‚Schnell, problemlos, genau‘ oder ‚die Tanita BC 1000 als Gewichtsmanager‘

Die Tanita BC 1000 passt perfekt in mein derzeitiges Leben, in dem die genaue Ernährung und die Körperdaten eine wesentliche Rolle spielen. Wie erwähnt geht es nicht zwingend ums Abnehmen, sondern vielmehr darum dem Körper genau das zu geben, was er per Blutanalyse braucht, worin ein Mangel oder ein Zuviel bestand. Meine momentane Zwangssportpause hindert mich ja nicht daran, mein Ernährungskonzept weiterzuführen und da ist die Tanita natürlich sehr willkommen, damit ich mindestens ein Mal pro Woche eine genaue Übersicht über meine Körperdaten erhalte. Ich möchte schließlich nicht nur spüren, was sich verändert sondern es auch schwarz auf weiß sehen. Insbesondere die Fett- und Muskelwerte sind für mich von besonderem Interesse.

Mit ihrem schlichten Design passt die Tanita BC 1000 tadellos zum neuen Forerunner 610, aber was wirklich hinter der Kooperation zwischen Garmin und Tanita steckt, zeigt sich, wenn man die Waage betreten hat.

Das Anstellen der Waage war eine kleine Herausforderung, wollte ich doch eigentlich erst einmal nur einen Test machen und mein Gewicht herausfinden. Es gibt aber kein An- und Ausschalter, nichts was darauf hindeuten würde, dass irgendwo die Daten direkt auf der Waage angezeigt werden würde. Normalerweise tippt man elektronische Waagen an, es erscheint irgendwo eine 0 und schon kann es losgehen. Batterie rein, Batterie raus, andere Batterien geholt, aber keine Spur vom Display. Dafür fällt mir auf, dass die Waage auf meinem Boden relativ sicher steht und ziemlich schwer ist. Ein Blick ins Handbuch sagt mir zwischen den Zeilen, dass eine Anzeige der Messwerte nur mit externen Geräten funktioniert. Entweder man hat einen Forerunner oder ein Tischdisplay. Zum Glück habe ich den Forerunner, der angeschaltet sein muss und sobald man die ‚Lichttaste’ gedrückt hat, wird automatisch die Waage aktiviert, so dass sie grün aufleuchtet. Und nun wurde es so richtig spannend – denn der Forerunner fragte mich, ob ich Aktivsportler bin oder nicht. Wagemutig sage ich erst einmal natürlich ja und schon kann es losgehen. Ich stelle mich auf die Waage, mein Forerunner blinkt und wartet auf das Gewicht in kg, den Körperfett- sowie Wasseranteil in %. Es piept ein Mal und das Gewicht wird auf meinem Garmin angezeigt, es piept ein zweites Mal und die beiden anderen Werte werden ebenfalls auf dem Forerunner Display genannt. Die anderen sechs Messwerte (Muskelmasse, Beurteilung der Körper­zusammen­setzung, täglicher Kalorienverbrauch, Stoffwechsel­alter, Knochen­masse und Viszeral­fett­anzeige) werden nur auf dem Garmin zwischengespeichert und sind bei Garmin Connect ersichtlich.

Ein Körperfettanteil von gerade einmal 14% konnte auf keinen Fall stimmen, dafür kenne ich mich zu gut mit Körperdaten aus und vor allem mit meinen. Also begann ich zu überlegen und auszuprobieren, wie ich meinen Forerunner umstellen kann, dass ich eben kein Aktivsportler bin. Ein Puls unter 60 pro Minute und mehr als 7 Stunden Sport pro Woche machen mich scheinbar nicht zu einem Tanita Aktivsportler. Auch nicht schlimm, wenn ich nicht den Forerunner hätte zurücksetzen müssen. Oder gibt es doch eine andere Lösung, die ich im Internet übersehen habe?
Nachdem ich den Forerunner umgestellt habe, scheinen die Werte auch normal zu sein.

Mit der drahtlosen Funkschnittstelle werden die aufgenommenen Daten von der Waage zum Garmin Forerunner 610 geschickt und der wiederum sendet sie weiter über den ANT Stick zu Garmin Connect. Alles geht wieder so schnell, dass bereits alle Daten unter dem Punkt ‚Gesundheit’ abrufbar sind, bevor ich sitzen kann.

Garmin Connect zeigt nicht nur die aktuellen Daten an, sondern auch später eine Kurve, wie sich die Köperdaten entwickeln und außerdem erklärt eine Legende unter den Daten sehr benutzerfreundlich, was sich dahinter verbirgt. Eine genaue Analyse bzw. ein Vergleich meiner Daten von einer ‚normalen’ Fettwaage und einer professionellen Tanita Körperdatenanalysewaage wird folgen.

Für den Fall, dass etwas schief läuft, der Forerunner außer Reichweite der Waage liegt, man nicht schnell genug auf die Waage steigt, etc. benachrichtigt einen der Forerunner und fragt, ob man es noch einmal probieren möchte. Alles in allem also absolut problemlos, schnell und detailliert. Lediglich eine Anzeige wäre wünschenswert und vielleicht kann mit einem Garmin Update auch das Problemchen des Wechsels von Aktivsportler zum ‚normalen’ Menschen und anders herum ermöglicht werden.

Als Triathletin & Autorin von Eiswuerfel Im Schuh bin ich zusammen mit meinem Sportfotografen immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung und neuen Bildmotiven. Als Julimädchen liebe ich die Sonne, das Meer und den Sand zwischen den Zehen, genieße aber auch die Ruhe auf meiner Yogamatte oder auf einem Surfbrett. Ich freue mich, mit dir auf FacebookTwitterPinterestInstagram und Google+ in Kontakt zu bleiben.

2 Gedanken zu “‚Schnell, problemlos, genau‘ oder ‚die Tanita BC 1000 als Gewichtsmanager‘

  1. Das Problem mit dem Sportler-Modus haben ja die meisten Körperanalysewaagen, möchte ich mal sagen. Bei meiner gibt es zumindest fünf verschiedene Aktivitätsstufen und bei der höchsten stehe ich oft auf 5,0 % – dem Minimalwert der Waage für Körperfett. Stimmt auch definitiv nicht und ich finde es müßig zu sagen, welche Aktivitätsstufe nun stimmen würde.

    Ich habe einfach die Regelung: Vertraue bei keiner Körperfettwaage auf den exakten Wert. Was wichtig ist, ist die Entwicklung – ob der Wert auf die Dauer hoch oder runter geht – denn das zeigt sie richtig an.

    • Genau, dem kann ich nichts mehr hinzufügen, außer dass die Tanita um einiges genauer zu sein scheint, als meine andere Fettwaage. Für mich ist auch die Entwicklung wichtig, damit ich sehe, ob mein Weg stimmt und ob ich im Training oder bei der Ernährung etwas ändern muss.

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