Quiona – Eiweißreicher Sattmacher als Ersatz für Nudeln, Kartoffeln & Co.

Quinoa ist eine buschähnliche, mannshohe Pflanze, die aus Südamerika stammt und dort als ein Grundnahrungsmittel verwendet wird. In verarbeiteter Form erinnert es etwas an Hirse oder Couscous und kann problemlos bei einer Getreideunverträglichkeit auf dem Speiseplan stehen, da es glutenfrei ist. Durch den sehr hohen Eiweißgehalt und der Tatsache, dass alle neun essentiellen Aminosäuren, viele Mineralien und Vitamine enthalten sind, ist Quinoa eine ideale Ergänzung nicht nur für gesundheitsbewusste Menschen sondern vor allem auch für Veganer und Sportler.

Es gehört nicht zu den Getreidesorten, sondern ist dem Spinat sehr ähnlich, denn die Blätter der Pflanze können auch zum Kochen verwendet werden. Bekannter sind aber die Samenkörner, die vor der Zubereitung gründlich abgespült werden sollten, damit die vielleicht noch vorhandenen Bitterstoffe, mit der sich die Pflanze schützt, entfernt werden.

Auch wenn Couscous beispielsweise bereits weit verbreitet ist, fragen sich immer wieder viele, was soll ich mich Quinoa oder Hirse machen. Dabei ist die Zubereitung denkbar einfach. Es kann geschrotet und anschließend eingeweicht werden, damit man es für Müslis verwenden kann; geröstet gibt es Salaten eine nussige Note.

Möchte man das Korn selbst für einen Salat oder als Beilage anstelle von Kartoffeln, Nudeln und Reis verwenden, köchelt man es etwa zehn Minuten in doppelt so viel Wasser wie man Samen hat. Anschließend lässt man es etwas nachquellen und schon kann man es weiter verarbeiten. Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten, die alle samt lecker sein können. Am liebsten mag ich es lauwarm als Salat mit Tomatenmark und Zwiebeln gegart, mit Lein- & Olivenöl, roher Paprika, Petersilie, Pfeffer, Chili und Salz abgeschmeckt.

Quinoa Salat Vegan

Ähnlich wie auch Amaranth und Buchweizen, was bei mir ebenfalls regelmäßig auf den Tisch kommt, kann es wie folgt verwendet werden. Natürlich gibt es noch zahlreiche weitere Möglichkeiten, aber hier erst einmal nur einige Grundideen, wie man Quinoa verwenden kann:

  • Für die Nicht-Veganer bietet sich auch grob zerkleinerter Schafskäse für o.g. Variation an; schmeckt in Kombination mit dem dazugegebenen Tomatenmark sehr fein – alternativ kann man auch Nüsse und Sesam dazu geben
  • Man kann es mit Früchten und Walnüssen kombinieren
  • Kann es in einen Eierkuchen-/Pfannkuchenteig geben
  • Köstlich ist auch die Kombination mit grob gehackten Kürbiskernen, Kürbiskernöl und Steinsalz
  • Auch in Gemüsesuppen, als Füllung für Pilze und diverse Gemüse, als Beilage für Currygerichte ist es denkbar
  • Als Salatkombinationen mit Avocado & Zitronensaft schmeckt es sehr frisch, wer mag gibt noch etwas Koriander drüber streuen
  • In einen Mix mit leicht angedünsteten Möhren und Kürbis schmeckt es auch gut
  • Bohnen und Linsen passen hervorragend dazu
  • Frische Sprossen & Kräuter lassen es nie langweilig werden
  • Es gibt aber auch Brot- und Kuchenrezepte

Erhältlich ist Quinoa in vielen Reformhäusern, großen Super- und Drogeriemärkten.

Als Triathletin & Autorin von Eiswuerfel Im Schuh bin ich zusammen mit meinem Sportfotografen immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung und neuen Bildmotiven. Als Julimädchen liebe ich die Sonne, das Meer und den Sand zwischen den Zehen, genieße aber auch die Ruhe auf meiner Yogamatte oder auf einem Surfbrett. Ich freue mich, mit dir auf FacebookTwitterPinterestInstagram und Google+ in Kontakt zu bleiben.

18 Gedanken zu “Quiona – Eiweißreicher Sattmacher als Ersatz für Nudeln, Kartoffeln & Co.

  1. Immer wieder überraschst Du mich mit neuen Lebensmitteln die ich noch nicht kenne.
    Das tolle daran ist, das mich Deine Artikel auch dazu verführen das ganze auszuprobieren- so ist es shcon wieder geschehen- ich bin gespannt.
    Dankeschön fürs Horizonterweitern!
    lg

    Carmen

  2. Boahh, das liest sich echt super lecker. Na ja, vielleicht kommt es auch weil ich gerade von einem kurzen Lauf zurück komme und seit gestern den 1. Tag ohne süßes überstanden habe – na ja, fast 😀 Wie lange geht noch einmal die Fastenzeit? 😉

    Hast du das selbst zubereitet und fotografiert? Sieht spitze aus!

    • Das wäre eine wirklich sehr gute Mahlzeit nach so einem Lauf.
      Ja, selbst zubereitet und auch fotografiert. War genauso köstlich, wie es aussieht, wie ich finde.

  3. Sieht echt super aus. Quinoa gibt’s bei uns regelmäßig. Ich kann nicht (mehr) verstehen, warum man sonst nur bei Pasta, Kartoffeln und Reis bleibt, wenn es doch so viel Auswahl gibt. Muss am Wochenende mal wieder Quinoa machen 🙂

  4. mein glas quinoa steht im schrank und hat allerdings MHD 4/09, mal sehen ob das noch schmeckt …
    das mit dem spinatähnlich interessiert mich allerdings SEHR, ob die noch keimfähig wären? ich fürchte allerdings, da es eine „normale“ packung (von DAVERT) war, daß sie bestrahlt wurde selbst trotz bio, zwecks haltbarmachen und damit nix mehr abgeht
    aber den versuch mach ich dann wohl trotzdem mal als alternative zum immer gesähten mangold, das einfach besser wächst als spinat.
    ich LIEBE dieses grünzeug, hab sogar schon melde gemampft, aber die wilde die ich deshalb stehen ließ ikm gemüsebeet ist dann doch zu dünn/klein und damit unergiebig.

    • Oh, Bine, vielleicht doch lieber einen neuen Beutel kaufen. Auf jeden Fall scheint es dieses Kraut eher im Süden von Amerika zu geben, aber ich werde meine Augen offen halten. Vielleicht finde ich es mal bei einem Gemüsehändler. Mangold finde ich seit diesem Winter auch sehr lecker; habe ich irgendwie nie wirklich beachtet und schmeckt fast so, wie mein geliebter Koi Choi (oder so ähnlich) aus dem Asia Laden.
      Wenn ich einen Garten hätte, würde ich vermutlich auch alles anpflanzen, so muss ich leider auf meinen Obst- & Gemüsehändler vertrauen. Aber es ist immer alles frisch und auch nicht so teuer wie im Supermarkt.

      • ja, logisch, sach/tipp ich doch: die alten kügelchen werden gesät im frühjahr, und neues gekauft zum essen!
        ich bin da recht unempfindlich was MHD angeht bei allem was nicht fisch&fleisch ist, aber 3 jahre sind dann doch was viel.
        das gute am mangold ist daß es recht unempfindlich ist sowohl was gießen (oder eben nicht) angeht als auch wühlmäuse und überhaupt pflegeleicht. wir haben nämlich leider eine zwar schöne aber mittlerweile viel zu große birke rechts an der ecke und links eine etwas aber nicht viel kleinere, deren wurzeln sich mittlerweile unter den gemüsebeeten „treffen“ so daß ich nächstes jahr wohl keine kartoffeln mehr setzen werde bis mindestens die größere gefällt ist (was seit donnerstag erst mal wieder nicht geht ;-(
        so ändern sich die zeiten, als wir 1992 einzogen hatte ich die ersten jahre noch angst bei der hexennacht könnte sie jemand für seine liebste klauen … 😉

        • Ach so ein Garten ist schon etwas Schönes! Ich habe kleine Rabatten auf der Terrasse, die zumindest für Kräuter und Tomaten ausreichend sind. Aber so ein großer Baum kann schon wirklich mächtig werden. Dann eben nächstes Jahr fällen.

  5. Und demnächst testest Du dann diesen Dr.J.-Brei habe ich gerade gelesen :). Da bin ich ja auch mal gespannt, was Du darüber schreibst.
    Quinoa mische ich immer unter den Reis, also mindestens einmal die Woche. Könnte man auch öfter essen…

    • Da hast du es ja eher gewusst als ich. Ich bin auch gespannt; am Morgen mag ich Porridge ja sehr und das möchte ich mal vergleichen. Angeblich soll der Brei ja irre gesund sein und dann müsste ich nicht immer mischen. Aber wehe, der ist nicht lecker.

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