Vielleicht ist es manchmal nicht einfach aufzustehen. Schon gar nicht nach einem harten Training. Manchmal hat man Beine, als wäre am Vortag ein Hund hinter einem her gewesen. Aber das Beste daran? Ja, dein Körper lebt! Aber wirklich, das Beste? Dieses schwere Gefühl, das einen so sehr in die Matratze drückt, dass man vielleicht Alpträume davon hat, vom Bett verschlungen zu werden, wird verfliegen. Die Beine werden locker oder die Arme, die Füße, die Hände. Gleiches gilt im Alltag, in dem man gern versinkt. Der Geist verliert sich. Der Körper verkrampft. Die Rettung für mich ist oft lockeres Laufen, aber auch immer wieder Yoga.
Wenn mein Geist so schwer wie mein Körper erscheint, aber dennoch dahin rast, weil alles so hektisch ist, gönne ich mir gern einen kleinen Kurzurlaub. Etwas Entspannung. Einfach Yoga. Das ist für mich Erholung pur.
Ich rolle die Matte aus und folge einfach meinen Gefühlen. Die Bewegungen beginnen irgendwann wie der Atem zu fließen. Aus meinen Eindrücken wird so auf einzigartige Weise Energie.
Aber nicht nur in besonders anstrengenden Lebenslagen, sondern auch gerade nach einem Wettkampf oder während harter Trainingsphasen kann mir Yoga zu sehr viel mehr Ausgeglichenheit verhelfen. Das betrifft nicht nur meinen Geist, sondern auch meine Muskulatur. Hat man sich in die Asanas eingefunden, schenkt die Konzentration selbst in anspruchsvollen Klassen Ruhe und Gelassenheit. Körper und Geist entspannen und beruhigen sich. So kann Yoga leicht zu einer Art Obsession werden.
Yoga wirkt für mich wie ein kleiner Mittagsschlaf. Aus einer kurzen Abfolge von Übungen kann ich sehr viel erreichen. Aber egal ob ruhig oder mit viel Kraft, ich sammle Energie und entspanne meinen Körper von den Zehen bis zu den Haarspitzen. Ein sonderbares Gefühl, das ich mit keiner anderen Sportart vergleichen kann. Lasse ich hin und wieder meine Yogastunden ausfallen, zeigt mir mein Körper deutlich, was er vermisst.
Alle Bilder könnt ihr zur Vergrößerung anklicken.
Natürlich fühlt sich nicht jede Bewegung gleich gut an. Schon gar nicht, wenn man sich in einer intensiven Lebens- oder Trainingsphase befindet. Da gibt es Hindernisse. Das was man beim Yoga oft als Widerstand erlebt, ist nicht selten ein Festhalten. Schreibtischtäter kennen es vielleicht. Im Laufe des Tages mit zunehmender geistiger Anspannung steigen die Schultern zusammen mit unseren Stirnfalten immer höher. Der Kiefer ist angespannt und vielleicht beißen wir die Zähne ganz fest aufeinander. Pure Spannung.
Die tiefe Atmung, die ich vom Yoga her kenne, kann mir hier einige Zeit helfen, wieder locker zu lassen. Solange bis ich es wieder auf die Yogamatte schaffe.
Auch wenn das Ende der Yogastunde eigentlich immer das Savasana ist, also das Liegen auf dem Rücken in totaler Entspannung, liebe ich als Alternative die Baumpose. Einfach nur dastehen. Mit beiden Beinen auf dem Boden oder mit einem angehoben.
Mein Kreislauf fließt wie meine ruhiger gewordenen Gedanken, während ich mich konzentriere auf einem Bein zu stehen. Mit offenen Augen auf einen bestimmten Punkt gerichtet oder mit geschlossenen Augen die Balance findend. Mein Kopf ist dabei manchmal ganz leer oder ich erinnere mich an wunderbare Momente. Ich denke an alles, wofür ich dankbar sein kann. Oder ich stelle mir vor, wie es war nach dem Surfen im Wind an Klippen zu stehen und einfach den Abend kommen zu sehen. Ich spüre in mich hinein und atme tief. Einfach so.
PS: Meine Outfits sind aus der aktuellen Kollektion von Moving Comfort zusammengestellt – die super weiche und leichte ‚Switch it up Capri‘ & das praktische ‚Flaunt it Wrap‘.
Kennt ihr schon mein Yoga-Board auf Pinterest? Dort findet ihr jede Menge Inspirationen zu Yoga Posen und Übungsabfolgen.
.
..‚Din‘ ist Gründerin von Eiswuerfel Im Schuh
Als Triathletin & Autorin von Eiswuerfel Im Schuh bin ich zusammen mit meinem Sportfotografen immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung und neuen Bildmotiven. Als Julimädchen liebe ich die Sonne, das Meer und den Sand zwischen den Zehen, genieße aber auch die Ruhe auf meiner Yogamatte oder auf einem Surfbrett. Ich freue mich, mit dir auf Facebook, Twitter, Pinterest, Instagram und Google+ in Kontakt zu bleiben.

Als Triathletin & Autorin von Eiswuerfel Im Schuh bin ich zusammen mit meinem Sportfotografen immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung und neuen Bildmotiven. Als Julimädchen liebe ich die Sonne, das Meer und den Sand zwischen den Zehen, genieße aber auch die Ruhe auf meiner Yogamatte oder auf einem Surfbrett.
Das trifft es auf den Punkt genau: Ich merke oft, wenn diese Produktivitätsregel „alle 90 Minuten eine Pause“ und „nach 4 Stunden am Rechner ab in den Garten“ im Alltag zu purem Witz wird, dann hilft tatsächlich nur die Matte. Oder wenn ich abends zu fahrig und „bunt im Kopf“ und unkonzetriert zum Meditieren bin, erstmal sammeln beim Yoga. Übrigens liebe ich den Baum auch 🙂 Für mich ist es ein Anzeichen für meine derzeitige körperliche und oft geistige Fitness -denn das geht immer einher – (ich trainiere ja nicht mal halb soviel wie Du), steht der Baum, ist Nath in Ordnung. Bin ich zu kippelig, alles klar, heute gibt es barre à terre! 😀
Das hört sich richtig gut an. Mit der Meditation bist du mir Meilen voraus. Aber der Baum kommt dem schon etwas nahe, denke ich. Der ist in der Woche auch bei mir meist kippelig, aber das gibt sich dann auch meist im Laufe der Yogastunde. Deshalb kommt er dann meist auch am Ende noch einmal an die Reihe.
Dann wünsche ich dir hier auch noch einmal eine wunderbare, entspannte Zeit die kommenden Tage.
Yoga habe ich tatsächlich noch nie ausprobiert.. Ich vermute, dass mir da einfach die Muskel fehlen, um das erfolgreich durch zu stehen 😉 Aber ausprobieren wollte ich es schon immer mal.. Wird mal langsam Zeit!
Das Bild sieht übrigens richtig schön aus <3
Hi Meiky,
eigentlich braucht man gar nicht so wirklich Muskeln. Das Schöne am Yoga ist ja, dass es für eine Übung immer zahlreiche Variationen gibt. Je nachdem wie weit man seinen Körper fordern kann. Ist man also absoluter Anfänger ist das gar kein Problem. Ein guter Yogalehrer geht individuell auf seine Schützlinge ein und fordert sie ihren Fähigkeiten entsprechend. Also keine Angst. Probiere es einfach mal aus.
Lieben Dank für dein Kompliment!
Ich mag deinen Text. Er beschreibt gut wie man sich beim Yoga fühlt oder was man fühlt. Bis ich das erste mal zu einem Yoga Kurs gegangen bin konnte ich mir das nicht vorstellen und war ziemlich mit Vorurteilen behaftet. Ich mag diese „ruhige“ Form von Training manchmal sehr gerne. Man ist entspannt aber merkt auch das man für sich und seinen Körper etwas getan hat. Mittlerweile geh ich seltener zu Kursen sondern mach Yoga nach DVD´s ich finde es beinahe angenehmer es nur für mich alleine zu machen, statt mit 20 Leuten um mich herum.
Hallo Mare, vielen Dank! Bei meinem ersten Besuch einer Yogaklasse war ich auch sehr verunsichert, fand aber sehr schnell hinein und dann auch rasch meine Freude daran.
Da ich auch nicht so viel Zeit habe, praktiziere ich auch meist allein zu Haus. Ein oder zwei Mal im Jahr zu besonderen Anlässen gönne ich mir dann aber einen Kurs unter Anleitung.
Dann wünsche ich dir auch weiterhin viel Freude dabei!
Dabei wird Yoga oft unterschätzt. Yoga kann tatsächlich sehr anspruchsvoll für die Fitness sein. Ich mache Yoga auch lieber alleine. Es hilft mir komplett abzuschalten und den Kopf frei zu kriegen.
Da bin ich voll und ganz bei dir. Yoga wird definitiv unterschätzt und viel zu gern abgetan. Für mich wird mein Stabilisationstraining wirkungsvoll ergänzt, aber ich liebe auch Yoga so sehr, weil ich mich dabei frei und entspannt fühlen kann.