Forerunner 210 und Forerunner 610 Vergleich

Vor einigen Monaten habe ich mir meinen ersten Garmin Forerunner gegönnt, der mir nach Jahren mit einem Handy App und einer Uralt-Polar endlich die Möglichkeit gab, mein Training in Ruhe und gesteuerter zu absolvieren. Eine etwas detaillierte Darstellung des Forerunner 210 gibt es hier.

Links der Forerunner 210 & rechts der 610:


   Forerunner 610  

Der 610er ist nur minimal größer aber mit 72 Gramm schwerer als sein kleiner Partner der Forerunner 210 mit 52 Gramm. Beide tragen sich sehr angenehm und haben das gleiche Armband, allerdings liegt der 210er etwas besser an meinem schmalen Handgelenk wobei der 610er etwas absteht. Glaube, das liegt an dem lang gezogenen metallischen Unterteil des 610er.

Forerunner 610 & 210   Forerunner 610 (2)

Der neue mit Touchscreen verfügt natürlich über ein sehr viel höher aufgelöstes Bild als der Forerunner 210 bietet und zeigt daher alle Details viel klarer; zudem ist das Display, etwas größer.

Der Akku hält bei beiden etwa 8 Trainingsstunden, während der Uhrzeitmodus beim Forerunner 610 vier und beim 210er nur drei Wochen betragen soll. Ich habe beide noch nicht nur im Uhrenmodus genutzt, aber die 8 Trainingsstunden kommen hin. Etwa zwei Stunden vorher erhält man eine Warnung, dass sich der Akku dem Ende zuneigt.

Beide werden per Kabel an die Steckdose angeklemmt – der neue Forerunner 610 hat in punkto Praxis weit die Nase vorn, denn es muss nicht, wie beim 210er eine Ladeklemme an die Uhr gefummelt werden, die perfekt auf den Kontakten sitzen muss. Außerdem kann sowohl das Aufladen wie auch die Datenübertragung unterbrochen werden, wenn man zufällig Kabel und Uhr verrückt und die Verbindung zu den Kontakten etwas gelöst wird. Beim 610er klickt man per Magnet das Ladekabel einfach auf der Rückseite an, absolut I***ten-sicher.

Auch in Sachen Übertragung zum PC kann leider der kleine 210er nicht mithalten, denn man benötigt für ihn ein USB Kabel. Per ANT Stick läuft die Übertragung beim Forerunner 610 kabellos und so unproblematisch, dass ich meist nicht einmal mitbekomme, wie schnell die Daten zu Garmin Connect automatisch hoch geladen werden. Genauso einfach werden auch Updates auf den Forerunner 610 übertragen.

Ein textiler Brustgurt wird mitgeliefert, so dass der Puls an beide Trainingscomputer übertragen wird. Bei beiden kann man jeweils fünf verschiedene Herzfrequenzbereiche angeben, was Sportlern ermöglicht, genau nach Pulsvorgaben zu trainieren.
Außerdem kann man bei beiden Geräten Intervalltrainings einstellen und entsprechend absolvieren.

Auch wenn beide Forerunner für das Laufen konzipiert sind, so kann man dennoch beim 610 zwischen Laufen und Radfahren als Trainingseinheiten mit einem Klick wechseln. Man muss sich bei beiden Sportarten nicht mehr mit den gleichen Ansichten begnügen, sondern kann je nach Sportart andere Einstellungen anzeigen lassen (Stichwort: Trainingsseiten konfigurieren).

Ein weiteres, nettes Feature, das den Forerunner 610 auszeichnet, ist die Angabe des Trainingseffekts (Training Effect / TE), der die Intensität des Trainings anzeigt. Je höher der TE Wert ist, desto intensiver war das Training und dementsprechend länger sollte die Regenerationszeit ausfallen.

Sollte man sich verlaufen oder einen bestimmten, vorher angegebenen Punkt ansteuern wollen, so hilft einem die Kompassfunktion, die einen navigiert, aber nur beim 610 mitgeliefert wird.

Beide Forerunner sind natürlich mit Garmin Connect und dem Garmin Trainingscenter zu verbinden, so dass man sich ein genaues Protokoll seiner Trainingseinheiten anzeigen lassen kann.
Außerdem kann man sie mit der Tanita Waage BC 1000 koppeln, um eine detaillierte Auswertung seiner Körperwerte zu erhalten.

Mein Fazit ist, dass ich aufgrund meines intensiven Trainings, das sich sehr an genauen Trainingsplänen orientiert, den Forerunner 610 kaufen würde. Nicht nur der Touchscreen ist für mich das absolute Plus; ich könnte nicht mehr auf die Auto Pause Funktion, den Vibrationsalarm für Pace, Zeit und Distanz, den virtuellen Partner & das virtuelle Race sowie die Möglichkeit, eigene Trainings im Forerunner selbst oder im Trainings Center zu erstellen, verzichten.
Die Möglichkeit die einzelnen Trainingsseiten selbst nach den eigenen Bedürfnissen einstellen zu können, hat auch sehr viele Vorteile. Man hat immer genau das im Blick, was man persönlich als wichtig empfindet und kann zwischen den einzelnen Seiten Dank Touchscreen nur mit einem Fingerzeig von Seite zu Seite wechseln.
Der viel höhere Preis ist für mich gerechtfertigt auch wenn man als ambitionierter Sportler vielleicht die Multisport Funktion vermissen mag, so dass man keine Schwimm-Rad-Lauf-Session in einem Protokoll anzeigen lassen kann.
Etwas schade finde ich, dass es nicht die Möglichkeit gibt, Strecken mit dem Forerunner 610 nachzulaufen, wenn man diese auf den Forerunner 610 übertragen hat.
Aber alles in allem ein Top Gerät, das sehr gut meine Ansprüche genüge tut und danke des Touchscreens vieles erleichtert.

Als Triathletin & Autorin von Eiswuerfel Im Schuh bin ich zusammen mit meinem Sportfotografen immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung und neuen Bildmotiven. Als Julimädchen liebe ich die Sonne, das Meer und den Sand zwischen den Zehen, genieße aber auch die Ruhe auf meiner Yogamatte oder auf einem Surfbrett. Ich freue mich, mit dir auf FacebookTwitterPinterestInstagram und Google+ in Kontakt zu bleiben.

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