Meine wahren Radsport-Helden, sind Männer aus vergangenen Tagen!

Meine wahren Radsport-Helden, sind Männer aus vergangenen Tagen. Radsportler mit Herz und Kampfgeist. Helden der gepflasterten Straßen und der staubigen Aschebahnen. Es sind die Kriegskinder sowie deren Väter. Sie besaßen wenig aber gaben alles.

Helden und Vorbilder braucht die Welt. Persönlichkeiten die uns beeindrucken und denen wir nacheifern wollen. Wir gewinnen Motivation aus ihren Leistungen und möchten es unseren Ikonen gleichtun. Ihre Kraft. Ihre Ausstrahlung. Sie besitzen dieses gewisse Etwas, das auch wir besitzen möchten. Sie spornen uns an, denn wir wollen ihn auch spüren diesen Rausch des Siegens. Wir möchten so sein wie sie.

Radsport-Helden-Banner

Ihre Namen sind bekannt – Eddy Merckx, genannt „der Kannibale“, Jacques Anquetil, der „Kühle“ oder Fausto Coppi mit dem Spitznamen „Weltmeister der Weltmeister“.

Das waren die Radsportler der alten Schule und Vorbilder von Millionen zugleich. Sie erzielten unglaubliche Erfolge – gewannen Etappen und erlangten Gesamtsiege bei den großen Rundfahrten. Sie prägten Generationen von jungen Nachwuchsfahrern die in ihre Fußstapfen treten wollten. Sie standen für die perfekten und vollendeten Athleten ihres Sportes. Sie definierten die Grenze des Möglichen immer wieder neu. Sportliche Vorbilder, die Menschen in solchem Maße anspornten oder inspirierten, gab es nicht viele.

Vergöttert von vielen, aber kopiert von nur wenigen.

Ehrlich gesagt waren mir viele der legendären Namen und Gesichter nicht bekannt, bis ich einige alte Radsportbücher in die Finger bekam. Seitenweise Fotos mit unterschiedlichen aber fantastischen Blickwinkeln auf ihr Leiden im Gebirge. Ihre Gesichter gezeichnet vom Schmerz, Schweiß und Erschöpfung. Einfach unglaublich dieser Wille alles geben zu wollen.

Aber spreche ich damit auch von meinen wahrhaftigen Helden?

Nein, denn dieser Artikel soll denen gewidmet sein, die ich viel mehr bewundere. Diese beiden Personen sind meine wahren Helden des Radsportes!

Radsport-Helden- Rennrad-Berlin (1)

Sie mögen nicht die Alpenpässe oder das spanische Hochgebirge der Pyrenäen bezwungen haben. Doch Ihre Leistungen sind für mich ebenso fantastisch.

Sie waren zwei aktive Vereinsfahrer im Berlin der 40iger und 60iger Jahre des letzten Jahrhunderts. Männer einer fast vergessenen Zeit und einer Epoche des Radsportes über die kaum noch einer spricht. Vater und Sohn. Beide betrieben diesen Sport unter den verschiedensten Bedingungen aus technischer wie auch zeitgeschichtlicher Sicht.

Radsport-Helden- Rennrad-Berlin (2)

Ich kann mich glücklich schätzen, dass ich diese beiden Menschen kennenlernen durfte. An dieser Stelle möchte ich die Gelegenheit nutzen, um über ihre Geschichten zu berichten.

Sie haben viel zu erzählen und schildern gerne immer wieder auf’s Neue ihre Erinnerungen einer ganz anderen und unglaublichen Welt des Radsportes.

Einige möchte ich hier in den nächsten Tagen versuchen wiederzugeben. Auch Ihre Meinung zum aktuellen geschehen und vor allem persönliche Anekdoten von früher werden nicht zu kurz kommen. Ich verspreche eine echte „Berliner Schnauze“ mit Herz sowie einige seltene fotografische Momentaufnahmen.

In den nächsten Tagen werdet ihr auf meiner Seite mehr erfahren.

Radsport-Helden- Rennrad-Berlin (3)

Als Triathletin & Autorin von Eiswuerfel Im Schuh bin ich zusammen mit meinem Sportfotografen immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung und neuen Bildmotiven. Als Julimädchen liebe ich die Sonne, das Meer und den Sand zwischen den Zehen, genieße aber auch die Ruhe auf meiner Yogamatte oder auf einem Surfbrett. Ich freue mich, mit dir auf FacebookTwitterPinterestInstagram und Google+ in Kontakt zu bleiben.

6 Gedanken zu “Meine wahren Radsport-Helden, sind Männer aus vergangenen Tagen!

  1. hi din – bin schon sehr gespannt auf die geschichte zu den beiden berliner radlern. klingt sehr spannend.

    mercx, anquetil und coppi als perfekte und vollendete atheleten zu bezeichnen finde ich etwas daneben.
    leider(!) vorbilder für viele, aber grade im moment des amstrong-bashings sollte man auch hier nicht verschweigen, dass alle 3 gedopt haben und von dort aus die praxis des dopings im radsport ihren lauf genommen hat.

    • Hi Matthias, gar kein Ding. Die ganze momentane Diskussion ist sehr schwierig und ich habe meinen Standpunkt noch nicht gefunden. Aber mit dieser Reihe möchte ich einfach aus ganz privater Sicht schildern, wie das Radfahren einmal war.

  2. Hallo din

    Mein Onkel Jg. 32 stammt auch aus Neukölln und hat dort Nachkriegsamateurrennen bestritten.
    Auch ein toller mann.
    Freue mich auf die Annekdoten und geschichten

    LG
    andreasV. ( der Streakrunner)

    • Hallo Andreas und immer noch als Streakrunner unterwegs. Super!
      In Neukölln gab es ja das bekannte Rollbergrennen, das ist dein Onkel sicher auch mal gefahren.

      Liebe Grüße zurück und bis bald beim Lauftreff.

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