ich gefühlt nur Sekunden verbracht. Aber der Weg vom Schwimmen, den Strand und die Wiese bis zum Feld entlang, dann quer über das Feld zu meinem Rad war schon beachtlich. Erinnert mich irgendwie an den BerlinMan. Ich bin davon ausgegangen, dass die Strecke nach dem Radfahren kürzer sein würde und wir direkt von der Einfahrt des Wechselgartens zu unseren Laufsachen abbiegen dürfen. Fehlanzeige. Ich muss mit meinem Rad das Feld erneut umrunden. In meinem Kopf rattert es. Zahlen über Zahlen. Wie ist jetzt die Zwischenzeit? Gar nicht so schlecht und auch im Nachhinein betrachtet immer noch gut. Mit meiner 03:03:53 kann ich so für 90km also durchaus zufrieden sein. Über diese Strecke muss ich erst einmal mit einem guten 30er Schnitt kommen. Haken mit Bleistift dran.

Beim Laufen wurde vermutlich mein neuer Maximalpuls definiert. Natürlich war ich auch für das Rundenlaufen vollends präpariert. Schließlich kann ich auf den wunderschönen Marienfelder Alpen auf einer 2,5 km langen Laufstrecke meinen Geist auf zahllose Runden einschwören. Auch ein wenig Traillaufen ist drin, wann man dies möchte. Was mich aber am Werbellinsee erwartete verbuche ich mal fernab von Gut und Böse. 

Hätte ich gewusst, wie hart sich nun auch das Laufen gestalten würde, hätte ich mir einige Gedanken aufgehoben. So war mein Kopf einfach leer. Irgendwie auch mal angenehm. Erinnert mich an Yoga! Tatsächlich aber nahezu genauso aufreibend, als würde man sich mit all seinem innerlichen Toben selbst zermürben. Zermürben war mit Sicherheit das richtige Wort. Sie wollten uns weichkochen. Ganz sicher. Anders lässt sich die Streckenänderung nicht erklären. Dennoch hatte ich an nichts Schlimmes gedacht, als ich im Vorfeld von der verlängerten Laufstrecke erfuhr. Auf diese brachten uns zahlreiche Stufen, die uns zunächst hoch in den Wald der Europäischen Jugenderholungs- und Begegnungsstätte und dann hinunter zum Werbellinsee führten.

An sich war auch die Laufstrecke kurzweilig. Zwei Runden ist eine Anzahl, die man leicht überschauen kann und selbst unter totaler Erschöpfung werde ich mich dabei wohl kaum verzählen. Anders hätte es vermutlich bei der ursprünglich geplanten Route ausgesehen. Bei vier Runden muss man erst einmal den Überblick wahren.

Es ging wieder am schön schimmernden See entlang. Man konnte bis auf den Grund schauen. Bereits die ersten Meter machten es deutlich. Hier befinden wir uns nicht in einer schön angelegten Freizeitanlage wie im Süden Berlins. Das hier ist Wald. Nun vielleicht nicht Wildnis, aber Wald mit all seinen Vorzügen und Nachteilen. Es war schattig. Wieder einmal. Teilweise frisch. Zum Glück aber deutlich weniger kühl als auf dem Rad. Ja, ich komme hin und wieder ins Schwitzen. Endlich. Mir war so kalt auf dem Rad.

Kaum, dass ich darüber nachdenken kann, dass mir die Führende schon entgegen kommt, erklimme ich den sagenumwobenen Heartbreak-Hill. Gar nicht so schlecht. Ich wusste ja, dass ich diesen Hügel nur zwei Mal erstürmen muss. Diesen! Nur zwei Mal. Von all den anderen war in der Streckenbeschreibung keine Rede. Es hieß nur bergig, aber so? Dennoch lief ich komplett ins Blaue. Ich hatte keine Ahnung!

Der Regen am Vortag und der schattige Wald sorgten für rutschige Passagen. Schmale Pfade schlängelten sich durch das Grün. Manchmal so dicht bewachsen, dass man nicht überholen konnte. Ja, auch auf dieser für mich unglaublich anspruchsvollen Strecke konnte ich so einige überholen. Einige derjenigen, die die Mitteldistanz absolvierten. Eine Vielzahl von denen, die die olympische Distanz ins Ziel bringen wollten. Wenn es nicht hoch und runter ging – meine Knie kreischten schon in der ersten Runde – schlugen wir Haken.

An markanten Punkten mit Weggabelungen war die Strecke entweder durch Helfer oder durch entsprechende Bänder abgesperrt. Anders hätte ich den Weg auch wohl kaum gefunden. Die Schorfheide hat das Potenzial für tagelanges Verirren. Ab und an rutscht mir tatsächlich noch eine 4:30er Pace raus. Einfach so. Ja, ich habe mich teilweise an die Strecke gewöhnt und manchmal ging es ja auch tatsächlich mal einige Meter über flache, gerade Wege. Zum Glück kommen mir da die bekannten Gesichter entgegen. So bin ich wenigstens in der Lage, etwas zu sagen. Wir grüßen uns, weiter geht’s. Kurzer Boxenstopp. Mein Magen. Die Kälte. Also dann eben danach weiter.

Die Erschöpfung nahm mit jedem Meter zu. Jeder Hügel wurde unten mit hochgezogener Augenbraue begutachtet. Ich schnaufe mich hoch. Andere gehen. Ich ziehe mein Asthmaspray. Die feuchte Luft im Wald macht nicht nur mich ganz verrückt. Ich keuche mit einer Teilnehmerin der kürzeren Distanz um die Wette. Sie ist zehn Jahre älter, hat auch Asthma. Wir zweifeln beide daran, es ins Ziel zu schaffen. Sprüh, sprüh, sprüh.

Kurz vor ihrem Ziel biege ich ab Richtung zweite Runde. Meine Beine fühlen sich an, als wäre ich schon 30km unterwegs gewesen. Ich kann mittlerweile mit den Zuschauern um die Wette rasseln. Nur dass ich keine Rassel habe. Ich war so erschöpft und innerlich wütend, dass ich mein Ersatzgel meiner Begleitung entnervt zuwarf. Sie total verwirrt, wie? Nicht essen, nicht trinken? Noch ein Wort… Zum Glück bin ich schon am Wendepunkt, lasse es piepen. Wer so innerlich schimpfen kann, kann auch laufen! Also ab.

Langsam Hügel hinauf, langsam Hügel hinab. Ja, man kann durchaus einen 7er Schnitt laufen. Wie genau das funktioniert, weiß ich auch nicht. Aber ich mache es gerade. Hätte man mich angestupst, ich wäre vermutlich mitten auf dem Weg liegengeblieben. Hätte ich es doch irgendwie aus einem mir nicht erfindlichen Grund wieder hochgeschafft, hätte ich nicht mehr gewusst, wo ich hätte langlaufen müssen. Ich wäre sicher im Wald verschollen.

Ich kann nicht sagen, dass die Zeit nicht schnell verging. Sie raste förmlich dahin. Aber die Kilometer wurden nicht mehr auf meinem Forerunner. Schon einmal geträumt, dass man beim Laufen nicht voran kommt? Dass man im Sand Berge hinauflaufen möchte? Wunderbar. Willkommen beim Werbellinsee Triathlon. Aber, auch langsam Laufen will geübt werden und deshalb verbuche ich die 01:57:01 als langsamen aber durchweg anstrengenden Trainingslauf! Man kann ja nicht immer schnell. Obwohl sich meine Muskeln anfühlten, als wäre ich gerade einen Marathon im Höchsttempo gelaufen. Ach schlimmer! Trotzdem reicht es insgesamt für Altersklassen Platz 2 und Gesamtrang 84 (bei den Damen Platz 8).

Ähnlich dem Post-Marathon-Blues gibt es bei mir nun auch ganz offiziell den Post-Triathlon-Blues, der sich aufgrund der 05:43:11 zu einem ausgewachsenen Kater entwickelt hat!

Ich sage ja immer gern, dass so eine Triathlon Mitteldistanz nicht so anstrengend ist wie ein Marathon. Selbst, wenn ich knapp zwei Stunden mehr unterwegs bin, wirkt die Abwechslung der Bewegung auf Körper und Geist sehr ausgleichend. Dieses Mal war aber die körperliche Erfahrung erstmals der ähnlich, wie ich sie vom Marathon her kenne. Der abschließende Halbmarathon hier wäre an sich ohne das Schwimmen und Radfahren vorher schon eine ziemliche Herausforderung gewesen. Da hätte ich mich sicher nicht für angemeldet. Viel zu anstrengend!

Aus der Ferne betrachtet, amüsiert es mich. Denn schimpfend, geradezu fauchend war ich auf der Laufstrecke unterwegs. Würde ich es wieder machen? Hätte mir diese Frage jemand nach dem Zieleinlauf gestellt, ich hätte ihn geschüttelt und gefragt, ob er nicht gesehen hat, wie ich mich gequält habe. Jetzt? Ich weiß es nicht. Es ist ja schließlich eine Herausforderung. …und was machen Triathleten bei Herausforderungen?*

Wieder einmal ein Erlebnis, das man so mal mitgemacht haben muss! Meine komplette Auswertung kann man hier begutachten.

Eiswuerfelimschuh Triathlon Werbellin Werbellinsee Safadi Swim Bike Run (199)

PS. Leider habe ich vor Erschöpfung meinen Lieblings-Teebecher von Contigo auf den Weiten des Fußballfeldes vergessen. Sollte ihn jemand gesehen haben, würde ich mich und sicher auch er sehr darüber freuen, wenn er den Weg zu mir findet.

*Sie annehmen!

.

..‘Din’ ist Gründerin von Eiswuerfel Im Schuh

20121111-082354.jpgAls Triathletin & Autorin von Eiswuerfel Im Schuh bin ich zusammen mit meinem Sportfotografen immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung und neuen Bildmotiven. Als Julimädchen liebe ich die Sonne, das Meer und den Sand zwischen den Zehen, genieße aber auch die Ruhe auf meiner Yogamatte oder auf einem Surfbrett. Ich freue mich, mit dir auf Facebook, Twitter, Pinterest, Instagram und Google+ in Kontakt zu bleiben.

.

..‘Olli’ ist Fotograf & Grafiker von Eiswuerfel Im Schuh

20121111-082354.jpgAls Fotograf & Grafiker von Eiswuerfel Im Schuh bin ich zusammen mit der Athletin ‘Din’ immer auf der Suche nach der nächsten sportlichen Herausforderung und den interessantesten Bildmotiven. Außerdem kümmere ich mich darum, die hier vorgestellten und getesteten Produkte und Sportbekleidung interessant abzulichten. Neben meiner Fotografie bin ich oft selbst sportlich unterwegs. Ich sitze sehr gern im Rennradsattel oder schnüre als Alternativtraining auch schon mal hin und wieder die Laufschuhe. Schaut gern auch auf meiner Facebook-Seite vorbei, auf der ich immer wieder neue Eindrücke mit euch teile.

.

Eiswuerfelimschuh Nadin Triathletin Yogalehrin Autorin

Als Triathletin & Autorin von Eiswuerfel Im Schuh bin ich zusammen mit meinem Sportfotografen immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung und neuen Bildmotiven. Als Julimädchen liebe ich die Sonne, das Meer und den Sand zwischen den Zehen, genieße aber auch die Ruhe auf meiner Yogamatte oder auf einem Surfbrett. Ich freue mich, mit dir auf FacebookTwitterPinterestInstagram und Google+ in Kontakt zu bleiben.

43 Gedanken zu “Safadi Werbellinsee Triathlon: Kleine Katastrophen & große Worte – Teil II”

    • Vielen lieben Dank, das freut mich total!

      Na ich bin gespannt auf das nächste Jahr. OD ist ja auch nicht ohne und Langzeitpläne sind nicht weniger als sehr vernünftig.

  1. Boah, was für ein Ritt. Meinen tiefsten Respekt für das Durchbeißen durch diese Mitteldistanz, vorallem aber auch mit dem/trotz des Asthmas. Mit der Zeit musst Du unter diesen Bedingungen sicherlicher nicht hadern. Glückwunsch zu der tollen Leistung. 😉

  2. Das Kämpfen macht uns stark – nicht nur für den Sport – und du hast gekämpft, hätte ich auch nicht anders von dir erwartet – aufgeben kann jeder, ich würde es mir nicht verzeihen.

    • Genau, das habe ich mir auch die Zeit über gesagt. Einfach aufhören kann man, aber danach? Ich war ja auch nicht verletzt, also was soll’s – weitermachen.

  3. Das hört sich wirklich richtig richtig anspruchsvoll an! Ich finde ja schon, dass ich bei meinen kurzen Läufen extrem einen Unterschied spüre, ob es geradeaus oder aufwärts geht – ich mag mir gar nicht vorstellen, wie das bei Deiner Strecke war 😉
    Trotzdem ist das Ergebnis ja richtig klasse – herzliche Gratulation!
    Liebe Grüsse
    Ariana

    • Vielen lieben Dank, Ariana. Auch im Training spüre ich noch so kleine Erhebungen. Hier ist ja eigentlich mehr oder weniger nur plattes Land. Aber landschaftlich war es schon mal schön, so etwas auch mitgemacht zu haben. Ganz anders als der sonstige Umkreis.

  4. Glückwunsch,dass du dich dich durchgebissen hast,bin mehr gegangen also gelaufen,aber habe auch wie ein Rohrspatz geschimpft. Aber es war doch ein Toller Wettkampf, Schwimmen überlebt, Radfahren hart an der Grenze, Laufen oh Gott, aber gefinish.
    Dein Becher habe ich nicht gefunden oder gesehen 🙁
    Ach und tolle Bilder von dir und mir,habe sogar einige Vereinsmitglieder von mir gefunden,würde gerne einige Bilder haben,wenn es geht 🙂
    Ein toller Bericht, wann sehen wir uns mal wieder ?

    Mit Sportlichen Gruss
    Marcus Maximus

    • Genau, Markus! Gefinished! Habe deinen Zieleinlauf von der Bank sitzend verfolgt. Was war ich kaputt.

      Für mich ist die Saison nun erst einmal etwas ruhiger weitergehen. Was steht bei dir so an?

      Ja, natürlich. Schreibe mir doch einfach eine Email wegen der Bilder.

      Viele Grüße zurück,
      Din

  5. Eigentlich war es doch nur gefühlt eine Katastrophe, denn Schwimmzeit top, Radzeit (gerade bei den Höhenmetern) top und einen HM bei einer Halbdistanz muss man auch erstmal unter 2 Stunden laufen! Das mit den 7:00 Min/km kenne ich auch irgendwie 🙂 Gratulation zum Durchbeißen und wenn Du nächstes Jahr ja die Strecke kennst, wird alles ganz prima – auch vom Gefühl her.

    • Ja, so schlecht ist das mit der Zeit auch nicht. Ich muss mich eben nur daran gewöhnen, dass es letztes Jahr am Wannsee einfach super lief und die Strecken dieses Jahr noch ein Stück anspruchsvoller waren. So einen Schnitt muss man auch erst einmal laufen können. Fast so anstrengend wie ganz schnell. Wenn auch eher mental.

      Vielen lieben Dank, Ralf.

  6. Höhenmeter auf die einen auch die Marienfelder Alpen nicht vorbereiten können (bin gerade heute früh wieder dort die Hügel rauf und runter gelaufen) habe ich ja beim Nationalpark-Trail auch kennenlernen dürfen. Aber nach dem Schwimmen und Radfahren fühlt sich solch eine Laufstrecke wie du sie beschreibst sicherlich deprimierend an.

    Und ja, man kann ganz einfach einen 7er-Schnitt laufen… bei entsprechender Steigung! Es ist nämlich nicht überall so unvorstellbar flach wie auf Berliner Straßen 😉

    Glückwunsch zu der Leistung (die man bekanntlich nicht immer an der Zeit ablesen kann)!

    • Ich danke dir, Andreas!

      Genau das ist das richtige Wort – deprimierend. So war das. Ja, stimmt, dein Trail. Ach das sah auf deiner Seite wunderbar aus. Hoffentlich konntest du dich schon gut erholen.

  7. Hallo Din, auch wenn ich mich wiederhole. Sehr toll geschrieben, als wenn man dabei gewesen wäre. Super durchgebissen und ein tolles Ergebnis erreicht. Kompliment! Auch an den Fotografen für die phantastischen Fotos. LG Frank

    • Hallo Frank,

      danke schön! Auch beißen war dieses Mal mit dabei. Hat auch gut geholfen. Konnte ich mich mal auf etwas anderes konzentrieren.

      Viele Grüße aus Berlin und das Kompliment gebe ich natürlich gern so auch weiter.
      Din

  8. Herzlichen Glückwunsch zum Finish! Es war hart, doch Du hast gekämpft und hast es mal wieder geschafft! Übrigens wäre ich über Deine HM-Zeit bei einem Nur-Lauf total happy 🙂

  9. Ich bin so neidisch auf all jene, die einen Triathlon mitmachen können – dummerweise bin ich so ein schlechter Schwimmer/Krauler, dass ich nach 200 Metern das halbe Becken oder den See leergesoffen hätte 😉

  10. Großer Respekt Nadin fürs Durchkämpfen! Man darf immer nicht vergessen, dass die anderen Teilnehmer ja mit der gleichen Strecke zu kämpfen haben und genauso fluchen. Sicher ist von Vorteil, wenn man weiß, was einen erwartet. Aber das heißt noch lange nicht, dass man dann schneller ist. Manchmal reicht es ja auch, wenn man total blauäugig an das Ding rangeht und dann kommt am Ende doch ein beachtliches Resultat raus – wie in diesem Fall! Glückwunsch! (der Gerald wollte uns ursprünglich als Staffel da melden, wenn ich das so lese, bin ich ganz froh, dass er es nicht gemacht hat :-)).

    • Danke schön, Marek! Auf jeden Fall. Wir haben uns zum Teil wirklich auch sehr darüber amüsiert, wie sehr sich viele über die Bedingungen ärgern. Trotzdem haben sich fast alle ganz wacker geschlagen und sind gut ins Ziel gekommen. Hätte mir jemand vielleicht vorher Angst gemacht, wäre ich vielleicht gar nicht an den Start gegangen. So war es ein sehr aufregendes Ende der diesjährigen Triathlonsaison.

      Dann hoffe ich für euch, dass ihr euch super gut für den Marathon vorbereiten könnt. Halte euch die Daumen! Liebe Grüße.

  11. ich habe lesend mitgefiebert!
    manche motorradtour, vor allem längere und mit rucksack, vor allem auch die rückfahrt, fühlt sich oft ähnlich anstrengend und so 5-vor-aufgeben an. ich denke mir dann oft “ach, was käme jetzt ein schläfchen gelegen… dafür würde ich jetzt auch locker aus der kurve da rutschen… guck mal, grüne weiche hügel, zzzz…” – aber das geht natürlich nicht 😀 augen auf, zähne zusammengebissen und bis zum nächsten halt die kilometer bis nachhause runterzählen.

    zurück zum report: vor allem als praktizierende frostbeule konnte ich die nasskalten gefühle nachempfinden.
    und während meine sporttips nix taugen, fashion-relevantes ist mir wohl eingefallen:
    was ist mit funktionswäsche z.b. einem t-shirt unterm neopren?
    bionic x machen geniale sachen, eng anliegend, wärmend/kühlend, rasant trocken, ich trage die im winter auch einfach unter pullis, weil sie wärmen und null auftragen. nur mal ein gedanke!

    • Auf jeden Fall. Wir Mädels wissen schließlich, wie wir die Zähne zusammenbeißen können. Erst heute wieder bei der Physio. Ich dachte, die Dame drückt mir die Beine ab…

      Ja, richtig, die X-Bionic Teilchen sind nicht schlecht. Meine Teile liebe ich auf jeden Fall. Irgenetwas muss ich mir nächstens einfallen lassen. Darauf habe ich echt keine Lust mehr 😀 Mindestens ein Shirt sollte es wohl sein. Ich wühle mich da mal durch.

      • aua! 🙁 ich erinnere mich noch an üüüüble physio bei rückenproblemen. irgendwann stieg die therapeutin mit vollem körpergewicht, auf ihren ellbogen konzentriert, auf meinen rücken. ich glaube, ich habe dann doch geflucht. oder vielleicht gewinselt? schwarz vor augen war mir, das weiß ich ganz genau.

    • Ja, lieben Dank! Den Link kann man immer wieder gebrauchen. Ich muss auch mal wieder die Sache mit der Kompression etc pp heraus kramen. Habe ich ja nun schon eine Vielzahl unterschiedlicher Marken und Kleidungsstücke und mehr und mehr bin ich von der Wirkung überzeugt. Meine X-Bionic Sachen stehen dem da in nichts nach und außerdem sitzen die auch klasse. 🙂

  12. Liebe Nadin, wie immer ein ganz toller und vor allem spannender Bericht über deinen “Kampf”. Ein ganz großes Kompliment auch für die tollen Bilder! Liebe Grüße 🙂

Schreibe einen Kommentar

%d Bloggern gefällt das: