Laufgeschichten: Wenn man laufen muss!

Manchmal gibt es Tage, da kann man nicht anders, da muss man, obwohl nicht geplant, einfach laufen. Man merkt es nicht gleich am Morgen, aber irgendetwas geschieht über den Tag hinweg und plötzlich zieht es einen raus; es geht nicht anders und läuft los. Einfach so, ohne Erwartungen, einfach nur des Laufens Willen.

Kaum den ersten Schritt getan, verliert man sich; merkt die Kälte nicht mehr, während die Sonne hinter den nicht gemähten Maisfeldern versinkt. Man weiß nicht, was einen plötzlich antreibt, warum man es so sehr braucht. Ist es die Müdigkeit, die anstrengende Woche oder einfach nur so ein Gefühl?

Man sieht seinen Atem, der Minute für Minute vorbei zieht, während Interpol ganz weit entfernt aus den Kopfhörern dröhnt. Die Geschwindigkeit steigt, aus sieben Kilometern werden neun und dann fünfzehn, die man einfach über das raschelnde Laub wegläuft. Man kommt zurück, als wäre nichts gewesen, entspannt und fast ausgeruht, obwohl man irgendwie alles gegeben hat.

Eiswuerfelimschuh Nadin Triathletin Yogalehrin Autorin

Als Triathletin & Autorin von Eiswuerfel Im Schuh bin ich zusammen mit meinem Sportfotografen immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung und neuen Bildmotiven. Als Julimädchen liebe ich die Sonne, das Meer und den Sand zwischen den Zehen, genieße aber auch die Ruhe auf meiner Yogamatte oder auf einem Surfbrett. Ich freue mich, mit dir auf FacebookTwitterPinterestInstagram und Google+ in Kontakt zu bleiben.

15 Gedanken zu “Laufgeschichten: Wenn man laufen muss!

  1. Einen wunderschönen guten Morgen Din,
    das kenne ich auch, dass ich merke ich “muss” raus in die Natur zum Laufen. Die Freude vor dem Laufen ist dann schon sehr groß, aber hinterher fühlt man sich einfach nur genial!
    Wünsch dir ne schöne Woche.

    Gruß Sven

  2. Schöne Momentaufnahme – für mich derzeit schwer zu verinnerlichen. Mir kommt’s so vor, als ob ich auf der Stelle trete. Wortwörtlich. Schritt für Schritt. Stillstand. Dann merke ich wieder, dass die Zeit verfliegt. Minuten werden zu Sekunden. Und ich trete immer noch auf dem selben Fleck.
    Herbstblues habe ich heute in einem Blog gelesen. Ja, es hat mich…

    • Der Herbstblues scheint irgendwie in den Knochen zu stecken. Manchmal frage ich mich, ob es uns Sportler besonders hart erwischt? Ich glaube, dass war auch der Grund für diesen Lauf… Aber selbst, wenn das Laufen mal nicht helfen kann, es wird wieder besser! Die Saison war lang und vielleicht ist es jetzt auch einfach Zeit, mal locker zu lassen.

  3. Ja das kenne ich zu gut. Das sind meist die schönsten und tollsten Läufe. Dann gibt es aber auch die Läufe da nimmt man sich vor, einfach locker ein bisschen zu traben und kommt überhaupt nicht ins Laufen. Let it roll 🙂

    • Laufen kann so gut tun, aber klar, immer mal wieder gibt es solch Tage. Die gehören aber auch irgendwie dazu. So vergisst man wenigstens nicht, wie es ist, wenn es mal schlecht oder eben besonders gut läuft.

  4. Hi Din,

    Schöne Beschreibung und ist doch gut, dass es so ist! Wenn wir uns immer zwingen müssten, dann wäre es wohl nicht so richtig, oder?

    Werde mich gleich in den Zug setzen und nach Stuttgart fahren. Dienstreise zum MPI.
    Habe natürlich die Laufschuhe im Gepäck. Viel Wald da unten. Ich freue mich auch schon riesig auf den Lauf.

    Viele Grüße nach Berlin,
    Daniel

  5. Hallo Din, wirklich schöne Beschreibung. Gerade im Herbst/Winter ist es manchmal ja umso schwieriger, nach einem langen Arbeitstag noch in die Laufschuhe zu springen – aber spätestens nach 100 Metern weiß ich immer, dass es das Beste war, was ich hätte tun können.

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