Die karge Vegetation auf Fuerteventura hält ab und an kleine Überraschungen bereit, wie ich schon beim Yoga am Strand feststellen musste. In der Einsamkeit der sich dahin ziehenden Landstraßen, kann man es ab und an am Fahrbahnrand rascheln hören. Eidechsen unterschiedlichster Größe sonnen sich am Hang halb auf der Straße halb im Geröll der schmalen Seitenstreifen, wo ausgedörrte Büsche wie aus einem Western sich im Wind wiegen.
Die Straßen durch das Landesinnere von Fuerteventura sind meist etwas höher gelegen als das sie umgebene Land. Als würde man auf einem Deich fahren und genauso ungeschützt erstrecken sich die Straßen zum Teil über die Insel. Dort ist es mir besonders aufgefallen – das Edge zwischen meinen Hörnchen vom Aerolenker bringt sie in Kombination mit den Fuerte Winden zum Pfeifen. Unaufhörlich, während ich zum Teil so schnell wie nie, mit mehr als 65km/h leichte Hänge hinunter geschossen bin. Als würde man ein Weinglas zum Singen bringen.
Verlässt man das innere des Landes und nähert sich den Bergen oder den Küsten, stößt man unweigerlich immer wieder auf die gleichen kleinen Gesellen. Einst eingeschleppt von Festlandbewohnern haben sie rasend schnell die Insel für sich entdeckt. Sie sind unglaublich neugierig, ob am Strand oder bei einer kurzen Rast an einem der zahlreichen Aussichtspunkte entlang der Serpentinen.
Natürlich warten sie auf einen vor allem an den Berghängen, sehen uns vermutlich schon von ganz weit entfernt gequält mit langsamen Tritt heranrollen.
Egal ob die Sonne strahlt oder das Wetter die Sicht in das Tal trübt. Die Kleinen sind immer direkt zur Stelle, sie verfolgen einen geradezu. Verweilt man nur einige Minuten länger, nähern sie sich erst ganz langsam bis sie unglaublich dreist auf den Sattel springen und dann ganz versiert rüber zum Aerolenker laufen.
Die Rede ist von Streifenhörnchen, die sich auf der ganzen Insel finden lassen. Sie sehen immer irgendwie beschäftigt aus, sind aber unglaublich aufmerksam und beobachten einen ganz genau.
Verscheucht man sie oder gibt ihnen keine Erdnüsse, stellen sich die winzigen Erdmännchen auf und fangen an zu sprechen. Oder besser pfeifend zu schimpfen. Bekommen Sie nicht, was sie möchten, steigen sie auch schon einmal ins Auto ein und nehmen sich aus der Tasche, was sie brauchen. Also besser immer einige Erdnüsse in der Trikottasche haben.

Als Triathletin & Autorin von Eiswuerfel Im Schuh bin ich zusammen mit meinem Sportfotografen immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung und neuen Bildmotiven. Als Julimädchen liebe ich die Sonne, das Meer und den Sand zwischen den Zehen, genieße aber auch die Ruhe auf meiner Yogamatte oder auf einem Surfbrett.
Oh, wie süß! Habe leider noch kein Streifenhörnchen auf Fuerteventura gesehen 🙁
Oh, also an den Stränden und der Küste im Westen waren sie immer recht zutraulich.
natural born models, was? 😉
Ja, absolut. Die wissen bescheid.
Entzückend sind die kleinen Biester- Ich kenne sie nur von Tierfotos und habe sie für viel größer gehalten. Mindestens so groß wie ein Eichhörnchen .Die hier haben ja Platz in der Hosentasche. Naja, putzig./Lewi
Vielen lieben Dank für dein Kommentar und für’s Vorbeischauen!
Sie sind wirklich nur ganz klein und genau.
Sehr hübsch. Mit den Bestzeiten wird es aber nicht, wenn man die Kleinen immer füttert 😉
Da hast du absolut Recht! So wird das nichts mit einer wirklich guten Zeit, aber perfekt für eine Trainingsausfahrt mit kleiner Pause.