Laufgeschichten: der schwarze Mann

Unerwartet taucht er auf! Besonders an den kurzen Tagen, die im Herbst beginnen und sich scheinbar quälend lang bis ins Frühjahr hineinziehen. Während man selbst mit quietschbunten Laufsachen, Reflektoren an Schuhen, Socken, Hosen, Shirts und Jacken, einem Blinklicht und neonfarbenem Cap ausgestattet ist, ist er Minimalist. Er taucht am liebsten in der Dämmerung und bei richtig trübem Wetter auf, wenn man absolut nicht damit rechnet – der schwarze Mann.

Man läuft dahin, vielleicht schon seit ein oder zwei Stunden, freut sich auf das warme Zuhause während die Sonne am Horizont versinkt oder noch lange nicht aufgehen möchte. Man träumt dahin und hat Mühe dem Weg zu folgen und plötzlich steht er da – taucht hinter einer Ecke ganz unerwartet auf, steht mitten auf der Straße, springt aus dem Gebüsch und man fragt sich wie er dahin gekommen ist.

Der schwarze Mann verfolgt vermutlich die Devise schwarze Sachen passen immer, nur leider nicht zu dieser Jahreszeit. Wenn das Hündchen der Nachbarin einem mit Halsblinkern um die Beine springt, sollte es für jeden Läufer Zeit sein, selbst in Sachen ‚Gesehenwerden‘ aufzurüsten.

Reflektierende Laufbekleidung

Als Triathletin & Autorin von Eiswuerfel Im Schuh bin ich zusammen mit meinem Sportfotografen immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung und neuen Bildmotiven. Als Julimädchen liebe ich die Sonne, das Meer und den Sand zwischen den Zehen, genieße aber auch die Ruhe auf meiner Yogamatte oder auf einem Surfbrett. Ich freue mich, mit dir auf FacebookTwitterPinterestInstagram und Google+ in Kontakt zu bleiben.

12 Gedanken zu “Laufgeschichten: der schwarze Mann

  1. Hahaha. Ich springe zwar nicht aus dem Gebüsch….aber hey, der schwarze Mann bin ich. 😉 Dafür trage ich aber bei widrigen Lichtverhältnissen eine Stirnlampe, die auch funktioniert. Dann erschrecken sich die quietschbunten Läufer nicht so sehr.

  2. Ich fühle mich ertappt. Gut, dass hier in meinem „Laufbezirk“ nicht gerade viele Menschen unterwegs sind. Meist begegne ich Fußgänger in den beleuchteten Straßen der Nachbargemeinde. auf meiner Laufstrecke ist Gegenverkehr sehr selten.
    Und ja: Ich laufe in schwarz… so richtig. Lieblingshose, Lieblingsjacke, Mütze, Handschuhe, Buff… meist schwarz. Frei nach dem Motto „Tarnung ist alles“ komme ich vor 7 Uhr und ab 17 Uhr daher wie ein Stealth Fighter. Liegt wohl aber auch daran, dass ausgerechnet die warmen Wintersachen schwarz sind. Und schlank soll es ja auch machen 😉

    • Ahaj!
      Oh, ich habe auch so viele schwarze Sachen. Sieht auch echt immer zu schick aus. Passt immer, geht immer, immer etwas elegant. Aber im Winter treib ich es doch gern bunt.

  3. Vielen Dank für den netten Artikel über mich.

    Eine Kleinigkeit möchte ich aber noch anmeckern: ich springe seltenst aus einem Gebüsch hervor. Meistens jage ich mit Lichgeschwindigkeit an verblüfften Spaziergängern vorbei, oft sogar am Auspuff meiner bunter gekleideten, aber auch nicht leuchtenden Laufpartnerin.

    Keine Panik: ich beisse nicht.

    Viele Grüße
    Uwe

    PS: ja, ich konnte mich einfach nicht zur Leuchtgelbversion der Gore-Jacke durchringen, obwohl es die Option gegeben hätte. Schwarz passt halt immer. Ich kann aber Deine Gedanken trotzdem gut nachvollziehen: ich hätte auch Angst vor dem schwarzen Mann.

    • Der Schatten im Laufrevier sozusagen!

      Gelb ist schon eine ganz mutig Farbe, da muss man schon schauen, dass die Nuance genau stimmt 😉 Klar, Schwarz geht im Zweifelsfall immer und sieht ja nun wirklich auch ausnahmslos gut aus. Da kann man nicht viel falsch machen.

  4. Gebe ich dir mehr als recht!! Ich habe vor kurzen bald einen Läufer bei uns im Dorf auf der Haube gehabt. So eine Leuchtweste zum Beispiel bekommste bei Tchibo zum Pfund Kaffee dazu. Also, wo ist das Problem?

    • Ha, ha, ha! Sehr schön. Hast du total recht. Ich sehe immer sehr viele Radler damit, Hobby und Pro´s. Dind ich nicht sonderlich elegant, aber äußerst hilfreich und die Sicherheit geht da vor!

  5. Wer hat Angst vorm schwarzen Mann??? Niemand!!! Und wenn er aber kommt dann laufen wir davon! 🙂 Ein schönes Spiel in meiner Jugend. Leider schon lange her! 🙂
    Ne also schwarz kleiden geht ja gar nicht. Irgendetwas buntes muss immer sein

  6. Wie war das noch im Tierreich, die Weibchen sind eher bunt und die Männchen recht farblos? Oder war das umgekehrt? Bei den Läufer-Männchen herrscht aber tatsächlich (ja, auch ich oute mich als schwarzer Mann) eher schwarz vor. Zu meiner Ehrenrettung kann ich nur sagen, dass ich hin und wieder Extra-Reflektoren anbringe. Wenn ich sie nicht mal wieder vergesse…

  7. Hmmm. Da ich offensichtlich nicht der einzige „Black Knight“ bin, führt das doch unweigerlich zu der Frage: Warum? Ich glaube einfach, dass die hiesigen Laufbekleidungsindustrie den Mann nicht unbedingt als laufenden Paradiesvogel sieht und entsprechend das Produktportfolio eher in…sagen wir mal „gedeckten“ Tönen hält. Oder?

    • Ja, das mag sein. Aber eine schöne gelbe Jacke für den Winter gibt es doch von einigen. Vielleicht greift ‚Mann‘ eher zu den gedeckten Farben, um nichts falsch zu machen.

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