Laufgeschichten: am Meer

Flackerndes Wasser, in dem sich die Sonne spiegelt; grober Sandstrand; Wellenrauschen und Bergpanorama. Was kann man da als Läufer anderes machen als loslaufen?! Reisen laden häufige gerade dazu ein, Neues zu entdecken und im Laufschritt geht es nun ja immer noch am schnellsten und vielleicht auch immer noch am schönsten.

Kaum in einer anderen Stadt angekommen, wird natürlich jede freie Minute mit Erkundungen verbracht. Wenn dann auch noch, wie in Cannes, das Wetter schon in der Früh mit milden Temperaturen lockt, geht es nicht anders. Laufschuhe an und los! Einen Tag nach Westen Richtung Berge immer auf einem huppeligen Fußweg entlang.

Die Wellen in den einzelnen Buchten verstummen zum Strand und SUP Surfer laden schon im Morgengrauen ihre Bretter vom Wagen ab.

Weiß man nicht, wo genau man nun entlang laufen soll, vielleicht einfach erst einmal den anderen hinterher. Man möchte meinen die Hälfte Südfrankreichs steckt in Laufschuhen; die andere verbringt ihre Zeit auf dem Rennrad; am liebsten in großen Gruppen. Noch nie habe ich so viele Frauen auf einem Mal in die Pedale treten sehen.

 

Cannes-Morgen-Sonnenaufgang-Nacht

Cannes-Hafen-Meer-Strand

Cannes-Hafen-Meer-Strand-Sonnenaufgang

Cannes-Hafen-Meer-Strand-Nizza Cannes-Hafen-Meer-Strand-Sandburg

Cannes-Gemusemarkt-Obst-Lavendel-Krauter

Cannes-Morgen-Sonnenaufgang_Olivenbaum

Cannes-Gemusemarkt-Obst-Lavendel-Krauter

Cannes-Gemusemarkt-Obst-Salat-Pilze

Für mich ging es aber mit meinen leichten Connect immer am Wasser entlang; den anderen Tag mal zum Hafen runter und rüber. Irgendwann nach Osten zum Casino Cannes le Palm Beach, wo böiger Ostwind die Wellen antreibt. Kiter und Windsurfer halten dort nicht mit ihrem Können zurück.

Der erste Sandburgenbauer ist gegen Mittag fertig, als ich über den Bauernmarkt am Ende der Rue Meynadier schlendre. Für mich gibt es frisch handgepflückte Salat- und Kräuterblätter, Avocados, Minipaprika, Feigen und provencalische Kleinigkeiten.

In den kleinen Cafés ringsherum sind die Plätze mit Radsportlern belegt. Hier trifft man sich nach der ersten Runde auf ein Croissant und Espresso. Um die Ecke der Flohmarkt La Bocca, der wie ganz nebenbei zu einer grossen Galerie wird, in der unter freiem Himmel auch zahlreiche einheimische Maler ihre Kunstwerke ausstellen.

Aber auch am späten Abend in der Dunkelheit, als die Stadtreinigung die Promenade am Meer sauber spült, ist es wunderbar die Kühle im Laufschritt zu genießen! Die Kreutzfahrtschiffe ruhen vor dem Hafen, die Lichter der Hotels erleuchten die Wege und hin und wieder kommt mir ein anderer Läufer entgegen.

Auch an all den anderen Tagen dort ziehe ich wieder und wieder die Laufschuhe an, genieße die klare Seeluft und freue mich über den wunderbaren Ausblick bei jedem Schritt.

Als Triathletin & Autorin von Eiswuerfel Im Schuh bin ich zusammen mit meinem Sportfotografen immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung und neuen Bildmotiven. Als Julimädchen liebe ich die Sonne, das Meer und den Sand zwischen den Zehen, genieße aber auch die Ruhe auf meiner Yogamatte oder auf einem Surfbrett. Ich freue mich, mit dir auf FacebookTwitterPinterestInstagram und Google+ in Kontakt zu bleiben.

0 Gedanken zu “Laufgeschichten: am Meer

  1. Tolle Bilder!

    Ich kenne dieses Gefühl, ständig auf der Suche nach neuen Laufstrecken, obwohl man vielleicht auch gar keine Zeit hat. Umso schöner ist es dann, wenn man endlich raus kommt, sich ins Unbekannte wagt und mit jedem Schritt Neues entdeckt.

  2. Und ich laufe im Dunkeln bei Nebel und 0 Grad durch Marienfelde! Du hast es gut… (und nachdem die Neid-Attacke sich gelegt hat: Sehr schöne Impressionen hast du da eingefangen 😉

  3. Oh, wie schön! Strandläufe sind doch die schönsten, vor allem barfuß… aber das ist bei grobem Sand wahrscheinlich nicht so angenehm…
    Der Sand-Käfer ist ja toll!
    Behalte die Eindrücke noch ein Weilchen :).

    • Sie haben mir wirklich geholfen, die erste kleine Wetterkrise zu überstehen. Aber sie haben mich irgendwie total deprimiert, aber langsam finde ich wieder zurück zur gewohnten Routine.

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