Brooks Running Team Trainer, Pierre Ayadi, im Interview & Verlosung

Nicht einmal mehr zwei Wochen sind es bis zum 22. Juli, wenn sich viele Lauffreunde zum Brooks Münster City Lauf aufmachen, um an diesem Sommerabend rund um den Prinzipalmarkt 10km zurückzulegen. Das Brooks Running Team wird ebenfalls mit seinem Trainer Pierre Ayadi von der LG Olympia Dortmund an den Start gehen. Wir hatten die Möglichkeit ihm ein paar Fragen rund um das Team, über das Thema Training und den Laufsport zu stellen.  Natürlich haben wir uns auch direkt ein paar letzte Tipps für unser Training geben lassen.

Und weil wir so laufbegeistert sind, möchten wir unsere Freude mit unseren Lesern teilen und haben am Ende des Interviews noch eine kleine Verlosung für euch.  Aber nun zu Pierre Ayadi:

Kannst du uns vielleicht eine kurze Übersicht darüber geben,  wie du mit dem Brooks Running Team trainierst?

Alle Mitglieder des Brooks Runnings Teams haben das Ziel bei Deutschen Meisterschaften an den Start zu gehen. Das BRT setzt sich aber aus sehr Pierre-Ayadi-Brooks-Running-Teamunterschiedlichen Läuferinnen und Läufern zusammen. Die Jüngsten sind im Alter von 16 Jahren, der Älteste ist 34 Jahre. Auch von den Streckenlängen im Wettkampf gibt es große Unterschiede – von 400m bis zum Marathon sind alle Strecken dabei. Dementsprechend ist auch das Training der einzelnen ganz unterschiedlich aufgebaut. Durch die Größe der Gruppe – das BRT umfasst fast 30 Mitglieder – gibt es aber immer wieder Überschneidungen bzw. Kleingruppen, die zusammen trainieren können. Das ist auch mein Ziel. Ich bin der Meinung, dass das Training in der Gruppe zu einer höheren Motivation beiträgt. Außerdem können die jüngeren Athleten von den erfahrenen Athleten profitieren. Grundsätzlich hat das Training von allen aber gemein, dass nicht nur reines Laufen trainiert wird. Neben den üblichen Dauerläufen, Tempoläufen und Sprints gehören auch Stabilitäts- und Kräftigungstraining, aber auch Koordinationstraining und alternatives Training, wie Schwimmen, Radfahren, Ergometer und Aquajogging zum Trainingsplan!


Training ist anstrengend und macht dennoch Spaß. Gibt es aber auch Aktivitäten, die das Brooks Running Team zusammen neben dem Sport macht?

Natürlich! Wir verbringen durch das ganze Training sehr viel Zeit zusammen. Teilweise sind wir bis zu drei Monate im Jahr im Trainingslager und dazu die ganzen Wettkampffahrten. Dadurch bilden sich viele Freundschaften die über den Sport hinaus gehen. Das zieht auch viele gemeinsame Aktivitäten in kleineren Gruppen nach sich. Oft werden aber auch Geburtstage zusammen gefeiert und wenn es der Teminplan zulässt fahren wir auch mal zusammen in einen Freizeitpark oder gehen ins Kino.


Nur noch wenige Wochen bis zum Brooks Münster City Run und du wirst mit deinen Schützlingen ebenfalls anreisen. Was sind eure Ziele?

Die Ziele sind ganz unterschiedlich. Für die Bahnläufer stehen wir mitten in der Saison. Ein Teil des BRT hat genau am Wochenende des BMCR deutsche Jugendmeisterschaften bzw. Deutsche Staffelmeisterschaften. So werden einige den Lauf mehr zum Training nutzen und dort Ihr Team repräsentieren. Die Marathonis stecken gerade in der ersten Phase der Vorbereitung auf die Marathon DM im Oktober. Die können den Lauf als Test nutzen. Alle zusammen möchten wir aber als Team Spaß haben und eine gute Leistung abliefern.


Brooks-Running-Team


Hast du vielleicht ein paar letzte Tipps für uns Hobby-Läufer, wie wir bis dahin noch fit werden bzw. letzte Reserven mobilisieren?

Jeder muss seiner Leistung entsprechend individuell trainieren. Am wichtigsten für eine gute Leistung ist aber die Regeneration in der Woche vor dem Lauf. Lieber in den Tagen vorher etwas zu wenig trainieren als zu viel!


Du trainierst neben dem Brooks Running Team auch Profis und Freizeitsportler. Wie motivierst du sie, wenn sie mal nicht mehr wollen?

Ganz unterschiedlich. Manche brauchen einfach mal ein paar Tage Pause um auf andere Gedanken zu kommen. Anderen reicht die Aussicht bzw. der Hinweis auf die Belohnung nach dem Training!


Wie verwaltest und wertest du das Training deiner zahlreichen Athleten aus? Benutzt du dafür eine spezielle Software?

Ein spannendes Thema. Ich habe ein eigenes, ganz einfaches Worddokument entworfen mit dem ich einen schnellen Überblick habe. Dazu gibt es immer wieder kleine Änderungen und Vorschläge durch die Athleten. Teilweise nutzen wir für die DLV Kaderathleten eine Vorlage des IAT in Leipzig (Institut für angewandte Trainingswissenschaft). Alles in allem bin ich aber noch nicht so ganz glücklich damit. Die Laufuhren (oder eher Laufcomputer) der neuen Generation bieten so viele Möglichkeiten zur Aufzeichnung des Trainings. Mit der passenden Software wäre es sicherlich viel leichter und schneller möglich komplette Auswertungen des Trainings zu bekommen.


Macht eine Leistungsdiagnostik (Laktatmessung etc.) für Hobbyläufer wirklich Sinn? Und wenn Ja, warum?

Aus meiner Sicht gerade für Hobbyläufer. Eine gute Laktatleistungsdiagnostik beinhaltet aus meiner Sicht ja auch ein entsprechendes Auswertungsgespräch und Trainingsempfehlung durch einen Experten. Gerade davon können Hobbyläufer profitieren und nach einer entsprechenden Vorgabe der individuellen Trainingsbereiche Ihre aufgewendete Zeit so effektiv wie möglich nutzen!


Gibt es Fehler, die Freizeitläufer beim Training immer wieder machen? Wie kann man sie vermeiden?

Viele laufen schnell. Dann wird sehr häufig immer im gleichen oder ähnlichen Tempo gelaufen. Wirklich intensive Trainingsinhalte wie Tempoläufe oder Intervalle werden oft gemieden. Ein monotones Training bringt wenig Fortschritt.


Was gibst du Laufanfängern für einen erfolgreichen Start mit auf dem Weg, wenn sie sich von dir beraten lassen?

Die Intensitäten langsam steigern. Der limitierende Faktor ist eher der Stützapparat und weniger das Herz – Kreislaufsystem. Es müssen also Überlastungen der Sehen, Bänder und Gelenke vermieden werden. Deshalb sollten die passenden Schuhe angeschafft werden und die Trainingsintensitäten geplant und immer wieder auf den aktuellen Stand gebracht werden.


„Viel hilft viel“ – denken genügend Hobbyläufer und verdrängen, dass Erholung wichtig ist und ihrer Leistung/ ihrem Körper gut tut. Warum ist richtige Regeneration zwischen den Trainings so wichtig? Erkläre uns das.

„Viel hilft viel“ stimmt sogar bis zu einem bestimmten Maß. Das kennen wir ja auch aus dem Leistungssport. Aber auch hier kommt der Regeneration eine große Bedeutung zu.

Gerade Hobbyläufer müssen an die Gesamtbelastung des Körpers denken. Mit viel Training ermüdet man den Körper. Kommt es zu lange in Folge zu einer Ansammlung von Ermüdung trainiert man sich praktisch in den Keller. Belastung und Entlastung muss im richtigen Verhältnis zueinander stehen. Das ist eigentlich das Geheimnis des erfolgreichen Trainings.


Wie oft machst du selber Sport in einer Woche?

Wenn möglich jeden Tag, also 7x in der Woche. Im Trainingslager auch gerne zweimal am Tag, wenn es die Zeit zulässt. Allerdings ist es im Alltag faktisch fast jede Woche so, dass es mindestens einen Tag in der Woche gibt, an dem ich nicht zum Laufen komme.


Laufen macht Spaß und glücklich, deshalb ist »RUN HAPPY« das Brooks Motto. Was bedeutet »RUN HAPPY« für dich?

Bei 20 Grad und Sonnenschein alleine oder mit netten Menschen in schöner Landschaft einen 60 min DL in meinem gerade angemessenen Tempo zu machen. Manchmal ist es auch ein intensiveres Training bis an die Grenze. Danach ist man so richtig ausgepowert, aber fühlt sicht echt gut!


 

Wir bedanken uns ganz herzlich für all die Antworten und Tipps und freuen uns natürlich, Pierre Ayadi und sein Team in zwei Wochen in Münster wieder  zu treffen.

 

Mehr Informationen und letzte Updates über den Brooks Münster City Lauf gibt es auf Facebook. Alles rund um das Brooks Running Team erfährt man sowohl auf ihrer Internetseite wie natürlich auch auf Facebook.

 


Ingalena-Heuck-Marathon-CoachZu guter Letzt haben wir aber noch eine kleine Überraschung für unsere Leser. Wir verlosen ein Mal den ‚Der Marathon Coach‘ von Ingalena Heuck mit ihrem Autogramm!

Der ‚Der Marathon Coach‘ wurde lediglich für das Autogramm aus der Versieglung genommen.

Wenn ihr an der Verlosung teilnehmen möchtet, hinterlasst hier einfach ein Kommentar, was für euch »RUN HAPPY«  bedeutet. Wir freuen uns auf eure Ideen und stellen die besten Beiträge nach der Verlosung (per Zufall) mit dem Gewinner auf ‚eiswuerfelimschuh‘ auch genauer vor. 

Teilnahmeschluss ist der 31. Juli. 

RUN HAPPY

André & Din

Bild: PR

Als Triathletin & Autorin von Eiswuerfel Im Schuh bin ich zusammen mit meinem Sportfotografen immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung und neuen Bildmotiven. Als Julimädchen liebe ich die Sonne, das Meer und den Sand zwischen den Zehen, genieße aber auch die Ruhe auf meiner Yogamatte oder auf einem Surfbrett. Ich freue mich, mit dir auf FacebookTwitterPinterestInstagram und Google+ in Kontakt zu bleiben.

36 Gedanken zu “Brooks Running Team Trainer, Pierre Ayadi, im Interview & Verlosung

  1. Für mich bedeutet „Run Happy“ nach Lust und Laune zu laufen. Wenn es mir nach dem Lauf besser geht, als zuvor, dann habe ich alles richtig gemacht. Am intensivsten ist es für mich nach einer harten Einheit.

  2. Run Happy bedeutet für mich, dass ich meine Umgebung bewundern kann, während ich mich ganz einfach und natürlich ohne große Hilfsmittel durch sie hindurch bewege.
    Run happy,
    Maria

  3. Run Happy bedeutet für mich: Ich kehre immer glücklicher zurück als ich gestartet bin. (frei nach Achim Achilles)

    Auf meinen Alltag gesehen, laufe ich mich also viermal die Woche glücklich 🙂

  4. „Run Happy“ bedeutet für mich mit einem Lächeln durch die Natur zu rennen – auch wenn ich dabei die ein oder andere Fliege verschlucke 😉

  5. Run happy bedeutet für mich beim lockeren Lauf vom Büroalltag abzuschalten oder im Wettkampf gesteckte Ziele zu erreichen oder zu übertreffen.

  6. ach das ist doch einfach – run happy ist Brooks 🙂 Das Laufen in den tollen Schuhen, in den tollen Klamotten, und das wird getoppt wenn man dann auch noch Messenger oder Ambessedor of run happy sein darf! Brooks makes you run happy 🙂

  7. Kommt immer drauf an, neulich die 22 Runden beim Spendenlauf für einen guten Zweck. Letzte Woche die Verbesserung meiner pB beim Halbmarathon (wenn auch nur um ein paar Sekündchen) und dann einfach, dass ich den Kopf frei kriege.

  8. Was bedeutet Run Happy für mich? Meinen Wecker auf 03:10 zu stellen, mich aus dem Bett zu quälen, meine Laufsachen an zu ziehen, in die Dunkelheit zu starten und mit einem Lächeln wieder heimzukehren!

  9. Run Happy = eins sein mit mir und der Natur, lächelnd am Ostseestrand laufen, auf der Zielgeraden bis zur Erschöpfung kämpfen, sonntags mit Paps durch den Mecklenburger Wald traben und quatschen, den Kopf total leer laufen und danach voller Energie den Tag angehen, Freunde im Stadion treffen, Belohnung nach dem Training mit Eis oder Kuchen –> ein Stück vom Glück ist Run Happy

  10. RUN HAPPY ist das Gefühl, dass ich morgens nach dem Aufstehen verspüre um vor der Arbeit mich der Natur im Laufschritt hinzugeben und mit freiem Kopf in den Tag zu starten. Nach dem Happy Run am Morgen gehts es dann entspannt ins Büro und um den Tag entspannt ausklingen zu lassen wird dann noch einmal der schnelle Schritt in die Natur gesucht. Nach jedem Happy Run gibt es halt das Run Happy-Gefühl. Ohne Run kein Happy 🙂

  11. Run happy bedeutet für mich das Glücksgefühl beim Laufen in der Natur – alleine oder mit Freunden. Und auch der Schuss Glückshormone, der einen durchfährt, wenn man ein läuferisches Ziel erreicht hat…

  12. Run Happy ist genau das Gefühl, was ich habe, wenn ich in meine Schuhe schlüpfe und vor die Haustür trete. Einfach loslaufen können ohne Pflichtgefühl, ohne Stress, einfach die Natur genießen! Run Happy beflügelt!

  13. Run Happy ist Vogelgezwitscher in den frühen Morgenstunden wenn noch niemand anderes unterwegs ist, Tau auf den Blättern und das Knacken von dünnem Eis, wenn man als erste über die in der Nacht zugefrorenen Pfützen läuft. Am happiesten ohne Straßen- & Fluglärm und in den Herbst – Frühlingsmonaten : )

  14. Run Happy bedeutet für mich, nach dem Alltag und den Meisterschulstress den Kopf von allem frei zu bekommen und von Woche zu Woche leichter zu werden!

  15. RUN HAPPY bedeutet für mich, das man sich danach immer besser fühlt als davor (dank freigesetzter Glückshormone und überwundenem Schweinehund). PS: Ja, ich würde mich auch über das Buch freuen…

  16. RUN HAPPY bedeutet für mich im einklang mit dem körper und der seele die natur umd mich herum und die anstrengung gleichermaßen zu genießen. danach bin ich immer völlig ruhig.

  17. Really nice to see all the different versions of what RunHappy means to different people.

    For me RunHappy means exactly that, try and be happy, enthusiastic, when your running, if you can, try and infect others around you, support and encourage them…

  18. …das Grinsen nach Ankunft (wenn die Atmung sich wieder normalisiert) im Ziel bei einem Wettkampf oder auch auf der Couch nach einem anstrengenden Trainingslauf. Aber auch die „kleinen“ Momente während des Laufs. Die „RunnersHigh“-Zwischensequenzen. Die Augenblicke, wenn alles „passt“…

  19. Pingback: Gewinner der Verlosung: ‘Der Marathon Coach’ von Ingalena Heuck mit ihrem Autogramm! | Eiswuerfelimschuh's Blog

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